8 Juni 2021

08.06.2021: Alles ist politisch!

„Politik interessiert mich nicht, ich bin ein total unpolitischer Mensch!“, wer kennt sie nicht, diese Aussage? Wer hat nicht einen Menschen in seiner Verwandtschaft oder in seinem Freundeskreis, der von sich behauptet, dass er oder sie total unpolitisch ist? Persönlich muss ich immer schmunzeln, wenn ich diese Aussage höre, denn viele unserer Handlungen, unserer Meinungen und unserer Entscheidungen sind politisch, haben politische Dimensionen, die uns zwar nicht immer bewusst sind, die dadurch aber nicht verschwinden. Ich schmunzle auch deswegen, weil von derselben Person dann zwei Sätze später politische Positionen bezogen werden, die ganz klar als diese zu erkennen sind. Für mich gibt es keine unpolitischen Menschen und fast jede Entscheidung, die ein Mensch trifft, ist Politik.

Natürlich ist es eine persönliche Entscheidung, wenn ich mich morgens auf mein Fahrrad setze und damit zur Arbeit fahre, es ist aber gleichzeitig auch eine Entscheidung, die das Gemeinwesen betrifft, denn durch meine Fahrt mit dem Rad entlaste ich meine Umwelt von CO2-Emissionen und weil ich noch etwas für meine Gesundheit mache, entlaste ich damit auch das Gesundheitssystem. Ich könnte mich auch dazu entscheiden, mit dem Auto zu fahren, würde dadurch aber CO2 Ausstoßen und so die Luft verschmutzen, die nicht mir gehört, sondern der gesamten Gesellschaft.

Ein anderes Beispiel ist der Kaffee, den ich auf dem Weg zur Arbeit trinke. Auch hier kann ich die persönliche Entscheidung treffen, einen Mehrwegbecher zu benutzen oder auf einen Einwegbecher zurückzugreifen. Und auch mit dieser Entscheidung beeinflusse ich nicht nur meinen individuellen, sondern auch den gesellschaftlichen Raum. Ich verschwende Ressourcen oder ich schone sie, meine persönliche Entscheidung, die auch wieder eine politische Dimension einnimmt.

Ich könnte an dieser Stelle noch mehr Beispiele bringen, zum Beispiel die Mülltrennung und Müllvermeidung, die Entscheidung für Einweg- oder Mehrwegprodukte, Vorurteile gegenüber anderen Menschen und vieles mehr. Dinge, die bewusst und unbewusst laufen, mit denen wir aber die Gesellschaft an sich formen, dazu gehört auch die Ausgestaltung der eigenen Familie und vieles mehr. Politik, das sind all die persönlichen Entscheidungen, die nicht nur eine Wirkung auf den individuellen Raum, sondern auch auf den gesellschaftlichen Raum entfalten. Aber nicht nur die, denn Politik steckt auch in unseren Werten und Überzeugungen, Politik steckt natürlich auch in Parteien und Gesetzen, also in allem, was sich auf unser Leben und auf das Leben all der anderen Menschen auf dieser Welt auswirkt.

Politik ist für mich also die Wechselwirkung all unserer Werte, unserer Entscheidungen und unserer Weltanschauung. Jedes Vorurteil ist Politik, weil es eine – meist negative – Wechselwirkung auf andere Menschen hat. Jede Beziehung ist Politik, jede Freundschaft.

Wenn von meinen Verwandten oder Freunden also jemand sagt, dass er unpolitisch wäre, antworte ich meist mit einem Grinsen, denn selbst diese Aussage ist in ihrer Wechselwirkung zur Gesellschaft schon wieder politisch, auch wenn sie vielleicht nur Ausdruck von einer gleichgültigen Einstellung zur aktuellen Politik ist.

Dieser Artikel ist meine Antwort auf die Reflexionsfragen zum Online-MOOC „Einführung in die Politikwissenschaft„, der durch die oncampus GmbH angeboten wird. Ich sammel die Texte auch hier im Blog, damit sie nicht in den unweiten des Internets verloren gehen.

24 Dezember 2020

Anstand im Netz, gibt es das überhaupt?

Bild Wissen sammeln, Zeichnung.

Anstand im Netz, gibt es das überhaupt? Dies ist die erste Frage, die im Kurs „Anstand im Netz“ gestellt wird. Und natürlich müssen wir uns diese Frage stellen, denn wer regelmäßig auf Twitter, Facebook und anderen sozialen Medien unterwegs ist, wird sich auch regelmäßig diese Frage stellen. Schnell rutscht eine Diskussion von der sachlichen Ebene auf die Persönliche, schnell wird nicht mehr argumentiert, sondern beleidigt, weil die gefühlte Anonymität im Netz das zulässt und weil schnell vergessen wird, dass da auf der anderen Seite auch ein Mensch ist! Ein Mensch mit Gefühlen, mit anderen Erfahrungswerten und Assoziationen. Ein Mensch der durch Worte durchaus verletzt werden kann, auch wenn wir ihn persönlich gar nicht sehen, wir den Menschen hinter der Diskussion nicht wahrnehmen.

Es gibt Menschen, die spielen im Internet eine Rolle, wollen etwas sein, was sie im realen Leben nicht sind. Dabei vergessen sie aber, dass auch das Internet ein Ort ist, in welchem sich normale Menschen treffen, Menschen, die keine Rolle spielen, die genau so sind, wie sie sind. Verletzlich, emotional, menschlich! Würde es keinen Anstand im Netz geben, dann wären diese Menschen auch nicht im Internet, dann wären nur noch die Menschen hier, die tatsächlich eine Rolle spielen, die Grenzen austesten möchten, die einen Scheiß auf das geben, was andere Menschen im Internet schreiben.

Doch so ist das Internet zum Glück nicht! Natürlich gibt es viele, die sich hinter der Anonymität verstecken, die meinen, dass sie andere Menschen beleidigen und einschüchtern müssen. Aber es gibt auch Menschen, die bauen sichere Orte für all die, die sich im Internet mit Anstand begegnen möchten, die sich hier austauschen und ihren Horizont erweitern wollen. Es gibt diesen Anstand, wie die vielen Netiquetten beweisen, die überall im Internet zu finden sind.

Natürlich müssen wir aufpassen, dass diese Räume nicht verdrängt werden. Wir müssen zeigen, dass das Internet kein anonymer Raum ist und das in diesem Raum Menschen agieren. Das ist die Aufgabe von uns allen und wir müssen notfalls auch Grenzen ziehen, Leitplanken, die verhindern, dass das anständige Miteinander durch Trolle zerstört wird.

Das Internet ist ein Ort, welcher von Menschen gestaltet wird. Die meisten von diesen haben sowohl im realen wie auch im virtuellen Raum Anstand und vermitteln diesen auch. Und weil das so ist, kann die Antwort auf die Frage auch nur sein, dass es auf jeden Fall sehr viel Anstand im Netz gibt.

Dieser Artikel ist meine Antwort auf die Reflexionsfragen zum Online-MOOC “Anstand im Netz”, der durch die virtuelle Hochschule Bayern (vhb) angeboten wird.

23 Januar 2016

Blogvorstellung: der-nachhilfe-lehrer.de

Lernen

Prolog

 

Mein E-Mail-Postfach wird sehr häufig zugespammt. Ich möchte behaupten, dass 90 Prozent der Mails die ich bekomme sinnlos sind und so kommt es auch, dass ich ab und an nur noch genervt auf bestimmte Mails reagiere und sie dann unter „Schaue ich mir später noch mal genauer an“ abhefte, wo ich sie dann meistens vergesse und irgendwann dann auch lösche. In diesem Ordner ist auch die E-Mail vom Blog der-nachhilfe-lehrer.de gelandet, doch eben musste ich die Mail dann doch noch einmal raus suchen, nachdem ich eben über Paypal eine Spende von Reinhold Altmann erhalten habe. Er ist der Betreiber des Blogs und nun bin ich dann doch neugierig auf den Blog geworden, den er dort betreibt.

Nein, das bedeutet jetzt nicht, dass ich mir jetzt jede Seite anschaue, nur wenn ihr mir eine Spende schickt. Ich bin immer noch der Meinung, dass das mit den Links viel besser klappt, wenn ihr hier einfach Kommentiert. Ich schaue mir nämlich tatsächlich die Seiten von meinen Kommentatoren an und wenn es passt, dann schreibe ich auch ab und an mal eine Blogvorstellung. So wie auch jetzt, denn das Thema „Lernen“ ist in diesem Blog ja immer präsent, denn dieser Blog ist ja aus genau diesem Grund entstanden.

Lernen

Der-Nachhilfe-Lehrer.de

 

Nachhilfe ist wichtig. Sie hilft Schülern und Schülerinnen dabei gute Leistungen zu bringen, auch wenn das Lerntempo in der Schule viel zu schnell für sie ist, oder die Lernmethode die Falsche ist. Nicht jeder Mensch ist gleich, weswegen es viele Schülerinnen und Schüler gibt, die nicht in das Standardformat „Schule“ passen. Das Problem ist, dass Nachhilfe meist Geld kostet, weswegen Schüler und Schülerinnen, die aus einer finanzschwachen Familie kommen, meist auf der Strecke bleiben. Sie bekommen schlechte Noten, weil sie keine individuelle Förderung erhalten. Daraus folgt dann meist ein schlechter Schulabschluss, der mit der richtigen Förderung nicht nötig gewesen wäre und daraus folgen dann die schlechteren Chancen auf einen Ausbildungsplatz und in der Arbeitswelt.

Ja, ich schweife ab, aber der Punkt ist, dass jedes Nachhilfeangebot, welches, wenn auch nur teilweise, kostenlos ist, wichtig ist. Ein solches Angebot gibt es auf dem Blog „Der-Nachhilfe-Lehrer.de“. Hier geht es um Nachhilfe in den Fächern Englisch und Mathe.

Der Blog gehört zum learnzept.de-Portal, auf dem es dann eben doch um kostenpflichtige Nachhilfe-Angebote geht. Die Inhalte im Blog selbst sind aber kostenlos und somit auch für Schülerinnen und Schüler zugänglich, die sich eine kostenpflichtige Nachhilfe nicht leisten können. Natürlich sind das nur Auszüge aus den Themen, die den Schülern und Schülerinnen Schwierigkeiten machen, aber eventuell reichen diese ja schon aus, um ihnen über das Hindernis hinweg zu helfen, welches zwischen den Schülern und der erfolgreichen Bearbeitung des Lernstoffes steht.

Zusätzlich gibt es Tipps zur Vorbereitung auf Klausuren und zum bearbeiten von Schulaufgaben. Auch das kann für Schülerinnen und Schüler schon eine enorme Erleichterung sein. Es folgen wohl auch noch Probeklausuren und Probeaufgaben, jedenfalls gibt es hierfür schon Unterseiten, und diese wird es ja nicht einfach nur aus Spaß geben.

Wenn jetzt noch Tipps und Tricks zum richtigen Lernen hinzu kommen würden, könnte der Blog zu einer wichtigen Anlaufstelle werden, auch dann, wenn es natürlich ein Blog ist, der auf das kostenpflichtige Portal hinweisen soll, von dem er Betrieben wird.

14 Oktober 2015

Peer-to-Peer University – Lernen in der Gruppe

Zur Zeit lese ich das Buch “Die digitale Bildungsrevolution” (Amazon Partnerlink) von Jörg Dräger und Ralph Müller-Eiselt. Durch die Lektüre bin ich auf die “Peer-to-Peer-University” gestoßen, die sofort mein Interesse geweckt hat. Neugierig, wie ich nun einmal bin, würde ich dieses Lernwerkzeug gerne einmal testen, doch dazu brauche ich noch zwei Dinge.

  1. Erstens brauche ich ein Thema für einen Kurs und
  2. Zweitens brauche ich noch ein paar Menschen, die dann mit mir zu diesem Thema eine Lerngruppe bilden.

 

Genau das ist nämlich das Prinzip der “Peer-to-Peer-University”. Dort können sich Menschen in einem virtuellen Lernraum zusammentun, um dann gemeinsam ein Thema zu erschließen. Und genau das würde ich auch gerne einmal ausprobieren. Klappt das Lernen in einer solchen Gruppe wirklich? Kann sich eine Gruppe von Menschen ein Thema wirklich selbst erschließen, indem sie gemeinsam auf der Suche nach passenden Lernquellen gehen und daraus Lernmaterialien erstellen? All das würde ich gerne herausfinden, schon deswegen, weil lebenslanges Lernen in der heutigen Zeit verdammt wichtig ist und solche Lerngruppen dann ein Puzzleteil dafür sein könnten.

Vielleicht interessiert es euch ja auch und vielleicht habt ihr gerade auch ein Thema, dass euch brennend interessiert und das sich für eine solche Lerngruppe eignet. Dann hinterlasst doch einfach mal einen Kommentar und vielleicht finden wir uns als Lerngruppe dann zusammen. Ich würde mich auf jeden Fall darüber freuen.

8 Januar 2015

Mein Horizont

Schweriner See

Schweriner See

Ich sitze gerade hier, starre in den Bildschirm, lese Blogartikel, schreibe. Natürlich weiß ich, dass ich jetzt eigentlich andere Dinge machen sollte, Dinge, die ich schon vor mehreren Tagen hätte fertig haben sollen, für die ich schon Monate Zeit hatte und die ich nicht gemacht habe, weil die Zeit viel zu schnell verging, sie einfach weg war, ich nichts geschafft habe, ich einfach nur hier saß und starrte.

Ich weiß nicht, warum ich derzeit die Zeit einfach verstreichen lasse, warum ich die Dinge, die ich am Horizont sehe, die ich mir schon ausgemalt habe, die ich umsetzen möchte, warum ich diese Dinge nicht umsetze. Ich sitze hier, Träume davon, dass ich das alles mache, wie es wäre, wenn ich es mache, wie sich die Erfolge anfühlen würden, die ich dort am Horizont schon sehen kann – aber ich greife nicht nach ihnen. Ich sitze hier und starre.

Gestern Nacht stand ich auf, nachdem mein Kopf mich wieder nicht schlafen lies, sich so viele Gedanken in ihm ansammelten. Ich stand auf und schrieb mir zwei Gedankengänge auf. Zwei Gedankengänge zu einer Geschichte, die ich schon seit zwei Jahren überarbeiten will, die ich schon am Horizont vor mir sehe, die ich in der Gegenwart aber nicht anfasse. Jetzt habe ich diese zwei Gedankengänge, habe sie auf Papier verewigt und jetzt werden sie verstauben.

Ich habe Träume, ich kann sie am Horizont sehen, kann nach ihnen greifen, aber ich mache es nicht. Ich sitzt hier uns starre, starre in den Horizont, überlege, Tagträume, überlege, lenke mich ab, greife nicht zu. Bevor ich zugreifen kann, muss ich etwas machen, ich mich motivieren, muss es anpacken, packe es nicht an, weil die Motivation fehlt.

Ich verbaue mir meinen Horizont, versuche mich zu befreien, schreibe, um mich zu befreien – finde Motivation, aber nur für wenige Sekunden, einem Wimpernschlag, schon ist sie wieder weg, verflogen, ein weiterer Ziegelstein, der mir die Sicht auf meinen Horizont versperrt.

Ist das überhaupt mein Horizont, den ich dort sehe? Ist es das, was ich will? Oder verfliegt die Motivation so schnell, weil es nicht meine Motivation ist? Nein, sie verfliegt so schnell, weil mich von hinten die Sorgen einholen, die mich lähmen, die mich festhalten, die es mir unmöglich machen, mich auf den Horizont zu konzentrieren. Schließlich lebe ich jetzt und schließlich muss ich jetzt Geld verdienen, damit ich jetzt meine Kosten decken kann. Der Horizont dort, der ist noch soweit weg, der ernährt mich nicht in der Gegenwart – aber auch nicht in der Zukunft, weil der Horizont, den ich sehe, nicht die Zukunft sein kann, weil die Gegenwart lähmt, weil sie mich festhält, weil sie nicht loslässt. Sie soll mich loslassen, soll mich machen lassen, soll mir dabei zusehen, wie ich die Zukunft gestalte, aber sie will nicht.

Ich schreibe. Schreibe meine Gedanken nieder, finde die Motivation für einen Wimpernschlag, sehe sie, sehe, wie sie verschwindet, wie sie dem Horizont entgegen fliegt und mich allein lässt. Allein mit den Dingen, für die es eigentlich schon zu spät ist, in der Hoffnung, dass ich gleich beginne die Mauer einzureißen, die sich vor meinem Horizont aufbaut.

Die Mauer ist schon so groß, dass sich schon ein Sprayer dran verewigt hat. In großen Buchstaben steht dort: „VERSAGEN“

 

Thema geklaut bei Blogideekasten

14 Oktober 2014

Lust auf einen Lernmarathon?

Lernen

Lernen

Im Internet gibt es ja so einige Marathons. Lesemarathons zum Beispiel sind sehr beliebt und bringen Leseratten dazu, ein ganzes Wochenende nur zum Lesen zu verwenden. Nun habe ich mir überlegt, dass ein solches Mittel nicht nur zum Lesen verwendet werden kann, sondern auch zum Lernen und deswegen möchte ich am nächsten Wochenende – also vom 17.10 bis zum 19.10 – den ersten Lernmarathon hier im Blog veranstalten.

Zusammen lernt es sich einfach einfacher und warum sollten wir uns nicht gegenzeitig motivieren? Vorgestellt habe ich mir, dass sich hier kurz jeder meldet, der mitmachen möchte. Vielleicht lassen sich auch einige „Lerngruppen“ finden, dazu solltet ihr natürlich auch kurz sagen, welche Themengebiete ihr beim Lernmarathon bearbeiten wollt. Eure Lernfortschritte könnt ihr dann auf eurem Blog dokumentieren, oder hier in den Kommentaren, wobei ich dazu dann am Freitag noch einen extra Artikel online stellen würde.

Um Lerngruppen zu organisieren, bietet sich twiddla.com an. Hierbei handelt es sich um einen Raum, wo ihr alles Mögliche machen könnt. Ihr könnt euch dort miteinander per Headset unterhalten, könnt dort Zeichnen, schreiben, Formeln austauschen und noch viel mehr. Ein idealer Ort also, um sich in einer virtuellen Lerngruppe auszutauschen. Links zu den einzelnen Räumen könnte ich dann am Freitag ebenfalls in den Artikel einbinden, wenn sich Lerngruppen zusammenfinden.

Wenn ihr also Lust auf einen Lernmarathon habt, meldet euch hier in den Kommentaren. Ich freue mich auf jeden, der mitmachen möchte.

1 Oktober 2012

Vokabelheft oder Vokabel-Häfft

Vokabel-HäfftLetzte Woche hatte ich euch ja schon angekündigt, dass ich von Häfft wieder zwei neue Produkte habe, die ich euch vorstellen möchte. Dabei handelt es sich einmal um ein Vokabel-Häfft speziell für Türkisch und zum anderen um ein Vokabel-Häfft, welches für alle Sprachen genutzt werden kann. Wofür ich das Universal-Vokabelheft verwende, weiß ich noch nicht so genau, das Türkisch-Vokabelheft wird mich allerdings durch eine andere Aufgabe begleiten, denn wie ihr wisst, möchte ich ja Türkisch lernen, auch wenn dieses Vorhaben schon einige Zeit auf Eis liegt. Aber zurück zu den Vokabelheften.

Unterschiede zwischen Vokabelheft und Vokabelhäfft

 

In der Schule konnte ich mit den normalen Vokabelheften nicht viel anfangen. Es war einfach ein normales liniertes Heft mit einem senkrechten Strich in der Mitte der Seite. Deswegen habe ich mir auch nie wirklich ein Vokabelheft gekauft, sondern einfach normale A4-Seiten umfunktioniert. Nein, das stimmt so nicht ganz, denn in der Grundschule waren Vokabelhefte Pflicht, also hatte ich dort eines, was aber nicht bedeutet, dass ich es auch genutzt habe 😉

Hätte ich damals ein Vokabel-Häfft gehabt, wäre es wohl ein wenig anders gewesen, auch wenn das A5-Format ein wenig unhandlich ist und nicht unbedingt in die Jackentasche passt, wenn man unterwegs lernen möchte. Aber das ist auch schon der einzige Nachteil gegenüber einem normalen Vokabelheft – solange es sich bei diesem um ein A6-Vokabelheft handelt. Jetzt aber zum Vokabelheft.

Vokabeln im Vokabel-Häfft

Auf der dritten Seite des Heftes kann man sich erst einmal die wichtigsten Lernpartner für die Sprache notieren. Platz ist für vier Personen, die mit Namen, E-Mail-Adresse und Telefonnummer erfasst werden können. Außerdem besteht die Möglichkeit sich seine Noten zu notieren, wobei hier die Vorjahresnote, die Halbjahresnote und die Endjahresnote erfasst werden können. Zusätzlich natürlich auch die Noten der Klassenarbeiten und die der Tests, Platz ist für 18 Noten.

Auf den folgenden Seiten könnt ihr dann eure Vokabeln notieren, was in einem Vokabelheft erst einmal nichts Besonderes ist. Doch neben den Vokabeln gibt es noch neun kleine Kästchen, die beim Lernen helfen, denn hier kann man für jede Wiederholung ein Häkchen machen. Ich würde empfehlen, dass man es nur bei jeder erfolgreichen Wiederholung macht, wenn man also die Vokabel aus dem Kopf heraus übersetzen konnte.

In der Mitte des Vokabel-Häfftes findet Wissenswertes über das Land, wo die Sprache herkommt, findet wichtige Grammatiktipps zur Sprache sowie die wichtigsten Zahlen, die Wochentage, Monate und die Jahreszeiten. Das Universal-Vokabel-Häfft ist ein wenig anders aufgebaut, da hier nicht bekannt ist, für welche Sprache das Vokabel-Häfft bestimmt ist.

Mitte vom Vokabel-Häfft

Am Ende der Häffte gibt es dann noch eine Seite, welche für die Vokabeln bestimmt ist, die einfach nicht im Kopf bleiben wollen. Könnte man in einem normalen Vokabelheft zwar auch machen, aber wer denkt schon an so was? So hat man die wirklich schwierigen Vokabeln immer griffbereit am Ende des Heftes und man kann in der Pause noch einmal schnell gezielt diese Vokabeln üben, wenn man denn glaubt, dass das noch etwas bringt ;-).

Vokabel-Häfft Universal

Durch die lustige Gestaltung der Hefte macht es auch Spaß, die Hefte überhaupt in die Hand zu nehmen. Und wenn dieser Schritt erst einmal geschafft ist, dann fällt es auch leichter das Heft aufzuschlagen, und die Vokabeln tatsächlich zu lernen. Und es gibt die Häffte nicht nur für Türkisch und „Universal“, sondern auch für viele andere Sprachen. Eine Auswahl findet ihr auf den Seiten vom Häfft-Verlag.

3 April 2012

Lernen ist schwer…

Lernen ist schwer. Ihr wisst sicher was ich meine, wenn ich diesen Satz schreibe. Ich gehe sogar weiter, denn lernen ist unmöglich. Zumindest, wenn man es in den eigenen vier Wänden machen soll. Kaum sitzt man am Schreibtisch und hat das Heft mit der zu lösenden Aufgabe vor sich liegen, fällt einen auf einmal ein Schrank auf, den man schon mindestens 10 Jahre nicht mehr beachtet hat. 10 Jahre ist eine lange Zeit, und so kommt es, dass der Schrank auf einmal interessanter ist, als das Heft mit der Aufgabe, welche man eigentlich lösen sollte. Wir können das Heft mir der Aufgabe auch gerne gegen Vokabeln auf Karteikarten austauschen, es bleibt dasselbe, der Schrank ist interessanter. Was verbirgt sich wohl in diesem Schrank, den wir 10 Jahre nicht mehr angesehen haben? Wahrscheinlich könnte man ihn mal wieder entrümpeln, um für die vielen Hefte einen Platz zu finden, wo sie sicher sind, wenn wir einmal nicht lernen müssen. Wir gehen also zum Schrank, der bedeutend wichtiger ist, als das Lernen und öffnen ihn. Wahrscheinlich hätten wir den Schrank gar nicht beachtet, wenn wir nicht hätten lernen müssen und er wäre weitere 10 Jahre unbeachtet gewesen. Was natürlich gut für die kleinen Monster gewesen wäre, die sich in den letzten 10 Jahren darin versteckt hatten, aber das ist ein anderes Thema.

Wir öffnen also den Schrank und finden viele interessante Dinge. Zum Beispiel den Brief von einer Person, die wir schon jahrelang (also mindestens 10 Jahre) nicht mehr gesehen haben. Erinnerungen werden wach und diese brauchen ihren Platz, an Lernen ist jedenfalls erst einmal nicht zu denken.

Oder man findet eine alte Kassette, die man schon mehrere Jahre (und mit mehreren Jahren sind mindestens 10 gemeint) nicht mehr gehört hat. Zufällig findet man auch den Walkman, mit dem man die Kassette jetzt hören kann und es werden Erinnerungen wach, die natürlich ihren Platz brauchen. Zum Lernen ist jedenfalls kein Platz vorhanden.

Nach der Kassette fallen einen dann Fotos in die Hand. Fotos, die man schon längere Zeit nicht mehr angesehen hat (und mit längere Zeit meine ich natürlich mindestens 10 Jahre). Erinnerungen werden wach, die natürlich ihren Platz brauchen. Zum Lernen fehlt natürlich weiterhin der Platz.

Inzwischen sind vier Stunden vergangen, die Sonne (wir haben Sommer) verschwindet langsam, aber es ist noch genügend Licht da, um ohne Licht am Schreibtisch zu sitzen, und zu lernen.

Wir gehen also zum Heft mit der Aufgabe die wir lösen sollen, welches wir inzwischen mit Vokabeln auf Karteikarten ausgetauscht haben, und wollen nun endlich anfangen mit dem Lernen. Da fällt unser Augenmerk auf eine Pflanze. Eine Pflanze, die nur noch lebt, weil sich abwechselnd die Katze und deine Mutter darum gekümmert haben. Sie sieht nicht mehr gut aus, die Pflanze, und eigentlich müsste man etwas machen, damit es der Pflanze wieder gut geht.

Wir gehen also zum Computer, rufen Google auf und geben ein „Wie rette ich meine Pflanze“. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, um was für eine Pflanze es sich da eigentlich handelt. Man sucht also bei Google ein Pflanzenlexikon, in welchem man dann die Pflanze identifizieren kann, indem man Bilder studiert. Nach zwei Stunden, draußen ist es inzwischen dunkel geworden, findet man die Pflanze, und kann nun bei Google nach Tipps suchen, wie man die Pflanze retten kann. Nach einer weiteren Stunde hat man sich dann genügend Wissen über die Pflanze angelesen, und beschließt, sie gleich am nächsten Tag zu retten.
Zufrieden schaltet man den Computer aus und geht sich danach die Zähne putzen, bevor man sich dann ins Bett legt und zufrieden einschläft.

Am nächsten Morgen wacht man schweißgebadet auf, weil man von seiner Aufgabe im Heft geträumt hat, welche man durch Vokabeln auf Karteikarten ausgetauscht hat. Man fragt sich, wie die anderen es immer schaffen, diese Dinge pünktlich fertigzubekommen, während man selbst aufs Frühstück verzichten muss, damit man, auf dem Weg zur Klausur, wenigstens noch ein wenig Lernen kann.

17 Dezember 2011

Mein Besuch in einer Schreibwerkstatt und der Keks

Vor einiger Zeit habe ich ein einer Schreibwerkstatt teilgenommen. Es war die Erste, die ich besucht habe. Mit 90 Minuten Schreibübungen und noch einmal 90 Minuten kritisieren von Texten, war der Kurs leider viel zu kurz, aber für 10 Euro kann man wahrscheinlich nicht viel mehr erwarten.

Als Übung zum Warmwerden, sollten wir einen Gegenstand beschreiben. Einen der greifbar war, der fühlbar war, den man sehen- und schmecken konnte – hören konnte man ihn leider nicht. Um genau zu sein, es war ein Keks. Als zweite Übung sollten wir dann eine kurze Geschichte schreiben. Bevor wir damit aber anfingen, sollten wir uns einen Namen, das Alter, einen Gegenstand, ein Ereignis und den letzten Satz notieren. So habe ich noch nie angefangen meine Kurzgeschichten zu schreiben, aber im nachhinein weiß ich jetzt, dass es so sehr viel mehr Spaß machen kann, weil das Gehirn einfach schon dabei ist, die Geschichte zu entwerfen, noch bevor man mit dem Schreiben angefangen hat. So habe ich, in den 30 Minuten die uns zur Verfügung standen, doch eine anständige kleine Geschichte zustande gekommen – sonst brauche ich die ersten 30 Minuten schon, um überhaupt einen Einstieg in die Geschichte gefunden zu haben.

Für mich steht fest, dass mir auch diese 90 Minuten schon ein wenig was gebracht haben. Und ich habe jetzt lust auf mehr. Ich möchte noch mehr solcher Schreibkurse besuchen, leider fehlt mir zu vielen solcher Veranstaltungen einfach das Geld, weswegen ich mich ein wenig an den Volksschulen umsehen muss. Und jetzt zurück zum Keks 😉 :

Viel zu oft habe ich dich einfach aus der Packung geholt. Habe dich, ohne dich wirklich zu beachten, in die Hand genommen und vernichtet. Deine Form nahm ich nie wirklich war, merkte nicht, dass du aus mehr als vier Ecken bestehst. Und deine zwei Gesichter – das eine goldbraun und das andere wie Schokolade.

Ich nahm dich einfach, ohne mich darüber zu freuen, dass du da warst. Bereitete mich nicht auf den zarten, schmelzenden Geschmack vor, den mir dein schokoladenbraunes Gesicht bringen würde, und auch nicht auf das Knuspern deines goldbraunen Gesichtes. Ich verschlang dich einfach!

Dabei sollte dein Anblick mir Glück bringen, sollte mir zeigen, dass es mir eigentlich sehr gut geht, dass ich das Glück habe, einen Keks genießen zu dürfen.

11 Mai 2010

Lerntagebuch – Auswertung der letzten Jahre

Wie ihr wisst werte ich ja zur Zeit die letzten Jahre aus und in diesen Jahren habe ich auch verschiedene Lernmethoden ausprobiert. Eines davon war das Lerntagebuch, was ich irgendwann im letzten Jahr begonnen habe. Das Prinzip ist einfach erklärt. Man schreibt am Abend nach der Schule auf, was man über den ganzen Tag gelernt hat und wertet dann auch gleich aus, was einen leicht fällt und was einen weniger leicht fällt. So findet man sehr schnell heraus welche Dinge man unbedingt noch einmal nachschauen, bzw. nachfragen muss und welche Dinge man schon Perfekt kann. Ein Lerntagebuch kann also  dazu beitragen den Lernstoff für die nächste Klausur zu sortieren und um sich Schwerpunkte fürs Lernen setzten zu können. Nachteil ist natürlich, dass man sich täglich dafür 15 Minuten Zeit nehmen muss um es zu führen, was aber auch gleich wieder ein Vorteil ist, weil man den Lernstoff des Tages gleich noch einmal durchgeht und somit wird das ganze gleich etwas tiefer verankert.

Damit wären wir auch gleich bei der Auswertung. Ich selber habe es nicht lange durchgehalten dieses Lerntagebuch zu führen. Man muss sich dafür wirklich eine feste Zeit einrichten und es dann auch durchgehend machen, sonst ist nämlich der Effekt den das ganze bringen soll, nicht wirklich spürbar. In der Zeit wo ich es geführt habe, konnte ich aber schon feststellen, dass ich gezielter die Dinge lerne, die ich auch wirklich lernen muss und nicht alles noch einmal durchgehe. Das spart Zeit, welche man dann dazu benutzen kann um den wirklich schweren Lernstoff zu büffeln.

So ein Lerntagebuch ist auch sehr sinnvoll wenn man sich gerade in der Vorbereitung auf Prüfungen befindet. Hier kann man nach jeder Lernphase festhalten, was einen gut gelungen ist und was nicht.

Als Fazit kann man also sagen, wenn man sich nur auf die Schule konzentrieren kann und ansonsten Freizeit hat, ist diese Form um seinen Lernstoff zu sortieren wirklich sinnvoll. Man muss zwar täglich ein paar Minuten investieren, die holt man aber locker in der Vorbereitung auf Klausuren, Klassenarbeiten oder Prüfungen wieder heraus.