02.07.2026: Meine fünf Minutengedanken zu Renten und Generationen.

In letzter Zeit wird wieder viel über die Rente gesprochen und geschrieben. Es ist ein Dauerthema, schon über Jahrzehnte, weil sich die Gesellschaft verändert, aber das Rentensystem sich an diese Veränderung nicht so einfach anpassen lässt. Beim Holger im Aussernet-Blog gibt es zum Beispiel einen Artikel, der die junge Generation in der Pflicht sieht. Er meint, dass sich die junge Generation besonders viel Zeit lässt, um ins Berufsleben zu starten und es diese ungenutzten Beitragsjahre sind, die am Ende fehlen und zum Problem für die Rentenkasse werden. Nicht die älteren Menschen sollen immer später in Rente gehen, sondern die jüngeren Menschen sollen früher starten, in die Rentenkasse einzuzahlen. | mehr

23.06.2026: LebensABC – P wie Politisch

„Du sagst, du willst die Welt nicht ändern“, singt Rio Reiser in seinem Lied „Wann?“ (Youtube). Er singt weiter: „und ich frag‘ mich, wie machst du das nur?“. Genau diese Frage ist es, die sich mir auch immer stellt, wenn wieder wer zu mir sagt, dass er nicht politisch unterwegs ist. Wenn er*sie politischen Gesprächen aus dem Weg geht, weil es unangenehm werden könnte. Aber das Leben ist politisch, wir alle leben zusammen in einer Gesellschaft, auf einem Planeten, den wir nicht einfach so verlassen können, wir sind „kein Geist in einer Flasche“ und wir sind garantierte auch „kein Loch in der Natur“! Entscheidungen, die wir treffen, Dinge, die wir tun oder nicht tun, beeinflussen auch meist die Gesellschaft, das Leben von anderen und sind somit zutiefst politisch und gestalten so auch die Welt, in der wir Leben. | mehr

24.01.2026: LebensABC – O wie Orientierungslosigkeit

Das O im #LebensABC ist schon ziemlich schwierig für mich. Die Wörter, die mir so spontan einfielen, passten nicht wirklich zu mir. Ich bin weder ein Optimist, noch kann ich mit Ordnung irgendwas anfangen. Mein Leben ist Chaos und ich selbst bin Chaos, meine Gedanken sowieso. Damit kann ich leben, auch wenn mich andere wohl eher als komisch beschreiben würden. Orientierungslosigkeit kam mir erst gar nicht in den Sinn, doch als es erst mal da war, war klar, dass genau dieses Wort zu mir passt. Mir fehlt die Orientierung in meinem Leben. Ich habe keine wirkliche Vorstellung davon, wo ich hin will, ob ich überhaupt irgendwo hin will. Eigentlich wusste ich mal ziemlich genau, was ich werden wollte. Schon im Kindergarten war klar, dass ich Koch werden möchte und dieser Berufswunsch blieb auch bestehen. | mehr

21.01.2026: Komposthaufen als Quelle der Kreativität?

Ich las gestern die Überschrift „Kompostierung des Lebens“ in einem Blog und war sofort neugierig, was sich dahinter versteckt. Und das Bild, welches sich aus dem Zitat ergibt, welches in diesem Blogartikel zu finden ist, begeisterte mich sofort. Was ich dort auch gleich in einem Kommentar drunter schreiben musste. Mir gefällt es wohl deswegen so gut, weil meine Assoziation eben nicht das Tote war, was am Ende eines Kreislaufes zurückbleibt, sondern das Lebendige, was vom Kompost am Anfang eines Kreislaufes ausgeht. Immerhin entsteht aus dem alten Material, welches vorher ja auch mal lebendig war, wieder neues Leben. Das alte Material wird auf dem Komposthaufen wieder in seine Bausteine zerlegt, dient herbei schon als Lebensgrundlage für andere Organismen und am Ende entsteht aus diesen Bausteinen auch wieder neues Leben. | mehr

19.01.2026: Entscheidungen

Ich habe ja letztes Jahr ein paar Entscheidungen getroffen, die ich jetzt gerade deutlich spüre. Zum Beispiel habe ich einen Auftrag abgelehnt, bei dem ich Werbung für die CDU gefahren wäre. Die CDU hatte damals gerade mit der AfD im Bundestag abgestimmt und damit gezeigt, dass die Brandmauer, von der immer so viel gesprochen wurde, nichts wert ist. Diese Abstimmungen waren nicht notwendig, hatten am Ende auch keinen Nutzen und all die Ausreden, die danach von Unions-Politiker*Innen kamen, waren total unglaubwürdig. Da ich selbst aber über Werte verfüge, die ich nicht einfach in die Tonne trete, war für mich nur richtig, einen solchen Auftrag abzulehnen. Dass das irgendwann später mal wehtut, war mir damals schon klar, so wie auch einige andere Entscheidungen, durch die ich auf Geld verzichtet habe. | mehr

06.10.2025: N wie Nichtwissen – #LebensABC

Für den Buchstaben „N“ in meinem Lebens-ABC habe ich mir das Wort „Nichtwissen“ ausgesucht. Ich finde, es gehört zum Leben dazu und hat für mich auch keine negative Bedeutung. Wir wissen einfach vieles nicht und das ist auch okay, weil es einfach viel zu viel Wissen gibt und viel zu wenig Zeit, um all dieses Wissen zu entdecken! Es sollte ein einfacher Artikel über das Nichtwissen sein, darüber, dass wir alle emotionale Blobs*1 sind, eine Bezeichnung, die ich mir woanders geklaut habe und die mir super gut gefällt, doch dann habe ich angefangen, nach dem Thema Nichtwissen zu googeln! Das hätte ich lieber nicht machen sollen, denn mein Nichtwissen über das Nichtwissen ist riesig! Es war plötzlich die Sprache vom unbekannten Nichtwissen, vom bekannten Nichtwissen, vom nicht-Wissen-wollen und vom nicht-Wissen-sollen. | mehr

18.09.2025: Ab wann sind wir schuld?

Ich werde heute schon den ganzen Tag mit Nachrichten überfordert, in welchen sich Menschen darüber aufregen, dass eine rechte Meinungsmacherin einfach entlassen wurde. Dass das die Demokratie kaputt macht, es die Meinungsfreiheit aushöhlt. Wir müssen auch unliebsame Meinungen aushalten, höre ich aus allen Ecken, sogar aus denen, wo immer Partys zu hören sind, wenn linke Meinungsmacher*Innen verstummen, weil sie durch Hass-Kampagnen an den Rand gedrängt worden. Ich höre, dass wir Hass und Hetze nicht Hass und Hetze nennen dürfen, wenn es sich bei dieser Hetze um Bibelzitate handelt und ich höre, dass wir niemals mit Gewalt antworten dürfen, auch wenn die Gegenseite ständig zur Gewalt aufruft und diese Gewalt auch anwendet! | mehr

27.09.2024: Freitags-Füller

Da habe ich hier vor kurzem geschrieben, dass ich wieder etwas Regelmäßigkeit in den Blog bringen möchte, weswegen ich wieder am Freitags-Füller teilnehme und dann kam jetzt zwei Freitage in Folge nichts! Gut, mit der Nierenbeckenentzündung hatte ich natürlich nicht gerechnet und da dann noch viele andere Aufgaben erledigt werden mussten, führte beides dazu, dass ich einfach keine Kraft hatte, um etwas zu schreiben. Jetzt wollte ich gerade den Freitags-Füller für heute schreiben, da stelle ich fest, dass dieser für diesen Freitag pausiert. Aber egal, nehme ich einfach die aus den letzten beiden Wochen und mische die ein wenig. 1. Wir müssen versuchen, unsere Demokratie zu stärken. Dazu ist es nicht nur wichtig, demokratische Parteien zu wählen, sondern auch, dass wir endlich anfangen, die demokratischen Werkzeuge zu erlernen und dann auch zu nutzen! | mehr

10.09.2024: Wie geht es dir?

„Wie geht es dir?“, fragt Maren Urner in ihrem Buch „Radikal emotional - Wie Gefühle Politik machen“. Es geht dabei nicht um diese floskelhafte Frage, die als netter Einstieg in ein Gespräch gewählt wird, sondern Maren Urner hätte gerne eine radikal ehrliche Antwort. Eine Antwort, die schwerfällt, weil wir dann auch radikal ehrlich mit uns selbst sein müssen und doch starte ich hier einen ersten Versuch, eine radikal ehrliche Antwort zu geben. Er wird unvollständig sein und er wird unbefriedigend sein, aber es wird nicht bei diesen einen Versuch bleiben, es wird weitere geben, die ich auch hier im Blog veröffentlichen werde. Und so frage ich mich, wie es mir gehen soll in einer Gesellschaft, in der es nicht mehr darum geht, dass alle Menschen ein besseres Leben haben? | mehr

08.09.2024: Das war irgendwie anders geplant!

Irgendwie war das Wochenende anders geplant! Ich hatte am Samstag eigentlich einen Auftrag und habe mich auf diesen auch vorbereitet, doch leider hatten mich Schmerzen im Griff, die ich davor immer mal für wenige Stunden hatte und die ich deswegen erfolgreich ignorieren konnte. Diesen Samstag war es aber anders. Ich konnte die Schmerzen zwar ein wenig unterdrücken, während ich eine ganze Stunde in der Badewanne verbrachte, kurz danach waren diese dann aber auch schon wieder da. Sie wollten diesmal also nicht verschwinden, was mir aber schon fast klar war, nachdem sie schon am Freitagabend aufgetaucht sind. Auch eine Schmerztablette half nicht weiter. Da ich noch ein wenig Zeit hatte, bevor ich zu meinem Auftrag aufbrechen musste, schaute ich kurz im Internet, ob am Samstag eine reguläre Arztpraxis geöffnet hat. | mehr