Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

Hach, die letzten Tage habe ich viel gearbeitet. Umso mehr freue ich mich, dass sich unter dem Hashtag #BloggerfuerFluechtlinge inzwischen Blogger gefunden haben, die sich dem Thema Flucht stellen und sich mit geflüchteten Menschen beschäftigen. Viel mehr noch, über Betterplace haben diese Blogger eine Sammlung gestartet und schon über 10.000,- Euro eingesammelt. KLASSE.

Vierhundert versunkene Träume

 

Nun kam mir die Idee, dass wir auch ein E-Book gestalten könnten, dessen Erlöse dann komplett für geflüchtete Menschen verwendet werden. Die Idee kam mir, weil ich vor einiger Zeit ein paar kurze Geschichten zu dem Thema geschrieben habe, die hier auch im Blog zu finden sind. Eine davon hatte den Titel “Vierhundert versunkene Träume”, der sich auch gut als Titel für das E-Book eignen würde. Nur, die paar Geschichten, die ich zum Thema geschrieben habe, reichen natürlich noch nicht für ein E-Book, und deswegen dachte ich mir, dass das eine Geschichtensammlung wird, zu der jeder Blogger seine Geschichte beisteuern kann. Es müssen ja nicht vierhundert Geschichten sein, aber wenn sich einige Blogger finden, dann könnte eine schöne Sammlung zusammenkommen.

Ich habe natürlich keine Ahnung, wie das mit dem Verkauf dann funktioniert. Wobei ich damit nicht meine, wie es bei den verschiedenen E-Book-Shops hochgeladen wird, denn das funktioniert super einfach mit BookRix. Ich meine damit, wer als Verkäufer des E-Books eintritt. Wahrscheinlich müsste das ein Verein machen, damit die Einnahmen nicht in die Einkommenssteuererklärung müssen. Aber ich glaube, dafür würde sich sicher eine Lösung finden lassen.

Dann bliebe natürlich noch das Cover, dass gestaltet werden müsste. Aber ich will noch nicht über den zweiten Schritt nachdenken, bevor der erste Schritt getan ist. Und dieser erste Schritt ist, euch zu Fragen, was ihr von dieser Idee haltet. Ob ihr eventuell sogar mitmachen würdet, oder ob ihr die für totalen Unsinn haltet. Also traut euch und hinterlasst eure Meinung in den Kommentaren.

Update 26.08:

 

Nachdem ich gestern den Artikel hier spontan veröffentlicht habe, hat sich schon ein wenig was getan. Den Erstellung und den Vertrieb des E-Books würden die Höragenten übernehmen, die eventuell dann auch die Geschichten vertonen würden. Ich habe heute schon mit Ines von den Höragenten telefoniert und ich glaube, dass kann eine super Sache werden. Als Einsendeschluss für die kurzen Geschichten haben wir uns den 11.09.2015 gedacht. Danach würden wir gemeinsam die Geschichten sichten und den nächsten Schritt gehen.

Achso, die Geschichten müssen sich nicht unbedingt mit Flucht beschäftigen. Es können Liebesgeschichten sein, kleine Krimis oder Horror. Das sind natürlich nur Beispiele, lasst euch nicht einschränken in euren Ideen.

 

Beim Text handelt es sich eigentlich um ein Stellgesuch, welches ich bei Kleinanzeigen EBay veröffentlicht habe, ich möchte den Text aber auch hier noch einmal veröffentlichen. Vernünftige Blogartikel gibt es dann nächste Woche wieder.

Die Monate Mai, Juni, Juli vergingen wie im Flug und auch der August wird bald vorbei sein und mit ihm auch die Saisonarbeit, der ich derzeit nachgehe. Ab Mitte September bin ich deswegen wieder auf der Suche nach neuen Herausforderungen, durch die ich auch noch meine Fixkosten für Wohnung und Studium bestreiten kann. Da ich Selbstständig bin, kann ich diese Herausforderungen gerne auf Rechnung erledigen (Kleinunternehmen), ich habe aber auch nichts gegen einen Arbeitsvertrag.

Zur Person

 

Mein Name ist Sven Buchien und ich bin 32 Jahre alt. Derzeit studiere ich Wirtschaftsinformatik an der Fernuniversität in Hagen, muss aber nebenbei auch noch Geld verdienen, um meine Kosten bezahlen zu können.

Von 2001 bis 2004 habe ich eine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel gemacht, welche ich im Jahre 2004 mit 84 Punkten ( Note 2) abgeschlossen habe. Danach war ich auch nicht faul, was sich aus meinem Lebenslauf ablesen lässt, den ich Ihnen – bei Interesse – gerne zusende.

Seit 2008 besitze ich auch einen PKW Führerschein, besitze aber kein eigenes Fahrzeug. Aufgrund meiner derzeitigen Tätigkeit besitze ich auch die Rote Karte (Gesundheitpass).

Was ich Suche

 

Was ich Suche, kann ich gar nicht so genau sagen. Ich bin generell für vieles offen. Warenverräumung, Tankstelle, Versand, Flyerverteilung oder andere Dinge. Was mir wichtig ist, ist, dass die Tätigkeit fair vergütet wird und nicht nur eine Seite profitiert.

Was ich nicht Suche

 

Was ich nicht Suche ist schon leichter zu beantworten. Ich suche keine Anstellung als Versicherungsvertreter. Ich möchte auch nicht bei einer Vermögensberatung arbeiten und an der Haustür irgendwelche Produkte zu verkaufen ist auch nicht mein Ding. Hinter vielen dieser Dinge stehe ich einfach nicht und ein guter Verkäufer weiß, dass er entweder hinter dem Produkt stehen muss, oder er zumindest ein guter Schauspieler sein muss, um ein solches Produkt zu verkaufen. Ich persönlich bin kein guter Schauspieler, somit bleibt nur noch, dass ich hinter dem Produkt stehe und das ist bei Versicherungen oder der Vermögensberatung eben nicht der Fall.

Haben Sie etwas für mich?

 

Wenn Sie ab Mitte September eine Stelle habe, die besetzt werden muss, dann schreiben Sie mich doch bitte an oder melden sie sich per Telefon bei mir.

Was ich derzeit mache?

 

Derzeit helfe ich bei einem Catering-Unternehmen. Diese Arbeit ist aber Saisonal beschränkt und endet Mitte September.

Seit einigen Jahren schreibe ich hier unregelmäßig über geflüchtete Menschen, ich schreibe nicht nur, ich kotze mich aus über die Menschenfeindliche Stimmung in unserem Land, darüber, dass wir vergessen, welche Verantwortung wir gegenüber den geflüchteten Menschen haben. Was mich in dieser Zeit immer irritiert hat, ist, dass die großen Blogs, also die, die eine sehr große Reichweite haben, meist über das Thema geschwiegen haben. Ich war erschüttert, wie wenige der großen Blogger sich für dieses Thema interessiert haben, wie viele lieber über Katzen gebloggt haben, oder über andere Dinge, die durchaus auch wichtig sind, die aber eben nichts gegen diese Menschenfeindlichkeit bewirkten, die sich in unserem Land breit macht.

Inzwischen brennen in Deutschland wieder Unterkünfte für geflüchtete Menschen. Geflüchtete Menschen werden in Deutschland mit Hass begrüßt, die Politiker geben diesem Hass Nahrung, indem sie abwertend von Wirtschaftsflüchtlingen reden, von Sozialschmarotzern, die nur unser Geld haben wollen. Es sind dieselben Politiker, die sich dann darüber wundern, dass die Mitte der Gesellschaft so rassistisch ist und die alles dafür tun, um die Stimmung gegenüber geflüchteten Menschen noch mehr aufzuheizen. Und was machen die großen Blogger? Sie machen nichts, sie schreiben weiter über Katzen und über Themen, die nichts gegen die Menschfeindlichkeit bewirken.

Warum? Ich verstehe dieses Schweigen nicht. Liegt es daran, dass diese Blogger angst davor haben, dass sie dadurch Leser verschrecken könnten? Fürchten sie, dass sie dadurch an Reichweite verlieren? Wenn ja, warum? Brauchen diese Blogger wirklich rassistische Leser? Bringen die mehr Geld?

Ich weiß es nicht! Ich weiß aber, dass ich es schrecklich finde, dass die großen Blogs kaum etwas zu diesem Thema schreiben. Sie hätten die Reichweite, sie könnten sich gegen den Rassismus stellen, der sich in der Gesellschaft eingenistet hat, sie könnten ein Zeichen setzen, doch sie nutzen diese Chance nicht. Sie schreiben nicht über die Menschen, die während ihrer Flucht ihr Leben verloren haben. Sie schreiben nichts über die Fluchtgründe, über das Elend, die Not, das Leid oder die Armut. Nichts über die Ausbeutung, über Kriege und Verfolgung. Sie schweigen darüber, vielleicht aus Angst davor, eine Position beziehen zu müssen.

Wenn ich mir überlege, wieoft ich auf Twitter schon geblockt wurde, weil ich darauf hingewiesen habe, dass ein Tweet ziemlich rassistisch war. Wenn ich mich an die Diskussionen erinnere , in denen ich am Ende persönlich angegriffen wurde, weil ich die geflüchteten Menschen verteidigt habe. Für meinen Blog war das wahrscheinlich nicht immer gut, aber hey, auf Arschlöcher kann ich gerne verzichten. Und wenn ich, weil ich meine Meinung vertrete, nur 10 Leser im Blog habe, dann ist das eben so. Wichtig ist doch, dass ich mich wohl fühle, dass ich zu meiner Meinung stehe, dass ich eine Position bezogen habe. Schweigen kann die Welt nicht verbessern. Blogger, die Position beziehen, die aufhören zu schweigen, können das. Große Blogs, die eine große Reichweite haben, können das noch mehr.

Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann wäre das, dass die großen Blogger in Deutschland endlich Position beziehen. Gerne auch mit Katzencontent …

Blogs, die was zu sagen haben …

 

Boay, was für eine Woche. An liebsten hätte ich sie am Mittwoch schon in die Tonne gekloppt, aber das geht mit Wochen ja bekanntlich nicht. Erst verabschiedet sich meine Festplatte, dann brauchte ich Stunden, damit mein Computer einen USB-Stick erkennt, den ich mir neu gekauft hatte und dann brauchte ich noch mal ein paar Stunden, um ein Notsystem hin zu bekommen. Und weil das noch nicht genug war, hatte ich dann auch noch einen platten Reifen am Fahrrad – spätestens da hätte die Woche noch einmal neu beginnen dürfen. Aber kommen wir nun zum Wochenrückblick.

Sport

 

Ich war in der letzten Woche und in dieser Woche mal wieder laufen. Allerdings insgesamt nur zwei Mal. Letzte Woche schaffte ich, nachdem ich vier Wochen nicht trainiert hatte, direkt meine 11-Kilometer-Runde. Diese Woche waren es dann nur 4 Kilometer.

Mit dem Fahrrad war ich natürlich auch unterwegs. Immer hin zur Arbeit und zurück. Bis auf Mittwoch, denn da hatte ich einen platten Reifen, den ich auch erst am Freitag reparieren konnte. Donnerstag konnte ich dennoch fahren, da die Luft ausreichend lange im Schlauch verblieb ;).

Die Reparatur war übrigens auch sehr lustig, denn ich sah danach aus, als ob ich in Schmieröl gebadet hätte. Aber das nur so am Rand.

Studium

 

Ich habe es endlich geschafft das nächste Semester zu planen. Ich hoffe, dass ich im nächsten Semester auch all das schaffe, was ich mir vorgenommen habe. Wenn, dann komme ich dem Ende des Studiums einen großen Schritt näher. In drei Wochen steht dann auch die erste Klausur für dieses Semester an.

Arbeit

 

Von den letzten neun Tagen habe ich acht gearbeitet. Kommt mir gar nicht so vor, so schnell, wie die Zeit verfliegt. Macht halt immer noch Spaß, was ja bekanntlich das Wichtigste ist. Ich war in der Zeit auch wieder einmal mit auf dem Zug. Ist zwar auch ein wenig anstrengend, aber die Zeit verging dabei so schnell, dass ich gar keine Zeit hatte, um diese Anstrengung zu fühlen.

Pflanzen

 

Meine Pflanzen konnte ich in den letzten beiden Wochen nicht wirklich beobachten. Sie leben zwar noch und meine Mangopflanze bekommt auch wieder neue Blätter, aber mehr kann ich dazu eigentlich nicht sagen. In der nächsten Woche dann wieder mehr dazu.

Sonstiges

 

Am Freitag war ich bei der Fledermausführung. Ich werde hier jetzt aber nicht all zu viel dazu schreiben, weil ich noch einen extra Artikel dazu verfassen möchte. Aber ich weiß jetzt ein wenig mehr über Fledermäuse und ich muss ehrlich zugeben, vorher wusste ich eigentlich überhaupt nichts, aber dazu mehr dann im Fledermaus-Artikel ;).

Routinen. Erst vor Kurzem hatte ich in meinem Forum eine Diskussion darüber, was ich von der Routine im Job halte. Um es kurz zu sagen, ich halte nicht viel von Routine und somit auch nicht von Routinen.

Wenn es wieder Langweilig wird

 

Wenn ein Job zur Routine wird, wird er Langweilig. Wenn alle Arbeitsprozesse einmal durchgespielt sind, und es kein Potential mehr gibt, um sich zu verbessern, dann verliert der Job für mich an Herausforderung. Deswegen kann ich es mir auch nicht vorstellen, mein ganzes Arbeitsleben lang nur in einem Unternehmen zu arbeiten. Ich möchte es mir auch gar nicht vorstellen, denn es wäre ein Langweiliges Leben.

Ich weiß natürlich, dass es viele Menschen gibt, die sich genau das für ihr Leben wünschen. Es gibt viele Menschen, die lieben es, Routinen zu entwickeln und diese dann ihr ganzes Leben lang auszuführen. Sie wollen das Gefühl von Sicherheit, was ich ihnen nicht übel nehmen kann. Im Gegenteil, ich glaube, dass Gefühl von Sicherheit möchte jeder. Auch ich würde mich freuen, wenn ich auf meinem Konto eine gewisse Reserve hätte, aber das ist eben etwas anderes als die Routine im Job.

Hinzu kommt, dass ich davon ausgehe, dass ich meinen Job nicht wirklich gut ausüben würde, wenn ich mich in diesem Langweile. Ich glaube, darunter würde meine Arbeit leiden und das wäre dann auch dem Arbeitgeber gegenüber Unfair, obwohl es da natürlich auch Gründe gibt, die mein Mitleid gegenüber dem Arbeitgeber in Grenzen hält. Aber ich wäre auch selbst nicht glücklich, wenn ich meine Leistung nicht mehr zu hundert Prozent der Arbeit widmen könnte.

Ich liebe Herausforderungen, ich brauche Herausforderungen, um mich selbst weiter zu entwickeln, um mich lebendig zu fühlen. Deswegen wären Routinen im Beruf tödlich für mich, deswegen halte ich nichts von Routinen im Job, deswegen kann ich mir auch nicht vorstellen, ein ganzes Leben lang in einem Unternehmen zu arbeiten.

Routinen im Alltag

 

So wie ich Routinen im Arbeitsleben nicht mag, mag ich sie auch im Alltag nicht. Dennoch habe ich Routinen, da muss ich ehrlich sein. Mein Lauftraining zum Beispiel. Ja, mein Lauftraining ist eine Routine, ich habe sogar eine Standard-Laufstrecke, die ich meistens laufe. Ich muss zugeben, die Laufstrecke ist inzwischen ziemlich langweilig geworden, aber da ich die mit meinem Laufpartner zusammen laufe, sind es die Gespräche, die Abwechslung rein bringen. Wenn ich alleine Laufe, laufe ich meistens einfach spontan irgendwo durch die Stadt, ohne zu wissen, wie lang der Lauf wohl wird und auch ohne zu wissen, wo er mich lang führt. Das ist dann so ein wenig mein Ausbruch aus der Routine, aber das Laufen selbst ist natürlich auch eine Routine, aber diese lässt sich eben nicht vermeiden.

Ich habe noch andere Routinen im Alltag. Der Wochenrückblick zum Beispiel, den ich regelmäßig hier im Blog veröffentliche oder das Zähneputzen, aber ich versuche, mein Leben nicht zu einer einzigen Routine werden zu lassen. Ich versuche neugierig zu bleiben, neues zu entdecken, neues zu erleben. Wer nicht mehr neugierig ist, hat einen wichtigen Antrieb im Leben verloren, wer nichts Neues mehr im Leben erleben möchte, wird sich auch nicht mehr weiterentwickeln können. Wer sein Leben durch Routinen bestimmen lässt, wird Langweilig. Langweilig für sich selbst und auch Langweilig für andere Menschen. Viel schlimmer ist aber die Berechenbarkeit, die sich durch Routinen ergibt.

Ja, Routinen sind nicht zu vermeiden, aber sie sollten auf ein Minimum beschränkt werden. Nur wer sich sein Leben nicht durch Routinen diktieren lässt, wird nicht irgendwann in Langeweile ersaufen. Nur wer Neugierig bleibt, wird sein Leben bis zum letzten Atemzug genießen können. Also gestaltet euer Leben so, dass es nur ein Minimum an Routinen enthält, damit maximaler Platz für Neugier bleibt, fürs Leben, fürs Erleben.

„Notfalls soll er eben Klos putzen!“, ist eine häufige Aussage, wenn es darum geht, dass es nicht für alle Menschen genügend bezahlte Arbeit gibt. Die Betonung liegt hier auf bezahlt, denn genügend Arbeit ist durchaus vorhanden, sie erfährt nur keine Wertschätzung durch Bezahlung – ich denke hier an die Hausarbeit und die Kindererziehung, mir würden aber noch weitere Beispiele einfallen. Aber das nur am Rand, denn eigentlich geht es mir um Reinigungskräfte.

Der Spruch oben zeigt viel über die Wertschätzung von Reinigungskräften, beziehungsweise zeigt er, dass es diese Wertschätzung überhaupt nicht gibt. Was würde eine Bäckerin wohl denken, wenn zu Arbeitslosen gesagt wird: „Notfalls backt er eben Brötchen.“, oder was würde ein Erzieher wohl denken, wenn zu einem Arbeitslosen gesagt wird: „Notfalls erziehst du eben Kinder im Kindergarten.“? Sie würden wahrscheinlich denken, dass ihr Beruf unterschätzt wird und er in der Gesellschaft keine wirkliche Anerkennung findet. Und ja, sie würden das zurecht denken, denn es ist respektlos und lässt den Eindruck entstehen, dass es sich hierbei um verdammt leichte Arbeit handelt.

Wer aber schon als Reinigungskraft gearbeitet hat, der weiß, dass es eben keine Arbeit ist, die von jedem gemacht werden kann. Da ist schon allein der körperliche Aspekt, der bestimmte Gruppen ausschließt. In der Reinigung muss Mensch körperlich fit sein. Wer zum Beispiel Probleme mit dem Rücken hat, wird nicht lange in der Reinigung aushalten. Auch Probleme mit den Gelenken können schon ein KO-Kriterium sein.

Es ist ein Unterschied, ob du deinen Haushalt oder ein Großraumbüro reinigst.

 

„Putzen ist doch nichts Schweres, ich putze bei mir zu Hause doch auch regelmäßig.“ – ja, wir putzen hoffentlich alle regelmäßig zu Hause, aber es ist eben ein Unterschied, ob ich mir für 80 Quadratmeter einen ganzen Samstag Zeit nehmen kann, oder ob ich die 80 Quadratmeter in sechzig Minuten reinigen muss. Es ist ein Unterschied, wenn ich daheim 15 Minuten mit dem Staubsauger arbeite, oder ob ich zwei Stunden am Stück durch ein Großraumbüro hetze. Wenn ich daheim 1 Klo putze, bringt mich das wahrscheinlich nicht einmal ins Schwitzen, in Großraumbüros sind es aber 10 oder 20 Klos, die dann auch noch in einer gewissen Zeit geschafft werden-, und dann auch wirklich sauber sein müssen.

Kurz gesagt, die private Wohnung ist kein Maßstab, um zu erkennen, wie schwer die Arbeit als Reinigungskraft ist. Wer noch nie in der Reinigung gearbeitet hat, hat gar keine Vorstellung davon, wie hoch die körperliche Belastung ist. Er hat auch keine Ahnung davon, welcher Zeitdruck auf Reinigungskräfte lastet. Zeitdruck, der zur seelischen Belastung werden kann, denn wenn jemand zu langsam ist, ist er seinen Reinigungsjob sehr schnell wieder los. Hätte er diese Vorstellung nämlich, würde er nicht so respektlos über diesen Berufszweig reden, für den es ja auch durchaus eine Ausbildung gibt.

Ein paar Millionen zusätzliche Reinigungskräfte

 

Wenn wir aber einmal davon absehen, geht es auch rein praktisch nicht, dass jeder Erwerbslose als Reinigungskraft arbeiten kann. Woher soll denn die zusätzliche Arbeit für all diese Menschen kommen? Und wer sollte diese Arbeit denn bezahlen, wenn sie tatsächlich vorhanden ist? Ich meine, wenn ihr schon über den ersten Punkt nicht nachdenken möchtet, dann denkt doch wenigstens einmal darüber nach.

Wenn es tatsächlich soviel Arbeit im Bereich der Reinigung gibt, dann scheint ja bisher zumindest keiner dazu bereit gewesen zu sein, diese Arbeit auch zu bezahlen. Warum sollte sich das jetzt ändern?

Nein, notfalls kann er eben keine Klos reinigen, jedenfalls nicht, wenn er dafür auch bezahlt werden möchte. Und nein, die Reinigung ist auch kein Bereich, in der jeder Mensch arbeiten kann, denn sie ist körperlich anspruchsvoll, auch wenn es Büroarbeiter gibt, die denken, dass die Arbeit mit dem Gehirn sehr viel anstrengender ist. Es wäre tatsächlich schön, wenn jeder, der für seinen eigenen Beruf mehr Anerkennung, mehr Wertschätzung und mehr Respekt verlangt, anderen Berufen gegenüber ebenfalls diese Anerkennung, Wertschätzung und diesen Respekt zeigen würde.

Ach so, bevor ich es vergesse: Erwerbslosigkeit ist in den meisten Fällen kein eigenes Verschulden, weswegen auch Erwerbslose Respekt und Wertschätzung verdienen.

Hmmm… wirklich Lust aufs Schreiben habe ich gerade nicht, aber eine ganze Woche ohne Blogartikel wäre auch nicht schön, weswegen jetzt einfach mal der Wochenrückblick für die letzten beiden Wochen kommt. Ja, ich habe schon wieder einen Wochenrückblick nicht geschrieben, dafür hattet ihr aber zwei andere Artikel, also es gab ja einen Ausgleich ;).

Echse

Arbeit

 

Auf Arbeit sind zwei Dinge passiert, die ich hier gerne erwähnen möchte. Zum einen war ich das erste Mal mit auf dem Zug, um dort den Passagieren Getränke zu verkaufen. Ist nichts Besonderes, wenn ich dies nicht in Englisch tun müsste. Wer hier schon länger mitliest, weiß, dass ich mit Fremdsprachen ein wenig auf Kriegsfuß stehe, weswegen ich wirklich nur meinen Standardsatz runterleiern kann. Wenn die Leute dann etwas fragen, kann es durchaus passieren, dass ich das nicht sofort verstehe und somit ist der Einsatz auf dem Zug doch etwas schwerer. Aber ich habe es überlebt und bald geht es wieder auf den Zug, mal sehen, ob ich dann etwas sicherer bin.

Die zweite Sache, die ich erwähnen möchte, ist im Rückblick schon ziemlich lustig. Während meiner Arbeit schmiere ich nicht nur Sandwiches und packe die ein, sondern wir packen auch noch Boxen, in denen sich noch weitere Nahrungsmittel für die Gäste befinden. Diese werden dann noch einmal in Kisten verpackt, die später dann auf die Busse verteilt werden. Hierbei ist es wichtig, dass genügend Boxen in diese Kisten gepackt werden und das am Ende auch genügend Kisten vorhanden sind. Am Dienstag war ich dafür verantwortlich, und als wir abends die Kisten auslieferten, blieb am Ende noch eine Kiste übrig. Das beunruhigte mich ein wenig, denn eigentlich dürfte keine Kiste übrig bleiben, sobald alle Busse weg sind. Also mussten wir erst einmal die Busse abtelefonieren, ob dort genügend Kisten vorhanden sind, was seltsamerweise auf jedem Bus der Fall war. Ein wenig verwirrt sah ich dann die Liste noch einmal durch und bemerkte, dass ich doch tatsächlich eine Kiste zu viel gepackt habe, was dann schon ziemlich peinlich war. Aber hey, lieber eine Kiste zu viel als eine zu wenig packen, denn im zweiten Fall wäre der Schaden bedeutend größer als im Ersten.

Sport

 

Also gelaufen bin ich auch in den letzten zwei Wochen nicht. Dafür habe bin ich aber viel Rad gefahren, wobei ich auch zwei Fahrradtouren gemacht habe. Die erste Tour führte entlang dem Mauerweg nach Spandau. Die zweite Tour führte uns (meinen Laufpartner und mich) in die Schorfheide, wo wir uns im Wildpark Groß Schönebeck ein wenig umsahen. Die erste Tour hatte eine Länge von 44 Kilometern, die zweite Tour endete nach 66 Kilometern in Oranienburg, wo sie auch begonnen hatte. Die Eidechse oben haben wir auf der ersten Tour gesehen, wo sie dann von meinem Laufpartner fotografiert wurde.

Übrigens war auch das ziemlich lustig, denn als wir am Eingang zum Naturpark auf die Karte geschaut haben, sagte ich, dass ich unbedingt eine Eidechse sehen möchte, was dann auch tatsächlich so kam.

Studium

 

Joa, so langsam kommen die Klausuren näher, mehr kann ich jetzt aber nicht erzählen. Nächste Woche gibt es aber wieder mehr, versprochen.

Pflanzen

 

Meine Tomatenpflanze musste durch das Unwetter ein wenig leiden. Es sind leider zwei Äste abgebrochen, was der Pflanze aber nicht wirklich geschadet hat. Sie trägt weiterhin viele Tomaten und vier davon sind inzwischen auch schon rot geworden. Eine davon habe ich probiert und ja, sie war lecker, auch wenn sie ziemlich viel Fruchtfleisch hat und ich ja den „Glibber“ am liebsten habe.

Auch meine Mangopflanze wächst weiterhin vor sich hin. Ob ich sie dieses Jahr noch umpflanze, steht derzeit in den Sternen, aber solange sie sich in dem kleinen Topf wohlfühlt, solange werde ich versuchen, der Pflanze keinen Stress zu machen.

Das Leben noch einmal leben? Mit dem Wissen und den Erfahrungen, die bisher gemacht wurden? Diese Frage stellt Patrick in einer Blogparade, die derzeit auf seinem Blog läuft (Gefunden Hier). Hier einmal die genaue Fragestellung von seinem Blog:

Nehmen wir mal an, Du wirst nochmal geboren. Gleicher Tag, gleiches Jahr, gleiches Leben. Das Einzige, was diesmal anders ist, Du weißt, was Du weißt.
Deine wesentlichsten und prägendsten Erfahrungen, egal ob gut oder schlecht sind erhalten geblieben. Du kannst vor jeder wichtigen Entscheidung in Deinem zukünftigen „neuen“ Leben auf diesen Erfahrungsschatz zurückgreifen.
Als Denkanstoß oder philosophische Grundlage möchte ich mit folgenden Fragen Deine Kreativlunte anzünden:

  • Was würdest Du anders machen?
  • Warum würdest Du Dich diesmal anders entscheiden?
  • Wie würde diese Entscheidung Dein Leben beeinflussen?
  • Was denkst Du, wo, was und wer wärst Du heute?
  • Warum eigentlich?

 

Ich glaube, ich habe diese Frage hier schon einmal beantwortet. Ich möchte mein Leben gar nicht noch einmal leben, denn das Projekt Leben ist schon einmal anstrengend genug. Aber viel wichtiger ist, dass ich viele positive Erfahrungen gemacht habe, viele Personen getroffen habe, die ich wohl nicht treffen würde, wenn ich in meinem Leben etwas ändern würde. Wäre es das wirklich wert? Natürlich gibt es Dinge, die ich lieber nicht gemacht hätte, aber diese Erfahrungen gehören zum Leben dazu, und wenn ich diese Fehler nicht mache, dann mache ich eben andere Fehler.

 

Aber nehmen wir an, ich würde doch etwas ändern …

 

… dann würde ich die Schule ernster nehmen. Ich war nicht wirklich ein Musterschüler und regelmäßig habe ich die Schule auch nicht besucht. Mit meinem heutigen Wissen darüber, wie viel Spaß Lernen machen kann, würde ich diese Möglichkeiten auch nutzen. Dann würde ich mein Abitur wahrscheinlich auch sofort machen und nicht erst 11 Jahre später.

Das würde aber auch bedeuten, dass ich meine Ausbildung zum Kaufmann im Groß – und Außenhandel nicht machen würde. Das wäre schade, weil mir sowohl die Ausbildung viel Spaß gemacht hat, wie auch die Menschen, die ich während der Ausbildung kennengelernt habe. Und ich würde auch die vielen Menschen nicht kennenlernen, die ich auf der Abendschule kennengelernt habe, als ich mein Abitur nachgeholt habe.

Eigentlich würde mein gesamtes Leben anders verlaufen, wenn ich nur meine Einstellung zur Schule ändern würde. Wahrscheinlich würde ich heute schon längst ein Studium absolviert haben, wahrscheinlich würde ich in einem gut bezahlen Job arbeiten und noch wahrscheinlicher ist, dass ich hier heute gar nicht bloggen würde.

Nein, ich glaube, das wäre es nicht wert. Ich würde höchstens ein paar Dinge ändern, die nicht so große Auswirkungen haben würden. Kleinere Fehler halt, die sich auf mein späteres Leben nicht ausgewirkt haben. Ansonsten würde ich alles ganz genauso machen, wie ich es jetzt auch gemacht habe.

Aber warum stellen wir uns immer wieder diese Frage?

 

Ich glaube, wir leben ständig mit der Angst, dass wir im Leben irgendwas verpasst hätten. Und ja, das stimmt wahrscheinlich auch, aber wir werden immer etwas verpassen, auch dann, wenn wir das Leben noch einmal leben. Es gibt so viele Möglichkeiten und um die alle einmal auszuprobieren, müssten wir unser Leben millionenfach neu leben. Und selbst dann werden wir mit unserem Leben nicht zufrieden sein, weil wir viele positive Erfahrungen nicht mehr machen würden, die wir in einem anderen Leben gemacht hätten. Da hilft es auch nicht, wenn wir dieses Wissen und diese Erfahrungen schon abgespeichert hätten, sie zu erleben ist eben doch was anderes.

Unser Leben ist unser Leben, weil es eben genauso ist, wie es ist. Wäre es noch unser Leben, wenn wir andere Optionen wählen als die, die wir gewählt haben? Ist es wirklich sinnvoll, die Fehler nicht zu machen, die wir gemacht haben? Unser Leben wird wahrscheinlich nicht besser, es wird wahrscheinlich nur anders.

„Das Projekt meines Lebens“, so lautet der Titel einer Blogparade, die vom PM-Camp Karlsruhe veranstaltet wird. Eigentlich geht es bei der Blogparade um das Arbeitsleben und eben um ein Projekt, dass das Leben geprägt hat. Aber sind wir doch ehrlich, das Leben ist erst dann zu Ende, wenn wir sterben. Und wie sollte ich vorher, also vor meinem Ableben, wissen, welches das Projekt meines Lebens ist/war?

Ich könnte jetzt sagen, dass die Utopie, die ich 2006 geschrieben habe und die immer noch nicht fertig überarbeitet ist, das Projekt meines Lebens ist. Ist sie aber nicht. Meine Ausbildung vielleicht? Nein! Mein Studium? Mein Abitur? Meine Blogs? Nein! Das Projekt meines Lebens ist das Leben selbst. Ja, das Leben selbst ist ein großes Projekt, welches aus vielen kleinen Projekten besteht. Aus Zielen, die erreicht werden oder nicht. Aus Abenteuern, die bis zum Ende gelebt, oder vorher abgebrochen werden. Es gibt nicht das eine Projekt, welches ich herausheben kann. Es sind die vielen Projekte, die vielen Ziele, die vielen Zwischenziele, die mein Leben ausmachen.

Nehmen wir den Blog hier. Ein Projekt, das ich jetzt schon seit fast sieben Jahren verfolge. Würde es ihn geben, wenn ich 2008 nicht einen Ort gesucht hätte, der mich mit dem Projekt „Abitur2010“ weiterbringt? Wahrscheinlich nicht. Projekte entstehen meist aus anderen Projekten und vieles, was wir im Leben angehen, sind Projekte. Meine Ausbildung, die ich von 2001 bis 2004 gemacht habe, war ein Projekt. Meine Zeit bei der Bundeswehr ebenso, meine Suche nach einer Ausbildungsstelle als Koch, meine Schulzeit, alles waren Projekte, viele davon habe ich zu Ende gebracht, einige sogar fortgesetzt, nachdem ich eine kurze Pause gemacht habe. Der wichtige Punkt ist aber, dass all diese Projekte die Bausteine meines bisherigen Lebens sind.

Was würde ich jetzt wohl machen, wenn ich tatsächlich eine Koch-Ausbildung bekommen hätte? Wo wäre ich jetzt, wenn ich mein Abitur schon 2002 gemacht hätte? Die folgenden Projekte hätten wahrscheinlich total anders ausgesehen und sie wären dennoch mein Leben gewesen.

Das Projekt meines Lebens kann also nur mein Leben sein. Ich kann keinen kleinen Baustein davon nehmen und ihn höher Gewichten als die anderen, denn dieser Baustein, dieses Projekt, baut auf anderen Projekten auf. Sie gehören zusammen, sie sind die Erfahrungen, das Wissen, welches ich in meinem Leben gesammelt habe. Ohne diese Erfahrungen, ohne dieses Wissen, wäre ich heute ein anderer Mensch.

Die Magie eines jeden Projekts ist das Neue. Die neue Figur zum Beispiel, wenn ich mit einer neuen Kurzgeschichte beginne. Oder die neuen Erfahrungen, wenn ich beruflich mal wieder was ganz anderes mache. Oder der Wissensgewinn, wenn ich hier einen Blogartikel schreibe. Die Magie ist auch die Herausforderung, das Ziel, etwas zu schaffen, etwas aus eigener Kraft zu schaffen – oder etwas zu einem Team beizutragen, um dadurch etwas zu schaffen.

Und zum Schluss möchte ich noch die Frage stellen, wozu noch leben, wenn das Projekt des Lebens schon hinter einem liegt? Was kann dann noch kommen?

Eine kurze Begegnung, ein Blick. Eine Erwiderung. Schnelles wegsehen, weil einem durch den Kopf geht, dass der Blick als Starren aufgenommen werden könnte, weil die Person, der dieser Blick galt, doch interessant wirkte. Dann die Gedanken, was die andere Person wohl über einen denkt, wenn sie überhaupt über einen nachdenkt. Hat sie dich wahrgenommen? Fand sie dich vielleicht auch interessant?

Ich glaube, jeder von uns kennt solche Situationen. Momente der kurzen Begegnung, die dann aber gar nicht so kurz sind, weil einem der Mensch nicht mehr aus dem Kopf geht, der gerade an einem vorbeilief. Und weil diese Momente etwas Besonderes sind, möchte ich daraus eine Blogparade machen.

Was denkt die Person wohl über mich?

 

Was meint ihr, was die Person, in solch einem Moment, wohl über euch denken mag? Natürlich ist die Chance groß, dass die Person euch gar nicht bemerkt hat, aber gehen wir doch einfach einmal davon aus, dass sie euch gesehen hat und das sie sich Gedanken über euch macht. Was meint ihr, was sie wohl denken mag?

Die Regeln:

 

Blogparaden brauchen eigentlich gar keine Regeln, da aber viele auf ein Enddatum bestehen, setze ich dieses mal auf den 31.08.2015. Wer möchte, verlinkt auf diesen Artikel hier, wer nicht möchte, sollte mir zumindest einen Kommentar hinterlassen, damit ich den Beitrag auch lesen kann. Mein Beitrag wird in den nächsten Tagen hier erscheinen.