17 Februar 2019

Schulstreiks

Das mit den Schulstreiks finde ich schon interessant. Nicht nur, weil junge Menschen sich um ihre Zukunft Sorgen machen und sie dafür streiken, dass die Verantwortlichen diese Sorgen endlich wahrnehmen und sie ihre Politik endliche an diese nächste Generation ausrichten. Sondern es ist auch interessant zu sehen, wie Demokraten auf diese Streiks reagieren, wie Politiker eine Drohkulisse aufbauen, um die jungen Menschen wieder in die Schule zu bekommen und sie vom streiken abzuhalten. Es muss doch alles seine Ordnung haben und schließlich besteht ja auch eine Schulpflicht in Deutschland! Wer will schon, dass die jungen Menschen sich ihrer demokratischen Rechte bewusst werden? Wer will schon junge Menschen, die in der Politik mitreden wollen? Die jungen Menschen sollen sich auf ihre Ausbildung konzentrieren, darauf, dass sie zu möglichst marktkonformen Menschen werden. Menschen, die das System nicht hinterfragen, die sich an all die Regeln halten, die dieses System vorgibt, ohne darüber nachzudenken, ob diese Regeln nicht schädlich sind, ob sie nicht verbessert werden können. Unbequeme junge Menschen könnten da Kontraproduktiv sein, könnten ihre Stärke entdecken und das System infrage stellen.

Irgendwie sind es dieselben Politiker, die vor einigen Jahren der Meinung waren, dass die jungen Menschen zu unpolitisch sind. Jetzt zeigen diese Menschen Interesse an Politik und da ist es den Politikern auch nicht recht. Jedenfalls dann nicht, wenn diese jungen Menschen diesen politischen Aktivismus nicht in ihrer Freizeit veranstalten – von der diese jungen Menschen eh schon relativ wenig haben – sondern in ihrer Schulzeit. In der Zeit also, in der sie alle Fähigkeiten für ein marktkonformes Verhalten erlernen sollen.

Die Frage, warum sie sich aber auf eine Zukunft vorbereiten sollen, die es eventuell gar nicht gibt, wenn die Politik so weitermacht, beantworten diese Politiker aber nicht. Sie sprechen dann von Arbeitsplätzen, von Unternehmen, vom Kapital und Planungssicherheiten, aber nicht davon, dass der Fehler eventuell im System selbst liegt und all diese Argumente eben nichts am Klimawandel ändern. Was nutzt uns Planungssicherheit, wenn wir unsere Lebensgrundlagen auf diesem Planeten zerstört haben? Was nutzen Arbeitsplätze, wenn sich Kriege um Ressourcen entwickeln? Wenn das die Zukunft ist, wozu sollten die Schüler*Innen dann jeden Freitag in die Schule gehen? Und warum drohen Demokraten mit Strafen, wenn junge Menschen ihre demokratischen Rechte in Anspruch nehmen?

8 November 2015

Klimawandel und seine Folgen: Auf geht’s

Wald von Oben

Am 09.11.2015 beginnt jetzt der MOOC zum Thema Klimawandel und seine Folgen. Ich hatte euch ja vor ein paar Wochen schon mal darauf hingewiesen, wer es nicht gesehen hat, hier ist der Artikel dazu. Zum MOOC werde ich dann sicher hier auch ein wenig schreiben, auch wenn mir bewusst ist, dass das Thema nicht alle interessiert. Aber das ist auch nicht schlimm, denn ihr müsst die Artikel ja nicht lesen, wobei ich mich natürlich über Diskussionen freue.

Wo wir bei Diskussionen sind: Natürlich ist mir auch bewusst, dass es zu dem Thema extreme Positionen gibt. Die einen sagen, dass der Mensch an allem Schuld ist und sehen keine natürlichen Einflüsse, andere sagen, dass der Mensch gar keine Schuld hat und sehen nur die natürlichen Faktoren, die das Wetter beeinflussen. Ich stehe weder auf der einen noch auf der anderen Seite. Mit ist bewusst, dass der Mensch sehr viele Treibhausgase freisetzt, auf der anderen Seite ist mir aber auch bewusst, dass es natürlich Faktoren gibt, die das Klima auf der Erde schon immer beeinflusst haben und es auch weiterhin beeinflussen werden. Das ist aber kein Grund zu sagen, dass wir so weiter machen sollten, wie wir es derzeit tun, denn wir haben nicht nur eine Verantwortung für uns selbst, wir haben auch eine Verantwortung für die Tiere und Pflanzen, die auf dieser Welt existieren und wenn wir diese ernst nehmen, dann sollte uns eben bewusst werden, dass dieser Planet begrenzt ist, dass es also auch in seiner Nutzung und Ausbeutung Grenzen gibt.

Der Irrsinn vom grenzenlosen Wachstum und von der grenzenlosen Ausbeutung

 

Passend dazu, wenn auch nicht geplant, habe ich vor kurzem das Buch “Es ist dein Planet – Ideen gegen den Irrsinn” (Amazon Partnerlink) gelesen. Es ist eigentlich ein Jugendbuch, was aber nichts daran ändert, dass das Buch lesenswert ist.

Einer dieser Irrsinne, ja es gibt mehrere, ist der Glaube am grenzenlosen Wachstum, auf dem auch unser Wirtschaftssystem ausgerichtet ist. Ein begrenztes System, so wie unsere Erde eines ist, kann aber kein unbegrenztes Wachstum bieten. Genauso sind die Rohstoffe begrenzt, was jetzt zwar erst einmal nichts mit dem Klimawandel zu tun hat, was uns aber dabei helfen kann etwas gegen die Zerstörung unseres Planeten zu tun, wobei es eigentlich nicht die Zerstörung unseres Planeten ist, der wird uns wohl überleben, sondern die Zerstörung unserer eigenen Lebensgrundlagen. Die Pflanzen und andere Lebewesen werden sich wohl an die veränderten Klimabedingungen anpassen können, doch der Mensch wird das irgendwann nicht mehr schaffen, darüber sollten wir vielleicht einmal nachdenken und auch darüber, was wir den nächsten Generationen hinterlassen wollen und dazu gehört dann eben auch wieder das Klima und der Ausstoß von Treibhausgasen.

Genau deswegen werde ich mir auch die Zeit für diesen MOOC nehmen und euch damit ein wenig nerven, wenn es euch denn überhaupt nervt. Ich bin gespannt, was in den nächsten Wochen auf mich zukommt und vielleicht seid ihr ja auch ein wenig gespannt.

5 Oktober 2015

Tipp: MOOC “Klimawandel und seine Folgen”

der Nebel

Wir alle reden über den Klimawandel. Die einen reden mehr darüber, die anderen weniger, aber interessieren sollte er uns alle, auch wenn er vielleicht nicht mehr uns selbst betrifft, sondern erst die nächste oder übernächste Generation. Deswegen ist es auch wichtig, sich über den Klimawandel und seine Folgen zu informieren.

Auf Iversity gibt es ab November einen MOOC genau zu diesem Thema(Link). Ich habe mich dort heute direkt angemeldet und bin gespannt, was dort so auf mich zukommt. Und weil gemeinsames Lernen viel mehr Spaß macht, möchte ich euch doch dazu einladen, dort auch mitzumachen. Die Grundversion des MOOCs ist kostenlos, wer aber am Ende ein Zertifikat und eine Note haben möchte, muss eine Gebühr für den Kurs bezahlen.

Wenn ihr mitmacht, dann hinterlasst doch bitte einen Kommentar, damit wir uns dann auch austauschen können. Und wer nicht mitmacht, darf hier natürlich auch einen Kommentar hinterlassen ;).