26.07.2026: Warum bloggen wir eigentlich?

Warum bloggen wir eigentlich? Geht es wirklich nur um die Mitnahme von Klicks, wenn ein aktuelles Ereignis es ermöglicht, oder geht es uns um den Austausch, ganz ohne den Katastrophen-Voyeurismus? Ich finde ja, gerade wir Blogger*Innen haben Zeit. Wir müssen nicht tagesaktuell auf Ereignisse reagieren, wir können warten, bis es eine gesicherte Informationsbasis gibt. Mir ist klar, dass das Schreiben Therapie sein kann. Es hilft dabei, den Kopf freizubekommen, um Gefühle zu verarbeiten. Doch zwischen Schreiben und Veröffentlichen liegt schon noch ein gewisser Weg. Jeder kann und soll sofort schreiben, wenn es dabei hilft, Dinge zu verarbeiten. Das Geschriebene muss aber nicht sofort veröffentlicht werden, auch wenn dadurch vielleicht ein Gefühl der Befreiung entsteht. | mehr

22.07.2026: Bloggen und KI – Jetzt schreib auch ich was dazu …

Nachdem jetzt zum x-ten Mal in den letzten 24 Monaten durch meinen Feedreader das Thema rauscht, ob KI in Blogartikeln genutzt werden sollte oder nicht, sich Blogger*Innen über Blogger*Innen aufregen, die keine KI-Artikel lesen wollen oder die eben doch KI-Artikel lesen wollen, muss ich hier jetzt doch auch mal was dazu schreiben. Ich wollte es nicht, habe mich darüber eher immer im Fediverse amüsiert, sehe mich jetzt aber aus Notwehr dazu gezwungen, meine Gedanken dazu jetzt auch einmal mit dem Füller auf Papier und dann mit der Tastatur in den Blog zu bringen. Natürlich hat mich keiner dazu gezwungen, diese Blogartikel zu lesen, aber es ist auf der anderen Seite eben auch schwierig, diesen Blogartikeln zu entkommen und es besteht auch immer noch die Hoffnung durch die Handlung des Lesens dieser Beiträge, doch noch einen neuen, spannenden Aspekt zu entdecken. | mehr

21.01.2026: Komposthaufen als Quelle der Kreativität?

Ich las gestern die Überschrift „Kompostierung des Lebens“ in einem Blog und war sofort neugierig, was sich dahinter versteckt. Und das Bild, welches sich aus dem Zitat ergibt, welches in diesem Blogartikel zu finden ist, begeisterte mich sofort. Was ich dort auch gleich in einem Kommentar drunter schreiben musste. Mir gefällt es wohl deswegen so gut, weil meine Assoziation eben nicht das Tote war, was am Ende eines Kreislaufes zurückbleibt, sondern das Lebendige, was vom Kompost am Anfang eines Kreislaufes ausgeht. Immerhin entsteht aus dem alten Material, welches vorher ja auch mal lebendig war, wieder neues Leben. Das alte Material wird auf dem Komposthaufen wieder in seine Bausteine zerlegt, dient herbei schon als Lebensgrundlage für andere Organismen und am Ende entsteht aus diesen Bausteinen auch wieder neues Leben. | mehr

15.06.2025: M wie Möglichkeiten – Mein Lebens-ABC

Als ich damals mit dem Bloggen begonnen habe, war es einfach nur Neugierde, die mich getrieben hat. Ich hatte in einem Papiermagazin von der Möglichkeit gelesen, im Internet eine Art von Tagebuch zu führen. Das war 2003 oder 2004. Es wurde auf ein gewisses Portal hingewiesen, dessen Namen ich leider schon vergessen habe, der aber sicher irgendwo hier im Blog noch zu finden ist und die Möglichkeit, dort zu schreiben, faszinierte mich sofort. Warum das damals so war, weiß ich gar nicht mehr so genau und die Inhalte, die ich damals produziert habe, existieren auch gar nicht mehr, auch wenn ich das ein oder andere Thema durchaus noch weiß. | mehr

23.02.2024: #Blogparade – Schreiben über das Schreiben

„Schreiben über das Schreiben“ ist das Thema einer Blogparade, die Anna Koschinski auf ihrem Blog veranstaltet. Leute, eine Blogparade, die auch noch ein interessantes Thema hat und die ich nicht zwei Wochen nach dem Ende entdecke, da muss ich den Füller doch in die Hand nehmen, um einen Text für die Blogparade zu schreiben. Das fühlt sich ja fast wie früher an, also legen wir los! Den Füller? Ja, tatsächlich habe ich letztes Jahr wieder damit begonnen, meine längeren Texte zuerst per Hand, mit dem Füller, zu schreiben. Das habe ich - als ich damit begonnen habe, Texte in Blogs zu veröffentlichen, - so gemacht, bin dann irgendwann aber dazu übergegangen, die Texte direkt am Computer zu schreiben. Letztes Jahr ist mir aber bewusst geworden, dass das so für mich nicht richtig ist! | mehr

23.02.2024: Blogs im Aufwind?

„Blogs im Aufwind“ oder „Blog-Renaissance“ sind nur zwei der Überschriften, die ich in den letzten Tagen gelesen habe. Blogs scheinen wieder beliebter zu werden und das, nachdem im letzten Jahr der Bloggerclub den Verein aufgelöst hat. Eigentlich schade, denn so ein Verein hätte schon auch eine Lobbygruppe für Blogger sein können, aber es gab wohl zu wenig Menschen, die in so einem Verein mitmachen wollten. Oje, ich schweife schon wieder ab. Ich schreibe ja schon ewig in dieses Internet. Am Anfang waren es Foren und Chats, dann wurde ich 2004 auf Weblogs aufmerksam, also auf Blogs, so wie wir sie heute nennen. Es war ein Magazin, dass ich damals gelesen habe, welches auf diese Möglichkeit der Kommunikation hinwies und natürlich musste ich damals auch mitmachen. | mehr

Lebens-ABC: J wie Joggen

Das Lebens-ABC geht mit dem Buchstaben „J“ weiter und da kann natürlich nur Joggen kommen. Ihr seid nicht wirklich überrascht, oder? Fangen wir doch einfach damit an, dass ich lange Zeit Sport gehasst habe. Ich bin schon immer gerne Fahrrad gefahren, das war es dann aber auch schon. Ich muss also nicht erwähnen, dass ich eigentlich total unsportlich war und es durchaus auch immer noch bin und meine ersten Laufversuche habe ich 2004/2005 bei der Bundeswehr gemacht. Nicht unbedingt freiwillig, denn die Laufrunde war freitags vor Dienstschluss Pflicht, doch so wirklich was abgewinnen konnte ich dem damals noch nicht viel. Das Ganze wurde dann durch eine Verletzung, die ich mir bei irgendeiner anderen Übung im Wald zugezogen hatte, erst einmal unterbrochen, was auch das Ende meiner Zeit bei der Bundeswehr war. | mehr

Lebens-ABC: G wie Geduld

Das Wort „Geduld“ begleitet mich in meinem Leben komischerweise ständig. Ich weiß nicht wieso, aber egal was ich mache, als positives Merkmal wird immer sofort meine Geduld erwähnt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich ein solch geduldiger Mensch bin, ich würde es eher mit Gelassenheit umschreiben, weil Panik und Stress bei Problemlösungen nicht viel bringen. Entweder, ich kann ein Problem sofort lösen, dann wären Panik und Stress eh unnötig, oder ich bekomme es nicht sofort gelöst, dann wären Stress und Panik hinderlich. Im zweiten Fall würde mich blockieren, wenn ich ungeduldig und gestresst wäre und wäre dann nicht mehr in der Lage, mir einen Plan B, gegebenenfalls sogar einen Plan C auszudenken. | mehr

Nieselregen

Der Nieselregen legte sich sanft auf meine Haut. Er war nicht unangenehm, nicht kalt, aber er kühlte meinen Körper dennoch etwas ab. Eine willkommene Abkühlung, nachdem dieser Tag doch ziemlich warm war und auch die körperliche Arbeit war anstrengend gewesen, sodass sie meinen Körper zusätzlich aufgeheizt hatte. Da kam der Nieselregen gerade recht. Von meinem Balkon aus beobachte ich die Menschen, die gerade durch die Straße vor meinem Balkon schlendern. Auch ihnen scheint der Nieselregen nichts auszumachen. Sie lassen den Tag ausklingen, unterhalten sich und genießen die Luft, die noch diesen angenehmen Duft trägt, den sie nach einem Regenschauer immer trägt. Die bunten Regenschirme bringen Farbe in das diesige Grau, dass der Nieselregen mit sich bringt. | mehr

Lebensplan

Hüpfen! Hör nur nie auf zu hüpfen! Du musst hüpfen, permanent, aber immer auf der Stelle. Wenn du aufhörst, auch wenn es nur eine Pause der Erholung ist, hast du verloren. Ständig musst du hüpfen, ständig dich verbessern, schneller werden und dabei bloß nicht älter werden. Wirst du langsamer, geht das vielleicht eine gewisse Zeit gut, aber irgendwann macht dich der Verlust von Geschwindigkeit auch zum Verlierer. Dann passt du nicht mehr in dieses System. Du wirst aussortiert, kannst versuchen woanders mitzuhüpfen, wo das Tempo noch nicht so hoch ist, wo du noch mithalten kannst. Aber bringt dir das wirklich etwas? Ist es das, was dich glücklich macht? Eigentlich möchtest du raus, möchtest dieses System verlassen. | mehr

Sie wollen erzählt werden …

Es gibt da eine neue Kurzgeschichte, die in meinem Kopf herumspukt. Sie spuckt mir in all meine Gedankengänge, will beachtet werden, will aufgeschrieben werden und sabotiert alles andere. „Ich will euch mitnehmen in die Geschichte eines Menschen. Es ist egal, welches Geschlecht dieser Mensch hat. Es ist ein Mensch, der mit dem gesellschaftlich akzeptierten Lebensentwurf nicht kompatibel ist. Ein Mensch, der sich anstrengt, der aber immer wieder an der gesellschaftlichen Norm scheitert.“ Schon wieder drängt sich die Geschichte in den Vordergrund. Schon wieder schleicht sie sich in meine Gedankengänge und versucht sich heimlich in den Mittelpunkt zu stellen. Doch ich will das nicht, will sie nicht aufschreiben, weil es sich nicht lohnt, weil meine Kurzgeschichten nicht dazu taugen Beachtung zu generieren. | mehr

Schwermut

Die Sonne ist zu einem Phantom geworden. Im Sommer war sie noch sehr real, doch der Winter hat sie vertrieben. Versteckt im Wolkengewölbe, zeigt sie sich nur selten, schaut schüchtern herunter, kaum merklich und doch weiß jeder, dass sie da ist. Dekaden von Tagen vergehen so, hinterlassen eine getrübte Stimmung und vergrößern die Sehnsucht nach ihr. Die Sehnsucht nach der Wärme, die sie jederzeit zu spenden in der Lage ist. Aber auch die Sehnsucht nach dem puren, ungetrübten Licht, dass die Seele erreicht und die gedämpfte Stimmung vertreibt. Am liebsten würde die Seele auf eine Leiter klettern und mit einer Handsäge das Wolkengewölbe zerstören. Sie würde gern die Sonne aus ihrem Versteck holen, sie der Phantomwelt entreißen und ihr wieder zu vollem Glanz verhelfen, damit sie - die Seele - selbst wieder im vollen Glanze strahlen kann. | mehr

Skurrile Texte: Gedanken fangen

Vor dem Computer sitzen, überlegen, welches Thema gerade interessant genug wäre, um darüber zu schreiben. Podcasts hören, nur halb zuhören. Irgendwas mit Kreativität, irgendwas mit Nachhaltigkeit, was eben so die Themen der Zeit sind. Überlegen, grübeln, auf Twitter hin und her scrollen. Tweets lesen, sich darüber aufregen, lachen, ärgern. Nebenbei ein wenig auf Amazon schauen, zum Thema Nachhaltigkeit natürlich, wiederverwendbare Obstnetze ansehen, sich fragen, warum diese aus Baumwolle und nicht aus Hanffasern sind, zumindest teilweise, weil Baumwolle jetzt ja auch nicht so berauschend für den Umweltschutz ist, wenn sie aus dem konventionellen Anbau kommt. | mehr

Die Rechtschreibung und Ich…

Ich muss hier jetzt mal ein kleines Geheimnis loswerden. Seit 2008 schreibe ich jetzt hier diesen Blog, schon 2004 habe ich auf Lesensiegut.de angefangen Bücher vorzustellen, die ich gelesen habe und noch ein paar Jährchen früher habe ich auf anderen Portalen meine Gedichte veröffentlicht, die ich damals schon geschrieben habe. Seit ich hier diesen Blog schreibe, verbessert sich meine Rechtschreibung von Jahr zu Jahr merklich, 2010 wurde ich sogar bei Suite101 angenommen, die damals ziemlich strenge Regeln hatten – inzwischen existiert die Seite in dieser Form nicht mehr. Schreiben tue ich das, weil es für mich nicht selbstverständlich ist, dass ich hier schreibe. Mein Ausdruck hat zwar schon immer gestimmt, aber in Rechtschreibung und Grammatik habe ich in der Schule regelmäßig versagt. | mehr