Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

Eine kurze Begegnung, ein Blick. Eine Erwiderung. Schnelles wegsehen, weil einem durch den Kopf geht, dass der Blick als Starren aufgenommen werden könnte, weil die Person, der dieser Blick galt, doch interessant wirkte. Dann die Gedanken, was die andere Person wohl über einen denkt, wenn sie überhaupt über einen nachdenkt. Hat sie dich wahrgenommen? Fand sie dich vielleicht auch interessant?

Ich glaube, jeder von uns kennt solche Situationen. Momente der kurzen Begegnung, die dann aber gar nicht so kurz sind, weil einem der Mensch nicht mehr aus dem Kopf geht, der gerade an einem vorbeilief. Und weil diese Momente etwas Besonderes sind, möchte ich daraus eine Blogparade machen.

Was denkt die Person wohl über mich?

 

Was meint ihr, was die Person, in solch einem Moment, wohl über euch denken mag? Natürlich ist die Chance groß, dass die Person euch gar nicht bemerkt hat, aber gehen wir doch einfach einmal davon aus, dass sie euch gesehen hat und das sie sich Gedanken über euch macht. Was meint ihr, was sie wohl denken mag?

Die Regeln:

 

Blogparaden brauchen eigentlich gar keine Regeln, da aber viele auf ein Enddatum bestehen, setze ich dieses mal auf den 31.08.2015. Wer möchte, verlinkt auf diesen Artikel hier, wer nicht möchte, sollte mir zumindest einen Kommentar hinterlassen, damit ich den Beitrag auch lesen kann. Mein Beitrag wird in den nächsten Tagen hier erscheinen.

Gerade von der Arbeit reingestürmt, was gegessen, was getrunken und nun folgt der Wochenrückblick. Draußen gewittert es gerade, was hoffentlich eine kleine Abkühlung für die Nacht bringt, also genau der richtige Moment, um hier jetzt ein wenig was zu schreibseln.

Arbeit

 

Gibt nichts Neues, was ich erzählen könnte. Es macht immer noch Spaß, und der Spaß ist ja bekanntlich das Wichtigste an der Arbeit.

Studium

 

Auch hier gibt es nicht viel zu sagen. Es muss halt immer nebenbei ein wenig gelernt werden und wirklich spannend wird es wohl erst wieder, wenn die Klausuren vor der Tür stehen. Nächste Woche muss ich dann mal schauen, für welche Klausuren ich mich in diesem Semester noch anmelde und welche Module ich im nächsten Semester belege. Wird auch noch mal spannend.

Pflanzen

 

Hach, inzwischen hängen an meiner Tomatenpflanze viele grüne Tomaten. Noch ein paar Wochen und ich kann die Ersten ernten. Damit hat es sich schon jetzt gelohnt, wieder Tomatenpflanzen gepflanzt zu haben. Auch wenn die Sorte diesmal eine ganz andere ist, die aber, so empfinde ich es, besser auf unseren kleinen Balkon passt als die Sorte, die wir letztes Jahr hatten.

Auch meine Mangopflanze wächst und wächst. Inzwischen habe ich gelernt, dass der Baum ein paar Jahre braucht, um wirklich zu einem großen Baum zu werden, sodass ich ein paar Jahre spaß dran haben werde, zumindest dann, wenn sie mir vorher nicht eingeht, aber davon gehe ich jetzt nicht aus.

Sport

 

Ich war auch diese Woche wieder nicht laufen. Seit 2008, solange zeichne ich meine Läufe jetzt schon auf, ist dieses Jahr das schwächste von mir. Ich habe ja schon öfter geschrieben, dass ich dieses Jahr irgendwie nicht die richtige Motivation zum Laufen habe. Hinzu kommen jetzt noch die Arbeitstage, die auch schon mal ziemlich lang werden können und die dann auch an der Motivation nagen. Aber es wird auch wieder aufwärtsgehen, ein Leben ohne Laufen kann ich mir nicht so wirklich vorstellen.

Dafür war ich diese Woche zwei mal Schwimmen. Die Temperaturen haben einen ja praktisch dazu gezwungen und so bin ich dann im See ein paar Runden geschwommen, also so ganz unsportlich war ich nicht.

Und Rad bin ich natürlich auch wieder gefahren. Hin zur Arbeit und zurück nach Hause. Bei der Hitze gleich doppelt so anstrengend, aber ich habe es überlebt und somit kann es nicht ganz so schlimm gewesen sein ;).

Sonstiges

 

Inzwischen ist zu dem Gewitter auch der Regen hinzugekommen und auch der Donner ist jetzt deutlich zu hören. Abgekühlt ist aber leider noch nichts, aber was nicht ist, kann ja immer noch kommen ;).

Eigentlich sollte hier jetzt ein Artikel von der Fledermausführung stehen, aber da ich die Führung leider verpasst habe, wird es doch nur der Wochenrückblick. Die Fledermausführung wird aber am 31.07. nachgeholt, diesmal weiß ich ja, wo der Treffpunkt ist, und wann ich losfahren muss. Aber kommen wir jetzt zum Wochenrückblick.

Blick Berlin Brandenburg

Studium

 

Ich fange heute einfach mal mit dem Studium an. Ich habe mich diese Woche für zwei Klausuren angemeldet. Es werden sicher noch ein paar mehr, aber der Anfang ist gemacht. Die erste Klausur wird am 22.08 stattfinden und der Rest dann im September. Mehr ist zum Studium auch nicht zu sagen. Gehen wir also weiter zum nächsten Punkt.

Arbeit

 

Ich glaube, ich hatte euch schon von dem Computer erzählt? Der läuft jetzt! Es sind zwar erst vier Tage, die er jetzt wieder funktioniert, aber ich bin guter Hoffnung, dass das jetzt ein Zustand ist, der etwas länger anhält. Vorher musste ich mich aber erst einmal stundenlang mit Updates rumquälen, dann wollte der Rechner nicht ausgehen und dann, ja dann funktionierte er super.

Ansonsten habe ich natürlich wieder Brote geschmiert, verpackt und andere sinnvolle Arbeiten gemacht. Und wenn ich euch etwas sagen darf: Kommt niemals auf die Idee mich „fleißiger Sven“ zu nennen, ich werde euch dann etwas antun müssen.

Pflanzen

 

Meine Pflanzen auf dem Balkon – also auch die Tomate – hat die Unwetter dieser Woche überlebt und sie wachsen und wachsen und wachsen. Vor allem das Unkraut, huch, jetzt habe ich es doch Unkraut genannt. Es hängen aber auch schon einige Tomaten an der Tomatenpflanze, die dieses Jahr aber anscheinend nicht so groß werden, wie die Tomaten im letzten Jahr.

Auch der Mangopflanze geht es gut. Ein neues Foto lohnt sich aber noch nicht, da die doch ziemlich langsam wächst und ein großer Unterschied nicht festzustellen ist.

Sport

 

Ich war nicht Laufen. Wirklich, ich war diese Woche nicht laufen. Aber dafür bin ich ja viel mit dem Fahrrad gefahren. Laufen sollte ich auch wieder, aber das dann erst in der nächsten Woche.

Sonstiges

 

Hmmm… ich könnte hier jetzt über die SPD schreiben. Ich könnte über Griechenland schreiben, ich könnte über vieles schreiben, ich mache es aber nicht. Würde jetzt doch ein wenig zu lang werden, aber wenn ich in der nächsten Woche die Motivation finde, dann schreibe ich genau über diese Themen.

der Nebel

Hach, sieben Tage vergehen so verdammt schnell, ich weiß gar nicht, wo die schon wieder hin sind und wenn ich ehrlich bin, weiß ich nicht mal, was ich in der Woche so gemacht habe.

Pflanzen

 

Sie wachsen immer noch ;). Tomaten wachsen, Mangopflanze wächst und das Kraut auf meinem Balkon wächst auch. Deswegen hier jetzt mal ein paar Fotos ;).

Mangoplanze Erdbeerpflanze tomaten

Arbeit

 

Ich muss ja ehrlich sein, wenn ich das Studium nicht abschließe, dann könnte ich mir vorstellen, eine Zeitlang genau das zu machen, was ich jetzt mache. Aber leider steht ja jetzt schon das Ende fest, da es nur eine Saisonarbeit ist. Mit viel Glück komme ich mit der Arbeit über den September, dann muss ich mir wieder was Neues suchen, wobei ich natürlich schon vorher anfangen muss, mir etwas Neues zu suchen ;). Aber daran möchte ich erst mal nicht denken, erst einmal möchte ich jetzt die Zeit genießen, auch wenn ich gar nicht weiß, was mich am Einpacken von Sandwisches so fasziniert. Aber hey, wahrscheinlich sind es nur die Menschen, die mir an der Arbeit soviel Spaß machen.

Studium

 

Habe ich schon erwähnt, dass ich immer mal wieder Termine vergesse? Nein? Okay, ich vergesse immer mal wieder Termine. Wäre jetzt kein Beinbruch, wenn sich der nächste Termin dann nicht erst ein halbes Jahr weiter in der Zukunft befinden würde. Aber okay, ich liebe ja das Chaos, diese Herausforderung, doch irgendwie den Überblick zu behalten.

Sport

 

21 Kilometer bin ich diese Woche gelaufen. Ist jetzt nicht wirklich viel, aber dafür, dass das Laufen dieses Jahr irgendwie nicht mein Ding ist, ist das dann doch wieder ne ganze Menge. Auch bin ich wieder mit dem Rad gefahren. Zwar nicht viel, weil der Weg zur Arbeit jetzt nicht die Welt ist, aber es sind jeden Tag knapp 16 Kilometer, was schon total in Ordnung ist.

Sonstiges

 

Ich war diese Woche mal wieder bei einer politischen Veranstaltung. Die fand im Berlinxxnet statt und es ging dabei um „Linke und die Perspektiven der digitalen Revolution“. Einfach mal anklicken und den Blogartikel lesen, den ich dazu geschrieben habe.

Der letzte Wochenrückblick ist nun auch schon wieder drei Wochen her, somit wird es langsam Zeit, hier mal wieder ein wenig die Zeit zusammenzufassen. Ich bin ehrlich, mir fällt gerade nicht so viel ein, aber starten wir einfach mal.

Kräuterwiese

Pflanzen

 

Meine Tomatenpflanze hat sich in den letzten drei Wochen richtig schön weiterentwickelt. Inzwischen hängen sogar schon kleine Tomaten dran, sodass es wohl bald die ersten selbst geernteten Tomaten geben wird. Nachdem ich von vier Pflanzen drei verloren habe, ist das jetzt schon positiv, besonders, weil sich die Pflanze durchgesetzt hat, die am Anfang am schwächsten war.

Auch die Mangopflanze wächst weiter vor sich hin. Sie wird zwar weiterhin nicht wirklich größer, aber sie bekommt immer mehr Blätter, was ja bedeutet, dass sie noch lebt ;).

Arbeit

 

Die letzten Wochen vergingen auch so schnell, weil ich jetzt etwas mehr arbeite. Dabei ging es nicht nur um die Ess-Pakete, sondern auch um den Rechner, der nicht wirklich funktionierte. Nachdem ich das fehlgeschlagene Update von Windows 8 auf Windows 8.1 rückgängig gemacht hatte und der Rechner wieder vernünftig lief, gab nach fünf Tagen irgendwas seinen Geist auf, sodass er nicht mehr so wollte, wie ich wollte. Er wollte nicht mehr booten, wobei ich den Rechner auch nicht zurücksetzen konnte, weil ihm irgendeine Partition fehlte. Ich gehe deswegen davon aus, dass die Festplatte einen defekt hat. Allerdings konnte ich die Daten noch retten, sodass der Defekt nicht ganz so schlimm ist.

Auch ein neues Formular habe ich erstellt, wobei ich bemerkt habe, dass das Windows-Office immer schlechter wird. Warum kann ich in einem Word-Dokument die Tabellen nicht mehr anständig bearbeiten? Beziehungsweise, warum muss ich eine dämliche „Excel-Tabelle“ einfügen, die dann auch nicht so wirklich schön zu designen ist? Auf jeden Fall habe ich dann LibreOffice installiert, und da ein vernünftiges Formular erstellt.

Dann bin ich jetzt auch schon zwei Mal mit dem Transporter gefahren, um einige Ess-Pakete auszuliefern. Ich bin zwar noch ein wenig unsicher, aber mit dem Transporter macht das fahren in der Stadt doch irgendwie Spaß. Ansonsten habe ich halt Ess-Pakete gepackt und auch Sandwisches geschmiert.

Studium

 

Das steht derzeit ein wenig im Hintergrund. Nein, es ist nicht vergessen und ja, ich möchte es so schnell wie möglich abschließen, aber nachdem ich jetzt schon vier Klausuren mit einer schlechten Note bestanden habe, möchte ich schon auch ein paar Klausuren mit etwas besseren Noten abschließen, damit der Notendurchschnitt am Ende auch vernünftig aussieht. Deswegen werde ich in diesem Semester Klausuren nachholen, die ich in den letzten Semestern verschoben habe und die Dinge, die in diesem Semester neu waren, auf das nächste Semester verschieben. Und nein, die Arbeit soll keine Ausrede dafür sein, denn auch im nächsten Semester muss ich arbeiten.

Sport

 

Lauftraining steht derzeit weiterhin im Hintergrund. Ich laufe zwar wöchentlich immer ein paar Kilometer, aber mit dem Rad fahre ich derzeit sehr viel mehr Kilometer. Heute sind mein Laufpartner und ich zum Beispiel 65 Kilometer auf dem Mauerweg gefahren, was richtig viel Spaß gemacht hat. Aber auch zur Arbeit fahre ich immer mit dem Fahrrad, was täglich knapp 16 Kilometer sind. Sind zwar nicht viel, aber es kommt natürlich einiges im Monat zusammen.

Sonstiges

 

Mehr fällt mir gerade nicht ein. Aber vielleicht gibt es im nächsten Wochenrückblick wieder mehr ;).

2015-06-07 12.27.01

„Menschliche Inkompatibilität“, das ist das aktuelle Thema vom Blogideekasten. Als ich das Thema gestern sah, dachte ich schon, ich würde dazu wieder nichts schreiben können, da ich überhaupt nicht wusste, was das überhaupt sein soll. Doch wie es der Zufall so will, stolperte ich heute über einen Artikel, bei dem mir das Thema sofort wieder ins Gedächtnis kam.

Unsere Gesellschaftsform ist menschlich inkompatibel

 

Im Artikel ging es um die Verdrängung von Menschen. Um genauer zu sein, es ging um die Verdrängung von Obdachlosen aus dem öffentlichen Raum. Da werden an öffentlichen Orten Spikes in den Boden gelassen, damit sich die Obdachlosen dort ja nicht hinsetzen oder hinlegen. Erinnert an diese Stachelmatten auf Bahnhöfen, die Tauben davon abhalten sollen, sich dort niederzulassen. Oder nehmen wir die Entlüftungsgitter. Im Winter ein Ort, an dem sich Obdachlose zumindest ein wenig aufwärmen können. Aber auch dieser Ort wird so umgebaut, damit Obdachlose die Wärme auch gar nicht nutzen können, obwohl es viel zu wenige offizielle Orte gibt, an denen sich Obdachlose im Winter aufwärmen können.

Die Gesellschaft möchte die Obdachlosen nicht sehen. Ja, ich verallgemeinere hier etwas, in dem Bewusstsein, dass es Teile in der Gesellschaft gibt, die den Obdachlosen durchaus helfen wollen. Aber der Großteil möchte nicht, dass sich Obdachlose in Bahnhöfen aufhalten. Sie wollen diese nicht im öffentlichen Straßenbild sehen, wollen sich nicht mit den Problemen beschäftigen, die es in dieser Gesellschaft gibt. Ich glaube sogar, dass vielen die Obdachlosen auch nur peinlich sind, weil sie zeigen, dass es auch in einem reichen Land wie Deutschland extreme Armut gibt.

Aber eine Gesellschaft, die Menschen, die schon alles verloren haben, noch weiter verdrängt, ist keine Gesellschaft, die menschlich kompatibel ist. Eine Gesellschaft, die die Augen vor Armut und Leid verschließt und lieber auf andere Länder verweist, in denen es den Menschen noch schlechter geht, hat keinen Funken Menschlichkeit. Auch dann nicht, wenn sie so tut, in anderen Ländern zu helfen, obwohl sie dort eigentlich nur das eigene System verteidigen möchte.

Es ist keine Lösung, wenn ich irgendwo Spikes in den Boden einlasse, ebenso ist es keine, wenn ich Orte so verändere, dass dort der Aufenthalt für Obdachlose unmöglich wird. Es ist eine reine Verdrängung, eine Verdrängung, weil es beschämend wäre, die Armut, die in einem Land wie Deutschland eigentlich nicht nötig wäre, auch noch öffentlich zu zeigen. Eine Lösung wäre es, den Menschen zu helfen, ihnen zumindest Orte zu schaffen, an denen sie vor Kälte, Wind und Regen geschützt sind, obwohl das eigentlich noch viel zu wenig ist. Nicht das Verdrängen ist die Lösung, sondern das Helfen. Wenn Entlüftungsgitter wärme spenden, warum dann nicht auch eine kleine Hütte bauen, damit die Obdachlosen dort auch vor Niederschlägen geschützt sind? Das wäre Menschlichkeit, das wäre eine Gesellschaft, die menschlich kompatibel wäre.

Abendhimmel

Gerade läuft eine Blogparade zum Thema „Was, wenn morgen mein (dein) letzter Tag wäre?“. Ich finde es immer wieder faszinierend, dass Menschen sich Gedanken darüber machen, wie sie ihren letzten Tag verbringen wollen. Ich glaube, es ist auch ein Anzeichen dafür, dass viele Menschen mit ihrem Leben unzufrieden sind, weswegen sie sich den letzten Tag vorstellen, da sie an diesem Tag nicht mehr wirklich etwas zu verlieren haben.

Aus Grenzen ausbrechen

 

Der letzte Tag ist dabei meist ein Ausbrechen aus Grenzen, die wir Menschen uns selbst auferlegen. So wollen viele Menschen am letzten Tag ihres Lebens nicht mehr zur Arbeit gehen. Verständlich, denn für viele Menschen ist die Arbeit nicht sinnstiftend. Sie ist ein Übel, damit das Überleben finanziert werden kann. Arbeit soll das Einkommen bringen, mit dem sich die Menschen dann ihre Träume finanzieren können. Nur meist bleibt dann gar nicht mehr die Zeit, um die eigenen Träume zu leben. Deswegen ist für mich nicht verwunderlich, dass viele an ihrem letzten Tag nicht mehr arbeiten wollen.

Das Problem ist nur, dass der letzte Tag auch nur 24 Stunden hat, weswegen der letzte Tag überhaupt nicht reicht, um all die Träume zu leben, die vorher aufgeschoben wurden. Ein weiteres Problem ist, dass das Geld fehlt, um all die Dinge umzusetzen, die wir am letzten Tag gerne machen würden. Natürlich ist es möglich, sich einfach zu verschulden. Da es der letzte Tag ist, wäre das nicht wirklich schlimm, da der Zeitpunkt der Rückzahlung nicht mehr erlebt wird, aber sich zu verschulden ist meist auch nicht so einfach, schon gar nicht, wenn es der letzte Tag des Lebens ist.

Aber warum lassen wir uns diese Grenzen setzen? Warum entfalten wir uns nicht jeden Tag, warum lassen wir uns durch Geld einengen und überwinden diese Grenzen nicht einfach? Natürlich müssten wir dann immer noch Arbeiten, aber wenn diese Arbeit, unabhängig von Profiten, auf alle Menschen verteilt wird, dann ist es nur noch ein geringer Teil unseres Lebens. Der weitaus größere Teil würde uns dann zur persönlichen Entfaltung zur Verfügung stehen, auch wenn die Vorstellung wohl erst einmal erschreckt, denn zu viel Freizeit kann auch schnell langweilig werden. Wenn wir dann aber weiter denken, dann fällt uns auf, dass wir uns dann nicht mehr überlegen müssten, was wir tun, wenn morgen unser letzter Tag wäre, sondern wir könnten jeden Tag bewusst so Leben, wie wir es für richtig halten.

Doch warum schreibe ich das jetzt alles? Nun, weil die Vorstellung, dass wir den letzten Tag auf dieser Welt zu etwas Besonderen machen könnten, für mich komisch ist. Wenn ich nur den letzten Tag so leben würde, wie ich es für richtig halte, hätte ich gar keine Zeit mehr, um mich an diesen Tag zu erinnern. Ich wäre ja am nächsten Tag nicht mehr am Leben, weswegen es irgendwie sinnlos wäre.

Am letzten Tag meines Lebens möchte ich auf mein Leben zurückblicken. Ich möchte in Erinnerungen schwelgen, will über Dinge lachen, die ich erlebt habe, will vielleicht auch über Erinnerungen weinen. Am letzten Tag möchte ich nicht mehr aktiv etwas erleben, am letzten Tag will ich von meinem Leben etwas erzählen können, will mit anderen Menschen zusammen sein, mich verabschieden, mir Fotos ansehen. Ich möchte am letzten Tag meinen Träumen nicht hinterher hetzen, will nicht noch schnell all das Erleben, was ich in den Jahrzehnten davor verpasst habe. Ich will zurückblicken und sagen können, dass all das, was ich gemacht habe, okay war, nicht perfekt, aber doch so, dass ich damit zufrieden sein kann.

Wenn ich am letzten Tag unzufrieden bin, wenn ich am letzten Tag nicht sagen kann, dass mein Leben ausgefüllt war, dann habe ich etwas falsch gemacht. Nein, ich werde nicht all meine Träume gelebt haben, da bin ich mir sicher, aber ich werde all die Träume gelebt haben, die in mein Leben gepasst haben.
Wenn morgen also mein letzter Tag wäre, würde ich nichts Neues mehr tun. Ich würde mich von all den Menschen verabschieden, die mein Leben bereichert haben. Ich würde mit ihnen in Erinnerung schwelgen, würde mit ihnen Lachen, mit ihnen Weinen und am Ende würde ich, so hoffe ich zumindest, mit einem Lächeln im Gesicht einschlafen.

Ja doch, ich weiß, der letzte Wochenrückblick ist schon wieder zwei Wochen her, aber was soll’s? Gibt es jetzt halt wieder einen Rückblick für zwei Wochen. Diese Woche habe ich auch wieder ein Foto von meiner Tomatenpflanze für euch, das folgt hier jetzt auch sofort ;).

Tomatenpflanze

Arbeiten

 

Nachdem es am Anfang nicht so gelaufen ist, wie ich es mir vorgestellt hatte, ist es in den letzten beiden Wochen doch noch besser geworden. Es wird zwar knapp werden, aber das Geld sollte reichen, um alle Kosten zu decken, die am Anfang des Monats anfallen. Für den nächsten Monat sieht es noch sehr viel besser aus, jedenfalls bis jetzt, habe nämlich schon die Termine für den halben Monat. Es geht also bergauf ;).

Studium

 

Habt ihr schon einmal gelesen, dass sich ein Student darüber ärgert, dass er eine Klausur bestanden hat? Nö? Dann lest ihr es hier zum ersten Mal. Ja, ich ärgere mich darüber, dass ich eine Klausur bestanden habe. Als ich das Ergebnis bekam, war ich leicht geschockt, denn ich hatte mich bei dieser Klausur mit der Zeit verspekuliert, weswegen ich eine Aufgabe überhaupt nicht bearbeiten konnte – und das waren ungefähr 40 Punkte von 100. Da die Klausur aber generell sehr einfach war, hätte ich sie gerne noch ein zweites Mal geschrieben, da in dieser Klausur locker eine Zwei drin gewesen wäre, mit etwas Anstrengung sogar eine Eins. Jetzt habe ich die mit 51,5 Prozent bestanden, weswegen ich mit einer Vier leben muss. Das Problem ist nämlich, dass bestandene Klausuren nicht wiederholt werden dürfen.

Ansonsten wird das Semester jetzt mehr ein Urlaubssemester. Ich werde zwar ein paar Klausuren schreiben, aber ich bin derzeit mehr mit dem Geld verdienen zugange, wie oben schon unter Arbeit nachzulesen ist, aber das ist nicht so schlimm, denn lieber ein Semester mehr, als ganz aufhören müssen, oder?

Pflanzen

 

Oben habt ihr ja schon die Tomatenpflanze gesehen. Sie ist wunderschön groß geworden, womit ich schon fast nicht mehr gerechnet hätte. Aber okay, eine Tomatenpflanze ist besser als keine Tomatenpflanze und die ersten Blüten sind auch schon dran.
Auch die Mangopflanze wächst vor sich hin. Also zumindest bekommt sie mehrere neue Blätter. Wirklich größer geworden ist sie noch nicht, aber so ein Baum braucht wahrscheinlich auch länger, um wirklich groß zu werden. Gehe ich jetzt zumindest von aus, denn wirklich auskennen tue ich mich mit Mangopflanzen nicht.

Sport

 

Ich merke gerade, dass ich beim letzten Wochenrückblick gar nicht auf den Sport eingegangen bin. Nun, viel verpasst habt ihr nicht. Ich bin diesen Monat mehr Fahrrad gefahren als gelaufen. Irgendwie bin ich derzeit nicht wirklich in Laufstimmung, was wahrscheinlich auch daran liegt, dass ich mir derzeit keine neuen Laufschuhe leisten kann und meine Laufschuhe so langsam am Ende sind. Aber mal sehen, auch Fahrradfahren ist ja was Schönes ;).

In Zahlen: Ich bin in diesem Monat bisher 41,78 Kilometer gelaufen und 177,4 Kilometer mit dem Rad gefahren. Mal sehen, was nächste Woche noch so dazu kommt.

Sonstiges

 

Tja, sonst war da die SPD mit ihrem Tarifeinheitsgesetz. Zum Kotzen sage ich! Die Partei, die aus der Arbeiterbewegung geboren wurde, ist inzwischen zu einer reinen Wirtschaftspartei verkommen. Eigentlich braucht sie keiner mehr, denn wer unsoziale Politik möchte, der kann auch CDU/CSU wählen.

Gestern stöberte ich ein wenig durch meine alten Blogartikel und musste mit erschrecken feststellen, dass ich radikaler geworden bin in meinen Ansichten. Zum Beispiel: 2011 war ich noch generell gegen Gewalt an Gegenständen. Damals wurde hier am Ostkreuz ein Kabelstrang der S-Bahn in Brand gesteckt, was natürlich zu Zugausfällen und anderen Störungen geführt hatte. Jetzt schreiben wir das Jahr 2015, und diese generelle Ablehnung ist gewichen. Ich lehne Gewalt gegen Gegenstände nicht mehr ab, im Gegenteil, ich sehe sie inzwischen als legitime Aktionsform, um politische Forderungen zu untermauern. Sicher ändern sich Ansichten über die Jahre, aber ich war gestern schon ein wenig geschockt, als mir das aufgefallen ist.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch das Bloggen dafür mitverantwortlich ist. Nein, das Bloggen hat mich nicht direkt radikaler gemacht, aber indirekt schon. Durch das Bloggen habe ich in den letzten Jahren meine Gedanken ausformuliert, habe sie aufgeschrieben, habe mir weitere Gedanken darüber gemacht, habe sie reflektiert und verworfen. Dadurch hat sich meine Art zu Denken weiterentwickelt, habe ich neue Argumente gefunden, bin zu neuen Einsichten gekommen, die ich ohne das Bloggen wahrscheinlich nicht erlangt hätte. Und ja, Bloggen ist auch eine Abbildung der Gesellschaft, worauf ich gestern auf Twitter hingewiesen wurde.

Aber es ist nicht nur das Bloggen, sondern auch das Kommentieren, das mich in den letzten Jahren viele Nerven gekostet hat. Es hat aber nicht nur Nerven gekostet, es hat auch neue Erkenntnisse gebracht, hat mich dazu gebracht, meine Standpunkte und Meinungen zu verteidigen, sie zu verwerfen, wenn sie falsch waren oder die Argumente zu verbessern, wenn ich der Überzeugung war, dass sie richtig sind. Ich habe dabei wohl auch verlernt Kompromisse einzugehen, zumindest dann, wenn diese Kompromisse an meinen Grundwerten rütteln würden. Dadurch habe ich viele Blogger und auch Twitterer verjagt, aber am Ende ist das wohl der einzige Weg, der sich richtig anfühlt.

Ich bin radikaler geworden in den letzten Jahren, aber ich bin auch sicherer geworden. Meine Meinung ist sicherer geworden, meine Argumentation auch. Ich lasse mich nicht mehr so leicht aus dem Konzept bringen, eben weil ich meine Gedanken meist schon ausformuliert habe. Ich weiß, wo ich stehe, ich weiß, wo ich die Gesellschaft sehe und ich weiß, was mir an dieser Gesellschaft überhaupt nicht gefällt. Und genau das ist auch der Grund, warum ich Sabotage – so hieß übrigens auch ein Buch, welches ich gelesen habe – inzwischen durchaus als legitimes Mittel ansehe, um politische Meinungen zu untermauern.

Das Problem daran ist nur, dass ich dadurch auch die Gewalt an Gegenstände legitimiere, die mir überhaupt nicht gefällt. Eben weil diese Gewalt auch eine politische Meinung untermauern soll. Sie soll aber gleichzeitig auch geflüchtete Menschen davon abhalten, an einem friedlichen und geschützten Ort eine Unterkunft zu bekommen. Sie soll eine politische Forderung untermauern und gleichzeitig soll sie Menschen abschrecken. Und nein, diese Art von Gewalt an Gegenständen will ich nicht legitimieren.

Vor ein paar Jahren argumentierte ich noch genau mit diesem Argument gegen diese Art von Gewalt. Denn die Mittel, die ich als legitim für meine Ziele ansehe, muss ich gleichzeitig auch als legitime Mittel für die Ziele der anderen, der politischen Gegner, ansehen. Aber genau das will ich nicht und genau deswegen bin ich über mich selbst derzeit ein wenig schockiert.

Wuhuhuhu, schon drei Wochen keinen Wochenrückblick geschrieben. Das kann so natürlich nicht weitergehen, also wollen wir diese flaute mal wieder beenden, auch wenn ich gar nicht weiß, warum ich jetzt drei Wochen lang keinen Rückblick geschrieben habe. Ich müsste der Sache mal auf den Grund gehen, aber okay, vielleicht gab es irgendwas Wichtiges ;).

Arbeitnehmerrechte

Studium

 

Ich wage es kaum zu sagen, aber ich habe schon wieder so eine nervige Baustelle vor der Tür. Seit 2008 scheine ich durchgängig eine Baustelle vor dem Haus zu haben und ich kann euch sagen, es ist nervig. Nervig auch im Bezug auf das Lernen, denn das ist verdammt schwer, weswegen ich mich jetzt schon wieder darüber ärgere, mein Studium an der Fernuni zu machen. Und daran ist nicht die Fernuni schuld…

Ja, ich bin genervt und ich werde das Wichtigste dann jetzt wieder auf das Wintersemester verschieben und in diesem Semester endlich mal die Klausuren schreiben, die ich jetzt schon ein paar Semester vor mich herschiebe. Natürlich weiß ich, dass ich damit schon wieder etwas aufschiebe, aber ich brauche langsam ein paar vernünftige Noten und das ist nicht möglich, wenn ich hier wieder eine Baustelle vor der Tür habe.

Arbeit

 

Ich muss zugeben, ich war beim letzten Mal etwas zu optimistisch. Um meine Kosten zu decken, müsste ich, bei einem Stundenlohn von 8,50 Euro, um die 70 Stunden im Monat arbeiten. Wir haben heute den 10ten und bisher habe ich nur 3,5 Stunden. Ich muss also dringend noch etwas finden, wo ich zusätzlich Geld verdienen kann. Gelingt mir das nicht, wird dieser Blog hier wohl offline gehen. Aber ich hoffe natürlich, dass es nicht so weit kommt.

Nachtrag: Wenn der Blog offline geht, heißt das noch lange nicht, das ihr mich auch los seid. Denkt gar nicht erst darüber nach, ich habe ja auch bei Medium ein Profil und bei anderen Seiten auch 😉 – also nicht, dass ihr denkt, dass ich mich aus dem Staub mache ;).

Pflanzen

 

Meine Mangopflanze wächst weiterhin schön. Inzwischen bildet sie auch viele Wurzeln aus, sodass ich sie bald umpflanzen kann. Ich bin gespannt, wie groß die wohl wird.
Von meinen Tomatenpflanzen hat ja leider nur eine überlebt, diese ist aber wirklich schön groß geworden und inzwischen sind auch die ersten Blüten zu erkennen, sodass ich zuversichtlich bin, dass das wieder viele Tomaten gibt. Drei Pflanzen wären zwar schöner gewesen, aber hey, zumindest eine hat es geschafft.

Sonstiges

 

Ansonsten war diese Woche die GDL natürlich mein Top-Thema. Ich bleibe dabei, Streik ist ein Grundrecht und die GDL hat das Recht, dieses Grundrecht zu nutzen, um die Tarifpluralität durchzusetzen, die seit 2010 in Deutschland gilt. Wer meint, dass die Bahn zu wichtig ist, hätte sie nicht Teilprivatisieren, und er den Lokführern nicht den Beamtenstatus nehmen dürfen. Ansonsten hat die DB, weil die paar kleinen Wettbewerber nicht wirklich wichtig sind, ein Monopol, weswegen die Kunden natürlich dreimal so Hart getroffen von einem Streik getroffen sind. Aber auch daran ist die GDL nicht schuld, sondern die Politik, die dieses Monopol unbedingt privatisieren wollte. Wer also etwas dagegen hat, dass die Lokführer streiken, muss dafür sorgen, dass die ihren Beamtenstatus wiederbekommen. Den Lokführern aber erst den Beamtenstatus zu nehmen und ihnen dann auch noch das Streikrecht verweigern zu wollen – denn etwas anderes ist das Tarifeinheitsgesetz nicht – ist nicht hinnehmbar.