Neue Normalität? – 02.01.2021

Es reden viele von der neuen Normalität. Einer neuen Normalität, die wir nach der Pandemie haben werden! Darunter vorstellen kann ich mir nicht viel, weiß nicht, was diese neue Normalität sein soll. Wenn ich frage, dann gibt es auch keine wirklichen Antworten darauf, weil dieses neue Normal wohl noch nicht fassbar ist. Vielmehr sind es wohl die Wünsche einiger, die sie in die Zukunft nach der Pandemie projizieren, weil sie jetzt in der Pandemie greifbar sind. Doch die Pandemie wird nicht ausreichen, um diese Veränderungen nachhaltig in der Gesellschaft zu verankern! Festhalten am Alten In den letzten Monate konnten wir sehen, wie schwer sich die Politik tut, irgendwo vom Standard abzuweichen. Klar, es gab Einschränkungen in Bereichen, die die Politik anscheinend für nicht so wichtig hält. | mehr

Eine stille Weihnacht – 27.12.2020

Draußen fährt irgendwo die Polizei, die Feuerwehr oder ein Krankenwagen mit Blaulicht und Sirene durch die Gegend. Die Welt dreht sich also weiter, es gibt weiterhin Leid, Krankheit und Verbrechen, ganz viel Leid in Moria zum Beispiel, wo Menschen von Ratten angeknabbert werden, weil sie nicht genügend geschützt sind, wo sie aufeinander hocken in Schlamm und immer mit der Gefahr leben, dass der Virus zusätzliches Leid bringt oder das Raubtier Mensch sich auf andere menschliche Opfer stürzt. Die Welt dreht sich also weiter, wenn auch ein wenig stiller als die vielen Jahre zuvor. Stiller waren dieses Jahr auch die Weihnachtsfeiertage! Der Besuch, der sonst jedes Jahr kommt, war dieses Jahr ausgeladen. Nicht aus Bosheit, nicht, weil es Streit gab, sondern um die Gesundheit zu schützen. | mehr

Melancholische Normalität – 26.12.2020

Das Fenster ist geöffnet. Langsam strömt frische Luft in den Raum, die Träume und die Nacht werden herausgespült und es entsteht neuer Platz für einen neuen Tag. In der Ferne läuten die Glocken einer Kirche. Das machen sie immer, schon seit Jahren, darauf ist verlass. Sie spiegeln eine Realität, die es so in diesem Jahr nicht gab. Eine Normalität, von der wir weit entfernt sind. Gestern zählte ich auf Instagram schon die Teller, welche die Menschen dort auf ihre Weihnachtstische gestellt hatten. Ich will das nicht! Das ist keine wünschenswerte Normalität! Es wird langsam kühl im Zimmer. Die Luft fühlt sich nicht mehr so verbraucht an, aber es fehlen die Stimmen, die sonst - zusammen mit der frischen Luft - in das Zimmer transportiert werden. | mehr

#FürMichFürUns – 1 Million Postkarten (Werbung)

Bezahlte Anzeige Kennt ihr noch meine Postkartenwand? Menschen, die hier schon länger mitlesen, werden sich sicher noch daran erinnern, dass ich a.) Postkarten liebe und ich diese b.) an einer Wand in meinem Zimmer sammle. Postkarten sind immer ein kleiner Farbtupfer im Briefkasten, die uns ein wenig am Leben von anderen Personen teilhaben lassen. Ein Bild aus einer anderen Gegend, ein lustiger Comic, ein nachdenklicher Spruch. Alles Dinge, die uns ein wenig was über den anderen Menschen erzählen, ohne dass dieser viel erzählen muss und natürlich zeigt es auch, dass da andere Menschen an uns denken. Menschen, die sich die Zeit nehmen, um uns eine kleine Freude zu bereiten, indem sie uns eine Postkarte zusenden. | mehr

Das gesellschaftliche Hamsterrad und die Pandemie

Es ist gerade spannend zu sehen, wie sich Politiker*innen immer weiter in ihrem Hamsterrad drehen, aus dem sie nicht herauskommen, weil das bedeuten würde, dass gesellschaftliche Konzepte auf den Prüfstand müssten. Konzepte, die wir jetzt Jahrzehnte so gelebt haben, weil es einfach so schön einfach ist und die wir nur nicht antasten dürfen, weil es halt schon immer so war! Da müssen Schüler*innen weiter in die Schule, weil es eben wichtig ist, dass sie in die Schule gehen. Sonst wären ja die Eltern plötzlich gebunden, könnten nicht mehr die volle Zeit ihrer Arbeit nachgehen und das würde ja der Wirtschaft schaden. Und überhaupt, die Kinder müssen doch in die Schule, müssen doch soziale Kontakte haben und Lernen geht halt nicht anders! | mehr

Warum hasst ihr mich eigentlich?

Danke! Danke dafür, dass ihr eure Masken konsequent unter der Nase oder gar nicht getragen habt. Danke dafür, dass ihr die Infektionszahlen nach oben getrieben habt, was wahrlich vermeidbar gewesen wäre. Auch Danke dafür, dass ihr Gastronomen, Künstler, Kinos und all die anderen Unternehmen mit einem weiteren Monat ohne Einnahmen belohnt habt, obwohl sich ein Großteil wirklich angestrengt hat, einen vernünftigen Hygieneplan aufzustellen, damit die Infektionszahlen nicht steigen. Danke auch für die, die gerade so die erste Schließung überstanden haben, mit der zweiten Schließung jetzt aber Pleite gehen werden. Danke dafür und für die Angestellten in diesen Unternehmen, die jetzt weiter um ihre Existenz kämpfen müssen. Und danke auch von mir, dass ihr meine Selbstständigkeit weiterhin gefährdet. | mehr

Könnt ihr mir einen Gefallen tun?

Leute, tut ihr mir einen Gefallen und installiert die Corona-App? Ja, ich hatte am Anfang auch bedenken, weil Bluetooth nicht die sicherste Schnittstelle ist, habe mich aber dann doch entschieden die App zu installieren, weil ich als Selbstständiger mit vielen verschiedenen Menschen in Kontakt komme. Wenn ich als Promoter unterwegs bin, um zum Beispiel mit Rädern mit Werbebanner-Anhänger durch die Gegend zu fahren, dann ist die Nachverfolgung meiner Kontakte sehr schwer. Eigentlich ist sie unmöglich. Die App ist der einzige Weg, um eine ernsthafte Nachverfolgung der Kontakte zu ermöglichen. Listen in Restaurants oder bei Veranstaltungen bringen nicht wirklich viel, schon allein wegen der Angst vieler Menschen, dass die Daten für andere Dinge missbraucht werden, bei der App besteht die Gefahr nicht! | mehr

(Il)legale Partys und Corona

Derzeit gibt es ja viele illegale Partys in Berlin, Ursache dafür ist natürlich die Pandemie, aber auch die Politik, die hier immer noch nicht kreativ genug ist. Einige werden jetzt wieder sagen, dass die jungen Menschen doch wohl Mal verzichten können, kann doch nicht so schwer sein! Und ja, wenn ich jetzt nur von mir persönlich ausgehe - was viele in diesem Zusammenhang ja tun - fällt es wirklich nicht schwer. Ich war allerdings schon vor der Pandemie eher selten bei Massenveranstaltungen, einzig und allein der Besuch bei meinem Fußballverein war immer Mal notwendig und den vermisse ich auch jetzt schon, aber ansonsten fehlt es mir nicht. Nun bin ich aber nicht der Bezugspunkt, denn andere Menschen brauchen eben die Party als Ventil, um den Stress, der durch das normale Leben entsteht, abzubauen. | mehr