Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

Am Sonntag findet der erste Volkslauf in diesem Jahr statt, an welchen ich teilnehme. Ich freue mich schon drauf. Irgendwie fühle ich mich sehr viel besser als im letzten Jahr, obwohl ich im letzten Jahr knapp 20 Kilometer mehr gelaufen bin zu diesem Zeitpunkt. Ich weiß aber, das mein Körper dieses Jahr wieder mehr Spaß am Laufen hat, nicht so wie im Letzten, wo ich auch andauernd krank wurde. Das kann mir zwar immer noch passieren, wir haben ja erst Februar, aber ich habe da so ein Gefühl, dass es nicht passieren wird und das dieses Jahr mein erfolgreichstes Laufjahr wird, welches ich bisher hatte.

Der Wuhletallauftreff ist auch gut angelaufen, obwohl ich derzeit nur mit meinem Laufpartner Bernd laufe. Dennoch sind wir an zwei von drei Terminen dort gelaufen – beim dritten Termin war es einfach zu kalt, sodass wir da nur eine 10-Kilometer-Runde gelaufen sind. Hier geht die Gesundheit vor, auch wenn das Laufen selbst wieder Spaß macht. Der nächste Termin für den Wuhletallauftreff ist übrigens der 19.02.2012. Wenn jemand mitlaufen möchte, einfach hier einen Kommentar hinterlassen. Loslaufen werden wir um 11 Uhr, sollte sich wer anmelden, dann warten wir auch noch kurz.

Durch den Wuhletallauftreff ist mir auch schon die nächste Idee gekommen, denn ich würde gerne mal die Berliner #twitterlauftreff-Läufer treffen. Wie wäre es denn, wenn wir einen Wuhlelauftreff-Termin zum #twitterlauftreff-Termin umfunktionieren, und die Strecke gemeinsam angehen? Derzeit sind die Leute beim #twitterlauftreff für mich nur virtuelle Namen, was ich gerne ändern würde. Ich weiß ja noch nicht einmal, ob überhaupt weitere Berliner dort mit am Start sind, oder ob ich der Einzige bin. Sollte hier Interesse bestehen, könnten wir die Planung auch hier in den Kommentaren anstoßen.

Vor einigen Wochen schrieb ich hier im Blog von meiner Idee, einen Lauftreff auf dem Wuhletalweg zu veranstalten. Inzwischen sind Bernd und ich die Route schon zweimal gelaufen, ohne dass sich allerdings andere daran beteiligt haben. Das ist Schade, liegt aber wahrscheinlich daran, dass ich viel zu wenig Werbung hier dafür gemacht habe ;-).

Kommen wir aber erst mal zu den beiden vergangenen Läufen. An beiden Laufterminen, also am 08.01 und am 22.01.2012 war die Strecke ziemlich nass. Das war aber vorauszusehen, denn vor beiden Terminen hat es ziemlich intensiv geregnet. Glücklicherweise war dies zu den jeweiligen Terminen dann nicht- oder nur ganz kurz der Fall. Auf der Stecke musste man allerdings an einigen Stellen Slalom laufen, da die Pfützen doch ziemlich groß und ziemlich tief waren. An wenigen Stellen konnte man den Pfützen leider nicht ausweichen, sodass man hier auf seine Schuhe vertrauen musste, wenn man keine nassen Füße bekommen wollte. Aber das war kein Hinderungsgrund für Bernd und mich gewesen, sodass wir auch bei beiden Terminen die gesamte Strecke gelaufen sind.
Beim ersten Termin machte ich allerdings knapp 1,5 Kilometer vorm Ziel schlapp, sodass wir nach 15,45 Kilometern den Lauf abbrechen mussten, allerdings waren wir, dank einer Abkürzung, nicht mehr weit vom Zielort entfernt, sodass wir 10 Minuten später schon am S-Bahnhof Ahrensfelde waren und uns dort in die S-Bahn setzen konnten.
Beim zweiten Lauf haben uns dann nur noch 700 Meter bis zum Ziel gefehlt, was bedeutet, dass wir 16,5 Kilometer der Strecke gelaufen sind.
Den ersten Lauf brachten wir in einer Zeit von 1 Stunde, 47 Minuten und 58 Sekunden hinter uns, für den zweiten Lauf brauchten wir 1 Stunde, 48 Minuten und 07 Sekunden. Das bedeutet, dass wir im zweiten Lauf nicht nur die Anzahl der Kilometer erhöht haben, sondern auch die Geschwindigkeit höher war.
Für Fotos war das Wetter aber leider nicht gut genug gewesen, sonst hätte ich hier gerne welche veröffentlicht.

Und der Lauftreff auf dem Wuhletalweg geht natürlich weiter. Wir freuen uns über jeden, der mit uns die Strecke zwischen der Alten Försterei und dem S-Bahnhof Ahrensfelde in angriff nimmt. Die nächsten beiden Termine sind der 05.02.2012 und der 19.02.2012. Startzeit ist 11 Uhr, wobei wir gerne auch noch 10 Minuten warten, wenn ihr mitlaufen wollt. Hinterlasst dazu einfach kurz einen Kommentar, damit wir wissen, ob wir noch auf weitere Läufer warten müssen oder nicht.

Das Jahr 2011 ist ja nun schon seit ein paar Tagen vorbei, und am Ende stand bei mir noch der Silvesterlauf auf dem Programm. Das ist inzwischen zu einer kleinen Tradition bei mir geworden, die ich hoffentlich auch noch die nächsten 40 Jahre aufrecht erhalten kann. Aber jetzt zum Lauf selbst.

Schon als ich aufgestanden bin, hatte ich richtig Lust auf den Silvesterlauf. Das lag größtenteils an dem wunderbare Wetter, was wir am 31.12 hatten. Die Sonne schien, es waren Temperaturen über dem Gefrierpunkt und auch sonst sprach nichts gegen den Lauf. Die Strecke selbst war zwar an einigen Stellen ziemlich schlammig, aber das war kein Problem, was die Waschmaschine später nicht hätte lösen können.

Um kurz nach 13 Uhr ging es dann auf die Strecke. Ich hatte mich im Feld diesmal etwas weiter vorne eingeordnet, damit ich nicht zu viel Zeit und Kraft in die Überholungen investieren musste. Allerdings ging ich etwas übermotiviert in den Lauf, sodass ich den ersten Kilometer in fünf Minuten absolvierte. Wer hier regelmäßig mitliest, weiß, dass mein Trainingszustand derzeit ein solches Tempo nicht wirklich zulässt. Deswegen zwang ich mich dann auch, mein Tempo zu verringern, was mich natürlich erst einmal aus dem Takt brachte. Bei Kilometer vier hatte ich mein richtiges Tempo dann endlich gefunden, welches ich auch bis zum Schluss dann durchlief.

Meinen Laufpartner Bernd sah ich diesmal nur einmal kurz auf der Strecke. Das war kurz vor dem Ende von Runde eins, danach verschwand er irgendwo weit hinter mir. Diese Formeinbrüche hatte ich im Jahr 2011 oft genug, weswegen ich auch weiß, wie wichtig es ist, wenigstens ins Ziel zu kommen. Das gelang ihm auch, sodass auch er einen schönen Jahresabschluss hatte.

Am Ende stand bei mir eine Zeit von 55 Minuten und 19 Sekunden auf der Uhr. Das waren ein paar Sekunden langsamer, als beim Plänterwaldlauf, aber immer noch vollkommen in Ordnung.

 

Das Jahr 2011 im Überblick

 

Insgesamt bin ich im Jahr 2011 985,7 Kilometer gelaufen. Das sind über 400 Kilometer weniger, als im Jahr zuvor, was jedoch durch die vielen Erkältungen zu erklären ist. Für die 985,7 Kilometer habe ich 95 Trainingseinheiten benötigt und ich musste 106:49 Stunden Zeit investieren, um diese Kilometer zu laufen.
Von den 95 Trainingseinheiten waren 13 Volksläufe. Hier habe ich also nicht nachgelassen, im Gegenteil, ich bin sogar bei 3 Wettbewerben mehr angetreten, als im Jahr 2010.

 

Mein Fazit

 

Das Laufjahr 2011 war eher enttäuschend. Ich wollte meine Kilometerleistung eigentlich steigern, was ohne Krankheiten auch möglich gewesen wäre. Außerdem wollte ich einige Wettkämpfe mit einer Zeit unter 50 Minuten beenden, was mir natürlich nicht gelungen ist. Auf der anderen Seite war das Jahr 2011 natürlich kein totaler Ausfall, denn trotz Krankheiten habe ich nicht aufgegeben und bin immer wieder zurück ins Training gekommen. Das motiviert für das Jahr 2012 und einige Ziele habe ich ja auch noch, welche ich erreichen möchte.

Das Jahr neigt sich dem Ende, und somit ist es Zeit, neue Pläne für das neue Jahr zu schmieden. Dieses Jahr war ich etwas unzufrieden mit meinen Laufkilometern. Mit viel Glück erreiche ich die 1.000 Kilometer-Grenze, aber das war es dann auch schon. Das ist leider keine Steigerung gegenüber den letzten Jahren, nein ich bin über 300 Kilometer weniger gelaufen. Das hatte mit Krankheit zu tun, aber auch mit der fehlenden Motivation. Gegen das Erste hilft nur eine gesündere Lebensweise, gegen das Zweite ein Lauftreff. Und genau den möchte ich auch starten!

In Berlin gibt es ja den Wuhletalweg, welchen ich dieses Jahr einmal gelaufen bin. Diesen möchte ich jetzt öfter in mein Trainingsprogramm einbauen, was auch als Vorbereitung auf den BIG 25 dienen soll, aber auch auf den Halbmarathon im Oktober. Deswegen habe ich mir gedacht, ich werde diesen Termin regelmäßig, heißt alle 2 Wochen, in mein Trainingsprogramm aufnehmen und mache daraus einen Lauftreff. Das Ganze ist natürlich vom Wetter abhängig, das heißt, sollte es stark Regnen oder Stürmen, dann würde der Lauftreff nicht stattfinden, darüber würde ich aber hier im Blog natürlich berichten. Auch Volksläufe können sich mit den Terminen überschneiden, aber das würde auch rechtzeitig bekanntgegeben werden.

Starten würden wir am Stadion an der Alten Försterei und das Ende der Strecke wäre dann am S-Bahnhof Ahrensfelde. Insgesamt wären das 17,209-Kilometer und 1297 Höhenmeter wären auf dieser Strecke zu überwinden. Der Wuhletalweg selbst führt an der Wuhle entlang und führt einen die meiste Zeit durch die Natur. Es ist ein schöner Weg, den wir gemeinsam entdecken können. Asphalt, Beton und Naturwege wechseln sich dabei gegenzeitig ab, wobei ich jetzt nicht mehr weiß, was dort am meisten vorkommt.

Ich würde euch gerne alle dazu einladen, diesen Weg regelmäßig mit uns zu laufen. Getränke müsste natürlich jeder selbst mitbringen und eine Fahrkarte (AB), um von Ahrensfelde wieder in die Stadt zu fahren. Als ersten Termin würde ich Sonntag den 08.01.2012 vorschlagen, die Uhrzeit könnten wir in den Kommentaren noch festlegen.
Wer mitlaufen möchte, sollte sich kurz in den Kommentaren melden, damit ich ungefähr weiß, auf wie viele Läufer ich dann am 08.01 warten muss.

Obwohl das mit Bernd jetzt noch nicht abgesprochen ist, lade ich euch herzlichst im Namen des Teams „Rummelsburger See“ ein. Bernd hat mit Sicherheit nichts dagegen 😉 .

Das Ganze können wir dann übrigens auch als Erfahrungsaustausch nutzen. Mich würde nämlich interessieren, was ihr, neben dem Laufen, noch alles als Wettkampfvorbereitung macht. ;-).
Wäre noch das Tempo wichtig. Bernd und ich sind mehr gemütliche Läufer, was bedeutet, dass wir das Tempo nicht höher als 10 KM/H ansetzen wollen, eher noch etwas niedriger. Es ist dennoch jeder eingeladen, da sich auf der Strecke selbst ja dann noch Grüppchen bilden können.

Am Sonntag war wieder Volkslauf-Zeit, um genau zu sein, es war der 70.Plänterwaldlauf. Beim 69.Plänterwaldlauf hatte ich ja einiges zu meckern, das ist diesmal nicht der Fall, denn von der Organisation war alles Perfekt.
Natürlich hat mich das frühe Aufstehen an einem Sonntag genervt, aber für einen Volkslauf muss man das in kauf nehmen, schließlich zwingt mich ja keiner; dort mitzulaufen. Pünktlich um 8 Uhr 30 verließ ich das Haus, damit ich meinen Bus nicht verpasse (was bei anderen Volksläufen durchaus schon vorgekommen ist). Da mit den Verbindungen alles funktionierte, kam ich auch pünktlich zur Startnummern-Ausgabe und hatte dann noch genügend Zeit mich mit meinem Laufpartner Bernd aufzuwärmen. Auch das Wetter war angenehm und so freute ich mich auf den Lauf.

Pünktlich um 7 Minuten nach 10 Uhr startete dann der Lauf. Eigentlich sollte er um 10 Uhr starten, aber der Plänterwaldlauf verschiebt sich eigentlich jedes Mal um 10 Minuten, weswegen das schon mehr als pünktlich war. Der erste Kilometer verlief dann ein wenig zäh, da ziemlich viele Läufer auf der Strecke waren und das überholen etwas länger dauerte. Danach kam ich dann aber in den Lauf, und war auf den folgenden Kilometern von meinem Tempo so ziemlich überrascht. Nach ungefähr 3 Kilometern nahm ich dann das erste Mal ein wenig Tempo raus, da ich meiner Meinung nach ein wenig zu schnell war. Als ich nach vier Kilometern dann aber meinen Laufpartner hinter mir sah, entschied ich mich wieder Tempo zu machen, denn all zu einfach wollte ich Bernd diesmal nicht an mir vorbeilassen. So kam ich wieder zum alten Tempo zurück, welches ich bis Kilometer neun auch aufrecht erhielt. Da ich hier sehen konnte, dass Bernd weit genug von mir entfernt war, nahm ich für den letzten Kilometer noch einmal das Tempo ein wenig raus, da ich Angst hatte, auf den letzten Metern doch noch schlapp zu machen. Im Ziel merkte ich allerdings schnell, dass ich nicht an meine Leistungsgrenze gegangen bin, und durchaus noch 2 Minuten hätte schneller sein können. Allerdings habe ich mich nicht darüber geärgert, denn ich hatte für den Lauf nur eine Zeit von 59:xx Minuten eingeplant. Gelaufen bin ich am Ende eine Zeit von 54:54, was, wenn man den ersten Lauf in diesem Jahr herausnimmt, meine beste Zeit in diesem Jahr war.

Jetzt steht noch der Silvesterlauf auf dem Programm und dann ist das Laufjahr 2011 abgeschlossen. Demnächst werde ich hier dann noch einen Jahresrückblick schreiben, aber ich kann jetzt schon sagen, 2011 war nicht mein Laufjahr.

Urkunde Herbstwaldlauf

Urkunde Herbstwaldlauf

Dieses Jahr bin ich ja einige neue Volksläufe gelaufen, dazugehört auch der Herbstwaldlauf in Hermsdorf. Dieser fand am 27.11.2011 statt und führte, so wie der Name es schon sagt, durch einen Wald, genau genommen durch den Tegeler Forst. Entdeckt hatte ich ihn erst vor ein paar Wochen und daraufhin hatte ich meinen Laufpartner Bernd angeschrieben, ob wir bei diesem Lauf nicht auch noch mitmachen wollen. Ein paar Tage später war er dann auch schon angemeldet und, weil ich es noch nicht getan hatte, ich auch.
Dass ich dann, in der Woche vor dem Lauf, Probleme mit meinem Rücken bekomme, konnte keiner voraussehen, aber diese Rückenprobleme haben mich nicht davon abgehalten, am Lauf teilzunehmen. Was anderes wäre es vielleicht gewesen, wenn ich die Strecke vorher schon gekannt hätte, denn für eine geschwächte Rückenmuskulatur war dieser Lauf nicht ausgelegt, aber dazu später mehr.

Der Sonntag begann für mich schon kurz vor sieben, denn um 8:07 Uhr musste ich schon in der S-Bahn sitzen, damit Bernd und ich es pünktlich zum Lauf schafften. So hatte ich eine Stunde Zeit um mich fertigzumachen, Tee zu trinken und etwas zu essen ;-). Pünktlich, eine Bahn früher als geplant, saß ich dann auch in der S-Bahn, die ich zum Glück auch nicht mehr verlassen musste, da mein Laufpartner auch schon auf dem Bahnhof stand und er somit auch gleich in die S-Bahn einsteigen konnte. Um kurz vor neun kamen wir dann am S-Bahnhof Hermsdorf an, von wo aus wir dann noch 15 Minuten bis zur Strecke brauchten.
Das Wetter war angenehm, zwar nicht mehr warm, aber auch nicht wirklich kalt. Auch vom Regen blieben wir verschont, sodass der Waldboden nicht aufgeweicht oder schlammig war. Ideale Bedingungen also, um zu laufen.
Pünktlich um 10 Uhr ging es dann auch auf die Strecke, wobei schnell klar wurde, dass es kein einfacher Lauf wird, da die Strecke ständig auf und ab ging. Ein wenig hatte ich damit gerechnet, denn ich bin schon einmal durch einen Wald gelaufen, der auch nicht wirklich eben war ;-). Allerdings habe ich diese Strecke dann doch ein wenig unterschätzt, was sich im späteren Verlauf des Rennens auch noch zeigen sollte. Die ersten Kilometer konnte ich allerdings noch sehr gut mit meinem Laufpartner mithalten, allerdings wusste ich bis hier noch nicht, dass noch eine „Bergwertung“ auf mich zukommt. Diese kündigte sich mit einem Smiley an und endete auch mit einem Smiley – der Veranstalter wusste schon warum ;-). Für meinen Rücken war das allerdings tödlich, denn danach meldete sich meine schwache Rückenmuskulatur wieder, was sich auch auf den Rest des Rennens auswirkte. Mit Bernd hätte ich allerdings auch ohne Rückenprobleme nicht mithalten können, denn dieses Streckenprofil war dann doch zu viel für mich.
Aufgeben kam aber nicht in Frage, auch wenn ich an jeden neuen Anstieg nach Motivation suchen musste. Irgendwo habe ich die auch immer gefunden, dennoch wurde ich von Anstieg zu Anstieg langsamer und so zogen die meisten Läufer auch an mir vorbei.
Am Ende kam ich dann mit einer Zeit von 1 Stunde, 11 Minuten und 58 Sekunden ins Ziel. So erschöpft, wie nach diesen 11 Kilometern, war ich nicht einmal beim Halbmarathon. Bernd hingegen sah aus, als ob er die Runde gleich noch einmal laufen möchte, allerdings war er auch schon sechs Minuten vor mir im Ziel.

Als Fazit bleibt, dass es ein wirklich schöner Lauf war. Die Strecke verlief tatsächlich die gesamte Zeit im Wald und auch zu großen Teilen auf Waldboden. Die Strecke war wirklich super markiert, sodass man sich nicht verlaufen konnte und Platz war auch genügend da. Was mich ein wenig gewundert hat, war die Tatsache, dass es unterwegs keine Trinkstelle gab, aber das ist bei 11 Kilometern ja auch nicht unbedingt nötig. Mir hat der Lauf jedenfalls gefallen und nächstes Jahr bin ich sicher wieder mit am Start.

Am Sonntag den 06.11.2011 habe ich am Herbstlauf in Hohen Neuendorf teilgenommen. Ich hatte mich am Sonntag davor spontan für den Lauf angemeldet, weil ich noch gute Erinnerungen aus dem Vorjahr daran hatte und ich dieses Jahr doch noch den ein oder anderen Volkslauf laufen möchte ;-). Hohe Erwartungen hatte ich jedoch nicht an diesen Lauf, denn direkt nach dem Halbmarathon hat mich (erneut) eine fiese Erkältung gepackt. Ich konnte erneut zwei Wochen nicht trainieren, was bedeutet, dass ich erst am Dienstag der letzten Woche wieder ins Training eingestiegen bin. Ich hatte vor dem Lauf also gerade einmal zwei Trainingseinheiten. Die Erste hatte ich nach 6 Kilometern beendet, beim zweiten Lauftraining konnte ich dann aber wieder die vollen 10,5 Kilometer laufen. Somit war das Ziel einfach nur ins Ziel zu kommen.

Der Sonntag wartete dann auch mit wirklich schönen Laufwetter auf mich. Die Sonne schien, die Temperaturen waren in Ordnung, sodass ich sogar kurzärmlig am Lauf teilnehmen konnte und auch die Streckenbedingungen waren optimal. Das Einzige, was wieder genervt hat, war die Berliner S-Bahn, die es immer noch nicht schafft, einen vernünftigen Betrieb zu garantieren.

Beim Start sortierte ich mich ziemlich weit hinten ein, was anscheinend etwas zu weit hinten war, denn kurz nach dem Start musste ich an ein paar Walkern vorbei. Danach lief es für meine Verhältnisse gut, wobei ich jedoch die ersten vier Kilometer brauchte, um wirklich warm zu werden. Bei Kilometer vier hatte ich kurzzeitig sogar das Gefühl das Rennen vorzeitig beenden zu müssen. Das Gefühl konnte ich aber ziemlich schnell abhängen – danach konnte ich den Lauf dann wirklich genießen, ich hatte endlich wieder das Gefühl, welches einen Volkslauf erst so richtig schön macht. Dieses Gefühl hielt dann auch die letzten 6 Kilometer an, sodass ich während der letzten Kilometer auch nicht mehr ans Aufgeben denken musste.
Nach 10,6 Kilometern kam ich dann glücklich und mit einer Zeit von 1 Stunde, 3 Minuten und 13 Sekunden ins Ziel, was einen Schnitt von knapp 10KM/H bedeutete.

Am 16.10.2011 fand der Müggelsee-Halbmarathon bereits zum fünften Mal statt – für mich war es die dritte Teilnahme an diesen Lauf. Aufgrund der schlechten Vorbereitung in diesem Jahr habe ich mir nicht wirklich viel vorgenommen. Ich habe noch nicht einmal die 800 Lauf-Kilometer vollgemacht in diesem Jahr, dementsprechend fehlen mir natürlich auch die langen Trainingseinheiten über 20 Kilometer und mehr. Deswegen habe ich mir auch nur eine Zeit um die 2 Stunden und 30 Minuten vorgenommen und war am Ende dann doch enttäuscht, obwohl ich die Zeit unterboten habe.

Das Wetter war dieses Jahr wundervoll, die Sonne schien, es war aber nicht zu warm und mit der richtigen Kleidung natürlich auch nicht zu kalt. Das gab noch zusätzliche Motivation für den Lauf, den ich unbedingt beenden wollte, nachdem ich schon die BIG25 in diesem Jahr abbrechen musste. Leider hatte ich aber meine Trinkflaschen vergessen, die ich zu Hause schon extra vorbereitet hatte, sodass ich mich auf die Getränkeausgabe verlassen musste, was ich nicht wirklich gern mache.
Die ersten Kilometer des Laufes liefen dann besser als gedacht. Ich konnte einen Schnitt von 6 Minuten pro Kilometer laufen, was mehr war, als ich mir vorgenommen hatte. Das gelang mir bis Kilometer 10, wobei ich bis hierher auch noch schneller hätte laufen können. Doch irgendwo zwischen Kilometer 10 und 11 muss ich dann falsch mit dem Fuß aufgekommen sein, auf jeden Fall hatte ich dann wieder Schmerzen im Oberschenkel (was mir beim Plänterwaldlauf ja schon passiert war). Davon wollte ich mich nicht einbremsen lassen, was mir bis Kilometer 14 auch ganz gut gelang. Bis hierhin hatte ich schon ungefähr 6 Minuten Vorsprung auf meinen Laufpartner Bernd herausgeholt.
Dann musste ich allerdings das Tempo rausnehmen und zwischendurch musste ich immer mal wieder gehen, weil Laufen einfach unmöglich war. Am Anfang hatte ich noch die Hoffnung, dass mich Bernd schnell einholt und ich mich dann an ihn ranhängen kann, leider war das nicht der Fall, sodass ich mich selbst irgendwie durchquälen musste. Das tat ich dann auch, wobei die Gehpausen immer länger wurden und die Laufphasen immer kürzer.
Bei Kilometer 18 (kurz danach) überholte mich Bernd dann. Hier konnte ich mich dann aber nicht mehr an ihn ranhängen, sodass ich ihn ziehen lassen musste. Mit einer Zeit von 2 Stunden 20 Minuten und 8 Sekunden kam ich dann aber auch noch ins Ziel und bin damit noch nicht einmal letzter geworden. Jedoch hat mich Bernd wieder geschlagen, da ist auch egal, ob ich eine Verletzung hatte oder nicht, er war vor mir und das ist es, was am Ende zählt.

Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass ich durchaus eine Zeit um die 2 Stunden und 8 Minuten hätte laufen können, wenn das mit dem Oberschenkel nicht gewesen wäre. Und ich habe mir auch etwas mitgenommen vom Halbmarathon, eine Erkältung, die mich jetzt schon wieder eine Woche lang quält – ich hatte ja dieses Jahr noch nicht genügend Erkältungen.

Vor einigen Jahren habe ich mal einen Bericht über einen Fahrradfahrer gesehen, der sich auf die Tour de France vorbereitet hat. In diesem ging es ausnahmsweise mal nicht ums Doping, sondern um das Trainingsprogramm. Ein Punkt ist dabei bei mir hängengeblieben und zwar, dass der Radfahrer vor dem Frühstück das erste Training absolviert. Damit möchte er die Fettverbrennung anheizen, bevor er sein Frühstück zu sich nimmt, damit die Figur gehalten wird.
Mir ist das deswegen noch so bewusst, weil ich mich überlegt hatte, dass dies ja auch etwas für mich sein könnte. Immerhin habe ich Probleme mit meinem Gewicht, und wenn ich das halten kann, indem ich vor dem Frühstück mein Lauftraining absolviere, dann ist das doch eigentlich gar keine so große Umstellung.
Wirklich informiert habe ich mich dann nicht mehr über dieses Thema, denn meine Motivation direkt nach dem Aufstehen Laufen zu gehen, und dabei nicht einmal etwas im Magen zu haben, war nicht gerade groß. Deswegen habe ich es bisher auch nie gemacht, auch wenn ich natürlich gedacht habe, dass dies positiv wär.

Seit einigen Tagen bin ich nun aber etwas schlauer. Die eigentliche Idee hinter dem Laufen vor dem Frühstück ist, dass die Kohlehydratspeicher noch leer sind und somit der Körper vermehrt auf die Fette zugreift, um diese zu verbrennen. Allerdings scheint hier ein Fehlglaube vorzuliegen, denn es werden zwar in der Nacht Kohlenhydrate abgebaut, aber nicht unbedingt die aus den Muskeln, sonder es werden die Speicher in der Leber abgegriffen. Somit sind die Kohlehydrat-Speicher in den Muskeln am Morgen immer noch sehr gut gefüllt. Hinzu kommt noch der niedrige Blutzuckerspiegel, der durch den Sport noch weiter abgesenkt wird. Hierdurch wird der Körper angeregt, körpereigenes Eiweiß abzubauen – was nicht wirklich positiv für die Muskeln und die Gesundheit ist.

Für mich bedeutet das, dass ich bisher alles richtig gemacht habe. Erst einmal muss etwas in den Magen, das muss dann verdaut werden und dann kann man sein Lauftraining beginnen. Aber Vorsicht, lasst dem Magen Zeit zur Verdauung, denn währende dieser Zeit ist das meiste Blut im Bereich des Magens zu finden, was natürlich auch nicht gerade förderlich für das Laufen ist.

Der Laufmonat September war wieder seht enttäuschend für mich. Gerade einmal 69 Kilometer sind zusammen gekommen, was bei einer angestrebten Distanz von 110 Kilometern natürlich sehr schwach ist. Derzeit fehlt die Motivation, hinzu kommen die kleinen Wehwehchen, die mich des öfteren davon abhalten, überhaupt ins Lauftraining zu starten.

Eine Konstante war dabei der Dienstag, denn an allen vier Dienstagen bin ich im September gelaufen. Der Donnerstag hingegen wurde nur einmal zum Lauftraining genutzt, genauso wie der Sonntag. Dafür bin ich aber auch zweimal am Samstag gelaufen, sodass insgesamt acht Laufeinheiten zustande gekommen sind. Das ist nicht viel und es sind mindestens 3 zu wenig. Hinzu kommt, dass ich zwei Trainingseinheiten abbrechen musste, sodass hier auch Kilometer verloren gegangen sind.
So einen Monat darf ich mir dieses Jahr nicht mehr leisten, denn dann schaffe ich es nicht einmal die 1.000 Kilometer-Grenze in diesem Jahr zu knacken.
Um das zu verhindern, werde ich jetzt mal wieder einen Wettbewerb auf 1-2-sports.com eröffnen. In diesem sollen bis zum 24.12 möglichst viele Kilometer gelaufen werden, was, wenn man ein paar Herausforderer hat, meist leichter läuft, als wenn man nur gegen seinen eigenen Schweinehund läuft. Natürlich kann auch jeder mitmachen, der mitmachen will – einzige Voraussetzung ist, dass ihr euch bei 1-2-sports.com anmeldet. Zu gewinnen gibt es nichts – die Fitness sollte Ansporn genug sein 😉 .