07.11.2022: Auf den Straßen kleben – Klimaprotest

Ich schreibe ja immer etwas verspätet über Themen, die gerade die Gesellschaft so beschäftigen. Ich muss die meist erst einmal sacken lassen, muss die verschiedenen Eindrücke auf mich einwirken lassen und irgendwann kommt dann der Impuls, dass ich etwas schreiben muss. So auch bei den Klimaaktivisten, die jetzt dafür verantwortlich gemacht werden sollten, dass die Hilfe für eine Person verspätet kam, weil sie durch ihre Aktion einen Stau verursacht haben. Die Klimaaktivist*Innen selbst schreiben, dass damit eine Grenze überschritten ist*, und weißen darauf hin, wer eigentlich die Schuld trägt und warum nicht die Klimaaktivist*Innen selbst. Ich glaube, dieser Artikel war diesmal der Impuls, warum ich auch etwas dazu schreiben muss. | mehr

Sich Distanzieren heißt, die Menschen allein lassen…

Letzte Woche war Blockupy, letzte Woche waren die Bilder von brennenden Tonnen und angezündeten Polizeiautos und letzte Woche waren die vielen Aktivisten, die immer wieder betont haben, dass diese Gewalt nichts mit dem Anliegen zu tun haben, für das viele Tausend andere Menschen friedlich auf die Straße gegangen sind. Aber ist dem wirklich so? Zeigt diese Gewalt nicht eher, dass sich in der Gesellschaft etwas ändern muss? Ist diese Gewalt nicht der Beweis dafür, dass etwas schiefläuft in der Gesellschaft? Und wenn dem so ist, können sich die Aktivisten dann davon distanzieren, obwohl sie genau wegen diesem Missstand auf der Straße sind? Ich schrieb vor einigen Wochen einen Artikel, warum ich eigentlich nicht Links sein kann. | mehr

In Berlin steht ein Barbiehaus…

In Berlin steht ein Barbiehaus, doch Barbiehäuser müssen raus, damit in dieser schönen Stadt, der Kaufrausch keine Chancen hat. Skandal, Skandal um Barbie.... Fiel mir gerade so ein, weil in Berlin tatsächlich ein Barbiehaus steht und weil einige Frauen der Meinung sind, dass sie gegen die Eröffnung von eben diesem Barbiehaus protestieren müssen. Es geht natürlich nicht um den Kaufrausch, sondern um die Rollenbilder, die dieses Traumhaus vermitteln soll, jedenfalls in den Augen der AktivistInnen. Ich habe nichts gegen Protest, ich habe auch nichts gegen eine Meinungsäußerung, aber was die AktivistInnen erreichen wollen, ist doch viel mehr. Sie wollen, dass das Traumhaus nicht eröffnet wird, damit auch die Menschen nicht dort hingehen, die das durchaus interessiert. | mehr

Ist die Zerstörung von Eigentum noch politischer Protest?

Hier in Berlin wurde gestern der Nah- und Fernverkehr teilweise stillgelegt. Ich selbst war auch betroffen, denn als ich um kurz vor sechs Uhr auf dem Bahnsteig stand, um zu meiner Arbeit zu fahren, fuhr die S-Bahn schon nicht mehr. Ich durfte dann zur Arbeit laufen, was aber kein Problem war, denn das mache ich sonst auch, nur gestern war ich eben ein wenig später losgegangen. Schuld an den Ausfall war diesmal nicht die Bahn, sondern ein paar Atomkraftgegner, die sich dachten, ein paar Kabel in Brand zu stecken. Was diese Aktion allerdings bringen sollte, das hat sich mir noch nicht ergeben, denn wen setzen diese Atomkraftgegner mit so einer Aktion denn unter Druck? Die Regierung bestimmt nicht, denn die fährt Auto. Nein, geschadet hat man mit dieser Aktion wieder die Berliner, die zur Arbeit fahren mussten und auf die S-Bahn angewiesen waren. | mehr