Lebens-ABC: H wie Hartz4

Hartz4 begleitet mich wie ein Schatten. Ich diskutiere nicht nur gerne mit anderen darüber, ich musste auch schon selbst damit leben und es ist nicht so romantisch, wie es einige Menschen gerne darstellen. Hartz4 ist ein Fluch, isoliert, lässt einen mit der ständigen Angst leben, plötzlich ohne eine finanzielle Absicherung dazustehen, weil einem ein kleiner Fehler unterlaufen ist. Okay, diese Sorge wurde jetzt etwas abgemildert, da es keine Sanktionen von 100 Prozent mehr geben darf, aber es gibt weiterhin Sanktionen und auch diese können einem auch noch die letzte Würde nehmen, die Mensch noch hat. Ich weiß, viele haben ihr Bild von Hartz4-Empfänger*innen. Bei den meisten ist es nicht positiv, wird durch all das geprägt, was in den Medien so über Menschen in Hartz4 Bezug so erzählt wird, weil meistens die Negativbeispiele gezeigt werden, die es auch gibt, die aber nicht die Regel sind. | mehr

53 Prozent der Warn-App-Nutzer mit positivem Ergebnis teilen dieses in der App!

Leute, ich muss euch sagen, dass ich gestern ziemlich geschockt war! Ich habe mir Mal wieder die Statistiken zur Corona-App angesehen und musste feststellen, dass die App immer noch nicht so weit verbreitet ist, wie sie sollte. Derzeit gibt es wohl rund 23,5 Millionen Downloads. Damit hätten gerade einmal 1/4 der in Deutschland lebenden Menschen die App installiert, aber selbst das stimmt nicht, weil von den Downloads ja noch nicht auf die aktive Nutzung geschlossen werden kann und wenn dann noch Menschen in der Zwischenzeit ein neues Smartphone gekauft haben und auf diesem die App neu installierten, dann fällt die Zahl noch einmal. Aber das ist es gar nicht, was mich so geschockt hat, auch wenn es mich enttäuscht, weil die APP eigentlich die einzig wirkliche Möglichkeit ist, um Infektionsketten zu unterbrechen. | mehr

Gut, es ist ein Jammerjahr!

Das Jahr neigt sich langsam seinem Ende zu, noch ein paar Wochen hat es, dann ist Schluss. Die Zeit rennt und die Zeit fühlt sich so verloren an, weil die letzten Monate mich nicht weiter gebracht haben. Jeder Schritt nach vorne bedeute gleichzeitig wieder Stillstand, immer wenn es wieder aufwärts ging, lauerte an der nächsten Ecke schon wieder das Tal und das macht einen dann doch fertig! Es hilft aber nichts, es muss ja irgendwie weitergehen, nein, es geht irgendwie weiter, auch wenn ich in den letzten Monaten schon häufiger alles hinwerfen wollte. Dieser Krampf, dieses von Monat zu Monat denken, weil es auf dem Konto einfach keine Rücklage mehr gibt und das Ziel einfach nur ist, zumindest die laufenden Kosten irgendwie weiterhin zahlen zu können, macht einen irre und nicht die Möglichkeit zu haben, notfalls halt Hartz4 zu beantragen, noch sehr viel mehr. | mehr

Lebens-ABC: F wie Fahrrad

Beim Buchstaben F kommt mir natürlich sofort das Fahrrad in den Sinn. Ich muss zugeben, dass ich erst ziemlich spät das Fahrradfahren gelernt habe, mit 10 oder 11 Jahren, kurz bevor es zur praktischen Fahrradführerschein-Prüfung kommen sollte. An der habe ich allerdings nie teilgenommen, weil ich am Tag der Prüfung immer noch viel zu unsicher unterwegs war und ich somit die Praxis wohl nie geschafft hätte - mal abgesehen davon, dass ich auch Links und Rechts nicht auseinanderhalten konnte, was mir auch heute noch Probleme macht, weswegen ich damals wohl auch deswegen so ziemlich durchgefallen wäre. Heute kenne ich da zum Glück die L-Regel, die mir - wenn ich wieder einmal unsicher bin - hilft, Links und Rechts zu unterscheiden. | mehr

12 Jahre

Ach Leute, wie die Zeit doch rennt. Wir haben schon wieder Oktober und im Oktober vor 12 Jahren habe ich diesen Blog hier gestartet. 12 Jahre, das sind auch 1.318 Artikel, 4.088 Kommentare, viele innere Kämpfe und auch viele äußere Kämpfe. Der eigentliche Grund, warum ich diesen Blog hier gestartet habe, war, dass ich mein Abitur nachgeholt habe und ich einen Ort brauchte, wo ich für mich noch einmal das Gelernte rezipieren konnte. Diesen Zweck hatte der Blog 2010 dann eigentlich auch schon erfüllt und das es ihn überhaupt noch gibt, liegt wohl auch daran, dass ich schlecht loslassen kann. In den vergangen 12 Jahren - und ihr könnt sie vollständig nachlesen - habe ich mich durch den Blog auch verändert. | mehr

Blogparade: Wie hat Corona euer Leben verändert? #pandemieleben

Hach, ich muss es doch einmal wieder probieren, ich muss Mal wieder eine Blogparade starten. Es geht um Corona und darum, wie sich euer Leben in den letzten Monaten verändert hat, ob sich überhaupt was verändert hat oder ob ihr so weiter gelebt habt wie bisher. Es gibt tatsächlich schon Blogparaden zu Corona, zum Beispiel die, wo ihr 10 Bilder von eurem Corona-Alltag verbloggen sollt, oder die, die sich mit der Ablenkung von der Corona-Pandemie beschäftigt, vergessen dürfen wir natürlich auch nicht die Zukunft nach Corona, die ebenfalls in einer Blogparade abgefragt wurde. Ich finde aber, dass noch zu wenig sichtbar wird, wie anders das Leben mit der Corona-Pandemie ist und deswegen braucht es diese Blogparade. | mehr

11.08.2020: Was läuft bei mir?

Hach, die letzten Monate waren doch nicht ohne. Ein Grund, warum es hier so still war und ich auch mit meinen Wochenrück- und Vorblicken aufgehört habe, war, dass meine Oma gestorben ist. Nicht an Corona, aber wegen Corona konnten wir sie vorher nicht einmal mehr besuchen. Ist sehr schwierig, weil sie, auch wenn sie vielleicht nicht mehr viel mitbekommen hat, ziemlich einsam gestorben sein muss. Im Heim, bei all den anderen Menschen, wo nur ihre Kinder und Enkel nicht mehr gekommen sind. Wahrscheinlich wusste sie nicht einmal, warum wir nicht kommen können, dass wir nicht kommen durften. Das macht es irgendwie noch einmal schwerer, weil der Gedanke daran, dass sie ziemlich einsam gewesen sein muss, schmerzt. | mehr

Dieses Gefühl …

Es wird ja viel geschrieben und gesprochen über Kinderarmut und das dagegen was getan werden muss. Passieren tut nicht viel, weil die zuständigen Personen die Dringlichkeit nicht sehen. Das Jobcenter weigert sich zum Beispiel hartnäckig, einen PC als Grundausstattung für Schüler*innen anzuerkennen - jedenfalls so lange, bis ein Sozialgericht dann entscheidet, dass die Verweigerung falsch ist. Chancengleichheit gibt es nicht und wer es miterlebt hat, der fragt am Ende auch gar nicht, woher die Wut dieser Kinder und Jugendlichen kommt. Ich schreibe das, weil mir gerade auf Twitter wieder aufgefallen ist, was ich als Kind bzw. Jugendlicher gern alles gemacht hätte, es aber nicht konnte, weil einfach kein Geld da war. | mehr

Egoistisch oder demokratisch?

Wer vor Gericht geht, um dort prüfen zu lassen, ob die Einschränkung seiner Grundrechte verhältnismäßig ist, ist nicht egoistisch! Diesen Satz will ich jetzt schon längere Zeit loswerden, schon deswegen, weil er eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Es ist nicht Egoistisch Ausgangsbeschränkungen überprüfen zu lassen, es ist wichtig für eine Demokratie, dass dies möglich ist und dass jederzeit die Entscheidungen von Politikern überprüft werden können. Nur so können wir verhindern, dass solch eine Krise dazu genutzt wird, die Demokratie und die Freiheitsrechte zu beschränken. Aber Demokratie scheint eh nur etwas für fröhliche und glückliche Zeiten zu sein, denn wenn ich mich so an Diskussionen und Tweets der letzten Wochen erinnere, scheint in solchen Krisen, wie wir sie jetzt haben, die Flucht zu Autoritäten die bequemere Option zu sein. | mehr

Dieses Jahr wird fabelhaft (#WritingFriday)

Dieses Jahr wird fabelhaft, weil so Erfolgsgeschichten beginnen! Positiv denken, so sagen viele, ist der erste Schritt zu einem positiven und glücklichen Leben. Also wird dieses Jahr fabelhaft! Vergessen wir einfach, dass es bisher eher bescheiden angefangen hat, vergessen wir die Kriegsgefahren, die Brände, die noch aus dem letzten Jahr stammen, die vielen Baustellen in der Gesellschaft. Nein, vergessen wir das nicht, denn es gehört dazu und muss in eine positive Richtung gebracht werden, damit das Jahr wirklich fabelhaft werden kann. Die Brände als letzter Warnschuss vor der Klimakatastrophe, die die Politiker endlich ins Handeln bringt, die Kriegsgefahren als Quelle von Menschlichkeit, die die Menschheit endlich zusammenrücken lässt und der Menschenfeindlichkeit der ganzen Rechts-Konservativen und Faschisten endlich den Stinkefinger zeigt. | mehr