21 November 2018

Skurrile Texte: Gedanken fangen

Vor dem Computer sitzen, überlegen, welches Thema gerade interessant genug wäre, um darüber zu schreiben. Podcasts hören, nur halb zuhören. Irgendwas mit Kreativität, irgendwas mit Nachhaltigkeit, was eben so die Themen der Zeit sind. Überlegen, grübeln, auf Twitter hin und her scrollen. Tweets lesen, sich darüber aufregen, lachen, ärgern. Nebenbei ein wenig auf Amazon schauen, zum Thema Nachhaltigkeit natürlich, wiederverwendbare Obstnetze ansehen, sich fragen, warum diese aus Baumwolle und nicht aus Hanffasern sind, zumindest teilweise, weil Baumwolle jetzt ja auch nicht so berauschend für den Umweltschutz ist, wenn sie aus dem konventionellen Anbau kommt.

Vor dem Computer sitzen, überlegen, wie viel Sinn es noch macht Blogs zu betreiben, wenn einem so viele Themen interessieren, aber nicht die Motivation da ist, sich damit tiefer zu beschäftigen, um darüber Blogartikel schreiben zu können. Das Studium weit wegschieben, obwohl die nächsten Einsendeaufgaben schon vor der Tür stehen. Einfach nur noch Twitter folgen, Menschen verfolgen, Gedanken aufnehmen, zustimmen, ablehnen, aufregen.

Durch die Wohnung laufen. Überlegen, wie die eigene Kreativität gefördert werden kann. An die Zukunft denken, die Gegenwart vernachlässigen. Wahrnehmen, dass der Podcast weiterhin im Hintergrund läuft. Überlegen, was der mit Kreativität zu tun hat. Auf Twitter schauen, Bilder anklicken, Politiker stalken, Gedanken finden, zustimmen, ablehnen, aufregen.

Einfach was schreiben, Gedanken einfangen. Versuchen zu formulieren. Gedanken entdecken, weiter denken, verlieren. Auf Twitter gehen, Gedanken klauen, Gedanken verwerfen. Gedanken zustimmen. Gedanken ablehnen. Aufregen!

Feedreader öffnen. Blogartikel lesen, Blogartikel überspringen. Langweiliges gleichförmiges Bloggen um Klicks zu generieren. Spannende Themen finden, einfangen, nachdenken, aufregen. Antworten im Kopf formulieren, Antworten im Kopf verwerfen, Antworten neu formulieren, länger darüber nachdenken, wieder verwerfen. Kommentare schreiben, absenden, sich über den misslungenen Satzbau aufregen, Rechtschreibfehler zählen, noch mehr aufregen. Längeren Blogartikel planen, unter „Später noch bearbeiten“ speichern, nie wieder ansehen.

Weiter springen, hüpfen von Blogartikel zu Blogartikel, wichtige Themen teilen, wissen, dass die Reichweite gering ist. Dennoch weiter teilen, weiter geben. Gedanken sortieren. Hoffen, dass es doch was bringt.

Vor dem Computer sitzen. Schreiben, Schreiben, Schreiben. Gedanken sammeln, Gedanken formulieren, verwerfen, weiter schreiben. Viel sagen, ohne etwas zu sagen. Wenigstens überhaupt was sagen, irgendwas schreiben. Ausformulieren, überdenken, weiter denken, ablenken.

3 Oktober 2015

Der Ideenhase

Der Ideenhase

Es wurde mal wieder ein Stöckchen geworfen, und ich habe es abbekommen, genau an den Kopf *aua*. An dem Stöckchen befanden sich drei Bilder, mit denen irgendwas gemacht werden sollte, und was ich mit diesen Bildern gemacht habe, könnt ihr genau hier lesen.

Gestatten, der Ideenhase

 

Der Ideenhase Ich muss es hier ja einmal zugeben, ich habe da einen Ideenhase im Kopf. Der Hüpft und Hüpft, wirft dabei mit Ideen um sich, bleibt aber immer auf einem gewissen Abstand zu mir, sodass ich den Hasen nie wirklich greifen kann. Das wäre aber wichtig, damit er mir all die Ideen, mit denen er rumwirft, einmal erklären könnte. Meist sind es nur Stichpunkte oder Bilder, die er da als Idee um sich wirft, aber es sind viel zu viele, sodass es mir schwer fällt, mich überhaupt mit einer Idee zu beschäftigen. Und wie schon erwähnt, er lässt sich von mir nicht fangen, er will nicht, dass ich ihn zu bestimmten Ideen noch einmal genauer befrage und er will schon gar nicht weggesperrt werden, damit ich mich erst einmal mit den Ideen beschäftigen kann, die er schon in den Raum geworfen hat.

Die MotivationskarotteIch habe es versucht, habe versucht ihn mit einer Karotte zu motivieren zu mir zu kommen. Aber der Ideenhase ist ja nicht blöd, der weiß genau, was ich vorhabe. Der weiß, dass ich ihn fangen möchte, wenn er der Karotte zu nahe kommt. Deswegen macht er sich auch regelmäßig über mich lustig. Zückt einfach die eigene Karotte, wenn ich mit meiner Karotte ankomme, setzt sich hin, natürlich mit ausreichend Abstand zu mir, und frisst demonstrativ seine Karotte, um mich dann mit noch mehr Ideen zu bewerfen.

LuftballonUnd wenn er ganz fies ist, dann nimmt er diese Ideen, bindet sie an einem Luftballon und lässt sie die Decke steigen, wo ich sie zwar immer noch sehen kann, an die ich aber nicht reiche, um sie einzusammeln, damit ich sie genauer betrachten kann.

Es ist echt schwer mit einem solchen Ideenhasen zu leben, denn er hat nicht wirklich vor, ruhe zu geben. Er lenkt mich ab, er hält mich ab von Dingen, die ich umsetzen möchte, weil er mich dann fragt, ob es nicht langsam langweilig wäre, sich mit diesen Dingen zu beschäftigen. Er hätte doch so viele Ideen, die er mir gerne verrät, ich müsste nur aufhören mit dem, was ich gerade tue. Und wenn ich das mache, dann springt er wieder durch den Raum, wirft mit Ideen um sich und lässt mich wieder ratlos zurück, weil er mir die Ideen nicht erklären möchte.

 

Und jetzt seid ihr dran. Geht auf die Himbeerwerft (oben verlinkt), klaut euch die Bilder und schreibt etwas dazu, oder malt eine Geschichte, ganz so, wie es bei der Himbeerwerft vorschlägt. Die Bilder im Artikel sind ebenfalls von der Himbeerwerft.