Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

Lieber Johannes Ponader,

mit erstaunen nehmen wir gerade die Diskussion über deinen beruflichen Status zur Kenntnis. Leider ist diese Diskussion nicht förderlich für unsere Wahl, was an dem Bild liegt, welches unsere Gottheit, die Medien, von dir verbreiten.

Da uns die Wahl in den Landtag wichtiger ist, als unser Personal zu schützen, bitten wir dich, dir einen weiteren Vollzeit-Job, neben deinem Vollzeit-Job als Pressesprecher   Politischer Geschäftsführer der Piraten, zu suchen. Denn nur wenn du 80 Stunden die Woche arbeitest, können wir mit unserer Kampagne für das BGE punkten. Wenn wir glaubwürdig vermitteln können, dass das BGE Parteiarbeit erst möglich macht, können wir mit Sicherheit noch ein paar mehr Wähler auf unsere Seite bekommen. Bedenke dies bitte, damit wir im Wahlkampf voll auf dich bauen können.

Wir bitten dich auch zu bedenken, dass die Medien, unsere Götter von der Bild, um nur ein Beispiel zu nennen, schon eine sehr gute Arbeit geleistet haben. Hartz4 Empfänger sind nun einmal nur Schmarotzer, egal was sie für die Gesellschaft tun. Das haben die Medien so vermittelt, und deswegen müssen wir als Partei auch genau diese Denke aufnehmen, damit wir beim Wähler eine Chance haben. Das musst du doch verstehen, oder dachtest du wirklich, dass die Piraten tatsächlich für einen neuen Weg von Politik stehen würden? Wir wollen Macht, und um Macht zu bekommen, müssen wir bei den Medien ein positives Bild ausstrahlen. Das machen wir nicht, wenn wir eine Person unterstützen, welche durch die Medien zum Schmarotzer gemacht wurde, obwohl sie für uns gute Arbeit geleistet hat.

Wir sehen es übrigens auch nicht gegeben, dass wir für Arbeit, welche in der Piratenpartei geleistet wird, Geld zahlen sollten. Wenn du Geld haben willst, dann suche dir bitte einen vernünftigen Job. Parteiarbeit gehört da nicht dazu, jedenfalls nicht, solange du es dir nicht leisten kannst. Piraten halten nur solange zusammen, wie es Erfolg verspricht. Geht es in eine andere Richtung, dann ist jeder austauschbar.

Lieber Johannes, eigentlich wollen wir nur, dass du gehst. Dieses Opfer sind wir unseren Gottheiten von den Medien schuldig, damit diese uns wieder in ein positives Licht dastehen lassen. Nur die Medien sind wichtig, denn die Medien sind unsere Religion und du musst schon verstehen, dass wir jeden Ketzer, der von unseren religiösen Führern fallengelassen wurde, lieber auf dem Opfertisch verbrennen, als das wir uns hinter dem Ketzer stellen und ihn in einer solchen Zeit unterstützen.

Für den Satirevorstand der Macht-Piraten,

Ich

Andere Meinungen:

Hätte man mich diese Frage im letzten Jahr gefragt, hätte ich sie klar mit einen „Nein“ beantwortet. Die sogenannte Kreditaffäre war für mich keine, da das Verhalten von Wulff in diesem Fall nur menschlich war. Wenn ich die Möglichkeit hätte, an einen günstigen Kredit zu kommen, dann würde ich diese auch nutzen. Sicher hat Wulff diesen nur bekommen, weil er Ministerpräsident war und weil Macht eben Geld anzieht. Dennoch ist es ein Privatkredit unter Freunden und das ist nicht verwerflich. Jeder Mensch sucht nach seinem Vorteil, das gilt auch für günstige Kredite.

Auch seine verspätete Aufklärung war für mich noch kein Grund, den Rücktritt von Wulff zu fordern. Wie oben schon erwähnt, war es ein Privatkredit, welchen er noch vor seiner Zeit als Bundespräsident aufgenommen hat. Dass er diesen nicht unbedingt öffentlich machen wollte, kann ich verstehen. Nicht alles gehört an die Öffentlichkeit, auch nicht, wenn man der Bundespräsident ist.

Doch dann machte Wulff einen Fehler, den auch ich nicht mehr akzeptieren kann. Er hat versucht sein Amt als Bundespräsident zu missbrauchen, um einen Artikel in der Bild-Zeitung zu verhindern. Das nennt sich Zensur, und Zensur findet laut Grundgesetz nicht statt.
Der Bundespräsident hat alle seine Handlungen auf unser Grundgesetz abzustimmen, schließlich repräsentiert er unser Land und somit auch unsere Werte. Der Versuch die Medien zu beeinflussen, indem er Drohungen gegen die Medien ausspricht, verstößt gegen diese Werte.

Auch das hätte man ihm noch verzeihen können, hätte er danach einen ehrlichen Schnitt gemacht und die gesamte Wahrheit ans Licht gebracht. Diese Chance hatte er, als er den öffentlich-rechtlichen Sendern ein Interview gegeben hat. Aber auch hier kam er wieder nur mit Halbwahrheiten. Hätte er klar und deutlich gesagt, was er im Telefonanruf gesagt hat und hätte er der Veröffentlichung zugestimmt, dann hätte man einen Schlussstrich ziehen können und dann hätte er als Bundespräsident auch noch eine Zukunft gehabt.
Aber er merkt gar nicht, dass sein Verhalten falsch ist, er merkt nicht, dass er sich nicht an die Werte unseres Grundgesetzes hält und er merkt nicht, dass er seine Glaubwürdigkeit immer mehr verspielt. All das macht ihn untragbar für sein Amt und genau deswegen bin ich inzwischen auch der Meinung, dass Herr Wulff im Amt des Bundespräsidenten nichts mehr zu suchen hat.

Da er sich aber an sein Amt klammert, sollte er wenigstens soviel Courage haben, und nun endlich einen sauberen Abschluss wagen. Er sollte jetzt alles öffentlich machen und er sollte jetzt endlich mit dem Theater aufhören.

Ein guter Bundespräsident wird er nicht mehr werden, aber so kann er wenigstens dafür sorgen, dass langsam wieder ruhe einkehrt und sich die Öffentlichkeit um wichtigere Themen kümmern kann.

Man lernt ja bekanntlich nicht aus, ich auch nicht und in Deutsch haben wir nun mit dem Thema „Medien“ begonnen. Eines dieser Medien ist das Feature. Bis Gestern wusste ich noch nicht mal das ein Feature zu den Medien gehört und heute habe ich mal ein wenig geschaut was ein Feature denn eigentlich ist. Mein Buch „Blickfeld Deutsch“ sagt dazu, dass es sich bei einen Feature um etwas handelt, dass einen Sachverhalt mit publikumswirksamen Mitteln wiedergibt. Bei einen Hörfeature könnten solche Mittel das einspielen von Musik sein, das lesen von Originaltexten, Kommentare, Sachinformationen und und und.

Das Wort kommt aus dem Englischen und Bedeutet „Aufmachung“, genau das soll es wohl auch sein, eine sehr gut aufgearbeitetes Sachthema, wie z.B. die Biographie eines Autors.

Habt ihr schon einmal etwas über das Medium Feature gehört, wenn ja, wie wäre eure Definition davon und wie seid ihr damit in Kontakt gekommen?