Svens kleiner Blog

Das Abitur ist geschafft, weiter gehts…..

Nazis keinen Raum geben

Nazis keinen Raum geben

Ich finde es ja schön, dass viele Deutsche etwas gegen den Rechtsextremismus machen wollen, aber die Aufkleber, die man überall findet, nerven doch langsam. Wenn ich zum Beispiel lese: „Es reicht! Nazis keinen Raum geben.“, dann Frage ich mich schon, was das für eine Lösung sein soll. Wenn man ein Problem aus dem öffentlichen Raum drängt, ist es noch lange nicht behoben. Die Nazis hören nicht auf Nazis zu sein, nur weil man sie in der Öffentlichkeit nicht mehr wahrnimmt. Es sind immer noch Nazis, auch wenn sie ihre Versammlungen in einer Privatwohnung organisieren.
Die Gesinnung dieser Menschen, die Meinungen, die kann man nur ändern, indem man mit diesen Menschen diskutiert. Es mag nicht leicht sein, aber man muss ihnen zeigen, nein, man muss ihnen Beweisen, dass ihre Meinungen und ihre Ansichten falsch sind.

Und man muss früher anfangen! Warum gibt man Nazis die Möglichkeit, dass sie Hauptschüler ansprechen, und diese von ihrer Gesinnung überzeugen? Es müssen Angebote geschaffen werden, die so etwas verhindern. Den Schülern müssen Chancen aufgezeigt werden, es müssen Freizeitangebote geschaffen werden, welche sie auch in Anspruch nehmen können, wenn sie kein Geld haben. Sie müssen kostenlos qualifizierte Nachhilfe bekommen, damit sie in der Schule die Chancen haben, einen Abschluss zu machen und generell müssen diese Schüler mehr ins soziale Leben integriert werden. Jemand, der überall ausgeschlossen ist, der sucht eben dort seinen Halt, wo er aufgenommen wird. Wenn er es sich zum Beispiel nicht leisten kann, mit Freunden ins Kino zu gehen, dann sucht er sich eben Freunde, bei denen er kein Geld braucht, die ihm helfen, auch ohne Geld am sozialen Leben teilnehmen zu können. Er sucht sich Freunde, die ihn nicht danach beurteilen, welche Klamottenmarke er anhat und diesen Halt findet er eben meist im rechten Milieu.

Das sind alles Gründe, warum sich diese Schüler den Nazis anschließen. Dort haben sie ihre soziale Heimat, dort bekommen sie die Möglichkeit, auch ohne Geld ihre Freizeit zu gestalten und dort finden sie Freunde, die sie nicht an den Rand der Gesellschaft schieben.

Nazis keinen Raum zu geben, bedeutet, dass man diese Menschen noch mehr an den Rand der Gesellschaft schiebt. Der Zusammenhalt wird dadurch noch stärker und nicht schwächer, was nötig wäre, damit diese Menschen aus dem Milieu rauskommen.

Es sollte endlich mal ein Umdenken geben. Es muss verhindert werden, dass Jugendliche und junge Erwachsene überhaupt in dieses Milieu abrutschen, es muss ihnen ein sozialer Halt gegeben werden. Gebt den Jugendliche kostenlose Jugendclubs, in denen sie ihre Freizeit verbringen können. Gebt ihnen den Raum und die Möglichkeit Lerngruppen zu bilden, damit sie gemeinsam ihre Zukunft gestalten können und damit sie sehen, dass sie in der Gesellschaft willkommen sind. Das gilt übrigens nicht nur für den Rechtsextremismus, sondern auch für Jugendliche, die in andere kriminelle Milieus abrutschen.

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Einige von euch werden es sicher mitbekommen haben, Frau Zenzursula plant mal wieder ein neues Gesetz. Diesmal sind die Selbstständigen in ihren Blickwinkel geraten, die ab Mitte 2013, wenn unsere Ministerin damit durchkommt, eine Pflichtrentenversicherung zahlen müssen. Generell habe ich dagegen nichts einzuwenden, aber gegen den Entwurf von dieser Frau schon.
Ich hatte schon einige Diskussionen mit meinem Bruder darüber, und grundsätzlich stimmen wir auch in unseren Aussagen überein, aber es gibt halt einige Punkte, die mir nicht schmecken. Am Ende der Laufzeit soll nämlich dann die Grundsicherung als Rente herauskommen, was derzeit ungefähr 700 Euro sind. Es soll am Ende also eine GARANTIERTE Rente von knapp 700, – Euro gezahlt werden und um diese zu erreichen müsste ich ungefähr 350,- Euro im Monat einzahlen. Mein Bruder sprach hier immer von 50-100,- Euro, aber diese Summe stimmt nicht. Ich habe das Ganze auf verschiedenen Versicherungsportalen durchgerechnet, und zwar mit einer garantierten Rente von 700,- Euro. Was mein Bruder meint, ist eine „mögliche“ Rente, die aber auch nur zusammenkommt, wenn wirklich alles stimmt. Diese Rente ist allerdings nicht garantiert und das ist der Knackpunkt. 100,- Euro würden also bei weitem nicht ausreichen, um diese garantierte Rente zu erhalten, die aber unsere Ministerin gerne haben möchte.
Wenn diese Ministerin der CDU also mit ihrem Gesetz durchkommt, würde auf fast jeden Selbstständigen ein zusätzlicher Fixbetrag von 400,- bis 450,- Euro zukommen, der erst einmal verdient werden muss. Es besteht zwar immer noch die Wahl, ob sich der Selbstständige privat Rentenversichert, oder ob er in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, doch betrachtet man das Ganze bis zum Ende, dann bleibt eigentlich nur die gesetzliche Rentenversicherung übrig. Dazu aber später mehr.

Viele Selbstständige werden ihre Selbstständigkeit aufgeben müssen

 

Wenn man jetzt einmal von den 400,- Euro Pflichtbeitrag ausgeht, bedeutet das am Ende, dass der Selbstständige einen Betrag von ungefähr 600,- Euro erwirtschaften muss, um die gesamten Pflichtbeiträge zu bezahlen (ohne IHK oder andere Berufsgenossenschaft). 600,- Euro deswegen, weil ja auch noch eine Krankenversicherungspflicht besteht. Bei Frauen ist dieser Betrag übrigens höher, da der Krankenversicherungsbeitrag bei Frauen höher ist, als bei Männern.
Wenn jemand also derzeit knapp 1.000,- Euro verdient, oder sagen wir 1.200,- Euro, kann er derzeit sein Leben zwar selbstständig finanzieren, sobald dieses Gesetz aber in Kraft tritt, wird er mit dem Geld, welches er am Ende noch überhat, nicht mehr Leben können. Für einen großen Teil wird das dazu führen, dass er seine Existenz aufgeben muss und ins Hartz4 rutscht. Ich weiß nicht, ob dass das Ziel von dieser CDU-Ministerin sein kann.
Ich habe zwar keine Zahlen, aber ich bin mir sicher, dass es viele Selbstständige gibt, die gerade so über dieses Einkommen verfügen können. Sicher sollte man sich dann überlegen, ob sich die Selbstständigkeit überhaupt lohnt, aber es ist immer noch besser, als wenn man von Hartz4 abhängig ist. Und nein, man kann 600,- Euro nicht in die Unternehmensplanung einplanen, das sind immerhin 7.200,- Euro im Jahr – das muss man sich einfach bewusstmachen.

Staffelung wie bei Arbeitnehmern

 

Dieser Fixbetrag kann es einfach nicht sein, viel mehr sollte es eine Staffelung geben, wie es sie bei Arbeitnehmern gibt. Jemand der wenig verdient, muss weniger in das Rentensystem einzahlen, als jemand, der viel verdient. Wo ein solcher Fixbetrag hinführt, dass sehen wir doch schon bei der Krankenversicherung, die sich viele Selbstständige schon nicht mehr leisten können.
Eine Staffelung hingegen wäre die richtige Lösung. Wenn jemand 1.000,- Euro verdient, dann kann er sich 50,- Euro Beitrag sicher leisten, aber keine 400,- Euro. Das sollte auch dieser CDU-Ministerin klar sein, die bis jetzt noch kein vernünftiges Gesetz auf die Reihe bekommen hat.

Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung und nicht in die Private

 

Am Ende glaube ich eh, dass es wieder ein Gesetzesentwurf der Versicherungslobby ist. Aber wenn man sich das Ganze genau überlegt, dann bleibt nur die gesetzliche Rentenversicherung als Option. Wenn man nämlich seine Beiträge in die private Rentenversicherung nicht mehr zahlen kann, geht meist ein sehr großer Teil der eingezahlten Prämien verloren. Man kann sogar sagen, dass die Prämien der ersten fünf Jahre verloren gehen. Das sind immerhin 4.800,- Euro im Jahr.
Dieses Geld ist weg und dient eben nicht mehr zur Altersvorsorge. Und wenn wir ehrlich sind, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass wir die private Rentenversicherung nicht mehr bedienen können, sehr hoch, wenn der Beitrag 400,- Euro pro Monat beträgt.
Bleibt also nur das gesetzliche Rentensystem, denn hier gehen die Beiträge nicht verloren, auch wenn die Selbstständigkeit irgendwann aufgegeben werden muss.

Der Gesetzentwurf muss dringend überarbeitet werden

 

Als Fazit bleibt, dass der Gesetzentwurf noch viele Änderungen bedarf. Eine Versicherungspflicht für Selbstständige ist durchaus positiv zu betrachten, damit man im Alter eine Grundabsicherung hat, aber die Beiträge dürfen nicht Fix sein, sondern sie müssen nach der Höhe des Einkommens gestaffelt werden. Jemand der 1.000,- Euro verdient, kann sich keinen Pflichtbeitrag von 400,- Euro leisten, aber ein Betrag von 50,- Euro ist mit Sicherheit machbar.

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Ich bin böse...

Ich bin böse...

Um es kurz zu machen, eigentlich möchte ich damit nur auf den Artikel von Anne Schuessler hinweisen, der mir Gestern auf Google+ über den Weg gelaufen ist. Geht also hin und lest, warum die Anna die Böse ist.

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BIG25 Berlin

BIG25 Berlin

Und dann kam der Tunnel auf mich zu, die 24 Kilometer, die bereits hinter mir lagen, waren vergessen. Gänsehaut am ganzen Körper, kälte, wärme ein unterdrücktes Lachen und viel Freude. Der Tunnel lag dunkel vor mir, noch knapp 700 Meter waren es, bis zur Ziellinie – jetzt nur nicht schlappmachen. Dann in den Tunnel hinein, Trommler in der Ecke, Scheinwerfer, die einem den Weg weißen und dann Licht und das große Stadion, in welchem das Ziel liegt. Einlauf, knapp 300 Meter noch bis zum Ziel, eine dreiviertel Stadionrunde noch und dann ist es vorbei, die 25 Kilometer sind Geschichte, das Ziel ist und zwar 3 Stunden, 30 Minuten und 34 Sekunden nach dem Start.

Es ist Sonntag kurz nach 8 Uhr am Morgen. Ich schließe die Tür meiner Wohnungstür und begebe mich zur S-Bahn. Knapp eine Stunde später komme ich am Olympiastadion an und mit mir eine ganze Menge anderer Läufer, die am BIG25 teilnehmen. Für mich ist es der zweite Start bei diesem Lauf. Vor einem Jahr stand ich schon mal hier, habe schon einmal meinen Kleiderbeutel abgegeben und mich in meinen Startblock gestellt und bin pünktlich um 10 Uhr auf die Strecke gegangen. Im letzten Jahr musste ich aber nach knapp 10 Kilometern aufgeben, da ich die Wochen vor dem Wettkampf krank gewesen bin.

Dieses Jahr lief die Vorbereitung optimal. Kein Trainingsausfall wegen Krankheit, keine Verletzung und auch sonst keine Ausreden. Kurz vor dem Start meldet sich dann doch noch mal kurz mein Knie, aber nur kurz, das letzte Mal an diesem Tag und dann ging es los, pünktlich um 10 Uhr ging es auf die Strecke. Die Temperaturen waren in Ordnung, weit unter denen, die in der Woche zuvor aufgetreten sind – noch ein Faktor, der mich im letzten Jahr verzweifeln lassen hat.

Ganz langsam ging ich die ersten Kilometer an und dennoch überholte ich andauernd irgendwelche Läufer, die den Lauf wohl noch langsamer angingen als ich. Nach 3 Kilometern, für die ich knapp 19 Minuten gebraucht habe, steigerte ich dann das Tempo, es lief super, keine Schmerzen, keine Erschöpfung und so lief und lief ich. Kurz vor dem Brandenburger Tor überholte ich den Tempomacher für eine Zeit von 2 Stunden und 30 Minuten. Kurz überlegte ich, ob ich zu schnell bin, doch schnell ließ ich diesen Gedanken wieder fallen, denn ich fühlte mich super. Und so lief ich weiter, vorbei an der 10-Kilometermarke, auch vorbei an der 15-Kilometermarke. Das Ziel kam immer näher und meine Beine fühlten sich immer noch super an, immer noch überholte ich Läufer, die vor mir liefen und ich hielt auch weiterhin mein Tempo. Natürlich überholten mich inzwischen auch Läufer, aber das war mir egal, nur nicht überdrehen jetzt, nicht zu schnell Laufen, noch waren 10 Kilometer vor mir. Dann die 20-Kilometermarke, vorbei und auch vorbei am Versorgungspunkt, wie an den anderen davor auch schon.
Dann der erste Höhepunkt, die Halbmarathon-Wertung. Hier lief ich nach 2 Stunden und 6 Minuten durch. Nicht meine schnellste Wertung bei einem Halbmarathon, aber ich hatte ja auch noch knapp 4 Kilometer vor mir. Vor mir ein kleiner Hügel, der würde noch einmal Zeit kosten, aber kein Problem, hatte ich eh nur mit einer Zielzeit von 3 Stunden gerechnet. Natürlich war mir hier schon klar, dass ich keine 50 Minuten mehr brauchen würde, maximal noch 30, wenn die Kräfte jetzt nachlassen würden.
Dann ging es wieder auf den Olympischen Platz vor dem Olympiastadion zu. Das Ziel kam wieder in Sichtweise und doch waren es noch über 2 Kilometer bis zum Zieleinlauf. Langsam merkte ich auch die Beine, aber jetzt war beißen angesagt. 2 Kilometer vor dem Schluss macht man nicht mehr schlapp, da Läuft man bis zum bitteren Ende.
Weiter ging es um das Olympiastadion herum. Der Weg führte zum Personaleingang und vom Personaleingang dann zum Tunnel. Dieser führte wiederum ins Stadion und dort war ja das Ziel.

Die Rechnung aus dem Vorjahr war damit beglichen, die 25 Kilometer bewältigt und die Finisher-Medaille hing um meinem Hals.

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Hier mal ein älteres Gedicht von mir. Tonqualität ist nicht so gut, aber ich suche noch nach einem Programm für Linux, mit dem ich die Tonspur bearbeiten kann und mit dem ich das Rauschen heraus Filtern kann. Freue mich aber über eure Bewertungen und schreibt mir in den Kommentaren, ob ich solche Videos öfter erstellen soll. Jetzt gehts aber los ;-) :

 

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Nein, nicht weil Parteien an sich etwas Schlechtes sind, sondern weil aus Parteien etwas geworden ist, was sich gegen unsere Demokratie stellt. Gesetze müssen sich heute keine Mehrheiten mehr suchen, sondern es werden Gesetze für Mehrheiten gemacht – viele Politiker kennen sich nicht einmal mit den Gesetzen aus, die sie fünf Minuten vorher verabschiedet haben. So sieht Demokratie nicht aus, so funktioniert Diktatur und das ist etwas, was wir doch eigentlich gar nicht haben wollen.

Lobbyisten schreiben Gesetze für ihre Lobby, nicht für die Bevölkerung!

 

Das ganze Problem fängt doch schon bei der Entstehung neuer Gesetze an. Es heißt zwar immer, dass man externe Experten benötigt, um die Gesetze zu schreiben. Aber wer sind denn diese externen Experten? Meist sind es Mitarbeiter bestimmter Unternehmen, die sich ihre Gesetze natürlich so gestalten, dass es für ihre Unternehmen am besten ist – nicht so, dass es für die Bevölkerung das Beste ist. Es spricht zwar nichts dagegen, sich Experten ins Boot zu holen, aber diese müssen eben unabhängig sein und am Ende darf das Gesetz auch nicht allein von diesen Experten geschrieben wurden sein, sondern die Partei muss das letzte Wort haben. Das bedeutet für mich, dass alle Parteimitglieder die Möglichkeit haben, sich mit dem Gesetze auseinanderzusetzen und notfalls auch noch Änderungen mit einzubringen, über die am Ende auch abgestimmt wird. Im weiteren Verlauf, bevor das Gesetz überhaupt in irgendeinen Senat zur Abstimmung kommt, muss sich das Gesetz dann auch noch eine Mehrheit in der Partei suchen. Das dauert etwas länger, garantiert aber, dass Gesetze gut werden und das die Interessen vieler berücksichtigt werden.

Es würde übrigens auch ein zweites Problem gelöst, denn wenn der Bürger merkt, dass er an den Gesetzen mitarbeiten kann und seine Interessen gehört werden, dann wird dieser Bürger auch wieder in eine Partei eintreten und er wird sich wieder für die Politik interessieren.

Fraktionszwang – ein Übel, das es zu beseitigen gilt.

 

Ein weiterer Grund, warum Parteien derzeit gegen die Demokratie arbeiten, ist der Fraktionszwang. Diesen gibt es offiziell natürlich nicht, denn er würde gegen geltendes Recht verstoßen, aber er wird dennoch praktiziert. Gäbe es diesen Fraktionszwang nicht, könnte wirklich jeder Abgeordnete so stimmen, wie er es gerne würde, würden sich Gesetze wieder Mehrheiten suchen müssen. Das würde übrigens auch dazu führen, dass sich die einzelnen Abgeordneten wieder mit den Gesetzen beschäftigen, bevor sie diese durchwinken. Außerdem würden die Gesetze auch hier wieder ein Stück an die Basis rücken, denn jeder Abgeordnete muss sich mit seinem Kreis, in welchen er aufgestellt wurde, absprechen und notfalls deren demokratische Entscheidung tragen. Gesetze würden also auch hier noch einmal in den zuständigen Kreisen besprochen, und würden hier zusätzlich noch einer Prüfung unterzogen. Dann können immer noch doofe Gesetze entstehen, aber sie werden besser sein als die Gesetze, die derzeit entstehen.

Es müssen sich derzeit viele Dinge ändern, damit man sich weiterhin Demokratie nennen darf. Derzeit läuft alles auf eine Parteien-Diktatur hinaus. Sicher gibt es regelmäßig Wahlen und sicher werden hier auch immer mal andere Parteien in die Regierung gewählt, aber leider ändert sich dann hinter den Kulissen nicht viel. Die Experten bleiben meist dieselben und diese Experten schreiben auch die gleichen Gesetze. Ob sie diese nun für die SPD, die CDU/CSU oder für die FDP schreiben, ist denen relativ egal.

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Ich weiß, mit dieser Frage setzt sich keiner gerne auseinander, führt es doch unsere eigene Sterblichkeit vor die Augen. Doch wenn man einmal nicht nur an der Oberfläche kratzt, sondern sich ein wenig tiefer mit dieser Frage beschäftigt, dann könnte das uns den Sinn des Lebens etwas näher bringen. Und ich meine wirklich nur näher, denn ergründen werden wir den Sinn nie, jedenfalls nicht, solange wir leben.

Doch warum sterben wir? Würden wir ewig Leben, dann wäre doch vieles sehr viel einfacher. Wir müssten uns zum Beispiel keine Sorgen machen, dass wir Zeit verschwenden – wir bräuchten also auch niemanden erklären, warum wir wieder eine Nacht durchgespielt haben. Zeit wäre dann unwichtig, denn wer nicht stirbt, braucht sich keine Gedanken um die Zeit zu machen.
Wir würden wahrscheinlich auch nicht nach dem Sinn des Lebens suchen, denn das ist eine Erscheinung, die durch die Endlichkeit unseres Lebens ausgelöst wird.

Auf der anderen Seite muss einem aber auch klar sein, dass wir uns nicht vermehren würden. Oder einfach nach einer gewissen Zeit nicht mehr dürften, weil die Erde sonst überbevölkert wäre. Da wir nicht sterben, muss auch keiner ersetzt werden. Es müsste also keinen Neuanfang geben, was die Geburt eines Kindes ja nun einmal ist. Das würde dann wohl auch bedeuten, dass alte Strukturen ewig erhalten bleiben würden, da es keine neuen Impulse geben würde, diese zu ändern.
Dann wäre die Frage, ob nach einigen Jahrhunderten die Langeweile nicht überhandnehmen würde. Wenn man alles gesehen hat, hat man alles gesehen. Wenn alles erforscht ist, ist alles erforscht, und wenn jeder Geschlechtspartner einmal entdeckt wurde, wurde er entdeckt. Es würde eine Sättigung eintreten, die wohl in Langeweile und in einer inneren Leere enden würde.
Jedes Kind entdeckt die Welt neu, mache seine eigenen, neuen Erfahrungen, sammelt sein eigenes Wissen und entwickelt daraus seine eigene Meinung – durch die er dann neue Impulse setzen kann. Dass würde es so wohl nicht geben, wenn wir nicht sterben würden – kurz gesagt, die Welt wäre wohl ziemlich langweilig.

Man kann diese Gedanken noch weiterführen, was ich zu gegebener Zeit auch machen werde, aber was ich hier festhalten möchte, ist, dass sterben nichts Negatives ist. Sterben ist ein Ende, so wie alles auf der Erde irgendwann einmal endet. Nicht nur unser Leben, sondern alles Leben wird irgendwann zu Ende sein. Irgendwann wird nicht einmal mehr die Erde existieren und somit auch das Wissen, welches wir Menschen derzeit so mühevoll zusammen tragen. Ein Ende ist aber immer auch ein Anfang – es wird also danach wieder was kommen. Das gilt auch für unser Ende, auch danach wird was kommen. Wir werden es nicht bewusst erleben, weil es uns nicht mehr gibt, aber unsere Atome werden weiter existieren, sie werden in andere Systeme neu verbaut werden, werden als Nahrung dienen und werden wieder Leben spenden. Wir existieren also weiter, wenn auch nicht als dieser Verbund, der wir jetzt sind und auch nicht mit dem Bewusstsein, welches wir jetzt haben, aber das ist eben nur ein Zustand von vielen, den wir jetzt für eine gewisse Zeit angenommen haben.

Die Eingangsfrage ist damit natürlich nicht beantwortet, aber es ist auch keine Frage, die wir beantworten können, es ist einfach nur ein Anreiz, um einmal darüber nachzudenken und vielleicht um die Angst vor dem Sterben zu verlieren.

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Ich bin mir ja irgendwie nicht so sicher, was ich von diesem Video halten soll. Da steht ein Dialyse-Patient auf dem Bahnhof und wartet auf ein Organ, auf eine Niere, um genauer zu sein. Das Ganze soll uns aufrütteln und dazu beitragen, dass mehr Menschen einen Organspendeausweis bei sich tragen.

Ich persönlich habe einen Organspendeausweis dabei, aber dieser gilt natürlich nur, wenn ich selbst durch irgendeinen Unfall sterben sollte. Er hilft also der Person, die dort auf dem Bahnsteig wartet, erst einmal nicht, und wenn ich ehrlich bin, würde ich auch zu Lebzeiten keines meiner Organe spenden, auch wenn sie doppelt vorhanden sind. Wer weiß denn, ob das verbleibende Organ das restliche Leben durchhält? Also würde diesem Mann nur geholfen werden, wenn die passende Spenderperson stirbt – was doch nun wirklich keiner will, oder?
Die Werbung macht uns also ein schlechtes Gewissen und möchte, dass wir uns mit unseren eigenen Tod beschäftigen. Nichts anderes ist es, wenn man jetzt einen Organspendeausweis ausfüllt. Dass einige das nicht können oder wollen, sollte jedem klar sein und man sollte es am ende auch respektieren. Natürlich bin auch ich dafür, dass so viele Menschen wie möglich einen Organspendeausweis bei sich tragen, aber vielleicht sollte man hier auf die positiven Effekte eingehen und nicht immer versuchen, den Menschen ein schlechtes Gewissen zu machen, die keinen Organspendeausweis bei sich tragen.

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Am Freitag war ich beim U20 Poetry-Slam hier in Berlin. Stattgefunden hat er im „Podewil“ in der Klosterstraße. Ich wusste nicht wirklich, was auch mich zukommt, aber ich habe es nicht bereut, mir das Ganze einmal anzusehen.

GRIPS-Theater und Podewil = U20 Poetry-Slam-Berlin

 

Zuerst musste ich suchen, wo ich denn nun eigentlich rein muss, aber ich hätte einfach nur zu den vielen Jugendlichen gehen müssen, die sich am Eingang eines Hauses aufgehalten haben. Dort wehte auch die GRIPS-Theater-Flagge, aber ich weiß bis heute noch nicht, ob das auch der tatsächliche Standort des GRIPS-Theaters ist – foursquare hat mir nämlich eine andere Straße angezeigt, die knapp 5 Kilometer entfernt lag.
Der Eintritt kostete mich 6,- Euro, was ich durchaus in Ordnung finde für ein schönes Freitagabend-Programm. Allerdings fand der Poetry-Slam diesmal nicht in einem Café oder in einer Bar statt, sondern tatsächlich in einem kleinen Theater-Raum. Getränke gab es vor dem Raum zu kaufen, allerdings nur in den Pausen und davon gab es nur eine. Das ist aber bei einer Dauer von gerade mal 150 Minuten (mit Pause) ausreichend.
Um kurz vor 20 Uhr ging es dann auch endlich los. Der Ablauf war derselbe, wie bei jedem Poetry-Slam, den ich bisher gesehen habe – das Publikum entschied über den Gewinner mit seinem Applaus. 14 Slamer stellten sich dem Wettkampf, alle unter 20 ;-) , und trugen, in einer Zeit von 5 Minuten, ihre Werke vor. Dabei ist mir aufgefallen, dass es sehr viel Gesellschaftskritik gibt, die Jugend von heute ist also nicht verloren, im Gegenteil, sie macht mir sogar Mut für die Welt von morgen. Aber auch Lustiges war zu hören, und auch ein Gedicht über Müll, oder so ;-)
Insgesamt war die Veranstaltung gelungen, man kann ja auch nicht viel falsch machen, wenn nur ein Mikro, eine Couch, zwei Moderatoren und ein Slamer auf der Bühne steht ;-) . Mir hat es Spaß gemacht, und ich werde mir auch in zwei Monaten wieder den U20-Poetry-Slam ansehen.

Ich war übrigens fast der älteste im Raum, älter waren wohl nur noch der männliche Moderator und die Verantwortlichen für die Technik. Vielleicht saß auch hier und da noch eine Mutter im Publikum, aber die meisten waren tatsächlich jünger als ich ;-) .

Workshop vor dem Slam

 

Vor dem Slam findet übrigens auch immer ein Slamer-Workshop für U20-Jährige statt. Dieser ist kostenlos, das ist aber auch schon alles, was ich darüber sagen kann, denn ich bin nun einmal älter als 20 und habe dort nichts mehr verloren. Ich kann mir aber vorstellen, dass es eine schöne Erfahrung für die Jugendlichen ist und in zwei Monaten besteht wieder die Chance, an diesen Workshop teilzunehmen. In zwei Monaten, das ist übrigens der 15.06.2012, also wieder ein Freitag.

Rettet das GRIPS-Theater

 

Leider musste ich gestern wieder feststellen, dass der Berliner Senat an den falschen Stellen spart. Dem GRIPS-Theater fehlen wohl 100.000 Euro, um ihre Arbeit fortsetzen zu können. Dabei ist das GRIPS-Theater ein Ort, an welchem Kinder und Jugendliche ihre Kreativität zeigen können und wo sie sich kostengünstig Theateraufführungen ansehen können. Es wäre schade, wenn für dieses Theater kein Geld mehr zur Verfügung stehen würde, damit sich Kinder und Jugendliche die Veranstaltungen ansehen können. Mehr erfahrt ihr auf der Seite vom GRIPS-Theater.

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So langsam wird es wieder wärmer, am Wochenende soll es sogar schon bis zu 30° Celsius werden – da ist es doch immer ganz schön, sich in der freien Natur zu bewegen. Das kann eine schöne Wanderung sein, ein Besuch in einen Park, oder eine Fahrradtour. Die ersten beiden Möglichkeiten kann man schnell umsetzen, indem man seine Füße in Bewegung setzt, und sich zur Wanderstrecke oder zum Park aufmacht. Die Fahrradtour hingegen setzt ein Fahrrad voraus, was natürlich nicht jeder hat – oder welches nicht mit in den Urlaub genommen werden konnte.
Das kann aber nicht als Ausrede herhalten, denn in vielen Städten gibt es Verleihstationen, an denen man sich unkompliziert ein Fahrrad ausleihen kann.

NextBike – einfach Anrufen und losfahren

 

NextBike ist eines dieser Verleihsysteme, welches unabhängig von Öffnungszeiten funktioniert. Der Anbieter ist schon in einigen deutschen Städten vertreten, aber auch in Polen und auch in Österreich kann man bereits Ausleihstationen finden – leider ist es noch nicht flächendeckend verfügbar.
Die Benutzung von NextBike ist ziemlich simpel. Man sucht sich einfach eine Fahrradstation in seiner Gegend aus, schaut nach, ob dort ein Fahrrad vorhanden ist, ruft die NextBike Hotline an, gibt dort die Fahrradnummer ein und dann bekommt man einen Code für das Zahlenschloss per SMS zugeschickt. Danach kann man sofort losradeln, und wenn man das Fahrrad nicht mehr braucht, bringt man es zurück zur Fahrradstation (in der gleichen Stadt) und ruft nochmals die Hotline an, um das Rad wieder freizugeben.

Eine kurze Registrierung ist nötig.

 

Um NextBike nutzen zu können, ist eine kurze Registrierung nötig. Hier hinterlegt man alle wichtigen Daten und wählt auch die Bezahlungsoption aus. Zur Wahl stehen hier das Lastschriftverfahren und die Zahlung per Kreditkarte. Entscheidet man sich für die Zahlung per Kreditkarte, ist das Konto sofort freigeschaltet. Bei Zahlung durch Lastschrift dauert es drei Tage, bis das Konto freigeschaltet wird. Zur Überprüfung der Daten, werden in diesem Zeitraum 8,- Euro von eurem Konto abgebucht, die euch dann sofort als Guthaben für den Fahrradverleih zur Verfügung stehen.

Günstiger geht nicht mehr.

 

Auch die Preise von NextBike sind sehr angenehm. Wer sich das Fahrrad nur kurz ausleihen möchte, zahlt pro Stunde 1,- Euro. Die Nutzung für 24 Stunden kostet nur 8,- Euro, was auch gleichzeitig der höchste Betrag ist, der am Tag anfallen kann.
Aber es geht noch günstiger. Denn seit diesem Jahr bietet NextBike auch zwei Kundenkarten an. Für die RadCard zahlt man 8,- Euro im Jahr, verringert dadurch die Gebühren für die Fahrradnutzung aber um die Hälfte. Bedeutet, pro Stunde zahlt man nur noch 50 Cent, maximal aber 4 Euro am Tag.
Wer häufiger fährt, für den ist dann der RadCard-Plus Tarif interessant. Für diesen zahlt man 8,- Euro im Monat, dafür darf man aber auch täglich vier Stunden kostenlos mit dem Fahrrad fahren. Danach werden dieselben Gebühren fällig, wie man sie im normalen RadCard-Tarif zahlt. Also 50 Cent pro Stunde, maximal 4,- Euro am Tag.

Es gibt also eigentlich nichts, was gegen eine kleine Fahrradtour spricht – auch nicht das fehlende Fahrrad.

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