Ziele für 2020 (#WritingFriday)

Es gibt da ja zum Ende eines Jahres immer wieder den Brauch, sich für das neue Jahr einen Vorsatz zu suchen. Ich halte davon ja nicht viel, habe das auch schon öfter erwähnt, weil ich der Meinung bin, dass die Umsetzung von Vorsätzen sofort beginnen sollte und nicht in die Zukunft verschoben gehört. Entweder ich möchte etwas Erreichen oder ich will es eben nicht! Will ich es, dann fange ich sofort damit an, will ich es nicht, dann lasse ich es halt. Klar brauchen manche Vorsätze eine Vorbereitungszeit, aber diese Vorbereitung gehört ja zur Umsetzung mit dazu. Wenn mein Vorsatz zum Beispiel ist, dass ich mehr Sport machen will, ich aber bisher überhaupt keinen Sport gemacht habe, dann sollte ich vorher mit einem Arzt sprechen, bevor ich anfange. | mehr

abc.etüden: Das Himmelsleuchten

Dieses Himmelsleuchten ist jetzt schon seit Wochen jede Nacht über der Stadt zu sehen. Keiner weiß genau, wo es herkommt, auch die Wissenschaftler können es nicht erklären. Vor ein paar Wochen, als es mir zum ersten Mal auffiel - ich war gerade dabei meinen Müll nach recycelbar und nicht recycelbar zu sortieren - war ich ziemlich fasziniert von diesem Phänomen. Inzwischen ist es zu etwas normalen geworden, etwas wunderschön Normales, was ich jeden Abend aufs Neue genieße. Ich finde nicht, dass dieses Phänomen etwas Bedrohliches hat, andere allerdings schon, weswegen von Tag zu Tag immer weniger Geschäfte öffnen. Sie öffnen nicht mehr, weil die Inhaber oder das Personal ängstlich aus unserer Stadt ausreisen. Ob das wirklich mehr Sicherheit bringt, wenn das Phänomen wirklich bedrohlich ist? | mehr

Es ist also wieder November …

Es ist also schon wieder November! Wo ist das Jahr hin? Was habe ich mit der Zeit gemacht? Habe ich überhaupt etwas Sinnvolles gemacht? Gerade war noch Silvester. Gerade waren noch die Ziele für das neue Jahr. Es stand doch eben noch viel zu viel Essen auf dem Tisch und es wurde laute Musik gehört und draußen flogen die Raketen und Knaller durch die Gegend. Gerade war doch noch 2018, wurde von uns verabschiedet und das Jahr 2019 begrüßt und jetzt ist schon wieder November? Was ist mit der Zeit dazwischen passiert? Klar, ich habe gearbeitet, habe neue Aufträge übernommen, habe meine Motivationslosigkeit ein wenig in den Griff bekommen. Dieses Loch, welches sich 2016 plötzlich in mein Leben geschlichen hat, welches das Leben aller Menschen in meiner Familie und das Leben anderer nahestehender Menschen plötzlich verändert hat. | mehr

Keinen Plan!

Müde sitze ich im Büro. Es ist kurz nach 10 Uhr und die Motivation ist schon im Wochenende. Eigentlich ist sie immer im Wochenende, eigentlich möchte ich in keinem Büro sitzen, möchte über meine Zeit selbst entscheiden. Ich kann das eigentlich auch, denn ich bin selbstständig, entscheide selbst, was ich machen will, doch auf der anderen ist da der Zwang, Geld verdienen zu müssen. Ohne kommt Mensch nicht weit in unserer Gesellschaft. So sitze ich im Büro, suche nach Motivation, um dann die Dinge zu tun, die ich tun muss, um Geld zu verdienen. Irgendwie gelingt es auch immer wieder, irgendwie ist nach ewigen sechs Stunden die Arbeit erledigt, die zu erledigen war. | mehr

Lebens-ABC: E wie Eigensinn

Irgendwie ging mir bei dem Buchstaben „E“ das Wort „Eigensinn“ nicht aus dem Kopf. Der Duden sagt mir, dass die Bedeutung von Eigensinn ein hartnäckiges Beharren auf einer Meinung oder einer Absicht ist. Irgendwie erkenne ich mich in dieser Bedeutung auch ein klein wenig wieder, denn wenn ich so zurückschaue, dann konnte und kann ich sehr Eigensinnig sein. Ich beharre zwar nicht immer hartnäckig auf meiner Meinung, auch wenn es durchaus möglich ist, dass ich das tue, aber auf viele Absichten habe ich in meinem Leben schon beharrt. Wenn ich zum Beispiel die Absicht hatte, den Kindergarten ausfallen zu lassen, dann konnte ich schon sehr viel Eigensinn entwickeln, um dies auch durchzusetzen, oder zumindest die Ankunft im Kindergarten zu verzögern. | mehr

Zahltag – Zuschauen beim Scheitern!

Wenn Fernsehsender wie RTL eines gut können, dann ist es, dass sie sich die schwächten Mitglieder der Gesellschaft suchen und diese im TV bloßstellen. Sie suchen sich verzweifelte Menschen und machen mit denen dann Formate wie „Zahltag“. Dort bekommen Hartz4-Empfänger einen Koffer voll mit Geld. Soviel Geld, wie sie sonst ein ganzes Jahr über vom Jobcenter bekommen hätten. Halt nicht gestückelt, sondern auf einmal. Das nennt RTL dann die Chance ihres Lebens, denn mit diesem Geld sollen diese verzweifelten Menschen sich dann eine Existenz außerhalb von Hartz4 aufbauen. Um es noch einmal deutlich zu sagen: Die Teilnehmer bekommen soviel Geld, dass das Existenzminimum für ein Jahr gedeckt ist. | mehr

Lebens-ABC: D wie Draußen

Kann es eigentlich etwas Schöneres geben, als draußen in der Natur zu sein? Draußen, das ist dort, wo nicht ganz so viele Menschen sind, wo ich schon mal eine halbe Stunde auf einer Bank sitzen kann, ohne das ein anderer Mensch vorbei kommt. Draußen im Wald, am See, am Feld, in der Natur. Es ist doch wunderbar einfach mal durch die Gegend laufen zu können, ohne ständig durch andere abgelenkt zu werden. Den eigenen Gedanken nachgehen, dabei eben nicht ständig dem Lärm der Menschheit ausgesetzt zu sein. Nicht die S-Bahn zu hören, nicht das Auto oder anderen Zivilisationslärm. Einfach auf das Rad setzen und raus aus der Stadt, rein in die Ruhe. Oder Wandern! Kurz mit der S-Bahn an den Stadtrand fahren, dorthin, wo Berlin selbst schon fast zum Dorf wird und dann einfach wandern. | mehr

Lebens-ABC: C wie Chaos

Ich liebe das Chaos. Ich liebe es, mich in einer gewissen Distanz zum Chaos zu befinden und mir einen Überblick zu verschaffen, zu sehen, wie das Chaos doch irgendwie zu ordnen ist. Es gehört dazu, es ist eine Herausforderung und doch ist es auch Spaß, immer wieder eine Quelle, um Neues zu entdecken. Neues Wissen, neue Zusammenhänge. Chaos hat für viele etwas Abschreckendes. Sie wollen lieber Ordnung, wollen den Überblick und die Kontrolle und verpassen dabei so viel. Natürlich kostet auch das Chaos viel Zeit, Zeit, in der andere Dinge gemacht werden könnten, aber es ermöglicht das Entdecken und somit die Freude an einer Sache. Es ist doch langweilig, wenn vorher schon alles feststeht, wenn keine Überraschungen mehr möglich sind. Routinen halt, die einen nicht mehr fordern. | mehr

Nieselregen

Der Nieselregen legte sich sanft auf meine Haut. Er war nicht unangenehm, nicht kalt, aber er kühlte meinen Körper dennoch etwas ab. Eine willkommene Abkühlung, nachdem dieser Tag doch ziemlich warm war und auch die körperliche Arbeit war anstrengend gewesen, sodass sie meinen Körper zusätzlich aufgeheizt hatte. Da kam der Nieselregen gerade recht. Von meinem Balkon aus beobachte ich die Menschen, die gerade durch die Straße vor meinem Balkon schlendern. Auch ihnen scheint der Nieselregen nichts auszumachen. Sie lassen den Tag ausklingen, unterhalten sich und genießen die Luft, die noch diesen angenehmen Duft trägt, den sie nach einem Regenschauer immer trägt. Die bunten Regenschirme bringen Farbe in das diesige Grau, dass der Nieselregen mit sich bringt. | mehr

Lebens-ABC: B wie Bildung

Es ist eher ungewöhnlich, dass ich dieses Wort wähle. Ungewöhnlich deswegen, weil ich in meiner Jugend eher vor der Schulbildung geflohen bin, ich es nervig fand, jeden Tag in die Schule gehen zu müssen. Jeden Tag dieser einschränkenden Pflicht nachzugehen, die mich von dem abhielt, was mir wirklich Wichtig erschien. Aber eigentlich ist auch das seltsam, denn als Kind konnte ich es kaum erwarten in die Schule zu kommen, zu lernen, was meine größeren Geschwister schon gelernt hatten. Ich wollte Lesen lernen, um die Bücher zu verstehen, die mich schon damals magisch anzogen. Als ich dann lesen konnte, verging diese Magie erst einmal. Ich sollte sie erst später wieder entdecken, zusammen mit meiner Begierde nach Bildung. Auch Bildung hat mit Neugierde zu tun, so wie es schon bei der Abwechslung war. | mehr