29.10.2022: Armut und Teilhabe – Gut gemeint, schlecht formuliert …

Hach, es gibt so vieles in der Welt, über das ich jetzt schreiben könnte, weil es mich aufregt, aber ich möchte jetzt auf was ganz Banales eingehen. Ich möchte es deswegen ansprechen, weil es meist gar nicht böse gemeint ist, weil der Blickpunkt ein anderer ist, weil es aber wahrscheinlich zu Missverständnissen führt, die vermieden werden könnten. Als Beispiel nehme ich etwas von Riff Reporter. Erstens weiß ich, dass die das richtig einordnen können und zweitens weiß ich, dass die Menschen dort mit Kritik umgehen und auch darüber reflektieren können. Es geht um Sprache und um Armut. RiffReporter bietet auf seiner Webseite ein flexibles Abo an. Menschen, die nicht soviel haben, zahlen weniger und andere, die es können, dann eben mehr. | mehr

Beobachtung: Unterschiedliche Sprachdeutung

Ich bin heute ein wenig fasziniert von einer Diskussion, die auf Despora zum Artikel „Organspenden - Was wäre mein Körper ohne Gehirn?“ entstanden ist. Diese Diskussion fasziniert mich, weil sie aufzeigt, dass wir, obwohl wir theoretisch dieselbe Sprache sprechen, es praktisch dann doch nicht tun. Es ist so spannend zu sehen, wie andere Menschen Sprache verwenden, wie sie eine ganz andere Deutung in die Sprache bringen, die ich so noch überhaupt nicht gesehen habe. Für den einen hat etwas eine positive Bedeutung, was für den anderen etwas Negatives vermittelt. Das bedeutet natürlich in Diskussionen, dass beide Gesprächspartner sich erst einmal auf eine gemeinsame Sprache einigen müssten, um Missverständnisse zu vermeiden. Und das empfinde ich tatsächlich als eine riesige Herausforderung. | mehr

Mal wieder was zum Thema Alltagsrassismus

Heute Nacht habe ich bei Twitter mal wieder gemerkt, wie weit verbreitet Alltagsrassismus ist und das viele diesen gar nicht mehr als Rassismus wahrnehmen. Am Ende wurde ich dann sogar von der Person geblockt, weil sie sich nicht als Rassist sieht und sich auch nicht Rassist nennen lassen möchte. Zu meiner Verteidigung möchte ich schon jetzt sagen, dass das Wort „Rassist“ in meinen Tweets gar nicht vorkam, aber fangen wir mal von vorne an. Heute Nacht rief bei Domian eine ältere Frau an – sie war über 90. Ihr wurden 1.000,- Euro geklaut, die sie sich an einem Geldautomaten geholt hatte. Der Aufschrei über die Räuber war groß, was natürlich nicht wirklich was Schlimmes ist. Dann kam aber folgender Tweet von einem Nutzer, dem ich zu diesem Zeitpunkt noch auf Twitter gefolgt bin: „drecksau . | mehr