12 Januar 2021

FFP2-Masken – 12.01.2021

Baumreihe

Die Corona-Pandemie zeigt immer deutlicher, dass die Politik Menschen mit geringen Einkommen in ihren Maßnahmen einfach nicht mitdenkt. Seit Monaten verweigert der Bund Menschen, die im Hartz4-Bezug sind, einen Corona-Mehrbedarf, der aber dringend nötig wäre, da andere Hilfsangebote nur noch eingeschränkt zur Verfügung stehen – ebenfalls wegen der Pandemie. Jetzt kommt Bayern und führt die Pflicht ein, im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel FFP2-Masken zu tragen. Die Idee mag ja nicht schlecht sein, da hierdurch auch der Eigenschutz erhöht wird, aber erneut wird davon ausgegangen, dass sich alle Menschen diese Masken leisten können. Dem ist aber nicht so!

In Haushalten mit niedrigem Einkommen – Hartz4-Empfänger mit einbezogen – sind die Einnahmen meist schon fest verplant für Miete, Strom, Heizung und Nahrungsmittel. Jede zusätzliche Ausgabe bedeutet, dass irgendwo anders gespart werden muss, im schlimmsten Fall also bei den Lebensmitteln. Politiker haben dies anscheinend noch immer nicht verstanden! Oder doch, sie haben es verstanden, es ist ihnen aber absolut egal. Klar, FFP2-Masken kosten derzeit „nur“ 3,- Euro das Stück, aber diese drei Euro fehlen dann eben bei der Nahrung, ist halt nur ein ganzes Brot mit etwas Wurstaufschnitt, oder das Kilo Äpfel, was dann eben wegfällt …

Ja, ich habe diese Diskussion tatsächlich schon häufiger geführt und dann kommt halt, dass die halt weniger Rauchen sollen, weil hier das Vorurteil besteht, dass jeder Mensch, der ein niedriges Einkommen hat, raucht. Dasselbe gilt ebenso für Alkohol, oder es kommen die Experten, die Mal drei Monate mit Hartz4 überleben mussten und daraus eine Erzählung für das ganze Leben machen. Ich weiß also, dass viele wieder versuchen werden, diesen Umstand mit irgendwelchen Argumenten wegzudiskutieren. Allerdings weiß ich auch, dass sich dieser Umstand nicht wegdiskutieren lässt!

Um es noch einmal anzumerken: Es geht hier nicht nur um Menschen, die derzeit im Hartz4-Bezug stehen, es geht um Rentner*innen, es geht um Arbeiter*innen im Niedriglohnsektor, es geht um Alleinerziehende, es geht also um all die Menschen, die weit unter dem durchschnittlichen Einkommen eines Bundesbürgers liegen und die nicht einfach so Mal 90,- Euro im Monat für FFP2-Masken übrig haben!

Natürlich kann diese Summe auch wieder runtergerechnet werden, aber diese Menschen haben eben auch nicht die 10,- Euro oder 3,- Euro, es ist einfach kein Budget da für Mehrausgaben! Die Alltagsmasken, also der Mund-Nasen-Schutz, konnte durch viele Menschen noch kostengünstige selbst hergestellt werden, dies fällt bei FFP2-Masken komplett weg. Hinzu kommt, dass die Preise für die FFP2-Masken stark steigen werden, wenn sich mehr Bundesländer für eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken entscheiden. Dann wäre die obere Rechnung eh obsolet, weil wir dann nicht mehr von 3,- Euro pro Stück sprechen werden, sondern von 10,- Euro oder mehr.

Wenn die Politik also schon für mehr Eigenschutz sorgen will, dann muss sie auch an die nötige finanzielle Unterstützung für einkommensarme Menschen denken! Dazu gehört ein ordentlicher Aufschlag bei Hartz4-Empfängern und ebenso Ausgleichszahlungen an Menschen mit geringen Einkommen. Das ist übrigens die Gruppe, die auch so schon eine niedrigere Lebenserwartung hat. Wenn diese jetzt nicht unterstützt wird, indem sie mehr Geld erhält, wird sich das auch in der Pandemie widerspiegeln. Davon, diesen Menschen die Masken kostenlos zur Verfügung zu stellen, um keinen finanziellen Ausgleich schaffen zu müssen, halte ich übrigens nicht viel, weil hier dann wieder so knapp kalkuliert wird, dass es nicht für alle Menschen reichen wird.

Unsolidarisches Verhalten

Dass die Politik zu FFP2-Masken übergehen muss, um den Eigenschutz der Menschen zu erhöhen, liegt übrigens auch im unsolidarischen Verhalten einiger Menschen. Menschen, die die Maske unter der Nase tragen mussten, wenn sie diese denn überhaupt getragen haben, weil sie sich in ihrer Freiheit sosehr eingeschränkt fühlten! Dass sie dadurch allerdings eher die Freiheiten von Menschen mit niedrigem Einkommen noch mehr beschneiden, ist diesen Menschen absolut egal, da es nur um das eigene Ego geht!

11 Dezember 2020

Mal wieder das Thema Armut …

Geld

Leute, ich gebe es auf! Es hört mir eh keine zu und wenn mir Mal wer zuhört, dann kommt die Antwort, dass ich das doch gar nicht so sehen kann, weil ist halt nicht so schlimm. Doch, verdammt noch Mal, ich kann es so sehen, weil ich es selbst erlebt habe! Und nein, ich will nicht in andere Länder schauen, in denen die Armut noch viel schlimmer ist. Ja, es gibt sie, es gibt Länder, wo Menschen verhungern, weil WIR verdammt noch einmal nichts an unserem Wirtschaftssystem ändern wollen und weil WIR auch nichts von unserem Wohlstand abgeben möchten! Ganz im Gegenteil, unser Wohlstand basiert zu großen Teilen auf der Ausbeutung dieser Länder, also hört verdammt noch einmal auf damit, mich auf diese Länder hinzuweisen, solange ihr nicht bereit seid anzuerkennen, dass wir ein Teil des Problems sind!

Aber okay, fangen wir noch einmal von vorne an, weil Armut ist ja immer individuell und dafür kann ja kein anderer was. Sollen die sich halt in der Schule Mal ein wenig mehr anstrengen, dann schaffen sie es auch, die Armut hinter sich zu lassen! Genau, sie sollen sich in der Schule anstrengen, in der sie, weil sie sich bestimmte Statussymbole nicht leisten können, wegen ihrer Armut gemobbt werden. Sie sollen also an dem Ort gute Leistungen bringen, vor dem sie teilweise Angst haben, weil sie sich dort nicht mehr hintrauen und deswegen lieber zu Hause bleiben und den Unterricht schwänzen. Wo sie, wenn sie doch regelmäßig da sind, regelmäßig lernen müssen, dass ihre Beurteilung auch vom gesellschaftlichen Stand geprägt ist und sie halt im schlimmsten Fall nur eine Empfehlung für die Hauptschule bekommen, obwohl sie durchaus mehr leisten könnten. An diesem Ort sollen die sich dann mehr anstrengen, um der Armut zu entkommen?

Habe ich schon einmal erwähnt, dass ich eigentlich Koch werden wollte? Das war schon im Kindergarten mein Traumberuf, aber ich hatte da nie eine Chance. Warum? Weil ich mir die Ausrüstung gar nicht leisten konnte, die ich aber schon bei jedem Praktikum hätte haben sollen. Jetzt kommen sicher gleich wieder die, die mir sagen, dass das schon irgendwie gegangen wäre, ich nur halt an der richtigen Stelle hätte nach Unterstützung fragen müssen. Denkt ihr doch gerade, oder? Und ja, ihr habt bestimmt recht, irgendwo hätte es sicher Unterstützung gegeben, irgendwo hätte sich ein gebrauchtes Messerset auftreiben lassen, irgendwer hätte sicher auch die andere Berufskleidung bezahlt. Nur es ist immer wieder ein neuer Kampf, es fühlt sich immer wieder genauso scheiße an, um alles betteln zu müssen, um eventuell irgendwo Mal eine Chance zu bekommen! Ich habe dann eine kaufmännische Ausbildung gemacht, weil die Zugangskosten einfach geringer waren.

Ich kann übrigens Gedanken lesen: Ihr denkt gerade, dass ich die Schuld nur bei den anderen suche, weil ich versuche, hier gesellschaftliche Zusammenhänge zu beschreiben. Natürlich habe ich die Fehler selbst gemacht, habe mir Chancen verbaut, habe Türen für immer verschlossen. Natürlich, aber es gibt halt immer auch eine gesellschaftliche Komponente. Die Angst zur Schule zu gehen ist nicht eine individuelle Schuld, sich bestimmte Dinge nicht leisten zu können auch nicht! Das spielt halt immer mit rein, auch wenn das natürlich keiner hören will.

Zu günstige Lebensmittel?

Wenn ihr dann Menschen verurteilt, die sich halt wirklich nur das billigste Fleisch leisten können, die sich wahrscheinlich nicht einmal das kaufen, was sie gerne essen würden, sondern das, was sie sich leisten können, dann ist das auch immer wieder heftig zu lesen. Nein, die Ausrede, dass ihr ja die anderen meint, die gilt dann einfach nicht. Natürlich kaufen auch Menschen günstige Lebensmittel, die sich eigentlich teurere Lebensmittel leisten könnten, aber ganz ehrlich, auch das hängt mit unserem Wirtschaftssystem zusammen. Ein System, welches immer neue Bedürfnisse weckt und bei dem sich Menschen immer wieder neu entscheiden müssen, wie sie ihre finanziellen Mittel aufteilen wollen. Wenn diese dann bei Lebensmitteln sparen können und dies auch tun, dann kann ich auch diese Entscheidung verstehen, auch wenn es natürlich kontraproduktiv ist!

Wir leben in einem der reichsten Länder der Welt, und doch gibt es viele Hunderttausende Menschen, die sich ihre Lebensmittel von den Tafeln holen müssen! Menschen, die ohne diese gespendeten Lebensmittel überhaupt keine Chance hätten, sich Nahrung und eine Wohnung leisten zu können. Da muss ich mich nicht über Menschen lustig machen, die günstige Lebensmittel kaufen, auch wenn die Herstellung dieser Lebensmittel unter katastrophalen Zuständen passiert. Wahrscheinlich habe ich schon viel zu oft erwähnt, dass wir eine Verbesserung in diesen Bereichen nur hinbekommen, wenn wir es schaffen, dass jeder Mensch auf dieser Erde – also nicht nur in Deutschland – ein vernünftiges, lebenswertes Leben mit positiven Zukunftsperspektiven führen kann. Das wird im Kapitalismus nicht möglich sein, da Kapitalismus auf Ausbeutung aufbaut, aber solange wir im Kapitalismus leben, muss irgendwie jeder überleben können und das halt notfalls auch, indem er viel zu günstige Lebensmittel kauft.

Und Fleisch ist hier jetzt nur ein Beispiel, damit mir jetzt niemand kommt und sagt, dass die Menschen dann halt auf Fleisch verzichten müssen. Dasselbe gilt für viele andere Lebensmittel auch, bei vielen anderen Lebensmitteln sind die Zustände auch nicht besser. Erntehelfer, die nicht einmal den Mindestlohn bekommen, Kleinbauern, die von ihrer Arbeit kaum leben können und vieles mehr. Überall gilt, dass die Preise für Lebensmittel wohl deutlich steigen müssten, damit die Erzeuger auch fair am Gewinn beteiligt werden könnten. Dabei müssen aber halt auch die Menschen mit gedacht werden, die in Armut leben oder von Armut bedroht sind.

Arm dran? Selbst schuld? Warum du dein Schicksal nicht selbst in der Hand hast. | Der rote Faden
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Also gar nichts tun?

Doch! Aber nicht immer gegen Menschen, die dafür nicht wirklich was können. Die Ausbeutung von Natur, Tier und Mensch werden wir nur dann überwinden können, wenn wir den Kapitalismus überwinden. Das wird ein langer Weg, denn als Erstes müssen wir die Gesellschaft radikal demokratisieren. Die Wirtschaft, die Schule, jeder Lebensbereich, jede Institution muss radikal demokratisiert sein, damit Entscheidungen zum Umbau der Gesellschaft getroffen werden können. Bis dahin können wir sicher Verbesserungen erreichen und es ist natürlich auch weiterhin wichtig und notwendig die Missstände aufzuzeigen, aber wer mit dem Finger auf Menschen zeigt, die sich bestimmte Lebensweisen (noch) nicht leisten können, der wird diese Menschen nicht als Partner im Kampf gegen die Missstände gewinnen können. Dasselbe gilt für Kleidung, für Elektroartikel und für alle anderen Konsumgüter.

12 September 2016

Arme Kinder in unserer Gesellschaft …

Wenn ich mir so überlege, wie wenig uns die Kinder von armen Menschen wert sind. Ein wenig was über 260,- Euro, damit müssen sie einen ganzen Monat lang versorgt werden. Essen, Trinken, Kleidung, alles muss davon gezahlt werden. Natürlich klappt das, weil es Kleidung aus zweiter Hand gibt und weil ungesundes Essen eben günstig ist, aber so wird schon früh der Grundstein gelegt für die Ausgrenzung der Kinder. Wer keine vernünftige Markenkleidung trägt, wer nicht die finanzielle Möglichkeit hat, am sozialen Leben teilzunehmen, wird von den anderen in der Gruppe nicht akzeptiert. Eine Mitgliedschaft in Vereinen? Für Kinder und Jugendliche aus Hartz4-Familien unmöglich. Vernünftige Förderung von Talenten? Wovon soll diese denn gezahlt werden?

Dem Staat ist es relativ egal, denn die Leistungsträger von Morgen kommen aus anderen gesellschaftlichen Schichten. Warum sollte er daran etwas ändern? Warum sollte er Chancengleichheit schaffen? Wer keine Perspektive hat, braucht nicht darauf hoffen, dass der Staat diese Perspektive schafft. Obwohl gerade Kinder diese Perspektive brauchen! Wozu sollten sie sich in er Schule anstrengen, wenn sie schon früh mitbekommen, dass diese Anstrengung überhaupt nichts bringt? Warum sollten sie Ziele entwickeln? Ziele, die sie eh nicht erreichen können, weil der Staat bei der Förderung versagt, weil er im schlimmsten Fall sogar darauf besteht, dass der Mensch diese Ziele aufgibt, damit er dem Niedriglohnsektor zur Verfügung steht.

Perspektivlosigkeit schafft Gewalt und Hass. Hass auf den anderen, auf das Fremde. Der Staat fördert diese Perspektivlosigkeit, fördert diesen Hass und wundert sich dann, wo dieser Hass und die Wut herkommen, die die jungen Menschen in sich tragen. Dass sie den Zusammenhang nicht sehen, ist nicht verwunderlich, verstecken sich die Politiker doch meist in ihren eigenen Lebensrealitäten, in denen sie sich ihre eigene schöne Welt zusammen bauen. Wer die Realität nicht sieht, braucht sich über seine eigene Verantwortung keine Gedanken zu machen. Wer nicht sieht, dass er Kindern und Jugendlichen die Zukunft verbaut, braucht bei sich nicht die Schuld zu suchen, wenn diese Kinder und Jugendlichen voller Hass durch die Welt laufen. Wenn aus diesen Kindern und Jugendliche junge Erwachsene werden, die ihre eigene Perspektive nur darin sehen, dass Fremde zu bekämpfen, weil sie diesem Fremden die Schuld für ihre eigene Perspektivlosigkeit geben.

Nein, es werden nicht alle Kinder aus Hartz4-Familien so, aber das ist nicht der Verdienst der Gesellschaft, das ist allein der Verdienst der Eltern, die es schaffen, ihren Kindern ein gutes Vorbild zu sein. Eltern, die es schaffen, dass die Kinder Kind sein dürfen, dass sie spielen können, dass sie Zugang zu einer sozialen Gruppe erhalten. Aber nicht alle Eltern schaffen das! Und wenn der Staat und die Gesellschaft sie nicht wirklich unterstützt, ist das auch nicht verwunderlich. All die Sorgen, die die Eltern haben, färben irgendwann doch auf die Kinder ab.

Anstatt diesen Kindern und Jugendlichen zu helfen, helfen wir lieber denen, deren Eltern es sich auch ohne staatliche Unterstützung leisten könnten, ihre Kinder zu fördern. Der Vorsprung dieser Familien wird also immer weiter ausgebaut, vollkommen ohne Not.

Das bedeutet jetzt nicht, dass die Förderung von Kindern aus gut verdienenden Familien eingestellt werden soll, es bedeutet nur, dass die Förderung von Kindern aus armen Familien verbessert werden muss. Dazu gehört auch, dass die soziale Teilhabe verbessert wird. Die Mitgliedschaft in einem Verein bezahlt wird, die Teilnahme an Freizeitaktivitäten ermöglicht wird und vieles, vieles mehr.

22 April 2015

Meerschweinchen Donat – Kurzgeschichte

Lasst uns in ein Land reisen, in dem es derzeit nicht so rosig aussieht. Durch gierige Heuschrecken, ist in diesem Land die Ernte in den letzten Jahren viel zu knapp ausgefallen, sodass die Bevölkerung des Landes nicht ausreichend versorgt werden kann. Die Heuschrecken versuchen sogar noch an die letzten Lebensmittel des Landes zu kommen, weil sie mit dem, was sie bisher erbeutet haben, nicht zufrieden sind.

In diesem Land lebt das Meerschweinchen Donat. Donat ist noch jung, aber schon ohne Familie, da diese durch Krankheit oder durch Gewalt getötet wurde. Bisher konnte Donat sich aber ziemlich gut versorgen, zumindest war das so, bis die Heuschrecken über das Land gekommen sind. Jetzt hat auch das junge Meerschweinchen Probleme damit, genügend Nahrung zu finden und wenn es mal was findet, dann kommt nicht selten eine Heuschrecke, die etwas von dem abhaben will, was er gefunden hat. Und es bleibt ihn meist auch nichts anderes übrig als den geforderten Teil abzugeben, denn die Heuschrecken haben mit den Meerschweinchen Verträge abgeschlossen, in denen genau das geregelt ist. Und so kann Donat nichts machen, wenn er nicht ins Gefängnis will, obwohl er es locker mit einer solchen Heuschrecke aufnehmen könnte.

Nun hat Donat aber gehört, dass es ein Land gibt, in dem es für alle Bewohner genügend Nahrung gibt. Es gibt dort nicht nur genügend Nahrung, sondern es gibt dort zu viel Nahrung, weswegen ein großer Teil einfach vernichtet wird. So haben es Donat zumindest die anderen erzählt, die in den letzten Jahren das Land verlassen haben, um in das Land zu kommen, wo es zu viel Nahrung gibt. Und da von diesen keiner mehr zurückgekehrt ist, möchte sich auch Donat jetzt auf den Weg in dieses Land begeben. Er ist sich sicher, dass er in einem solchen Land willkommen ist und er ist überzeugt, dass er eines Tages wieder in seine Heimat kann, sobald die Heuschrecken weg sind und sein Land wieder genügend Nahrung für die eigenen Bewohner hat.

Donat machte sich also auf den Weg und verließ seine Heimat. Ihm war nicht wirklich wohl dabei, denn an diesem Ort hier wurde er damals geboren, hier liegt seine Familie begraben und hier hat er seine Freunde. Die meisten von ihnen wollen sich nicht mehr auf eine solch gefährliche Reise begeben, weswegen Donat sie hier zurücklassen muss. Aber dadurch, dass er weggeht, bleibt für seine Freunde mehr Nahrung übrig, weswegen Donat auch mit dem Gefühl geht, etwas Gutes zu tun. Dementsprechend motiviert ging das Meerschweinchen seine Reise auch an und so kam ihn der erste Tag auch gar nicht so lang vor.

Am Abend merkte Donat dann aber, dass er Hunger hat und so machte er sich auf die Suche nach Nahrung. Erst fand er nichts, doch dann kam er an eine Hütte, in der eine ältere Meerschweinchen-Frau lebte. Er sah die Hütte sehnsüchtig an, da er inzwischen auch ziemlich Müde war und er dort in der Hütte einen gemütlichen Schlafplatz vermutete. Plötzlich wurde Donat von der älteren Frau angesprochen. Er hatte sie gar nicht kommen hören, weswegen er auch leicht zusammenzuckte. Die ältere Frau lachte freundlich und wollte wissen, was er denn um diese Zeit hier draußen machte. Eigentlich konnte sie es sich schon denken, denn hier sind schon so viele junge Meerschweinchen durchgekommen, aber da sie sich gerne unterhält, fragt sie immer wieder nach und immer wieder wird ihr dieselbe Geschichte erzählt. Sie bot Donat an, bei ihr zu übernachten. Zusätzlich bot sie ihm einen Teller Suppe an, eine gute, starke Suppe, die ihn für den nächsten Tag stärken würde. Natürlich nahm Donat die Einladung an, auch wenn er nicht wusste, wie er sich bei der älteren Frau bedanken sollte.

Während die alte Frau die Suppe aufwärmte, erzählte sie Donat so einige Geschichten. Geschichten von Früher, Geschichten von der Heimat, bevor die Heuschrecken hier eingefallen sind und die Macht übernommen haben. Donat kann sich auch noch an die letzten Jahre erinnern, bevor die Heuschrecken kamen. Aber das ist Vergangenheit, denn jetzt sind die Heuschrecken hier im Land und das Leben, dass er damals leben durfte, ist vorbei.

Am nächsten Tag bereitete die ältere Frau noch ein Frühstück für Donat zu. Danach wünschte sie ihm noch eine gute Reise, bevor sich die Wege der beiden trennten.

Donat war noch mehrere Tage unterwegs, bevor er an die Grenzen des Landes kam, in dem es so viel Nahrung geben soll, dass sogar ein Teil davon vernichtet wird. In diesen Tagen traf er auf viele andere Meerschweinchen, die ihm einen Schlafplatz und etwas zu Essen anboten. Er traf sogar alte Bekannte wieder, die sich vor langer Zeit auf diese Reise begeben hatten. Sie hatten aufgegeben und sind dann gleich an dem Ort geblieben, weil sie auch keine Lust mehr hatten, in ihre alte Heimat zurückzukehren. Alle wünschten ihm eine gute Reise und nun war Donat endlich an der Grenze angekommen.

Das junge Meerschweinchen dachte, dass es jetzt einfach die Grenze Überquerren könnte, aber dem war nicht so. Überall war ein riesiger Zaun, den er weder überwinden konnte, noch gab es eine Lücke in diesem Zaun. Was er aber sah, waren Berge von Lebensmittel, die hinter dem Zaun lagen und die dort verrotteten. Und er sah dort Heuschrecken in Uniform, die diese Berge von Lebensmitteln bewachten. Er sah, wie die Heuschrecken über ihn lachten, und als er nach ihnen rief, lachten sie noch mehr. Donat hatte hunger, doch auf seiner Seite des Zauns gab es nichts, was er hätte essen können. Und die Heuschrecken auf der anderen Seite wollten ihm auch nichts geben, sie sagten, dass diese Lebensmittel unbedingt verrotten müssten, weil das die Gesetze ihres Landes so vorsahen.

Donat war verzweifelt. Er wollte unbedingt in dieses Land. Nein, eigentlich wollte er nicht in dieses Land, er wollte nur die Nahrung, die dort so sinnlos verrottete und er wollte wissen, warum die Heuschrecken die Nahrung aus seiner Heimat holten, obwohl sie doch selbst genügend hatten. Doch er bekam keine Antwort.

Er fand es ungerecht, und weil er diese Ungerechtigkeit nicht einfach hinnehmen wollte, lief er Tage lang am Zaun auf und ab, er wollte unbedingt einen Weg in dieses Land finden. Er war so darin vertieft, dass ihm gar nicht auffiel, dass er schon seit Tagen nichts mehr gegessen hatte. Doch Meerschweinchen brauchen Nahrung, und so brach Donat eines Tages einfach zusammen. Er verhungerte vor einem Zaun, hinter dem genügend Nahrung lag, um seinen ganzen Heimatort ein ganzes Jahr lang zu versorgen. Donat hörte die Heuschrecken ein letztes Mal lachen, bevor er seine Augen für immer schloss.

15 November 2013

Ich würde gerne etwas schreiben…

Ich würde ja gerne etwas schreiben, aber was bringt es?

Was bringt es, wenn ich von Obdachlosen schreibe, die nachts unter der Brücke schlafen, weil sie keine Unterkunft haben? Was bringt es, wenn ich davon schreibe, dass diese Menschen im Winter frieren und einige sogar erfrieren? Dass sie dies tun in einem der reichsten Länder der Welt! Was bringt es? Was bringt es, wenn man als Antwort bekommt, dass in Deutschland niemand obdachlos sein muss, weil wir ein super Sozialsystem haben, das alle Bürger mit deutschem Pass auffängt?

Es bringt nichts!

Ich würde gerne etwas schreiben, aber was bringt es?

Wenn ich schreiben würde, dass es vielen Menschen auf dieser Welt schlecht geht, weil es uns gut geht, was würde das bringen? Wenn ich von Ausbeutung schreiben würde und von Armut und Hunger, was bringt das schon? Es gibt nicht wenige, die der Meinung sind, dass wir den Menschen Arbeit bringen, dass sie deswegen dankbar sein müssten und dass sich diese Menschen selbst aus ihrer Armut und aus ihrem Hunger befreien sollen.

Es bringt nichts!

Ich würde gerne etwas schreiben, doch ich wüsste nicht was, denn es bringt nichts!

Deutschland exportiert Waffen in andere Länder und wundert sich, wenn Krieg ist. Sollte ich vielleicht schreiben, dass Waffen Menschen töten, weil sie genau dafür gebaut wurden? Ich weiß, Waffen töten nicht, würdet ihr sagen, sondern der Mensch tötet. Also was würde es bringen, wenn ich was dazu schreibe?

Es bringt nichts!

Ich würde gerne etwas schreiben, doch alles, was ich bisher schrieb, wurde nur ausgelacht! Ich würde gerne, aber es bringt nichts!

Eine bessere Welt, dass wollen viele, aber was bedeutet eine bessere Welt? Besser für mich? Besser für Deutschland? Besser für die ganze Welt? Und warum besser, wenn es mir doch gut geht? Sollen sich die anderen doch anstrengen, damit es ihnen gut geht! Solange ich nichts abgeben muss, solange zeige ich sogar meine Solidarität, aber nur dann und auch nur, wenn ich diese verdammten Probleme nicht direkt vor meiner Haustür erleben muss! Und wenn die Omi Brot klaut, weil die Rente nicht reicht, dann gehört sie in den Knast, weil das geklaute Brot keinen Profit generiert. Nicht in den Knast gehört dagegen ein Fußballmanager, der Steuern hinterzieht, weil er doch soviel gutes für die Gesellschaft gemacht hat.

Ich würde gerne etwas schreiben, aber es bringt nichts! Ich könnte heulen, wenn ich die Welt sehe, aber es bringt nichts!

Ich bin sprachlos, ich werde immer sprachloser und ich weiß gar nicht, wie man diese Sprachlosigkeit noch steigern soll. Ich surfe durchs Web, lese Kommentare, schüttel mit dem Kopf und bin sprachlos. Ich lese Zeitungsartikel, lese Kriegshetze, schüttel mit dem Kopf und bin sprachlos. Ich sehe massenweise Essen, welches vernichtet wird, sehe Menschen hungern, sehe die Zerstörung von Nahrung und bin sprachlos. Ich sehe diese Welt und bin sprachlos.

Ich würde gerne etwas schreiben, hab es lange versucht, doch es bringt nichts!

24 Mai 2013

Jugendbett für Hartz-4-Kinder – Geschenkt, oder was?

Meine Frage ist, ob das Geld für das Bett als rückzahlbares Darlehen gewährt wird, oder ob das Bett der Frau bzw. dem Kind geschenkt wird?

Quelle: Dol2Day

Ich könnte schon wieder kotzen! Was in dieser Aussage steckt, ist so kinderfeindlich, auch wenn es wahrscheinlich gar nicht beabsichtigt war. Es geht um Hartz-4-Empfänger und um Kinder, die ab einem bestimmten Alter eben nicht mehr in einem Gitterbett schlafen können/wollen, sondern in einem Jugendbett. Das Bundessozialgericht hat jetzt geurteilt, dass Kinder von Hartz-4-Empfängern einen Anspruch auf ein Jugendbett haben. Richtiges Urteil und dann kommt wieder so ein Kommentar…

Die meisten Kinder von Hartz-4-Empfängern haben so schon ein scheiß Leben. Sie können meist nicht das machen, was ihre Freunde tun, können nicht einfach so ins Kino gehen oder in einem Verein Fußballspielen. Sie können nicht, wenn sie Lust dazu haben, einfach anfangen ein Instrument zu lernen, oder, wenn sie es nötig hätten, einfach Nachhilfeunterricht in Anspruch nehmen. Jetzt entscheidet das Bundessozialgericht, dass den Kindern wenigstens ein vernünftiges Bett zusteht, und die einzige Sorge die einige haben, ist, ob sie das Geld für dieses Bett denn wenigstens zurückzahlen müssten – wo kommen wir denn hin, wenn diese Kinder ein Bett geschenkt bekommen? Die sind doch selbst daran schuld, dass sie in einer armen Familie geboren wurden. Sollen sie doch für das Bett arbeiten gehen….

Diese Einstellung kotzt mich an. Lasst Kinder doch endlich mal Kinder sein, egal ob sie in einer reichen oder armen Familie leben. Gebt ihnen dieselben Möglichkeiten, dieselben Chancen. Lasst sie sorgenfrei aufwachsen, denn die Sorgen müssen sie sich im Erwachsenenalter noch genug machen.

Deutschland jammert darüber, dass wir Fachkräftemangel haben, lässt aber seinen Kinder, wenn sie aus armen Familien kommen, keine Chance. Wir lassen Potentiale ungenutzt und wundern uns, dass diese Kinder nicht motiviert genug sind, dass sie nicht über die nötigen Qualifikationen verfügen, um am Arbeitsmarkt bestehen zu können.

Es ist egal, ob das Geld für die Betten zurückbezahlt werden muss, oder ob das Bett geschenkt ist. Es ist scheißegal, wichtig ist, dass diese kleine Menschen die Chancen bekommen, die sie verdienen.

9 Mai 2013

Was gehört zu einem guten Leben?

Ich lese gerade das Buch „Es reicht! Für alle! (Amazon Partnerlink)“ und einem Kapitel wurde die Frage gestellt, was zu einem guten Leben gehört. Ich finde die Frage interessant, weil wir uns alle wohl erst einmal bewusst darüber werden müssen, was zu einem guten Leben gehört.

Was gehört für mich dazu?

 

Grundlegend gehört für mich zu einem guten Leben eine sichere Wohnung, Strom, sauberes Wasser, Essen. Aber das ist natürlich nicht alles. Zu einem guten Leben gehört für mich auch dazu, dass man sich nicht jeden Tag darüber Gedanken machen muss, wie man den nächsten Tag finanziert. Dass man nicht zwischen frischem Obst für einen Tag oder Essen für eine ganze Woche entscheiden muss. Es gehört dazu, dass alle Rechnungen bezahlt sind und man sich nicht darüber Gedanken machen muss, wie man denn die GEZ wieder bezahlt, oder den Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung. Es wäre schön, wenn man sich in einem guten Leben nicht jeden Tag darüber Gedanken machen muss, ob man im nächsten Monat seine Arbeit noch hat, oder ob man arbeitslos ist. Ebenso sollte man, wenn man krank ist, dies auch, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, auskurieren, ohne mit der Angst zu leben, nach der Krankheit entlassen zu werden.

Ich glaube, ich könnte diese Liste weiter fortsetzen, worauf ich aber hinaus möchte, ist, das zu einem guten Leben dazugehört, dass man finanziell abgesichert ist. Dass das Einkommen dazu reicht, um wirklich die grundlegenden Dinge finanzieren zu können. Dabei geht es nicht darum, dass man sich jeden Luxus leisten kann, aber die Teilnahme am sozialen Leben sollte schon ermöglicht sein. Ebenso die Möglichkeit, dass man sich gesund ernährt, dass man Zugang zu Büchern hat – zur Bildung generell – und das man Respekt erfährt und nicht ausgegrenzt wird, nur weil man nicht jeden Trend mitmachen kann oder will.

Natürlich gehört auch politische Teilhabe dazu, Meinungsfreiheit und vieles mehr. Ich kann das gar nicht alles aufzählen, aber eines gehört nicht dazu: Ausgrenzung von sozialschwachen Menschen! Menschen dürfen aus der Gesellschaft nicht ausgegrenzt werden, nur weil sie sich kein Iphone leisten können.

Was gehört für euch zu einem guten Leben?

 

Mich würde natürlich auch interessieren, was für euch zu einem guten Leben dazugehört und auf was ihr verzichten könntet.

Blogartikel zum Thema:

30 Oktober 2012

Sie müssen nicht in Deutschland bleiben, wenn es ihnen nicht gefällt…

In Berlin versuchen gerade Flüchtlinge, ihre Lebensbedingungen in Deutschland zu verbessern. Sie fordern Verbesserungen am Asylrecht und sind dafür sogar in den Hungerstreik getreten. Und dann gibt es irgendwelche Leute, die Sätze raushauen wie: „Sie müssen nicht in Deutschland bleiben, wenn es ihnen nicht gefällt.“ oder „Wenn es den Flüchtlingen in Deutschland nicht gefällt, können sie doch in ihre Heimat zurückkehren.“

Bei solchen Sätzen bekomme ich immer einen Hals, ich könnte die Leute anschreien, ich würde sie gerne wachrütteln, die Ignoranz aus ihrem Geist verbannen. Denn sie vergessen immer, dass diese Menschen nicht aus Spaß ihre Heimat verlassen. Es gibt Gründe dafür, dass sie dies tun. Sei es Hunger, Krieg, Armut oder eben irgendein anderer Grund, der dafür sorgt, dass die Menschen ihre Heimat verlassen. Die meisten gehen nicht, weil es ihnen Spaß macht, sie gehen, weil sie eine Zukunft suchen. Die meisten würden wohl lieber bei ihrer Familie bleiben, nehmen aber den Weg nach Europa in Kauf, um dort Geld zu verdienen, mit dem sie ihre Familie in der Heimat unterstützen können.

Und dann vergessen diese Menschen auch gerne, dass wir auch verantwortlich für die Lage in vielen dieser Länder sind. Viele westliche Unternehmen haben dort die Natur zerstört, die Umwelt verschmutzt – sie haben die Lebensbedingungen in diesen Ländern verschlechtert und nicht verbessert. Auch der IWF hat seinen Teil dazu beigetragen, dass sich dort in den letzten Jahrzehnten nicht wirklich viel entwickeln konnte. Und auch die EU hat ihren Teil dazu beigetragen, in dem sie durch billige Lebensmittel die einheimische Landwirtschaft in die Knie gezwungen hat.

Das sind die neueren Entwicklungen, da ist das Leid, welches wir zu Kolonialzeiten in diese Länder gebracht haben. All das vergessen wir! Wir überlegen gar nicht, dass wir auch unsere Verantwortung für die Lebensbedingungen tragen. Wir haben auch eine Verantwortung dafür, dass die Wirtschaft in diesen Ländern am Boden liegt, wir haben auch eine Verantwortung für Kriege, die derzeit in einigen dieser Länder wüten, aber diese Verantwortung schieben wir gerne von uns.

Wir wollen lieber den Flüchtlingen diese Verantwortung geben. Sie sollen doch lieber in ihrem Land etwas aufbauen. Sie sollen dort dabei helfen, dass etwas entsteht, sie sollen aber nicht nach Deutschland kommen, um hier eventuell das Geld zu verdienen, um in ihrem Land etwas aufzubauen.

Sicher müssen auch andere Dinge angegangen werden. In den Ländern müssen Bedingungen geschaffen werden, dass diese Menschen nicht mehr flüchten müssen. Die Menschen müssen einen freien und kostenlosen Zugang zur Bildung bekommen, damit sie dort etwas aufbauen können. Ebenso müssen sie die finanzielle Unterstützung bekommen, um Unternehmen zu gründen. Kurz gesagt, sie brauchen Unterstützung, damit sie den Wissensrückstand aufholen können, den sie derzeit haben.

Und es muss dafür gesorgt werden, dass die Menschen in ihren Ländern mehr von den Produkten profitieren, die dort angebaut werden. Der Großteil der Gewinne, welche zum Beispiel durch Kaffee erwirtschaftet werden, muss in den Ländern bleiben, muss den Menschen dort zugutekommen.Was natürlich bedeuten würde, dass der Kaffee teurer wird und das die multinationalen Unternehmen weniger Gewinne für sich behalten können.

Dazu gehört auch, dass in diesen Ländern Umweltstandards eingehalten werden und das die Wirtschaft geschützt wird, welche gegen die westliche Wirtschaft einfach keine Chance hat. Es sollten also nur noch Produkte an diese Länder verkauft werden, welche sie nicht selbst herstellen können, oder welche eben nicht in ausreichender Menge produziert werden können.

Natürlich müssen auch interne Probleme gelöst werden, aber das ist nichts, was wir ändern können. Das ist etwas, was sich ändert, sobald die Bedingungen dafür geschaffen sind.

Aber all das liegt in der Zukunft. In der Gegenwart brauchen diese Menschen Hilfe, und weil wir eine Mitverantwortung für diesen Zustand tragen, haben wir auch die verdammte Pflicht diesen Menschen zu helfen. Und Hilfe ist eben nicht, diese Menschen wieder nach Hause zu schicken, nur weil sie uns zu unbequem sind.

Quellen:

 

Links zum Thema: