Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

Es ist jetzt ein Jahr her. Vor einem Jahr bist du freiwillig von uns gegangen, hast uns hier alleine gelassen. Für mich ist es immer noch nicht greifbar! Ich sehe dich immer noch, wie du hier mit uns Dart spielst, wie du die Pfeile mit so viel Kraft auf die Dartscheibe wirfst, sodass ich denke, dass da gleich ein Loch in der Dartscheibe und der Tür ist. Mich verfolgt das Bild, wie du im Sarg liegst, du dich nicht bewegst. Das letzte Bild von dir, bevor du für immer verschwunden bist.

Das Bild passt nicht! Es ist für mich nicht in Einklang zu bringen mit dem Jungen, der mit Marmelade im Gesicht fröhlich am Tisch sitzt und strahlt, der mit mir Dragonballs schaut. Du bist weg, ich weiß es und doch will ich es auch nach einem Jahr nicht glauben. Auch nach einem Jahr sitze ich da und muss mir die Tränen aus dem Gesicht wischen, wenn ich an dich denke. Jeder Gedanke an dich tut weh, weil du fehlst, weil du nicht mehr da bist und weil es niemanden gibt, dem ich dafür die Schuld geben kann.

365 Tage bist du jetzt weg. Du hast dich davon gestohlen, einfach so! Nein, ich kann dir dafür keine Vorwürfe machen. Du hast das ja nicht gemacht, weil du anderen weh tun wolltest. Du bist gegangen, weil das Leben dir Schmerzen bereitet hat. Warum genau, das werden wir nie erfahren. Hättest du uns nicht wenigstens einen Hinweis hinterlassen können? Einen Abschiedsbrief? Ein paar Worte, warum du gegangen bist? Ein paar Worte, die das Begreifen leichter gemacht hätten? Die am Anfang vielleicht noch mehr Schmerz verursacht hätten, die aber dabei geholfen hätten, zu verstehen, warum du gegangen bist?

Du bist gegangen! Heimlich, still und leise hast du uns hier vor einem Jahr alleine gelassen. Und wir? Wir mussten weitermachen, das Leben weiterleben – mussten Funktionieren! Verdammt, um zu Funktionieren musste ich dich verdrängen, musste ich die Gedanken an dich verdrängen. Jeder Gedanke an dich brachte auch Tränen mit, Tränen, die ein weiter so verhindert hätten.

Wenn es nach dem Leben weitergeht, dann hoffe ich, dass du deinen Frieden gefunden hast. Ich hoffe wirklich, dass es dir gut geht auf deiner Wolke. Ich hoffe, dass du dich von den Qualen, die dir das Leben bereitet haben muss, befreien konntest und du glücklich bist, wenn es denn nach dem Leben doch weitergehen sollte. Wenn nicht, dann bist du auf jeden Fall befreit von dem, was dich kaputt gemacht hat.

Die Erinnerungen an dich werden nie vergehen, ich hoffe nur, dass sie irgendwann nicht mehr so wehtun. Ich hoffe, dass ich mich irgendwann an dich erinnern kann ohne dabei Tränen wegwischen zu müssen. Das ich die schönen Erinnerungen an dich genießen kann, ich vielleicht auch wieder über diese lachen kann. Ein Jahr ist dafür allerdings zu kurz, zwei Jahre wahrscheinlich auch, aber auch wenn es wehtut, ich werde weiterhin an dich denken.

So so, in Bayern gibt es also Steigungen. Hätte ich mir ja eigentlich vor meinem Fahrradurlaub überlegen können. Nagut, das war mir natürlich auch vorher schon bekannt, aber das meine Kondition so schlecht ist, dass hätte ich dann doch nicht gedacht.

Heute war der erste Tag hier in Bayern und somit auch die erste Fahrradtour, aber ich habe mein Fahrrad an den Steigungen eindeutig mehr geschoben also gefahren. Mir war schon bewusst, dass es Steigungen geben würde, die ich nicht auf dem Rad bewältigen würde, aber es waren dann auch Steigungen dabei, die ich im letzten Jahr noch locker geschafft habe. Meine Kondition hat also ziemlich abgebaut und so war ich nach über drei Stunden und 27 Kilometern doch ziemlich am Ende.

27 Kilometer, eine Distanz die schon ziemlich lächerlich ist. Gut, dass ich hier in den Bergen nicht das schaffe, was ich sonst in Berlin oder Brandenburg schaffe, dass war mit bewusst, aber so wenig: ich bin geschockt!

“Könnten Sie mir bitte einen Lappen geben?”
“Klar”
“Nein, keinen der schon im Klo benutzt wurde. Hören Sie, keinen, der schon im Klo war …”

Klar, keiner der schon im Klo war, denke ich mir. Aber was denkt dieser Mensch eigentlich von mir? Das ich ihm einen Lappen gebe, den ich schon im Klo verwendet habe? Klar, könnte ich machen, aber das wäre ja zu meinem Nachteil, denn ich müsste dann wohl danach die Küche komplett desinfizieren, müsste den Kaffeevollautomaten mehrmals reinigen und desinfizieren, damit die nächsten Gäste nicht durch irgendwelche Keime krank werden. Aber anscheinend denkt dieser Mensch, dass mir das nicht Bewusst ist, oder egal, oder beides. Mir sind meine Gäste aber nicht egal, sie sollen sich wohlfühlen und nicht krank werden, sollen Spaß haben, sich auch entspannen können.

Eigentlich hätte ich große Lust unfreundlich zu werden, aber auch dieser Mensch ist ein Gast bei mir, auch er soll sich wohlfühlen und so bleibt dann halt einfach nur freundlich zu bleiben und dem Menschen einen Lappen zu geben – einen sauberen natürlich, einen, der in seinem Leben als Lappen noch nie Kontakt mit einer Toilette hatte, der schon immer und ewiglig für den Einsatz in der Küche gedacht war und ist.

Denken aber darf ich mir meinen Teil, darf mir Gedanken darüber machen, wie dieser Mensch über mich denkt. Anscheinend denkt er, dass ich Blöd bin, so zumindest kommt seine Aussage bei mir an. Ist das eigentlich schon eine gut versteckte Beleidigung? Eigentlich sind es schon jetzt viel zu viele Gedanken, die ich mir über diesen Menschen mache, aber so funktioniert Kommunikation. Eventuell war es nicht einmal böse gemeint, war es nur Verunsicherung, weil der Standort der Lappen eventuell blöd gewählt ist. Aber dennoch ist es ärgerlich, denn natürlich sind die Lappen sauber, sind sie gut und sicher Verstaut.

“Natürlich gebe ich ihnen einen sauberen Lappen …”, sage ich noch, und schon ist die Situation auch wieder beendet, das Nachdenken aber noch nicht.

WOW! Nachdem ich knapp 90 Minuten mit den Tränen gekämpft habe, war das der erste Gedanke, der mir in den Kopf kam. Einfach nur WOW. Nein, es war kein WOW-Thema, um das es gestern in der Box im „Deutsches Theater Berlin“ ging.

„Lesbos – Blackbox Europa“ heißt das Stück, welches ich mir angesehen habe. Der Name verrät schon, worum es geht. Es geht um die geflüchteten Menschen, es geht um Flucht, um Europa, um Menschlichkeit oder eben um Unmenschlichkeit. Es geht um Träume, um versunkene Träume.

Das Publikum sitzt auf Hockern in einem rechteckigen Raum. Die Sitze, die es in der Box durchaus gibt, sind durch eine Leinwand verdeckt. Während des Stücks werden die Wände mit Bildern angestrahlt und die Darsteller erzählen von ihren Erfahrungen, die sie auf Lesbos gemacht haben oder auf der Flucht, denn einer der Darsteller ist selbst nach Europa geflohen.

Das Stück macht betroffen. Von Betroffenheit können sich die Menschen, die auf der Flucht vor unmenschlichen Zuständen in diesen unmenschlichen Zuständen landen, nichts kaufen. Ihr Leben wird nicht besser dadurch! Es ist dieses Ungreifbare, dieses nichts ändern können, weil die Mehrheit der Menschen oder zumindest die Mehrheit der Politiker, die es ändern könnten, nichts ändern wollen. Es ist die Verteidigung des eigenen Wohlstandes gegen die Menschlichkeit.

All das deute ich natürlich rein in das Stück. Vieles davon sind einfach nur meine Gedanken.

“Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei …”, so sang ich damals unter der Wäscheleine im Hof meines Opas. Auch meine Oma war damals noch dabei, ich war jung, ich liebte das Lied und auf dem Dorf, im Hof meines Opas, fühlte ich mich verdammt wohl. Da war der Garten, der immer genügend Karotten für mich hatte. Natürlich noch im Boden, aber wenn sie zu klein waren, wurden sie halt von mir wieder in den Boden gesteckt. Meistens waren sie aber nicht zu klein.
Da waren die Erdbeeren, die immer sehr viel besser geschmeckt haben, als die Erdbeeren, die es sonst gab. Außerdem ist frisch von der Pflanze eh immer besser. Der viel zu saure Rhabarber, die Stachelbeeren und all die anderen Dinge, die den Garten so interessant gemacht haben.

Dann waren da auch die Hasen und die Hühner. Ich liebte die Hasen und die Hühner. Ich liebte es, die Eier einzusammeln, ich liebte es, die Hühner zu füttern. Ich liebte das Dorfleben.

Alles hat ein Ende. Auch ein Leben. Das Leben von meinem Opa dauerte 94 Jahre. Es begann zwischen den beiden großen Kriegen, durchdauerte die DDR und ging auch in der BRD noch ein paar Jahrzehnte weiter. 11 Tage nach seinem 94 Geburtstag endete es dann.

Rückblickend habe ich viel zu wenig Zeit mit meinem Opa verbracht. Klar, als Kind war ich oft bei ihm, einmal sogar an Silvester, aber umso älter ich wurde, umso weniger Kontakt gab es. Das letzte Mal habe ich ihn im Oktober 2015 gesehen, davor lange 10 Jahre gar nicht und danach leider auch nicht mehr. Die Zeit rennt und sie lässt dabei Jahre manchmal wie Wochen vergehen. Oder sie stellt das Leben auf den Kopf, wie meines letztes Jahr im Oktober auf den Kopf gestellt wurde, macht andere Dinge für den Moment wichtiger.

Aber mein Opa war nicht einsam, er hatte auch in Mecklenburg, in seinem Dorf und in der Umgebung, viel Familie. Familie die ihn durchs Leben begleitete, auch wenn wie “Berliner” sooft nicht dabei waren und neben der Familie natürlich auch viele Freunde. Er hatte ein schönes Leben und bis zum Ende auch ein weitgehend selbstbestimmtes.

Ich muss es zugeben, ich schaue mir gerne den Eurovision Song Contest(ESC) an, aber die Diskussionen am Tag danach lassen mich immer schmunzeln. Ich habe das Gefühl, dass es da ein großes Missverständnis über die Aussagekraft der Platzierungen gibt, weswegen die Diskussion danach immer in die falsche Richtung geht. Deswegen muss ich jetzt doch einen Artikel dazu schreiben, obwohl ich nicht denke, dass ich wirklich ein Experte auf dem Gebiet bin.

Was sagt uns der vorletzte Platz über das Lied?

 

Wir sind also auch im Jahr 2017 wieder nur auf den letzten Positionen beim ESC zu finden, aber was sagt uns das eigentlich? Nicht viel! Denn beim ESC gibt es nur für die besten 10 Songs Punkte von den Ländern. Bedeutet also, dass die Songs, die zwar von der Qualität der Beiträge her im Mittelfeld des Teilnehmerfeldes liegen und mit Platz 11 in der Länderwertung vielleicht nur knapp an der Top10 vorbei gerutscht sind, keine Punkte mehr bekommen. Und so kann ein Song, der von der Qualität her im Mittelfeld anzusiedeln ist, eben auch auf den letzten oder vorletzten Platz der Wertung landen. Wissen tun wir über den deutschen Beitrag also nur, dass er nicht gut genug war, um in die Top10 der Länderwertungen zu kommen, wir wissen aber nicht, ob es tatsächlich der zweit-schlechteste Song des Wettbewerbs war. Das wüssten wir nur, wenn es für jeden Song, der am Wettbewerb teilnimmt, Punkte geben würde. Für den letzten also 1 Punkt und für den 1 dann 28 Punkte, oder 26 oder wie auch immer die Regelung dann wäre.

Unser Beitrag war nicht schlecht …

 

Nein, der deutsche Beitrag war nicht schlecht, aber er war auch kein Song, der einen Platz in den Top10 verdient hätte. Ich habe diesmal den deutschen Beitrag tatsächlich erst im Finale gesehen und ich hatte ihn schon ziemlich schnell wieder vergessen. Mir war sofort klar, dass wir mit diesen Song nicht viele Punkte holen werden, weil er viel zu brav war, weil er nichts hatte, was einzigartig war. Es war ein Song, den ich in dieser Form täglich 10 Stunden lang im Radio hören kann. Und genau hier müsste die Kritik anfangen. Nicht an der Sängerin, sondern an den Verantwortlichen, die solche Songs zum ESC schicken.

Stefan Raab war nicht umsonst so erfolgreich beim ESC. Seine Songs hatten alle etwas einzigartiges, sie haben alle das Zeug für die Top10 gehabt, aber den Mut haben die Verantwortlichen jetzt wohl nicht mehr. Klar sind die Beiträge gut fürs Radio, aber sie sind eben nicht gut genug für den ESC.

Vielleicht gibt es tatsächlich auch einen politischen Faktor, aber ich würde ihn nicht als übermäßig groß ansehen. Wir müssen uns einfach trauen, mal wieder etwas einzigartiges zum ESC zu schicken, etwas was hängen bleibt, was nach dem ersten Mal hören schon einen Ohrwurm verursacht, so wie es damals die beiden Songs von Lena. Oder wie „Nussecken und Himbeereis“ …

Um es kurz zu machen: Ich bin gerade etwas genervt!

Problem-Lösung-Problem-Bild

 

Ich möchte hier gerade eine Sache erledigen, aber so, wie wir es derzeit umsetzen können, ist es nicht optimal und das ist leider auch mit dieser Lösung nicht änderbar. Nun gäbe es eigentlich eine andere Lösung, die, wenn sie funktionieren würde, auch einfacher und schneller wäre, aber da sich irgendwo ein Fehler im Programm versteckt, funktioniert sie noch nicht. Eigentlich kein Problem, denn Fehler können behoben werden und wurden sie in dem Fall auch. Nur eben nicht so, wie ich es mir vorgestellt hatte, sodass jetzt die einfachere Lösung zwar funktionieren würde, die Vorlage, die es für die Sache, die ich erledigen möchte, schon gibt, aber nicht mehr genutzt werden kann.

Jetzt hätte ich zwei Optionen. Option 1 ist, dass ich die Vorlage, die vorhanden ist, irgendwie in das neue Format übertrage, was am Ende bedeuten würde, dass ich die Vorlage noch einmal komplett neu in das neue Programm umsetzen müsste. Das kostet verdammt viel Zeit, da diese Vorlage auch wieder so gestaltet sein muss, dass sie auf unser Briefpapier gedruckt werden kann. Die Zeit also, die ich mir eigentlich ersparen wollte.

Option 2 wäre, dass ich die Sache so umsetze, wie es bisher immer gemacht wurde, und ich einfach mit der nicht optimalen Umsetzung lebe. Wäre einfach, würde mich jetzt nicht noch einmal Zeit kosten, sieht aber doch blöd aus, also in meinen Augen zumindest.

Mich ärgert und nervt das, weil es inzwischen so viele Möglichkeiten gibt, offene Dokumenten-Standards zu nutzen. Wäre das der Fall, könnte ich meine Vorlage einfach umwandeln und sie im neuen Programm nutzen. Es wäre so einfach, so schön, aber ist nicht! Selbst wenn ich mir jetzt die Mühe mache, und die Vorlage in das neue Format umsetze, wird das die Arbeit für alle anderen nicht erleichtern. Sie werden weiterhin mit ihren Programmen arbeiten, mit denen sie sich schon auskennen, weil sie einfach nicht die Zeit haben, sich in das neue Programm einzuarbeiten. Und ja, dass verstehe ich total und es wäre auch gar nicht schlimm, denn diese Programme können in offenen Dokumenten-Standards speichern, nur das bringt mich ja nicht weiter! Ich kann sie nämlich in dem Programm nicht nutzen …

Ich gehe jetzt Heulen, weil einfache Dinge immer so kompliziert gemacht werden …

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Pssst … sein sie mal leise! Ich bin da gerade einem Geheimnis auf der Spur, einer Verschwörung, vielleicht sogar einem Geheimbund. Schauen sie nicht so, ich verfolge diese Spur schon seit Monaten und sie führte mich genau hier hin, an diesen Ort.

Ja ne, ist klar, sie halten mich jetzt für einen Irren, für einen Verschwörungstheoretiker, aber dem ist nicht so, ich schwöre, oder vielleicht auch nicht, wahrscheinlich gehören sie zu diesem Geheimbund, das erklärt ihre Anwesenheit. Natürlich werde ich ihnen jetzt nichts mehr von meiner Spur erzählen, sonst würden Sie es ja leugnen. Sie würden mir wahrscheinlich mit irgendwelchen Argumenten kommen, würden sagen, dass da gar kein Geheimnis dahinter steckt, dass das einfach so ist, wie es ist. Aber nein, so kommen Sie mir heute nicht davon, genau, ich meine Sie! Erst so einen Geheimbund gründen und dann abstreiten das es ihn gibt! Sie sind mir schon einer!

Stehen Sie doch endlich dazu! Ich bin ihnen auf der Spur, ich bin kurz davor ihre Botschaften zu entschlüsseln und wenn ich es geschafft habe, dann werde ich … Nein, ich werde natürlich nicht, ich bin ja nicht Irre, wenn ich damit an die Öffentlichkeit gehen wollte, würde ihr Geheimbund mich vorher umbringen oder aber mich in der Öffentlichkeit als Irren Brandmarken. Nein, Nein, Nein! Es reicht vollkommen, dass ich es weiß, die restliche Welt ist noch nicht bereit dafür. Und nein, sagen Sie nicht schon wieder, dass ich Irre wäre, ich bin es nicht. Die Zeichen sind doch überall sichtbar, oder? Es gibt nur diese eine Erklärung, eine andere gibt es nicht, auch ihre Scheinargumente können mich nicht davon überzeugen. Es kann einfach kein Zufall sein.

Diese Wasserflaschen, in denen immer noch ein riesiger Schluck Wasser enthalten ist, diese Wasserflaschen sind euer Weg der Kommunikation. Ich beobachte das jetzt schon seit Monaten. Nein, ich bin nicht Irre!

Wisst ihr, es gibt ja Dinge, die sollte mensch lieber lassen. Dazu gehört zum Beispiel, dass ihr euch, wenn ihr in einem Seminar ein negatives Beispiel für irgendwas braucht, keinen Menschen nehmen solltet, der zufällig in den Raum kommen könnte. Es kommt nämlich überhaupt nicht gut, wenn dann erst einmal Stille ist und dann vom Vorträger die Bemerkung kommt, dass das jetzt gerade kein passendes Beispiel ist.

Und jetzt zum abschreiben: Ist etwas unpassend, wenn die Person plötzlich im Raum ist, dann ist es auch unpassend, wenn die Person nicht im Raum ist!

Ich verstehe durchaus, dass es in einem Seminar Beispiele geben muss, damit etwas greifbarer wird. Allerdings sind diese Beispiele dann entweder passend, dann kann sie auch die Person hören, die als Beispiel herhalten muss, oder sie sind unpassend, dann sind sie es aber generell und sollten nicht genutzt werden. Wenn plötzlich Stille entsteht, dann weiß die Person, die den Vortrag hält, ganz genau, dass ihr Beispiel die Person, die als Beispiel herhalten muss, verletzen könnte. Und wenn dem so ist, dann sollte sich die Person, die den Vortrag hält, eine fiktive Person erdenken. Diese kann sie nämlich nicht verletzen, denn sie existiert nicht.

Ich musste das kurz einmal für all die aufschreiben, die denken, dass ein Vortrag oder ein Seminar besonders lustig wird, wenn eine abwesende, aber real existierende Person, zum negativen Beispiel gemacht wird. Ein solches Beispiel ist nur dann passend, wenn es ebenso gebracht werden würde, wenn die Person im Raum ist und wenn es nichts ist, was die Person verletzen könnte.

So, und jetzt macht dort weiter, wobei ich euch gerade gestört habe.

Ich habe euch schon lange nicht mehr mit meinem Studium genervt. Gut, es gab einfach nichts zu schreiben, da ich mich nicht wirklich mit dem Studium beschäftigt habe. Warum? Nun, zum einen musste ich im letzten Jahr (2016) erst einmal schauen, dass ich genügend Geld verdiene. Ich glaube, ich habe schon öfter erwähnt, dass es sich mit einer schwierigen Finanzsituation eher schlecht studieren lässt. Nachdem das geklärt war, kam leider der Selbstmord von meinem Neffen, wodurch ich im Oktober dann doch ziemlich aus der Bahn geworfen wurde.

Jetzt gilt es aber, endlich in die Zukunft zu schauen. Finanziell muss ich mir erst einmal keine Sorgen machen, sodass ich mich jetzt mit den Planungen für das nächste Semester auseinandersetzen kann. Ja klar, ich habe wieder eine Menge Zeit verschenkt, aber das ist egal, denn in der Zeit ist auch die Motivation heimgekehrt, die Motivation dazu, dieses Studium erfolgreich zu beenden. Ob ich das jetzt mit 35 mache oder mit 36, ich glaube der Zeitplan ist egal. Ich habe derzeit wieder Spaß daran, mich mit Informatik und Wirtschaft zu beschäftigen, also die beiden Themen, die mein Studium berührt und ich glaube, mit diesem Schwung kann ich das Studium jetzt “Neustarten”.

Das Studium erinnert mich aber auch immer an meinen Neffen. Er studierte Verwaltungsinformatik und er war verdammt gut darin. Aber das ist schon wieder ein anderes Thema.

Eigentlich wollte ich nur kurz anmerken, dass ich euch jetzt wieder öfter mit meinem Studium nerven werde, stellt euch also schon einmal darauf ein.