Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

Eigentlich schreibe ich gerade an einem anderen Blogartikel, aber da ich dort gerade nicht weiterkomme, mache ich mich jetzt einmal daran, den Wochenrückblick zu schreiben. Ist auch nicht viel, da ich ja in der Woche einiges gebloggt habe.

Tasse Cappucino mit Herz

Pflanzen

 

Heute mal wieder ohne Bilder. Ich finde, es hat sich nicht viel getan, weder bei meinen Tomaten noch bei der Mango. Gut, bei der Mango ist das Blatt etwas größer geworden, aber spannend wird es ja erst, wenn da so langsam ein zweites- und ein drittes Blatt kommt. Ansonsten müsste ich mir nämlich sorgen machen, ob das Pflänzlein, das keinen Namen hat, überhaupt noch wächst oder ob die Freude darüber, dass der Mangokern gekeimt ist, schon vorbei ist.

Die Tomatenpflanzen sind in diesem Jahr auch seltsam. Irgendwie machen sie keine Fortschritte, was aber auch daran liegen kann, dass sie noch in der Wohnung stehen und noch nicht auf dem Balkon, aber das werde ich die nächsten Wochen natürlich weiterhin beobachten.

Studium

 

Ist erst mal nicht viel zu sagen, da das Semester erst in der 14. Jahreswoche weitergeht. Aber, und das habe ich ja schon in einem anderen Blogartikel geschrieben, die Gebühren fürs neue Semester sind überwiesen und so kann es dann auch weitergehen.

Sport

 

Die Erkältung war auch diese Woche noch Thema Nummer eins und so viel auch in dieser Woche der Sport ins Wasser. Wobei, so ganz stimmt das nicht, denn am Donnerstag bin ja mit dem Fahrrad zum Vorstellungsgespräch gefahren und das waren – hin und zurück – insgesamt immerhin 30 Kilometer. Somit hatte ich zumindest ein wenig Sport. Da der Termin direkt neben dem Schloss Charlottenburg war, bin ich dort auch noch eine Stunde durch den Schlosspark gelaufen, dass kann auch als Sport angerechnet werden ;).

Sonstiges

 

Ich erwähnte ja eben schon den Termin vom Donnerstag, der ein totaler Reinfall war, denn es handelte sich um eine Versicherungsagentur, aber dazu habe ich ja schon etwas geschrieben. Dafür habe ich aber am Freitag zufällig eine Stellenausschreibung für einen Kaufmann im Groß- und Außenhandel entdeckt, reinzufällig der Beruf, für den ich eine Ausbildung habe. Natürlich habe ich sofort eine Bewerbung dort hingeschickt und am Dienstag habe ich ein Vorstellungsgespräch. Ich hoffe, dass das was wird, ich würde mich darüber tierisch freuen.

Das war es auch schon, mehr habe ich nicht zu sagen, vielleicht dann nächstes Wochenende wieder mehr.

Wie soll ich einen Artikel anfangen, mit dem ich Danke sagen will? Ich sitze hier und grübel schon die ganze Zeit über diese Frage nach. Letzen Freitag war ich schon so weit, dass ich das Studium abgeschrieben hatte. Ich hatte sogar schon damit begonnen, dass Studium aus meinen Profilen verschwinden zu lassen. Doch irgendwie kam dann doch noch mal die Idee, die Gebühren über Spenden zusammen zu bekommen. So schrieb ich dann am Montag, dass ich 20 Leute bräuchte, die mir je 10,- Euro spenden, damit ich die Gebühren überweisen kann. Und was soll ich sagen? Das Geld ist zusammen gekommen.

Es waren zwar keine zwanzig Leute, die mir je 10,- Euro überwiesen haben, dafür aber 3 größere Spenden. Den Anfang hat Jens gemacht, der mir sofort, als ich diese Möglichkeit getwittert hatte, 50,- Euro gespendet hat. Eine Menge Geld, von dem viele Menschen zwei Wochen lang ihre Lebensmittel finanzieren, um das einfach mal in eine Relation zu setzen. Ein einfaches „Danke“ ist da eigentlich zu wenig, aber sehr viel mehr kann ich nicht sagen, sehr viel mehr Möglichkeiten um meine Dankbarkeit auszudrücken, habe ich nicht.

Die zweite Spende kam dann von Benedict, der mir 60,- Euro überwiesen hat. Ein Mensch, den ich noch gar nicht so lange kenne und er mich somit auch nicht. Auch an ihn geht ein riesengroßer Dank. Eigentlich viel zu wenig, aber was soll ich schreiben?

Und das dritte Danke geht an Alex von offenesblog, der mir die restliche Summe, nämlich 100,- Euro, überwiesen hat. Er hat dies durch eine Aktion zusammenbekommen. Was er genau gemacht hat, erfahre ich allerdings erst am Mittwoch. Es kann also sein, dass ich mich dann noch bei sehr viel mehr Menschen bedanken muss. Dazu wird es dann noch ein Update geben.

Einige haben jetzt mitgerechnet und kommen auf eine Summe von 210,- Euro, aber, wer Paypal nutzt, weiß, dass da noch ein paar Gebühren abgehen. Die Studiengebühren habe ich heute überwiesen und nun bin ich bei euch allen in der Pflicht, dass das ein anständiges und erfolgreiches Semester wird. Ich glaube, das ist dann der größte Dank, den ich euch entgegen bringen kann.

Mir erscheint das hier jetzt noch viel zu wenig, aber was soll ich noch schreiben? Ich bin ehrlich, ich bin ein wenig sprachlos, aber ich kann hier noch so viel schreiben, es bleibt dennoch nur ein Danke.

Fahrscheinloser öffentlicher Nahverkehr, so etwas wie GEZ (ich weiß, die heißen nicht mehr so) nur eben für Bus, U-Bahn, Straßenbahn und S-Bahn. Jeder zahlt monatlich eine Abgabe und kann dann soviel fahren, wie er oder sie will, aber halt im Nahverkehr, also nicht von Berlin nach München oder so. Es gibt halt einen Punkt daran, der mich stört, der mich auch bei der GEZ (siehe oben) stört…

Zugschienen

Die Grundidee ist klasse. Jeder zahlt einen kleinen Betrag, der auch noch günstiger ist, als die heutigen Monatskarten, und kann dafür jederzeit in Bus und Bahn einsteigen, auch dann, wenn mal kein Geld vorhanden ist, um einen Fahrschein zu lösen – ist ja dann ohne Fahrschein. Ich persönlich glaube sogar, dass dadurch mehr Menschen auf Bus und Bahn umsteigen, was gleichzeitig bedeutet, dass die Stadt nicht mehr so verstopft wäre mit Autos. Ich träume ja davon, dass in der Stadt nur noch die Autos fahren, die unbedingt fahren müssen, also Busse zum Beispiel, oder Krankenwagen oder LKWs. Und wenn dann doch mal wer ein Auto braucht, dann könnte es zusätzlich zum ÖPNV auch noch Carsharing geben, aber wie gesagt, das ist mein Traum.

Der Punkt aber, der mich stört, ist, dass jeder die Abgabe zahlen muss. Das stört mich deswegen, weil das bei der GEZ (jaja) genauso ist. Es ist dabei egal, wie hoch das Einkommen ist und ob die Personen mit dem Geld, das sie zur Verfügung haben, überhaupt ihr Leben bestreiten können. Ich merke das Selbst immer wieder. Regelmäßig muss ich mich entscheiden, ob ich jetzt GEZ (sumsum) bezahle, oder ob ich lieber für den Rest des Monats noch was zu essen kaufe.

Ich weiß natürlich, dass es auch einen ermäßigten Satz beim fahrscheinlosen ÖPNV geben soll, was beim öffentlich rechtlichen Fernsehen nicht der Fall ist, aber wer schon einmal von Hartz4 gelebt hat, oder von einem Einkommen aus dem Niedriglohnsektor, der weiß, dass da jeder Cent zählt. Da ist meist nicht mehr viel übrig, nachdem die großen Posten wie Miete und Strom weg sind. Und dann bleibt tatsächlich am Ende wieder das Problem, dass sich die Menschen entscheiden müssen, ob sie jetzt die Gebühren bezahlen, die sie sowieso bezahlen müssen, weil sie staatlich verordnet sind, oder ob sie sich lieber doch noch zwei Leibe Brot holen und dazu noch etwas Wurst oder Aufstrich. Ich weiß, dass sich viele das gar nicht vorstellen können. Viele werden sich sagen, dass das Geld schon irgendwie da ist, aber die Wirklichkeit sieht tatsächlich anders aus.

Jetzt könnte noch das Argument kommen, dass diese Menschen ja jetzt auch zahlen müssen, wenn sie mit Bus oder Bahn fahren. Dazu kann ich aber nur sagen, viele zahlen einfach nicht. Entweder sie verzichten vollständig auf diese Art der Mobilität, oder sie fahren ohne Fahrschein.

Bliebe die Möglichkeit, diese Menschen beitragsfrei zu stellen. Daraus ergibt sich dann aber wieder die Frage, ob sich das ganze Modell dann überhaupt noch rechnet, weil es für die anderen dann wieder teurer wird, denn die Kosten müssen ja weiterhin gedeckt werden, dann allerdings von weniger Menschen.

Vor drei Wochen entschied ich mich bei Kleinanzeigen Ebay ein Jobgesuch einzustellen, nachdem mir entweder erzählt wurde, dass ich zu viel koste, weil ich eine Ausbildung habe, oder mir der Ladenbesitzer sagte, dass er nicht die Polizei ruft, wenn Geld in der Kasse fehlt. Viel gebracht hat es nicht, denn die meisten Angebote waren aus dem Versicherungsbereich, oder, wie es auch gerne genannt wird, aus der Vermögensberatung. Es war nur ein Angebot dabei, was mich tatsächlich interessiert hätte, aber leider haben die sich nicht mehr gemeldet, nachdem ich meine Bewerbungsunterlagen abgegeben hatte. Mal sehen, vielleicht kommt ja noch was.

Was mir allerdings aufgefallen ist, ist, dass viele Versicherungsagenturen am Telefon gar nicht mehr sagen, worum es denn eigentlich geht. Würden sie das tun, dann könnten wir uns eine Menge Zeit sparen, denn Versicherungen kann ich nicht. Ich kann es nicht, weil ich nicht der Mensch dazu bin und weil ich die meisten Produkte für faulen Zauber halte. Ja, es gibt Produkte, die sinnvoll sind, die Hausratversicherung zum Beispiel, oder die Haftpflicht. Aber das sind eben die Produkte, bei denen nicht wirklich viel Provision abfällt, von denen ich also nicht leben könnte.

Versteht mich nicht falsch, ich habe nichts gegen Versicherungskaufleute. Die erbringen eine Dienstleistung, die nachgefragt wird und daran ist erst einmal nichts falsch, solange wir im Kapitalismus leben. Und ja, wer sollte privat schon den Überblick behalten, über die ganzen Produkte, die da am Markt vertreten sind. Sicher gibt es Onlineportale, bei denen Produkte verglichen werden können, aber wer eine Frage zum Produkt hat, wird dann wohl doch lieber auf einen Versicherungskaufmensch zurückgreifen. Aber, wie oben schon erwähnt, ich bin nicht der Mensch für so einen Beruf. Verkaufen, ja, aber eben nicht Versicherungen oder andere Finanzdienstleistungen.

Das könnte ich auch schon am Telefon erzählen, wenn die Leute denn nicht verheimlichen würden, dass es sich um eine Versicherungsagentur handelt. Eine Preisagentur, so stellte sich das Unternehmen vor, bei dem ich heute ein Bewerbungsgespräch hatte, ist nämlich etwas ganz anderes. Ich habe es nämlich gegoogelt, weil ich den Begriff vorher noch nicht kannte. Preisagenturen prüfen nämlich für Unternehmen, ob es nicht noch günstigere Angebote für Produkt A (Waschbecken oder so) gibt, und verdienen damit ihr Geld. Das wäre etwas, was ich gelernt habe und was ich mir durchaus vorstellen könnte zu machen, aber eben nicht Versicherungen.

Ich frage mich inzwischen, warum Versicherungsagenturen nicht mehr zu dem stehen, was sie sind. Bekommen die keine Bewerber mehr, wenn sie bereits am Telefon sagen, dass es sich um Versicherungen handelt? Ich verstehe es nicht, vielleicht kann mir das ja einer von euch erklären.

Und dann frage ich mich natürlich, ob es keine anderen Jobs mehr gibt. Warum immer nur Versicherungsagenturen? Auch das verstehe ich nicht!

Aber okay, aufgeben zählt nicht. Schon gar nicht, nachdem mir einige von euch geholfen haben, meine Studiengebühren zu bezahlen, da wird das mit dem Job schon auch noch klappen.

Letzte Woche war Blockupy, letzte Woche waren die Bilder von brennenden Tonnen und angezündeten Polizeiautos und letzte Woche waren die vielen Aktivisten, die immer wieder betont haben, dass diese Gewalt nichts mit dem Anliegen zu tun haben, für das viele Tausend andere Menschen friedlich auf die Straße gegangen sind. Aber ist dem wirklich so? Zeigt diese Gewalt nicht eher, dass sich in der Gesellschaft etwas ändern muss? Ist diese Gewalt nicht der Beweis dafür, dass etwas schiefläuft in der Gesellschaft? Und wenn dem so ist, können sich die Aktivisten dann davon distanzieren, obwohl sie genau wegen diesem Missstand auf der Straße sind?

Ich schrieb vor einigen Wochen einen Artikel, warum ich eigentlich nicht Links sein kann. Politische Bildung kostet Geld, auch denn, wenn ich mir aus dem Internet eine ganze Menge Material kostenlos besorgen kann. Darum geht es hier aber gar nicht, worauf ich hinaus will, ist, dass viele Aktivisten – nicht alle – ein gesichertes Einkommen haben. Viele Aktivisten und Aktivistinnen haben gar keine Ahnung, wie es ist, ständig damit rechnen zu müssen, den Job zu verlieren oder aus der Wohnung zwangsgeräumt zu werden. Sie leben einfach nicht 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr mit der Angst, von jetzt auf gleich vor den Scherben der eigenen Existenz zu stehen. Und ja, die Androhung von Sanktionen bei Hartz4 ist Gewalt. Die Androhung und Durchführung von Zwangsräumungen ist Gewalt und dieser Gewalt sind die Menschen Wochen und Monate ausgesetzt. In Deutschland vielleicht noch nicht ganz so viele, wie in anderen europäischen Ländern, aber auch dieser Aspekt ist vollkommen egal.

Wer diesem Druck nicht ausgesetzt ist, der kann natürlich viel über Gewaltverzicht nachdenken, der kann natürlich auch Bücher lesen, die erklären, warum Gewalt schlecht ist und warum Gewalt kontraproduktiv ist, wenn es um die Durchsetzung der eigenen Ideale geht. Aber die, die diesem Druck tagtäglich standhalten müssen, die sich jeden Morgen überlegen müssen, ob sie nun zwei Scheiben Brot essen oder doch lieber nur eine, die haben meistens gar nicht den Zugang zu dieser Bildung. Finanziell nicht und auch nicht zeitlich, denn diese Menschen haben ganz andere Dinge im Kopf. Und wenn bei diesen Menschen dann mal eine Sicherung durchbrennt, und sie sich an Gegenständen wie Autos oder Mülltonnen vergreifen, ist am Ende nur verständlich.

Die Verantwortung für dieses Handeln trägt die Politik. Sie kann tausend Mal wiederholen, dass Gewalt in der politischen Auseinandersetzung nichts zu tun hat, solange sie durch ihre Gesetze und durch ihr Handeln Gewalt ausübt. Gewalt an vielen Millionen Menschen, die keine Mittel haben, um sich dagegen zu wehren. Wer diesen neoliberalen Scheißdreck als alternativlos betitelt, der muss halt auch damit leben, dass denen, die durch diese neoliberale Politik ausgegrenzt werden, irgendwann die Hutschnur platzt. Und die Politik lebt es doch auch vor, dass durch Gewalt Probleme gelöst werden können. Oder was sind Kriegseinsätze, wenn sie keine Gewalt sind?

Und es gibt ja noch weitere Tendenzen, die in Europa inzwischen gut zu beobachten sind. Tendenzen, die, wenn die Politik nicht endlich gegensteuert, zu noch größerer Gewalt führen werden, als wir sie bei Blockupy gesehen haben. Ich rede von dem massiven Stimmzuwachs am rechten Parteienspektrum. Der übrigens auch in Griechenland droht, wenn Deutschland und die EU, die derzeitige linke Regierung scheitern lassen. Da sind mir jetzt ein paar brennende Mülltonnen doch lieber, als später wieder Massenvernichtungslager in Europa erleben zu müssen.

Ich weiß natürlich nicht, wer dort in Frankfurt die Mülltonnen und die Polizeiautos angezündet hat, aber wir Linken handeln falsch, wenn wir uns einfach nur von der Gewalt distanzieren. Wir müssen darauf hinweisen, warum es zu dieser Gewalt kommt. Wir müssen dorthin zeigen, wo diese Gewalt produziert wird und wir müssen, wenn wir auf Gewalt verzichten wollen, darauf hinwirken, dass der Staat eben auch auf Gewalt verzichtet.

Aber was viel wichtiger ist, und da bin ich wieder bei dem Thema politische Bildung und Kosten, wir müssen die Menschen, für die wir Politik machen wollen, mit ins Boot holen. Wir müssen Angebote der politischen Bildung schaffen, die für alle zugänglich ist, egal wie viel Geld sie zur Verfügung haben. Es müssen auch Angebote sein, die auch zeitlich in Anspruch genommen werden können und sie müssen verständlich sein. Es bringt gar nichts, wenn eine „Elite“ von oben herab auf sie einredet, es muss auf Augenhöhe stattfinden. Nur wer weiß, warum sich linke Forderungen so schwer umsetzen lassen, wird sich nicht den einfachen Lösungen der rechten Seite zuwenden. Dazu muss aber auch wieder die Solidarität in der Gesellschaft verankert werden.

Habe ich letzte Woche versprochen, dass der Wochenrückblick diesmal wieder pünktlich ist, nun, ich habe mich wohl nicht dran gehalten. Aber hey, schwamm drüber, die meiste Zeit schreibe ich hier ja eh nur für mich, oder? ;) Egal, fangen wir an.

Tomatenpflanzen

Pflanzen

 

Da auf dem ersten Bild hier meist meine Tomatenpflanzen sind, fange ich einfach mal damit an ;). Einen wirklichen Fortschritt beim Wachsen sehe ich derzeit nicht, aber da sie auch noch nicht verblüht sind, gehe ich davon aus, dass sie noch leben und sich in den nächsten Wochen auch noch weiter entwickeln.

Meine Mangopflanze wächst auch immer noch vor sich hin. Ein Blatt sieht inzwischen verdammt schön aus, mal sehen, ob das in den nächsten Wochen noch mehr davon gibt. Auskennen tue ich mich mit Mangos allerdings immer noch nicht, aber natürlich weiß ich, dass diese Pflanze nie eine Frucht ausbilden wird. Warum ich das erwähne? Weil letztens jemand dachte, dass dies vielleicht der Fall ist.

Mangopflanze

Sport

 

Diese Woche war überhaupt nichts los. Der Grund hierfür war eine Erkältung, die ich mir, nachdem ich jetzt solange verschont geblieben war, doch noch geholt habe. Dabei war das Wetter so genial und am Sonntag wäre dann auch die 20 Kilometer Strecke drin gewesen, wenn da nicht diese dämliche Erkältung gewesen wäre. Somit ist aber auch der andere Sport flach gefallen, aber ich hoffe, dass das jetzt so schnell wie möglich wieder vorbei ist.

Studium

 

Da das Studium im Wochenrückblick immer kam, muss ich es jetzt natürlich auch erwähnen. Am Freitag war ich auf dem absoluten Tiefpunkt und habe das Studium eigentlich schon abgeschrieben, weil ich einfach keinen Job finde. Ich könnte sowas von Kotzen, denn was ist darin so schlimm, mir eine Stelle als Verkäufer zu geben? Achja, ich habe eine kaufmännische Ausbildung und würde dadurch in eine höhere Tarifklasse fallen, und dass will natürlich niemand zahlen. Ab und an frage ich mich da schon, ob ich meine Ausbildung nicht lieber verheimlichen sollte, gebracht hat sie mir in meinem Leben auf jeden Fall noch nichts, obwohl ich meine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel – Fachrichtung Großhandel, mit 84 Punkten abgeschlossen habe.

Meine Hoffnung war, dass ich zumindest mit Tagesjobs die Summe zusammen bekomme, die ich für die Studiengebühren brauche, aber auch das hat leider nicht funktioniert. So wie leider auch die Idee mit dem E-Book nicht funktioniert hat, von dem ich ungefähr 300 Stück hätte verkaufen müssen. Bis heute sind es nur 3 Exemplare geworden, und das bei einem Preis von gerade mal 99 Cent.

Meine letzte Hoffnung ist jetzt, dass ich bis Freitag mindestens 20 Leute finde, die mir 10,- Euro spenden. Wobei eigentlich Donnerstag der Stichtag wäre, weil ich bis Freitag die Gebühren überweisen muss. Einen Spender habe ich schon :), dazu wird es aber einen gesonderten Artikel geben.

Sonstiges

 

Ja, ich war erkältet, somit ist nicht wirklich viel zu erzählen. Deswegen kann ich nur sagen, dass wir uns dann nächstes Wochenende wieder lesen, beim nächsten Wochenrückblick.

Wurzeln, das ist das Wort, dass vor zwei Wochen als Thema beim Blogideekasten ausgelost wurde. Ich wusste nicht wirklich, was ich damit anfangen soll, denn Wurzeln, das kann so viel sein. Ich könnte über essbare Wurzeln schreiben, über Wurzeln, über die ich beim Lauftraining schon gestolpert bin, oder, oder, oder. Aber es ist ja auch diese Herausforderung, die das Projekt Blogideekasten so spannend macht, und so habe ich mich auch zu diesem Thema wieder hingesetzt, und ein wenig Brainstorming durchgeführt.

Baumreihe

Wurzeln in der Natur

 

In der Natur sind Wurzeln für die Pflanzenwelt etwas Wichtiges. Sie verankern die Pflanzen nicht nur in der Erde, sondern sie versorgen die Pflanze auch mit wichtigen Nährstoffen, die sie mit dem Wasser aufnehmen, welches die Nährstoffe aus der Erde gelöst hat. Aber die Wurzeln ernähren nicht nur die Pflanzen, sie verhindern auch, dass Berghänge abrutschen oder das die fruchtbare Erde abgetragen wird und so das Land unfruchtbar wird. Die Wurzeln erfüllen also wichtige Funktionen, nicht nur für die Pflanzen, sondern auch für die Tier- und Menschenwelt.

Der Nachteil von Wurzeln ist natürlich, dass die Pflanzen sich nicht fortbewegen können. Sie müssen ihr ganzen Leben an dem Ort verbringen, an dem sie ihre Wurzeln geschlagen haben, und sie können dort auch nicht weg, wenn die Menschen diesen Ort für sich entdecken und die Pflanzen verdrängen. Dieses Problem haben Tiere und Menschen nicht. Die können sich überall hinbewegen, besitzen also eine Freiheit, die Pflanzen nicht besitzen.

Menschen und Wurzeln

 

Menschen verwenden das Wort „Wurzeln“ auch als Synonym für Verbundenheit oder Verankerung. Es soll ausdrücken, dass ein Mensch in seiner Familie oder in seinem sozialen Umfeld verankert ist, wodurch die Freiheit eingeschränkt ist, weil der Mensch sich nur noch in gewissen Grenzen bewegen kann. Es drückt aber auch aus, dass dieser Mensch sich seine Kraft und seine Energie aus dieser Verwurzelung zieht, wodurch dieses Bild zu etwas Positivem wird.

Die Wirtschaft allerdings möchte aus dieser Verwurzelung des Menschen etwas Negatives machen. Menschen sollen keine Wurzeln schlagen, sie sollen möglichst flexibel bleiben, damit sie der Wirtschaft jederzeit an jedem Ort zur Verfügung stehen. Dadurch verändert sich nicht nur das Individuum, sondern der gesamte Zusammenhalt in einer Gesellschaft wird dadurch zerstört. Der soziale Mensch wird plötzlich zu einem Egoisten, der keine Wurzeln mehr hat, durch die er in schwierigen Zeiten Energie und Kraft aufnehmen kann.

Wurzeln sorgen also auch beim Menschen dafür, dass die Gesellschaft zusammengehalten wird, dass sie nicht erodiert, nur sind wir uns darüber noch nicht so wirklich bewusst.

Jab, ich weiß, es ist schon Dienstag und mein Wochenrückblick ist schon überfälliger als überfällig, aber hier und nun und jetzt und genau in diesem Moment, in dem ihr diese ersten Zeilen lest, kommt der Wochenrückblick auf euch zu. Der Nächste wird dann wieder pünktlich erscheinen, denn wir Menschen lieben ja unsere Rituale.

tomatenpflanzen

Studium

 

Oh ja, das Studium. Derzeit überlege ich, wie ich die 140,- Euro für das nächste Semester zusammen bekomme und sehr viel Zeit bleibt mir dafür leider nicht mehr, aber nunja, dass soll nicht euer Problem sein.

Aber ich hatte ja auch eine Klausur in der letzten Woche, um genau zu sein, am Mittwoch und was soll ich sagen, wieder einmal totaler Mist. Wobei die Klausur selbst diesmal eigentlich total einfach war, aber wenn etwas einfach ist, dann kommt meist was anderes dazwischen, was eine gute Note verhindert – in diesem Fall war es die Zeit. Bisher haben mir zwei Stunden eigentlich immer ausgereicht, um die Klausur mit meinem mangelnden Wissen zu versauen, diesmal waren die zwei Stunden aber viel zu schnell um! Ich bin mir sicher, hätte ich meine Zeiteinteilung ein wenig im Griff gehabt, dann wäre eine gute Note drin gewesen. So hoffe ich jetzt, dass ich die Klausur nicht bestanden habe, da diese Klausur so einfach ist, dass es möglich ist, dort eine sehr gute Note zu holen, zumindest dann, wenn auch die Zeiteinteilung stimmt. Und da die im ersten Versuch nicht gestimmt hat und ich eine Aufgabe, die immerhin schon 30 Punkte wert war, nicht bearbeitet habe, wünsche ich mir jetzt die Chance auf einen zweiten Versuch, der dann auch zeitlich hinhauen würde.

Ist klar, was ich will, oder?

Tomaten

 

Ja, ich weiß, an dieser Stelle kommt sonst immer der Sport, aber diesmal folgen hier nun die Tomaten. Sie wachsen, oder sie wachsen auch nicht, bin mir nicht ganz so sicher, aber auf jeden Fall sind sie grün und sie leben auch noch. Es gibt auch keinen Grund, warum sie nicht mehr leben sollten, denn so ein wenig Erfahrung mit Tomatenpflanzen habe ich ja schon.

Wo wir bei Pflanzen sind: Ich habe ja auch einen Kern einer Mango eingepflanzt. Ist schon ein paar Wochen her, aber seit dieser Woche sehe ich, dass das auch erfolgreich war. Der erste zarte Spross bricht gerade durch und vielleicht wird das ja was. Aber ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung davon, was Mangos so erwarten, weswegen der Spross auch durchaus noch eingehen kann – wir werden das dann wohl demnächst sehen.

mangopflanze

Sport

 

Jetzt sind wir beim Sport. Kurz gesagt, wieder nur 10,461 Kilometer geschafft. Aber hey, Sport soll spaß machen und nicht zu etwas werden, das mich stresst. Es werden auch wieder Wochen kommen, in denen ich mehr als die 3 Trainingsläufe absolviere und es werden auch wieder Volksläufer kommen, ich bin mir verdammt sicher. Zurzeit hält sich die Motivation halt ein wenig in Grenzen, aber ein Lauf ist immer noch besser als kein Lauf, also bin ich zufrieden.

Sonstiges

 

Fangen wir einfach mal an mit einem Tipp. Komme nie mit einem harten Gegenstand in die Nähe des CPU-Lüfters, wenn dieser gerade in Betrieb ist. Der könnte dadurch nämlich ein paar seiner Lüfterblätter verlieren, was dann wiederum dazu führt, dass der Lüfter ausgetauscht werden muss. Fragt mich jetzt bitte nicht, wie ich auf diesen Tipp komme, nehmt ihn einfach so hin, er könnt wertvoll werden ;).

Einen Job habe ich leider immer noch nicht. Ich bin ja auf die glorreiche Idee gekommen, bei Kleinanzeigen Ebay ein Stellengesuch einzustellen, die meisten Angebote waren irgendwelche Geschäfte auf Provisionsbasis. Also Versicherungen verkaufen, Telefonanschlüsse aufschwatzen und so was halt. Bringt mich nicht wirklich weiter, weil es immer eine gewisse Zeit braucht, bis die ersten Verträge geschlossen sind – bis dahin würde ich dann wahrscheinlich schon eine Bank ausrauben müssen, damit ich meine Fixkosten bezahlen kann. Aber es gab auch eine interessante Rückmeldung, wobei ich bei schon den Glauben verloren habe, dass das noch was wird, immerhin haben die dort meine Bewerbungsunterlagen jetzt schon fast eine Woche. Aber warten wir es ab, vielleicht täusche ich mich ja.

Durch das Buch „Alles Grün und Gut?“ (Amazon Partnerlink) von Dirk Maxeiner und Michael Miersch bin ich mal wieder auf das Thema Gentechnik und Nutzpflanzen aufmerksam geworden. Auf meinungsschauspieler.de veranstalte ich zu dem Thema eine Blogparade und dieser Artikel hier soll nun mein Beitrag dazu werden.

Tomatenpflanzen

Ich lehne Gentechnik nicht ab!

 

Als Erstes muss ich wohl erst einmal ein Geständnis machen: Ich lehne Gentechnik nicht ab! Ich sehe in der Gentechnik Chancen, um alle Menschen auf dieser Erde mit Lebensmittel zu versorgen. Ja, derzeit haben wir sogar eine Überproduktion an Lebensmitteln, die nur richtig verteilt werden müssten, damit keiner mehr hungern muss. Aber die Weltbevölkerung wächst ja nach wie vor und damit würde auch die Fläche wachsen, die benötigt wird, um alle Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen. Doch da sehe ich schon das erste Problem. Wenn sich unsere Ackerflächen weiter ausdehnen, bleibt für die Tierwelt weniger Platz. Es würde also wieder auf eine Verdrängung hinauslaufen, die natürlich der Mensch gewinnen würde.

Und genau deswegen sehe ich in Gentechnik Chancen. Sie kann dafür sorgen, dass mehr Lebensmittel auf weniger Fläche entstehen können, was wiederum dazu beiträgt, dass mehr Fläche für die Tiere erhalten bleibt. Und ja, ich sehe es auch durchaus positiv, wenn Pflanzen dadurch so verändert werden, dass sie auch in trockenen Gebieten wachsen können oder das sie immun sind gegen Krankheiten und Pilzen.

Wer sind wir, dass wir lieber Menschen verhungern lassen, als die Technik zu nutzen, hier eine Versorgungssicherheit herzustellen? Eine Versorgungssicherheit, die Biolandbau gar nicht bieten kann, da er dazu sehr viel größere Flächen benötigen würde, von Missernten durch Pflanzenseuchen mal ganz abgesehen? Solange es für die Umwelt, die Tiere und natürlich auch für uns Menschen unschädlich ist, solange sehe ich nicht, warum wir das Recht haben sollten, uns gegen Gentechnik zu stellen.

Der Mensch greift seit Jahrtausenden in die Umwelt ein, er züchtet schon ewig Pflanzen, die mit der natürlichen Form nicht mehr viel zu tun haben und bisher hat sich keiner darüber aufgeregt. Schon deswegen nicht, weil diese Eingriffe dafür sorgen, dass wir heute genügend Lebensmittel haben und wir auch nicht hungern müssen, wenn wir wieder mal ein Jahr mit Missernten haben. Wir sollten vielleicht auch nicht vergessen, dass die Natur selbst das größte Gentechniklabor auf dieser Erde ist.

Glauben wir nun an Gott oder nicht?

 

Einer der größten Einwände gegen Gentechnik ist, dass wir uns nicht in die Schöpfung einzumischen hätten. Ganz ehrlich? Ich glaube nicht an diese Schöpfung. Das Leben auf dieser Erde hat sich zufällig entwickelt und zufällig sind dabei auch wir entstanden. Und wenn ich nicht an die Schöpfung glaube, dann kann auch Gentechnik kein Eingriff in diese Schöpfung sein.

Viele Menschen behaupten ja inzwischen von sich, dass sie nicht an Gott glauben, aber dort, wo ihnen dieser Glaube Vorteile in ihrer Argumentation bringt, dort sind sie auf einmal streng gläubig. Nein, ich kann das nicht ernst nehmen, aber doch, auch ich habe Bedenken gegenüber der Gentechnik, die schon allein in der Veranlagung der Menschen liegen.

Wir nutzen Technik nicht nur, um Gutes zu tun.

 

Einer meiner Bedenken ist, dass wir Menschen Technik bisher noch nie nur dazu genutzt haben, um Gutes zu tun. Warum sollte dies mit Gentechnik anders sein? Und ja, Gentechnik kann ganz sicher auch militärisch genutzt werden, und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie auch dazu genutzt werden wird. Und genau das ist der Punkt, an dem ich Angst bekomme. Nur, auch wenn wir Gentechnik verbieten, das Militär wird sich die Forschung in diesem Bereich nicht verbieten lassen und es wird die Ergebnisse auch nicht verstecken, sondern es wird diese anwenden, sobald es die Möglichkeit dazu hat. Ein Verbot wird also nicht dazu beitragen, eine militärische Nutzung dieser Technologie zu verhindern, weshalb ich darin keine Begründung sehe, die zivile Nutzung zu unterdrücken.

Wenige Unternehmen haben die Gewalt über das Saatgut

 

Ein größeres Problem habe ich damit, dass das gentechnisch veränderte Saatgut in den Händen von privaten Unternehmen ist. Das ist schon deswegen ein Problem, weil dieses Saatgut meist nicht in der Lage ist, sich fortzupflanzen. Das Saatgut muss jedes Jahr neu gekauft werden, was die Menschen in die Abhängigkeit von privaten Unternehmen treibt und was ebenso dazu führt, dass diese Unternehmen dadurch in der Lage sind, Staaten und Menschen zu erpressen. Allerdings ist dieses Problem durchaus lösbar, indem diese Unternehmen verstaatlicht werden und jeder Staat zugriff auf dieses Wissen hat, um das Saatgut selbst herstellen zu können.

Verdrängung von „normalen“ Pflanzen und Tieren

 

Natürlich besteht auch die Gefahr, dass durch gentechnisch veränderte Pflanzen andere Pflanzen verdrängt werden, die vorher natürlich in der Natur vorkamen. Das würde sich dann nicht nur auf die Pflanzenwelt auswirken, sondern eventuell auch auf die Tierwelt.

Und natürlich könnten die veränderten Pflanzen auch direkt in die Tierwelt eingreifen, indem sie Abwehrstoffe gegen Schädlinge entwickeln, die eigentlich gar keine sind oder die zum Beispiel Nahrungsgrundlage für Vögel und andere Tiere sind.

Fazit

 

Auch ich habe durchaus Bauchschmerzen bei der Gentechnik, wenn ich an die Nebenwirkungen denke, die durchaus auftreten können, aber dennoch ist Gentechnik auch eine Chance, die wir nicht einfach vergeuden dürfen. Wir sollten die Gentechnik dazu nutzen, um die Lebensqualität der Menschen und der Tiere zu verbessern, dabei aber Verhindern, dass das Wissen darüber nur auf wenige Menschen konzentriert ist.

Keine Regeln, keine Gesetze, eine neue Gesellschaft ist möglich und noch mehr Blablabla. So hat Sat1 sein Newtopia angekündigt. Doch was bekommt der Zuschauer? Der Zuschauer bekommt ein neues Big Brother vorgesetzt. Ja, es ist ein neues Konzept und es gibt keine dämlichen Aufgaben, aber es ist eben nicht mehr, als ein Bauernhof, der das Bedürfnis des Voyeurismus befriedigt.

Keine Regeln, keine Gesetze

 

Laut Sat1 soll es in Newtopia keine Regeln und Gesetze geben. Die Gruppe, die sich auf das Abenteuer eingelassen hat, soll diese selbst gestalten und dadurch eine neue Gesellschaft gründen. Doch natürlich ist das Schwachsinn, denn Newtopia befindet sich in Deutschland! Somit gilt in Newtopia sowohl das deutsche Grundgesetz, wie auch alle anderen Gesetze, die in Deutschland gültig sind.

Nehmen wir also an, die Bewohner von Newtopia würden entscheiden, dass in Newtopia der Anbau, Besitz und Konsum von Drogen legal wäre. Was würde wohl passieren? Genau, die Polizei würde in Newtopia einrücken, die Drogen beschlagnahmen, die Personalien aufnehmen und Anzeige gegen die Bewohner erstatten. Aber soweit müssen wir ja gar nicht gehen, es sind ja schon die einfachen Dinge, welche die Grenzen aufzeigen. Einfach eine kleine Hütte bauen? Das ist nur möglich, wenn es eine Baugenehmigung dafür gibt – ist natürlich sehr hilfreich, wenn dort eine eigene, neue Gesellschaft entstehen soll.

Dasselbe gilt übrigens auch für andere Dinge. Wie sieht es mit dem Eigentumsrecht aus? Wie mit geistigem Eigentum? Wenn die Gesellschaft dort neue Wege gehen will, wie sieht es dann mit dem Eigentum der Menschen aus, die nicht in der Gesellschaft leben? Was wäre zum Beispiel, wenn die Leute dort beschließen, dass der illegale Download von Musik keine Straftat ist? Richtig, dies wäre scheiß egal, sie würden dennoch dafür vor Gericht gestellt.

Sat1 schwindelt also schon, wenn sie behaupten, dass dort keine Regeln gelten, denn das Grundgesetz und die anderen Gesetze in Deutschland sind Regeln und diese gelten auf jeden Fall für die Bewohner von Newtopia.

Damit steht auch Fazit Nummer eins fest: In Newtopia kann keine neue Gesellschaft entstehen. Die Gruppe kann versuchen sich autark zu versorgen, sodass sie eventuell ein neues Wirtschaftssystem leben könnten. Natürlich auch nur in den Grenzen der Gesetze der Bundesrepublik. Bedeutet, sie müssten genügend Geld verdienen, um ihre Krankenversicherung zu zahlen, denn diese ist Pflicht in Deutschland, sie müssten ein Gewerbe anmelden, damit sie Geld verdienen dürfen und sie müssten notfalls auch Steuern zahlen. Nun ja, was bliebe dann noch vom eigenen Wirtschaftssystem?

Autarkes Leben

 

Vielleicht hätte das Experiment spannend werden können, wenn der „Bauernhof“ vollkommen von der Außenwelt abgeschottet wäre und die Bewohner sich autark versorgen müssten. Dazu hätte dann aber gehört, dass dort für die Anfangszeit das Lebensnotwendige zur Verfügung steht, damit die Bewohner von Newtopia die Grundlagen hätten schaffen können, um sich autark versorgen zu können. Hinzu kommt, dass die Nahrung ja nicht alles ist, um eine neue Gesellschaft zu gründen. Was ist zum Beispiel mit der medizinischen Versorgung? Auch das gehört zu einer Gesellschaft dazu, genau wie viele andere Dinge, die in Newtopia einfach nicht möglich sind.

Damit dann auch Fazit Nummer zwei: In Newtopia ist die Gesellschaft gar nicht ausreichend abgebildet, was wiederum ein Grund ist, warum in Newtopia keine neue Gesellschaft entstehen kann. Eine autarke Versorgung der Grundbedürfnisse erweitert zwar die Unabhängigkeit, aber es bleiben genügend Abhängigkeiten zur Außenwelt und zum kapitalistischen System bestehen.

Rauswählen von Bewohnern

 

Was zum Konzept nun aber überhaupt nicht passt, ist, dass jeden Monat irgendwer Newtopia verlassen muss. Hallo? Die Leute starten dort, sollen etwas Neues erschaffen, leben aber jeden Monat mit der Angst, dass sie das Projekt verlassen müssen. Was soll dabei entstehen? Es entsteht doch höchstens die Angst davor, etwas Falsches zu machen, und dafür von den anderen abgestraft zu werden. Es entsteht also Wettbewerb! Es kann also nicht einmal eine Gesellschaft ohne Wettbewerbsdruck entstehen.

Und was mir dann noch ganz übel aufstößt, ist, wenn der Sendeleiter in einer ganzen Sendung Stimmung gegen eine einzelne Person macht. Der Zuschauer kann diese Person ja mögen oder nicht, aber wenn die gesamte Folge darauf zugeschnitten ist, eine einzelne Person an den Pranger zu stellen, weil dessen Lebensweise eben nicht der entspricht, die ein Mensch mit westlicher Prägung erwartet, dann ist es einfach nur zum Kotzen und zeigt deutlich, worauf diese Sendung aus ist. Diese Sendung möchte, dass Menschen scheitern! Diese Sendung möchte nichts Neues erschaffen, diese Sendung will, dass Menschen zerbrechen und die Sendung möchte, dass die Alternativlosigkeit des westlichen Gesellschaftssystems in den Köpfen verankert wird.