9 November 2020

Wo ist die Mobilisierung?

Bild von der Demo "Unteilbar" in Berlin

Sagt Mal, was läuft hier eigentlich falsch? In Leipzig marschieren zehntausende Wut-Hut-Maskenverweigerer, weil diese der Meinung sind, dass sie – wegen ein bisschen Stoff – in ihrer Freiheit und in ihren Grundrechten beschränkt sind, aber wenn die EU wirkliche Grundrechtsbeschränkungen plant, indem sie einen Generalschlüssel für die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in Kommunikationsapps wie WhatsApp, Signal und Co. plant, berichten davon nur eine handvoll Medien, aber die Mobilisierung dagegen bleibt aus. Klar, es geht derzeit um einen Entwurf, aber auch gegen einen Entwurf kann schon mobilisiert werden, um den Verantwortlichen zu zeigen, dass das nicht stillschweigend hingenommen wird!

Warum gelingt es menschenverachtenden Personen, so viele Menschen zu mobilisieren, die anderen Menschen mit ihrem Handeln Schaden zufügen, die sogar in kauf nehmen, dass da andere Menschen sterben, weil sie meinen, dass so ein Mund-Nasenschutz einfach nur schrecklich ist, aber keiner mobilisiert, wenn es um die wirkliche Einschränkung von Grundrechten geht? Ich verstehe es einfach nicht!

Wir sollten anfangen, nicht immer bis zum letzten Moment zu warten, um Irrwege der Politik zu verhindern. Wir sollten schon bei Entwürfen zeigen, dass wir ganz klar gegen solche Grundrechtsbeschränkungen sind, auch dann, wenn als Primärziel immer und immer wieder die Terrorbekämpfung vorgegeben wird. Alle, die immer noch sagen, dass sie nichts zu verbergen hätten, werden sich wundern, wenn sie irgendwann mit einer totalitären Regierung aufwachen. Einer Regierung, die dann all die schönen Werkzeuge nutzen kann, die gerade von repräsentativ-demokratischen Entscheidungsträgern eingeführt werden! Ist uns unsere Privatsphäre wirklich so egal? Sind uns unsere Grundrechte wirklich so unwichtig, dass wir sie dem vorgeblichem Ziel von mehr Sicherheit unterordnen, und dabei den komplett gläsernen Menschen schaffen, nur weil es möglich ist?

Es wundert mich, dass all die Menschen, die sich über Facebook, Google und Co. aufregen, weil diese eine riesige Datensammlung aufbauen, sich nicht darüber aufregen, wenn der Staat sich immer mehr Zugänge in unsere Kommunikation schafft. Terrorbekämpfung kann nicht alles sein, Sicherheitsgesetze nicht die Erklärung für alle Grundrechtsbeschränkungen! Um es einmal deutlich zu sagen: all diese Einschränkungen der Grundrechte, all diese Befugnisse für Sicherheitsbehörden, führen dazu, dass ALLE Menschen unter Generalverdacht gestellt werden!

Nur, um da einmal einen Vergleich zu haben: die Forderung nach einer externen Ermittlungsbehörde, die sich mit Fällen von Polizeigewalt beschäftigt, führt regelmäßig zu der Aussage, dass wir die Polizist*innen nicht unter Generalverdacht stellen dürfen! Warum wird diese Argumentationskette nicht einmal dazu genutzt, um die Grundrechte zu verteidigen? Dann würden Polizei- und Sicherheitsgesetze komplett anders aussehen, aber solange jeder meint, dass er nichts zu verbergen hat, wird sich nichts daran ändern, das autoritär-konservative Politiker unsere Grundrechte immer weiter einschränken.

PS: Nein liebe Wut-Hut-Maskenverweigerer, dieser Beitrag wird an meiner Verachtung zu eurem Menschenhass und eurem Egoismus nichts ändern. Hass und Hetze hat nichts mit dem zu tun, was ich in diesem Artikel versuche zu vermitteln!

28 Oktober 2020

Lebens-ABC: G wie Geduld

Baumreihe

Das Wort „Geduld“ begleitet mich in meinem Leben komischerweise ständig. Ich weiß nicht wieso, aber egal was ich mache, als positives Merkmal wird immer sofort meine Geduld erwähnt.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich ein solch geduldiger Mensch bin, ich würde es eher mit Gelassenheit umschreiben, weil Panik und Stress bei Problemlösungen nicht viel bringen. Entweder, ich kann ein Problem sofort lösen, dann wären Panik und Stress eh unnötig, oder ich bekomme es nicht sofort gelöst, dann wären Stress und Panik hinderlich. Im zweiten Fall würde mich blockieren, wenn ich ungeduldig und gestresst wäre und wäre dann nicht mehr in der Lage, mir einen Plan B, gegebenenfalls sogar einen Plan C auszudenken. Das wäre – um es einmal an einem Beispiel festzumachen – bei einem Livestream aber nicht wirklich hilfreich, wenn bei diesem zum Beispiel die Kamera nicht funktioniert. Wenn ich da in Panik verfalle, weil der Livestream in 20 Minuten starten soll, kann ich die 20 Minuten nicht nutzen, um eine Lösung für das Problem zu finden. In einem solchen Fall sind Geduld und Gelassenheit gefragt! Natürlich kann es sein, dass ich keine Lösung finde und der Livestream deswegen ausfällt, aber wenn ich panisch und ungeduldig bin, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass genau das passieren wird, obwohl vielleicht nur ein Kabel falsch angesteckt ist.

Geduld ist auch in anderen Situationen wichtig für mich. Wenn ich einem Kunden zum fünften oder zehnten Mal erkläre, wie etwas geht, dann funktioniert das mit Geduld sehr viel besser. Irgendwann bleibt es hängen, irgendwann wird die andere Person es verstanden und verinnerlicht haben und es ist doch sehr viel angenehmer, wenn sich diese Person bei mir bis dahin melden kann, ohne Angst davor haben zu müssen, dass ich ungeduldig und somit auch gereizt reagiere. Ich jedenfalls habe bei Personen, die bei meinen Nachfragen ungeduldig und gereizt reagieren, Angst, diese beim nächsten Problem erneut anzusprechen, was dann dazu führt, dass ein Problem wahrscheinlich nicht richtig gelöst wird, woraus dann neue Probleme entstehen. Da hilft Gelassenheit und Geduld viel, um Vertrauen und auch ein gutes Gefühl aufzubauen und wir alle wollen uns am Ende doch wohlfühlen, oder etwa nicht?

Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Situationen, in denen ich gereizt und ungeduldig bin. Wenn in einer Diskussion jemand absolut keine Lust hat, auf die eingebrachten Argumente zu reagieren, sie absichtlich überliest und dann behauptet, dass da bisher gar keine Argumente kamen, dann bin ich sehr ungeduldig. Wenn jemand meint, dass ein Beitrag, in einem Forum zum Beispiel, an dem ich 10 Minuten geschrieben habe, keinerlei Argumente enthält, dann aber nicht einmal bereit ist, seinerseits ein wenig Zeit zu investieren, um dies auch zu begründen, dann bin ich echt ein ungeduldiger und gereizter Mensch, da ist dann auch meine Gelassenheit ganz weit weg!

Das Lebens-ABC ist eine Idee aus einem Schreibratgeber. Es hilft dabei, dass eigene Leben zu fassen, es greifbar zu machen, mehr über sich selbst zu lernen und damit auch zu erfahren, was einem im Leben wirklich wichtig ist. Natürlich ist es auch eine Schreibübung und es übt darin, sich selbst zu beobachten.

15 Oktober 2020

12 Jahre

Bäume, Wolken und ein Gewässer

Ach Leute, wie die Zeit doch rennt. Wir haben schon wieder Oktober und im Oktober vor 12 Jahren habe ich diesen Blog hier gestartet. 12 Jahre, das sind auch 1.318 Artikel, 4.088 Kommentare, viele innere Kämpfe und auch viele äußere Kämpfe. Der eigentliche Grund, warum ich diesen Blog hier gestartet habe, war, dass ich mein Abitur nachgeholt habe und ich einen Ort brauchte, wo ich für mich noch einmal das Gelernte rezipieren konnte. Diesen Zweck hatte der Blog 2010 dann eigentlich auch schon erfüllt und das es ihn überhaupt noch gibt, liegt wohl auch daran, dass ich schlecht loslassen kann.

In den vergangen 12 Jahren – und ihr könnt sie vollständig nachlesen – habe ich mich durch den Blog auch verändert. Ich habe hier meine Meinungen und Argumente geschärft, habe sie aufgeschrieben, habe sie über den Haufen geschmissen, habe sie neu Gedacht und habe mich dadurch immer weiter entwickelt. Hier im Blog stehen Meinungen und Gedanken, die ich heute wohl nicht mehr so aufschreiben würde. Das ist spannend, weil es einem selbst oft gar nicht bewusst ist, wie sich die eigenen Gedankengänge, die eigenen Meinungen und Argumente verändern.

Spannend auch dahingehend, wie sich mein Schreiben verändert hat – ich rede jetzt nicht von den vielen Fehlern, die in meinen Texten waren, einige davon gibt es auch heute noch in meinen neuen Texten zu bestaunen. Nein, ich rede hier vom Ausdruck! Ich lese ab und an in meinen alten Texten und merke, wie ich sie heute komplett anders formulieren würde. Einige Texte fühlen sich auch ziemlich fremd an, weil ich mir gar nicht vorstellen kann, dass ich diese Texte Mal genau so aufgeschrieben habe und doch sind es meine Texte, bin ich es, der sich in diesen Texten verbirgt. Es ist spannend und deswegen bleiben die Texte auch online, egal, ob ich noch zu 100 Prozent hinter den Texten stehe oder nicht.

12 Jahre sind es jetzt also, dass dieser Blog in dieser Form online ist. 12 Jahre lang werfe ich jetzt meine Gedanken, meine Erlebnisse, Gefühle und auch meine Kurzgeschichten in dieses Aquarium, sehe zu, wie sie schwimmen und hoffe, dass sie auch von anderen Menschen gesehen werden. 12 Jahre, die ich vielleicht irgendwann Mal in einem Buch zusammenfassen und in mein Regal stellen sollte. Und wenn ich es dann mit 80 nehmen und lesen würde, wäre es wahrscheinlich für mich wieder genauso spannend und aufregend, meine alten Gedanken, Erlebnisse und Kurzgeschichten wieder neu zu entdecken.

9 Oktober 2020

Was mich wirklich glücklich macht

Wildwiese bei Erkner umgeben von Wald

Ich überlege die ganze Zeit, wie ich euch erklären kann, was Glück für mich ist. Wie ich euch vermitteln kann, wie dieses Gefühl bei mir ausgelöst wird, wie ich zeigen kann, was mich wirklich glücklich macht. Ich hoffe, ich habe ein paar Wanderer unter meinen Leser*innen, die das Gefühl, welches ich beschreiben möchte, kennen. Die es verstehen, weil es für sie genauso Glück bedeutet, wie es für mich eben jenes Glück bedeutet.

Meine Beschreibung fängt früh an einem beliebigen Tag im Frühjahr, Sommer oder Herbst an. Die Sonne beginnt gerade ihren Weg über unseren Himmel, draußen ist die Luft noch ein wenig feucht von der Nacht, es liegt auch noch ein wenig Dunst in der Luft. Ich schnüre meine Schuhe zu, mein Rucksack ist für die Wanderung bereits gepackt, gleich geht es los. Erst einmal zum Bahnhof, auf dem Weg dorthin das erste Glücksgefühl durch diesen wunderbaren Morgen, der noch so frisch und unschuldig ist, der die Vorfreude steigen lässt. Vom Bahnhof dann zum Wandergebiet am Rande der Stadt, vielleicht auch schon außerhalb, jedenfalls dorthin, wo es Natur gibt, Wald, Waldboden, Wiesen und vor allem wenige Häuser, noch besser sind natürlich auch wenige Menschen. Vorher weiß mensch das ja nie so wirklich, aber wenn die Wanderung dann anfängt und es wirklich wenige Menschen gibt, kilometerweit einem kein anderer Wanderer begegnet, dann ist es das zweite Glücksgefühl. Immer weiter dem Weg folgen, nicht wissen, was hinter der nächsten Biegung kommt und dann plötzlich vor einer wunderschönen und bunten Wildwiese stehen, schon wieder dieses Glücksgefühl. Und dann plötzlich der Anstieg, anstrengend, die Haut wird nass, das Herz pocht, immer schneller, der Puls geht hoch. Dann ist der Aufstieg geschafft und gibt den Blick frei auf eine wunderschöne Naturlandschaft, das pure Glück, das Gehirn schüttet Unmengen an Glückshormonen aus, die Tränen kommen einen in die Augen. Das ist Glück, das bedeutet Glück für mich!

Leider wird dieses Glück immer mehr getrübt, von dem Müll, der selbst in den einsamsten Gegenden überall rumliegt. Das Taschentuch, die Bierdose, die Pappdose von einem Burger King. Überall in der Landschaft, als ob es das natürlichste auf der Welt ist, seinen Müll überall liegenzulassen, ihn achtlos in die Natur zu werfen, weil er ja sonst nur Ballast ist. Das zerstört mir dann mein Glück, macht mich wütend, weil es unnötig ist, weil es das Erlebnis zerstört.

„Was macht dich wirklich Glücklich?“, fragt die wwf-Jugend in ihrer Blogparade. Aus diesem Anlass entstand dieser Artikel und ich hoffe, dass ich ein wenig vermitteln konnte, was mich wirklich glücklich macht. Und wie sieht es bei euch aus? Was macht euch wirklich Glücklich?

5 Oktober 2020

05.10.2020: Was läuft bei mir?

Erinnerungen

Ich sehe mir ja inzwischen täglich die Corona-Zahlen für Berlin an. Sie steigen! In mehreren Bezirken liegt der Wert der 7-Tage Inzidenz über 50 und somit über den kritischen Wert, sodass auch bei der Berliner Corona-Ampel dieser Wert auf Rot steht, die anderen beiden Werte sind zum Glück weiterhin im grünen Bereich – die Frage ist halt, wie lange noch?

Derzeit habe ich ab und an noch ein paar Einsätze als Promoter, deswegen ist dieser Blog hier überhaupt noch erreichbar, aber es reicht halt nur, um die laufenden Kosten bis zum jetzigen Zeitpunkt zu bedienen, ein Polster kann ich mir mit den Einnahmen nicht aufbauen und ich muss immer hoffen, dass die Rechnungen zeitnah überwiesen werden. Wenn die Werte sich aber weiterhin so verschlechtern, werden auch diese Aufträge bald wieder wegfallen, dann wird es wieder zu größeren Einschränkungen kommen und das macht mir schon ein wenig angst. Natürlich erzählt die Politik, dass sie härtere Einschnitte für die Wirtschaft nicht ein zweites Mal zulassen möchte, aber am Ende hat die Gesundheit und das Leben der Menschen einen höheren Stellenwert und das nicht so zu sehen, wäre höchst fahrlässig von der Politik. Deswegen müssen wir wieder mit härteren Einschnitten rechnen, muss ich damit rechnen, dass der Herbst und Winter für mich wieder sehr schwer wird und ich weiterhin kaum Einnahmen haben werde. Ist deprimierend, aber noch deprimierender wäre es, wenn wir wegen der Wirtschaft Menschen sterben lassen.

Die letzten Wochen

Die letzten Wochen waren auf jeden Fall ganz angenehm, nachdem ich die absolute Auftragslosigkeit verlassen habe. Ich durfte endlich wieder ein wenig was machen, hatte Aufträge und mein Terminkalender hatte in den letzten zwei Wochen sogar mehr belegte als unbelegte Tage. Absolut wohltuend für mich und auch absolut wichtig für meine Motivation, die in den letzten Monaten ja doch im Keller war. Ich habe jeden einzelnen Auftrag genossen, jede Stunde, die ich wieder was zu tun hatte und werde es auch noch so lange tun, wie es noch möglich ist.

Dennoch muss ich auch an die nächsten Wochen und Monate denken und habe deswegen eine Kampagne bei GoFundMe gestartet. Natürlich ist mir bewusst, dass viele von euch auch mit der Situation kämpfen und das es andere Projekte gibt, die jetzt erst einmal Hilfe brauchen, aber vielleicht hat der ein oder andere von euch ja doch noch ein paar Euros über. Jetzt höre ich mich schon an wie die armen Menschen in der S-Bahn, die sich dort ihre nächste Übernachtung in einer Unterkunft oder ihre nächste Mahlzeit verdienen müssen. Ganz so schlimm ist es bei mir aber zum Glück noch nicht, ich kann mir ja derzeit sogar noch den Luxus leisten, hier einen Blog zu schreiben, meine Gedanken zu sammeln und dadurch irgendwie durch diese Zeit zu kommen.

Bild GofundMe-Kampagne

Wer GoFundMe nicht mag, mir aber einen Cappuccino zukommen lassen möchte, kann dies über den Paypal-Me -Button machen, der unter jedem Artikel zu finden ist oder eben direkt über die Kaffeetasse an der Seite.

Körper und Geist

Ich habe in der letzten Woche endlich Mal wieder mehr Kalorien verbrannt als zu mir genommen und somit ein paar Kilos vom Corona-Speck verbrannt. Da muss zwar noch deutlich mehr passieren, aber der Trend geht ja zumindest hier in die richtige Richtung. Laufen ist derzeit leider nicht möglich, da ich mich seit einer Woche mit einem schmerzenden Bein zu beschäftigen habe. Ich weiß nicht Mal wirklich, von wo der eigentliche Schmerz ausgeht, aber das Knie ist besonders betroffen. Dafür kann ich aber Radfahren, ist vielleicht nicht die beste Medizin, aber ich vermute einfach, dass die Schmerzen auch ein wenig vom Bewegungsmangel her kommen, den ich in den letzten Monaten durchaus hatte.

Für den Geist beschäftige ich mich derzeit halt weiterhin mit kostenlosen Weiterbildungsangeboten. Gibt ja genügend und ich habe dadurch auch schon einige interessante „Entdeckungen“ gemacht, die ich in der nächsten Zeit weiterverfolgen werde. Wenn wir die Corona-Pandemie dann irgendwann hinter uns gelassen haben, wird das auch für meine Selbstständigkeit Impulse bringen, sodass ich hier durchaus schon längerfristig denke, trotz Motivationsloch, trotz derzeitiger Existenznöte. Jammern alleine löst das Problem ja nicht.

Hoffen wir einfach, dass wir alle Gesund durch die Zeit kommen, denn nur wenn wir am Leben bleiben, können wir eine Zeit nach der Pandemie planen.

11 August 2020

Dieses Gefühl …

Erinnerungen

Es wird ja viel geschrieben und gesprochen über Kinderarmut und das dagegen was getan werden muss. Passieren tut nicht viel, weil die zuständigen Personen die Dringlichkeit nicht sehen. Das Jobcenter weigert sich zum Beispiel hartnäckig, einen PC als Grundausstattung für Schüler*innen anzuerkennen – jedenfalls so lange, bis ein Sozialgericht dann entscheidet, dass die Verweigerung falsch ist. Chancengleichheit gibt es nicht und wer es miterlebt hat, der fragt am Ende auch gar nicht, woher die Wut dieser Kinder und Jugendlichen kommt.

Ich schreibe das, weil mir gerade auf Twitter wieder aufgefallen ist, was ich als Kind bzw. Jugendlicher gern alles gemacht hätte, es aber nicht konnte, weil einfach kein Geld da war. Ich fand zum Beispiel Angeln ganz spannend und hätte dies gern auch öfter gemacht, aber es fing da ja schon bei der Ausbildung an, die gebraucht wird, um einen Fischereischein zu bekommen. Das Geld war nicht da, genauswenig wie das Geld für den eigentlichen Fischereischein und Angelschein da gewesen wäre. So zog sich das durch die Kindheit, sodass ich nie ein wirkliches Hobby hatte. Auch die soziale Teilhabe war damals schon schwierig und ist es heute immer noch. Wenn andere etwas gemacht haben, was Geld kostete, war es für mich nicht wirklich möglich, dies auch zu machen, eben weil es Geld kostete. Ist heute nicht anders und grenzt viele Kinder und Jugendliche aus!

Natürlich willst du als Kind und Jugendlicher irgendwo dazu gehören! Irgendwann gibst du es aber auf, weil du weißt, dass das ohne Geld nicht wirklich möglich ist. Dann suchst du irgendwo Anschluss, wo Geld keine Rolle spielt und baust dort Wut auf die anderen auf, die dir all die Möglichkeiten verwehren, die andere Kinder und Jugendliche in deinem Alter haben.

Wenn dann, Jahre später, dir irgendwelche Leute erzählen wollen, dass das gar nicht so schlimm ist, die Kinder ja alle Chancen hätten, dann kommt diese Wut wieder hoch. Wenn die Leute von Chancengleichheit sprechen, davon, dass die einfach alle nur hart genug hätten arbeiten müssen, dann ist da einfach irgendwann nur noch Hass auf diese Menschen. Menschen, die gar nicht wissen, wie es ist, wenn du wochenlang keinen Strom hast, weil die Stromrechnung nicht bezahlt wurde, die nicht wissen wie sich die Angst anfühlt aus der Wohnung zu fliegen, weil die Miete nicht gezahlt wurde. Die irgendwo in einem Einfamilienhaus aufgewachsen sind, dir aber erzählen wollen, wie schwer sie sich alles erarbeitet haben! Die sich dann wundern, warum du nicht sachlich mit ihnen über ein Thema diskutierst, bei dem sie einfach nicht mitreden können, weil sie es nie erlebt haben.

Ich hatte vor Jahren auf Twitter Mal eine Diskussion mit einer Anwältin, die während der letzten Wochen und Monate ihres Studiums Nudeln mit Tomatensoße essen musste, weil das Geld knapp war. Das ist sicher nicht angenehm, aber es ist eben nicht die Erfahrung, die wirkliche Armut bedeutet. Mal ein paar Monate zu verzichten, mit dem Wissen, dass danach ein gutes Gehalt auf einen wartet, ist etwas anderes, als gar nicht zu wissen, wie die Nudeln gekocht werden sollen, weil der Strom abgestellt ist und die Angst davor, in ein paar Wochen vielleicht nicht einmal mehr in der Wohnung zu leben, in der du zu Hause bist. Das sind unterschiedliche Erfahrungen, die nicht vergleichbar sind, weil hinter beiden Erfahrungen eine komplett unterschiedliche Zukunftserwartung steckt. Wer das in einer Diskussion als gleichwertige Erfahrung einbringen möchte, hat nicht viel verstanden, auch wenn er eventuell die eleganteren Wörter verwendet.

Auf Twitter fallen mir diese Diskussionen immer wieder auf. Ich halte mich raus, weil die Diskussionen auf der einen Seite wehtun, und auf der anderen Seite einfach eine Stimmung in mir auslösen, die mich nicht sachlich diskutieren lässt. Es ist dasselbe Gefühl, welches mich daran hindert, Dinge loszulassen, weil es ein Scheitern wäre, welches einfach unerträglich ist. Auch das verstehen andere Menschen dann nicht, die dann meinen, Tipps geben oder sich Lustig machen zu müssen, weil es für sie lächerlich ist. Mag sein, dass es das wirklich ist, aber es schmerzt dennoch und macht die ganze Angelegenheit nicht besser.

Es sind die vielen Erfahrungen, die dann auch noch unterdrückt werden, in eine persönliche Schuld umgewandelt werden sollen. Die dann niemand hören möchte, weil dies in unserer Gesellschaft doch gar nicht so ist und jeder Mensch doch irgendwo Mal negative Erfahrungen sammelt. Erfahrungen, die unterdrückt von Personen unterdrückt werden, weil sonst ihre eigene Heldengeschichte nicht mehr so heldenhaft wäre. Erfahrungen die auch weitere Generationen von Kindern und Jugendlichen machen werden müssen, weil unsere Gesellschaft es nicht hinbekommt, eine gerechte Gesellschaft zu sein, in der tatsächlich Chancengleichheit herrscht!

25 Mai 2020

25.05.2020: Was läuft bei mir?

Erinnerungen

Bodo Ramelow will die Einschränkungen der Grundrechte in Thüringen nicht verlängern. Eigentlich eine gute Nachricht, auch wenn die Corona-Krise natürlich noch nicht vorbei ist, doch die Reaktionen der Menschen sind dann doch eher negativ. Wunderlich ist das für mich nicht wirklich, denn die Erziehung in unserer Gesellschaft ist auf Autoritäten ausgerichtet und die Eigenverantwortung steht da hinten an. Deswegen ist auch die Kritik an den Plänen von Herrn Ramelow nicht überraschend, denn den Leuten fehlt das Vertrauen in eben diese Eigenverantwortung der Menschen. Sie glauben einfach nicht daran, was ich absolut traurig finde, da gerade in einer demokratischen Gesellschaft eben diese Eigenverantwortung wichtig wäre!

Dass das mit der Eigenverantwortung ein Wunschtraum ist, zeigt aber eben auch die Erfahrung mit all den anderen Krisen, die wir derzeit haben. Die Biodiversität nimmt ab, die Temperatur steigt, die Jahre werden immer wärmer, es regnet immer weniger, aber Umwelt- und Klimaschutz geht trotzdem nur, wenn die Regierung hier Regeln, Gesetze und Verbote erlässt. Auf Plastiktüten verzichten? Nur wenn es ein Gesetz gibt, sonst ist es doch viel zu bequem. To-Go-Pappbecher durch Mehrwegbecher ersetzen? Niemals, ist doch viel zu unbequem. Auf Inlandsflüge verzichten? Hallo? Das geht nun einmal sehr viel schneller und ist am Ende auch noch günstiger als die Bahn! Wir könnten schon viel weiter sein, könnten die politische Ebene vor uns hertreiben, ihnen die Entscheidungen abnehmen, aber wir machen es nicht, weil wir gewohnt sind, die Ansagen von Oben zu bekommen, weil wir eine Autorität brauchen, die uns sagt, wo es langgeht.

Deswegen sind diese negativen Reaktionen, die Ramelow schon irgendwo durch Verschwörungstheoretiker getrieben sehen, auch so ein schöner Einblick in unsere Gesellschaft. Sie zeigt die Angst vor einer wirklich demokratisch verantwortlichen Gesellschaft, den Wunsch, dass es eine Autorität gibt, die alles vorgibt, die die Richtung anzeigt und so wenig wie möglich Eigenverantwortung voraussetzt. Das ist traurig, ist aber eben auch ein politisches Ergebnis, weil diese den Bürger*Innen nicht viel zutrauen und den Machtverlust fürchten, wenn sie politische Entscheidungen auf sehr viel mehr Schultern verteilen würden.

Beruflich

Hach, es könnte vieles viel einfacher sein, aber anscheinend stimmt derzeit die Kommunikation mit einem Auftraggeber nicht wirklich. Die Frage bei mir ist derzeit, ob es weiterhin Sinn macht, eine solche Geschäftsbeziehung aufrechtzuerhalten, in der es in der Kommunikation nur noch zu Unterstellungen kommt. Damit muss ich mich in den nächsten Tagen auseinandersetzen, denn wirklich Spaß macht das nicht und es ist auch nicht produktiv. Aber es ist eh die Zeit der Umbrüche und vielleicht gehört das jetzt einfach dazu.

Körper und Geist

Am Wochenende habe ich an einem virtuellen Lauf teilgenommen. Richtige Volksläufe sind ja derzeit nicht möglich, weswegen solche virtuellen Läufe eventuell für die Motivation ganz nützlich sind. Insgesamt waren es aber auch in der letzten Woche nur knapp 20 Laufkilometer, was aber schon mehr ist, als in den Wochen davor. Radfahren war ich leider gar nicht, aber auch das wird wieder besser werden – hoffe ich.

Ansonsten habe ich in der letzten Woche ein wenig was für meine Bildung gemacht. Online-Kurse gibt es ja doch eine ganze Menge und derzeit habe ich tatsächlich richtig Lust darauf, meinen Wissenshorizont zu erweitern. Jetzt muss ich nur dran bleiben, denn die Online-Kurse gehen noch ein paar Wochen und die bringen ja nur was, wenn ich diese auch abschließe.

18 Mai 2020

18.05.2020: Was läuft bei mir?

Erinnerungen

Leute, Leute, Leute! Da schaue ich mir ein Video an, wo ein paar Menschen von diesen Anti-Corona-Regeln-Demos an und muss gleich eine Frau sehen, die da total zusammenbricht, weil sie ihre Eltern und Großeltern nicht mehr sehen darf und sie Angst hat, dass diese ihre Enkel nicht mehr aufwachsen sehen können. Irgendwie ist das genau die Situation, die ich erwartet habe! Menschen, die mit der sozialen Isolation nicht klarkommen und deswegen geistig zusammenbrechen. Sicher gilt das nicht für all diese Verschwörungstheoretiker, aber in diesem Fall wird schon deutlich, dass diese Frau Unterstützung von einem Psychiater oder einer Psychiaterin braucht. Ich glaube, dass da einige dabei sind, die einfach mit der sozialen Isolation nicht klarkommen. Darüber hat sich die Politik leider keine Gedanken gemacht, macht sie sich wahrscheinlich immer noch nicht, aber so haben natürlich komische Menschen mit komischen Ansichten die Chance, ihre kruden Gedanken unter das Volk zu bringen. Ist schon irgendwie unheimlich!

Ich hoffe, dass es euch soweit gut geht und ihr die schwere Situation übersteht, ohne dabei all zu große psychische Schäden davon zu tragen. Hoffentlich habt ihr genügend Menschen, mit denen ihr reden könnt, wenn auch nur über Videotelefonie oder auch nur mit normaler Telefonie. Aber auch für alle anderen muss die Politik schnell Lösungen finden, damit sie die Hilfe bekommen, die sie benötigen.

Beruflich

Letzte Woche war ich ja noch positiv gestimmt, habe mich auf neue Projekte gefreut, doch das hat sich dann letzten Montag auch gleich wieder gelegt. Ich war am Ende des Tages dann ziemlich genervt, auch weil ich nicht verstanden habe, was der Auftraggeber mit einem bestimmten Konzept erreichen will. Ich habe es bis heute noch nicht verstanden, aber okay, so ist es dann halt auch manchmal. In bestimmten Konstellationen bist du dann halt fehl am Platz, weil du keinen Plan hast, wie du dem Kunden konkret helfen sollst, da du das Konzept nicht wirklich verstehst. Dafür ergibt sich vielleicht bald ein neues Projekt in ähnliche Richtung bei einem neuen Auftraggeber. Bin gespannt, gehe diesmal aber nicht mit ganz so viel Optimismus in die ganze Sache, weil es halt nur wieder enttäuscht werden kann.

Körper und Geist

Sportlich war die Woche wieder einmal enttäuschend. Ich bin ein wenig Fahrrad gefahren, habe mich aber nur zu knapp 3 Kilometern joggen überwinden können. Kann nur besser werden, hoffe ich zumindest.

Dafür habe ich endlich ein Buch zu Ende gelesen. Die Buchbesprechung folgt dann hoffentlich in den nächsten Tagen. Allerdings nicht hier, sondern auf meinem Literaturblog – eventuell sollte ich die irgendwann Mal zusammenlegen und nur noch einen Blog führen, aber auf der anderen Seite ist das auch wieder cool, dass die beiden Blogs getrennt sind.

11 Mai 2020

11.05.2020: Was läuft bei mir?

Erinnerungen

Ist schon wieder eine Woche vorbei? Wo ist die hin? Nein, ehrlich, wo ist die Woche hin? Okay, vielleicht ist es schon ganz gut, dass die Zeit derzeit fliegt, vielleicht bekomme ich dadurch gar nicht alles mit, worüber ich mich dann eh nur aufregen würde. Warum zum Beispiel alle Schüler*Innen bis zu den Sommerferien noch einmal in der Schule gewesen sein sollen, erschließt sich mir nicht. Wenn sich Deutschland nicht in der Digitalsteinzeit befinden würde, wäre digitales Lernen nicht so ein Stückwerk wie jetzt, sondern eine wirkliche Alternative. Ja, dann müsste auch endlich allen Schüler*Innen ein eigenes Endgerät zur Verfügung stehen, am besten mit mobilem Internet, aber das wurde ja bisher erfolgreich verdrängt.

Meiner Meinung nach ist Schule als Ort für Frontalunterricht gar nicht so wichtig, wichtiger ist Schule als Lernort, als Ort für soziale Kontakte und sozialen Austausch. Schule als demokratische Institution, in der jeder Schüler, jede Schülerin und alle dazwischen Mitentscheiden können, wie das Lernen stattfindet. Ein Ort, der die Neugier an Neuem erhält und so auch den Spaß am Lernen. Ein solcher Ort kann dann auch eine Zeitlang verlagert werden, wenn es die Situation erfordert, weil jeder Lernende auch wirklich selbstständig Lernen kann, auch zu Hause, auch mit viel Motivation, weil das Lernen Spaß macht, die Neugierde noch vorhanden ist. Aber okay, solange die Wirtschaft im Mittelpunkt steht und sie die Schule als autoritäre Institution braucht, um die Menschen an das derzeitige System zu gewöhnen, wird sich wohl nicht viel ändern. Ein bedingungsloses Grundeinkommen könnte hier eine Wende bringen, hätte jetzt in dieser Krise dazu beitragen können, die Akzeptanz der Maßnahmen zu erhöhen, weil die Menschen keine Angst um ihre Existenz haben müssten. Jetzt haben wir halt Menschen, die sich auf Demos gegen diese Maßnahmen treffen und dort den Virus fleißig verteilen. Aber so läuft das halt in unserem System, welches als Mittelpunkt die Wirtschaft und das Kapital hat und eben nicht den Menschen.

Beruflich

Es gibt immer Mal wieder ein wenig was zu tun. Es freut mich, weil einige Auftraggeber sich doch irgendwie durch die Krise retten können. Das ist natürlich auch deswegen schön, weil es teilweise nicht nur Auftraggeber sind, sondern auch Freunde. Und natürlich eröffnet das auch für einen selbst Perspektiven, weil es nach der Krise nicht bei null beginnt, sondern schon ein kleines Fundament da ist, auf dem wieder etwas aufgebaut werden kann.

Und auch die Projekte, die jetzt durch die Krise erst entstehen, machen Mut. Ob sie am Ende auch wirklich ein Erfolg werden, wird sich zeigen müssen, aber machen ist wohl besser als nichts machen und deswegen machen wir jetzt halt ein wenig was.

Körper und Geist

Ich habe wieder ein wenig mehr gelesen in der letzten Woche! Dazu konnte ich mich tatsächlich motivieren. Ich meine damit natürlich nicht die Artikel im Internet, die ich sowieso täglich konsumiere, sondern tatsächlich Bücher, bzw. ein Buch. Ich bin da eh ziemlich langsam geworden, brauche für ein Buch viel zu viel Zeit, aber lieber länger an einem Buch lesen als gar nicht lesen, oder?

Sport habe ich nicht wirklich gemacht. War zwar schönes Wetter in der letzten Woche, aber die Motivation ist immer noch nicht gegeben. Wird sicher wieder besser, aber ich bin derzeit auch nicht in der Stimmung, mich dazu zu zwingen – dasselbe gilt übrigens für das Schreiben von Blogartikeln. Themen hätte ich einige, Gedanken genauso, die sortiert werden wollen, aber die Motivation, diese Gedanken dann auch festzuhalten, fehlt halt derzeit.

4 Mai 2020

04.05.2020: Was läuft bei mir?

Erinnerungen

Während ich noch überlege, warum der Verband der Nordrhein-Westfälischen Omnibusunternehmen am 15. Mai den Staat übernehmen möchte, wir eine Impfung brauchen, um gechippt zu werden, wo es doch beim Zahnarzt viel einfacher gehen würde und ich noch teste, ob ich jetzt an einer CO2-Vergiftung sterben werde, weil ich eine Maske trage, klaue ich einfach Mal das Stöckchen von runomatic, der sich die Idee dazu vom Harlerunner geklaut hat. Ich werde aber wahrscheinlich kein Stöckchen daraus machen, sondern die Chance nutzen, um meinen regelmäßigen Rückblick wieder ins Leben zu rufen. Ist dann jetzt schon der x-te Versuch, aber ich glaube, dass das diesmal durchaus gelingen wird.

Gegenwart

Klar, ich bin durch die derzeitige Krise auch betroffen. Ich muss zum Beispiel eine Maske tragen! Letzten Mittwoch war Premiere und ich habe es bereits nach fünf Minuten gehasst. Eine CO2-Vergiftung befürchte ich nicht, bin mir aber nicht sicher, ob es wirklich den Effekt hat, den es haben soll. Jedenfalls nicht, wenn die Leute weiterhin die Masken außerhalb der Pflichtbereiche unterm Kinn tragen oder sie nur über den Mund, nicht aber über die Nase ziehen. Aber egal, solange sich andere Menschen dadurch besser fühlen, trage auch ich die Maske in der Kaufhalle und in den öffentlichen Verkehrsmitteln, hoffe aber, dass die anderen dann auch endlich den Abstand einhalten und nicht mit mir kuscheln …

Ansonsten fühle ich mich jetzt gar nicht so eingeengt, was aber daran liegt, dass ich auch vorher kaum unterwegs war. Der Gang ins Café fehlt ein wenig, aber irgendwann wird das wieder möglich sein, und dann wird auch wieder Auswärts der Cappuccino getrunken. Es ist schon ein kleines Ritual, bei dem ich auch immer ein Buch dabei habe und darin lese, was derzeit ebenfalls fehlt und dazu führt, dass ich tatsächlich weniger lese. Aber auch das wird wieder, auch wenn es noch ein wenig dauern wird.

Beruflich

Da trifft mich der Virus schon ein wenig härter. Eigentlich lief es dieses Jahr wieder super, es kamen langsam mehr und mehr Auftraggeber*innen hinzu und dann kam der Virus und vieles war wieder weg. Im Mai muss es jetzt unbedingt wieder mehr werden, sonst wird es ab dem nächsten Monat sehr unbequem für mich, also finanziell, und da ich auch immer noch Student bin – so schnell wird sich das nicht ändern 😉 – habe ich auch nicht die Möglichkeit Hartz4 zu beantragen. Es muss also jetzt im Mai wieder nach oben gehen, ansonsten weiß ich auch nicht mehr.

Körper und Geist

Oje, wir sollten eventuell nicht darüber reden, dass ich während der letzten sechs Wochen knapp 10 Kilogramm zugenommen habe. Eventuell verschweige ich auch, dass ich dieses Jahr erst 110 Kilometer gelaufen bin. Dafür habe ich dieses Jahr aber schon eine kleinere Radtour gemacht, was ja in den letzten zwei Jahren nicht der Fall war. Hat Spaß gemacht und war aber auch sehr anstrengend, weil die Wege echt sehr sandig waren. Aber geschafft ist geschafft, schweigen wir einfach über den Muskelkater danach, okay?

Geistig nutze ich die Zeit, um mein Wissen weiter auszubauen. Ich habe mir ein paar Kurse bei Udemy gekauft und beschäftige mich derzeit mit einem Kurs zu Computer-Netzwerken. So ein wenig Vertiefung kann da nicht schaden und für meine Dienstleistungen ist das auf jeden Fall ein Gewinn, weil ich danach noch mehr von dem erklären kann, was ich derzeit einfach so mache. Und eigentlich ist der Kurs auch eine Vorbereitung auf das CompTIA-Network+-Zertifikat, aber die Zertifikate kann ich mir am Ende leider nie leisten, aber okay, damit muss ich halt schon mein ganzes Leben lang leben. Ist halt so.