13.07.2026: Toleranz oder Intoleranz gegenüber Antidemokraten – was schadet wirklich unserer Demokratie?

In den letzten Tagen habe ich wieder vermehrt darüber nachgedacht, wem gegenüber ich Toleranz zeigen muss und warum es kein Widerspruch ist, wenn tolerante Menschen nicht immer tolerant sind. Auslöser war zum einen die Frage hier im Blog, ob ich für eine Allparteien-Koa gegen die AfD bin, welche unter dem Artikel „Auf den Abgrund starren“ gestellt wurde. Zum anderen aber auch die Diskussion darüber, ob es einer Demokratie guttut, wenn Parteitage von Antidemokraten blockiert werden. Nimmt die Demokratie dadurch schaden oder ist es nicht sogar ein notwendiger Akt, damit die Demokratie wehrhaft wird und bleibt? Ich weiß, auf den ersten Blick haben beide Fragen nichts mit Toleranz zu tun. Sie beschäftigen sich mit Demokratie, aber meine These ist: Demokratie ist nur mit toleranten Menschen möglich. | mehr

02.07.2026: Meine fünf Minutengedanken zu Renten und Generationen.

In letzter Zeit wird wieder viel über die Rente gesprochen und geschrieben. Es ist ein Dauerthema, schon über Jahrzehnte, weil sich die Gesellschaft verändert, aber das Rentensystem sich an diese Veränderung nicht so einfach anpassen lässt. Beim Holger im Aussernet-Blog gibt es zum Beispiel einen Artikel, der die junge Generation in der Pflicht sieht. Er meint, dass sich die junge Generation besonders viel Zeit lässt, um ins Berufsleben zu starten und es diese ungenutzten Beitragsjahre sind, die am Ende fehlen und zum Problem für die Rentenkasse werden. Nicht die älteren Menschen sollen immer später in Rente gehen, sondern die jüngeren Menschen sollen früher starten, in die Rentenkasse einzuzahlen. | mehr

23.06.2026: LebensABC – P wie Politisch

„Du sagst, du willst die Welt nicht ändern“, singt Rio Reiser in seinem Lied „Wann?“ (Youtube). Er singt weiter: „und ich frag‘ mich, wie machst du das nur?“. Genau diese Frage ist es, die sich mir auch immer stellt, wenn wieder wer zu mir sagt, dass er nicht politisch unterwegs ist. Wenn er*sie politischen Gesprächen aus dem Weg geht, weil es unangenehm werden könnte. Aber das Leben ist politisch, wir alle leben zusammen in einer Gesellschaft, auf einem Planeten, den wir nicht einfach so verlassen können, wir sind „kein Geist in einer Flasche“ und wir sind garantierte auch „kein Loch in der Natur“! Entscheidungen, die wir treffen, Dinge, die wir tun oder nicht tun, beeinflussen auch meist die Gesellschaft, das Leben von anderen und sind somit zutiefst politisch und gestalten so auch die Welt, in der wir Leben. | mehr

22.06.2026: Auf den Abgrund starren …

Ich bin ehrlich, ich habe keine Ahnung, wie wir ernsthaft noch menschenfeindliche Politik verhindern wollen, wenn sich Debatten nur noch darum drehen, wie wir die AfD verhindern können. Wenn der Blick starr auf die AfD gerichtet ist und sich Kritik an der Politik der Unionsparteien verbietet, weil wir diese ja auch als Partner brauchen, um die AfD zu verhindern. Wie soll mit einem solchen Fixpunkt, der die gesamte Aufmerksamkeit auf sich zieht, überhaupt die Demokratie überleben? Wir starren auf den Abgrund und sind empört, wenn dann ein Linker ankommt und versucht, den Blick auf die Politik der demokratischen CDU zu lenken, indem er – wenn auch überspitzt, vielleicht auch ein wenig zu viel überspitzt – formuliert, dass uns auch diese menschenverachtende Politik, die von den Unionsparteien im Bund umgesetzt wird, in genau diesen Abgrund führt. | mehr

18.01.2026: Gold

Es gibt ja so Dinge, die ich nie wirklich verstehen werde. Gold zum Beispiel! Warum kaufen Menschen Gold, wenn sie eine Krise erwarten? Es ist ein Metall, es kann verwendet werden, um bestimmte Produkte herzustellen, es mag auch ziemlich selten sein, aber es hilft nicht wirklich gegen Hunger oder Durst. Ich persönlich wüsste nicht, warum ich in einer Krisensituation Nahrung gegen Gold tauschen sollte! Es sei denn, ich bräuchte das Metall, um damit etwas anderes herzustellen, was irgendwie dazu beiträgt, meine Grundbedürfnisse zu befriedigen. In der Krise bräuchte ich Nahrung, natürlich auch Kleidung und sauberes Wasser. An kalten Tagen wäre dann Wärme hilfreich und wenn es regnet, dann wäre ein Dach über dem Kopf ganz schön. | mehr

12.01.2026: Demokratiestammtisch

Anfang letzten Jahres ging mir eine Idee durch den Kopf, die ich im Fediverse wie folgt beschrieben habe: Völlig dämlicher Gedanke ging mir durch den Kopf. Gedanke: Um Demokratie zu stärken, sucht sich jede Familie einmal in der Woche einen Termin für einen Familien-Demokratie-Stammtisch. Da wird über ein aktuelles Thema diskutiert, was ein paar Tage vorher festgelegt wurde, sodass jeder in der Familie die Zeit hat, sich über das Thema zu informieren, Quellen zu sammeln, diese dann natürlich auch zum #DemokratieStammtisch mitzubringen und dann wird in der ersten Runde am Stammtisch jedem ein gewisses Zeitfenster gegeben, wo er*sie seinen Standpunkt vortragen kann, ohne das er*sie von den anderen unterbrochen wird. Danach wird diskutiert und es werden gemeinsam die Quellen bewertet, die von den einzelnen Menschen miteingebracht wurden. | mehr

11.01.2026: Ich soll mehr bloggen …

Ich soll mich einfach hinsetzen und zehn Minuten schreiben, sagt die Autorin des Buches. Wir sollten alle mehr bloggen, sagen die Menschen aus dem Internet und ich selbst finde auch, dass die anderen mehr bloggen sollten, dass es mehr Menschen geben sollte, die ihre Gedanken, Erlebnisse und Gefühle in Blogs festhalten. Nur selbst bloggen? Dazu fehlt mir die Motivation. Die Gedanken fühlen sich so an, als ob ich die schon zwanzigmal im Blog verarbeitet habe. Sie - die Gedanken - eh nur nerven, weil ich einen seltsamen Blick auf die Welt habe, mit dem andere nichts anfangen können. Ich stelle mir zum Beispiel seit Monaten die Frage, warum wir unsere Demokratie so aufgebaut haben, dass am Ende wieder eine einzelne Person an der Spitze steht. | mehr

04.10.2025: Friedrich Merz, Demokratie und Chatkontrolle

Friedrich Merz spricht davon, dass wir als Gesellschaft in einem dauerhaften Gespräch einen gemeinsamen Weg finden müssen. Er hat tatsächlich auch recht, wenn er sagt, dass eine lebendige Demokratie davon lebt, dass die Menschen miteinander diskutieren und streiten. Nur braucht es zu Kommunikation auch Kanäle, in die die Bürger*Innen vertrauen haben, weil sie wissen, dass die dort geführten Gespräche vertraulich sind und diese Gespräche eben nicht von staatlichen Institutionen mitgelesen werden könnten. Wenn Merz also möchte, dass das Misstrauen zwischen den Bürger*Innen und Politiker*Innen abgebaut wird, dann sollte seine erste Handlung sein, die Chatkontrolle endgültig zu beerdigen und so zu zeigen, dass die Politiker*Innen ihren Bürger*Innen vertrauen und sie die Wichtigkeit erkennen, dass die Kommunikation vertraulich sein muss, damit die Demokratie lebendig sein kann. | mehr

18.09.2025: Ab wann sind wir schuld?

Ich werde heute schon den ganzen Tag mit Nachrichten überfordert, in welchen sich Menschen darüber aufregen, dass eine rechte Meinungsmacherin einfach entlassen wurde. Dass das die Demokratie kaputt macht, es die Meinungsfreiheit aushöhlt. Wir müssen auch unliebsame Meinungen aushalten, höre ich aus allen Ecken, sogar aus denen, wo immer Partys zu hören sind, wenn linke Meinungsmacher*Innen verstummen, weil sie durch Hass-Kampagnen an den Rand gedrängt worden. Ich höre, dass wir Hass und Hetze nicht Hass und Hetze nennen dürfen, wenn es sich bei dieser Hetze um Bibelzitate handelt und ich höre, dass wir niemals mit Gewalt antworten dürfen, auch wenn die Gegenseite ständig zur Gewalt aufruft und diese Gewalt auch anwendet! | mehr

26.02.2025: Brief an die SPD

Moin SPD, die vorgezogenen Neuwahlen für den Bundestag sind nun gelaufen. Viel habt ihr in den letzten Wochen und Monaten über die illegale Migration, über schnellere Abschiebungen und über mehr Überwachung der Bürger*Innen gesprochen. Ihr habt euch von der AfD, der CDU und der CSU treiben lassen, habt euch ein Thema aufdrängen lassen, welches gesellschaftlich gar nicht so wichtig gewesen wäre. Ihr hättet aber - wenn ihr das Thema dann schon aufgreift - dieses positiv besetzen können! Ihr hättet in Widerspruch zur AfD und der Union gehen können, wenn ihr aus der Krise eine Chance gemacht hättet. Schon vor einem Jahr habe ich dem damaligen Kanzler Olaf Scholz einen Brief geschrieben, in dem es um genau dieses Thema ging. | mehr