02.06.2021: Ein Stück Papier

In meinem Lebens-ABC-Artikel „I wie Impetus“ habe ich in einem kurzen Abschnitt eine Begebenheit aus dem Jahr 2001 erwähnt. Es war kein Nebensatz, aber häufig sind es die kleinen Nebensätze, die kaum Beachtung finden, obwohl sie eine lange Periode eines Lebens prägen können. Dieser kleine Nebensatz bei mir war die Empfehlung einer Pädagogin, die mich in einem Grundausbildungslehrgang ein Jahr lang begleitete und mir in einem entscheidenden Augenblick meines Lebens half, indem sie an meine Fähigkeiten glaubte und die mir dadurch die Tür zu meiner Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel öffnete. Wenn ich heute über meine Ausbildung spreche, dann spreche ich nicht wirklich darüber, dass sich mir dadurch eine Welt voll mit Möglichkeiten eröffnete. | mehr

Lebens-ABC: I wie Impetus

Impetus, laut Wörterbuch ist das ein anderes Wort für Anstoß, Antrieb oder Schwung. Das passt irgendwie zu meinem Leben, außerdem ist es auch ein schönes Wort! Derzeit fehlt dieser Impetus ein wenig in meinem Leben, wobei „derzeit“ untertrieben ist, denn eigentlich fehlt er seit 2010. Wer hier schon länger mitliest, weiß, dass ich in diesem Jahr meine Abiturprüfungen bestanden habe. Seither blieben wirkliche Erfolge aus, also Erfolge, die durch irgendeinen Abschluss belegt sind. Zwischen den Jahren 2000 bis 2010 hatte ich viel Impetus. 2000 war der erste Anstoß, den ich gebraucht habe, der Grundausbildungslehrgang, den ich damals vom Jobcenter aus machen musste. Wobei es ziemliches Glück war, denn dort lernte ich eine Pädagogin kennen, die mir dabei half, meine schulische Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel zu bekommen. | mehr

21.04.2021: Pandemiebeobachtungen

Ein paar Monate haben wir jetzt ja schon die Pandemie und ich bin immer wieder erstaunt über die Beobachtungen, die ich mache, wenn ich dann draußen unterwegs bin. Sei es an der Ampel, am Eisladen, auf den Spielplätzen - an denen ich vorbeikomme - oder generell auf dem Gehweg. Auch in der Kaufhalle ist es mitunter schwierig, die Mitmenschen zu verstehen. Öfter Frage ich mich, ob die Menschen wirklich noch nicht verstanden haben, dass wir uns derzeit in einer Pandemie befinden oder ob es wirklich der Egoismus ist, der die Menschen treibt. An der Ampel Ich fahre gerne Fahrrad und während der Pandemie nutze ich es noch öfter, doch sobald ich mit dem Fahrrad an einer roten Ampel halten muss, ich bleibe da ja tatsächlich stehen, wird mir sehr mulmig. | mehr

Datenschutz für mündige Menschen?

Datenschutz und die Einstellungen der Bürger*innen dazu, empfinde ich immer wieder als ein sehr seltsames Thema. Das Grundrecht auf die informationelle Selbstbestimmung ist ja eigentlich ein Abwehrrecht gegenüber den Staat und sich dann auf den Staat zu verlassen, wenn es um die Spielregeln beim Datenschutz geht, ist schon ziemlich merkwürdig. Wir verlangen hier, dass der Staat - beziehungsweise die Politik - hier die Spielregeln bestimmt, mit denen er sich selbst verbietet, sich an unseren Daten zu bedienen. Dass das nicht funktioniert, zeigt die ewige Diskussion über die Vorratsdatenspeicherung oder die Verknüpfung von verschiedenen staatlichen Datenbanken, die mithilfe einer eindeutigen ID gelingen soll. | mehr

Lebenszeit sinnvoll nutzen …

„Die Lebenszeit sinnvoll nutzen“, diesen Satz höre ich immer wieder und ich frage mich, was das eigentlich bedeuten soll. Woher weiß ich denn, dass ich gerade meine Lebenszeit sinnvoll nutze? Und was ist mit den vielen Tätigkeiten, die ich erledigen muss, um überleben zu können? Sind auch diese Tätigkeiten sinnvoll genutzte Lebenszeit, obwohl sich mir der Sinn dieser Tätigkeiten nicht wirklich ergibt? Auf der anderen Seite wird das Leben im Internet, die Zeit, die in sozialen Netzwerken verbracht wird oder auf anderen Seiten, als verschwendete Zeit gebrandmarkt. Ist das wirklich verschwendete Zeit? Sind wir nicht vielleicht ein wenig vorschnell, wenn wir bestimmte Tätigkeiten als sinnvoll einstufen und andere als Verschwendung von Zeit? Wer setzt dafür die Norm? | mehr

Meine digitale Mediengeschichte

Das Internet und ich, die Geschichte hat irgendwann 1998 angefangen. Damals noch nicht so wirklich schnell, da ich nur einen Amiga 2000 hatte, was die Übertragung noch einmal ordentlich ausgebremst hat. Ja, es gab damals schon einen Internetbrowser für den Amiga, aber das Aufrufen von Webseiten hat ewig gedauert, was also nicht wirklich Spaß gemacht hat. Richtig los mit den neuen Medien ging es dann so 2001/2002, als ich die Foren und Chats für mich entdeckte. 2004 startete ich dann meinen ersten Blog, nachdem ich durch eine Zeitschrift darauf aufmerksam wurde. Allerdings war ich damals nicht wirklich gefestigt, sodass der Blog ziemlich schnell von mir wieder gelöscht wurde. Im selben Jahr startete ich meine Literaturseite, die einem Blog schon nahekam, aber auf einfache HTML-Dateien basierte. | mehr

Bye Bye Studium – 05.01.2021

Das Jahr 2021 liegt vor uns und es wird ein Jahr sein, in welchem Träume beerdigt werden. Die Corona-Pandemie macht Schlussstriche notwendig, auch weil die Politik es nicht schafft, alte Pfade zu verlassen und neue zu betreten. Aber, um das auch gleich am Anfang zu erwähnen, es ist natürlich nicht nur die Pandemie schuld, es gibt viele Faktoren, die dazu führen, dass Träume beerdigt werden müssen. In meinem Fall wird es jetzt das Studium sein, welches sein Ende findet. Bye Bye Studium bye bye Sind wir ehrlich, ich halte eh schon viel zu lange an diesem Traum fest, acht Jahre sind es inzwischen. Hauptgrund, warum es jetzt schon so lange dauert, ist natürlich die finanzielle Situation. | mehr

Melancholische Normalität – 26.12.2020

Das Fenster ist geöffnet. Langsam strömt frische Luft in den Raum, die Träume und die Nacht werden herausgespült und es entsteht neuer Platz für einen neuen Tag. In der Ferne läuten die Glocken einer Kirche. Das machen sie immer, schon seit Jahren, darauf ist verlass. Sie spiegeln eine Realität, die es so in diesem Jahr nicht gab. Eine Normalität, von der wir weit entfernt sind. Gestern zählte ich auf Instagram schon die Teller, welche die Menschen dort auf ihre Weihnachtstische gestellt hatten. Ich will das nicht! Das ist keine wünschenswerte Normalität! Es wird langsam kühl im Zimmer. Die Luft fühlt sich nicht mehr so verbraucht an, aber es fehlen die Stimmen, die sonst - zusammen mit der frischen Luft - in das Zimmer transportiert werden. | mehr

Mal wieder das Thema Armut …

Leute, ich gebe es auf! Es hört mir eh keine zu und wenn mir Mal wer zuhört, dann kommt die Antwort, dass ich das doch gar nicht so sehen kann, weil ist halt nicht so schlimm. Doch, verdammt noch Mal, ich kann es so sehen, weil ich es selbst erlebt habe! Und nein, ich will nicht in andere Länder schauen, in denen die Armut noch viel schlimmer ist. Ja, es gibt sie, es gibt Länder, wo Menschen verhungern, weil WIR verdammt noch einmal nichts an unserem Wirtschaftssystem ändern wollen und weil WIR auch nichts von unserem Wohlstand abgeben möchten! Ganz im Gegenteil, unser Wohlstand basiert zu großen Teilen auf der Ausbeutung dieser Länder, also hört verdammt noch einmal auf damit, mich auf diese Länder hinzuweisen, solange ihr nicht bereit seid anzuerkennen, dass wir ein Teil des Problems sind! | mehr

Wo ist die Mobilisierung?

Sagt Mal, was läuft hier eigentlich falsch? In Leipzig marschieren zehntausende Wut-Hut-Maskenverweigerer, weil diese der Meinung sind, dass sie - wegen ein bisschen Stoff - in ihrer Freiheit und in ihren Grundrechten beschränkt sind, aber wenn die EU wirkliche Grundrechtsbeschränkungen plant, indem sie einen Generalschlüssel für die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in Kommunikationsapps wie WhatsApp, Signal und Co. plant, berichten davon nur eine handvoll Medien, aber die Mobilisierung dagegen bleibt aus. Klar, es geht derzeit um einen Entwurf, aber auch gegen einen Entwurf kann schon mobilisiert werden, um den Verantwortlichen zu zeigen, dass das nicht stillschweigend hingenommen wird! | mehr

Lebens-ABC: G wie Geduld

Das Wort „Geduld“ begleitet mich in meinem Leben komischerweise ständig. Ich weiß nicht wieso, aber egal was ich mache, als positives Merkmal wird immer sofort meine Geduld erwähnt. Ich bin mir nicht sicher, ob ich wirklich ein solch geduldiger Mensch bin, ich würde es eher mit Gelassenheit umschreiben, weil Panik und Stress bei Problemlösungen nicht viel bringen. Entweder, ich kann ein Problem sofort lösen, dann wären Panik und Stress eh unnötig, oder ich bekomme es nicht sofort gelöst, dann wären Stress und Panik hinderlich. Im zweiten Fall würde mich blockieren, wenn ich ungeduldig und gestresst wäre und wäre dann nicht mehr in der Lage, mir einen Plan B, gegebenenfalls sogar einen Plan C auszudenken. | mehr

12 Jahre

Ach Leute, wie die Zeit doch rennt. Wir haben schon wieder Oktober und im Oktober vor 12 Jahren habe ich diesen Blog hier gestartet. 12 Jahre, das sind auch 1.318 Artikel, 4.088 Kommentare, viele innere Kämpfe und auch viele äußere Kämpfe. Der eigentliche Grund, warum ich diesen Blog hier gestartet habe, war, dass ich mein Abitur nachgeholt habe und ich einen Ort brauchte, wo ich für mich noch einmal das Gelernte rezipieren konnte. Diesen Zweck hatte der Blog 2010 dann eigentlich auch schon erfüllt und das es ihn überhaupt noch gibt, liegt wohl auch daran, dass ich schlecht loslassen kann. In den vergangen 12 Jahren - und ihr könnt sie vollständig nachlesen - habe ich mich durch den Blog auch verändert. | mehr

Was mich wirklich glücklich macht

Ich überlege die ganze Zeit, wie ich euch erklären kann, was Glück für mich ist. Wie ich euch vermitteln kann, wie dieses Gefühl bei mir ausgelöst wird, wie ich zeigen kann, was mich wirklich glücklich macht. Ich hoffe, ich habe ein paar Wanderer unter meinen Leser*innen, die das Gefühl, welches ich beschreiben möchte, kennen. Die es verstehen, weil es für sie genauso Glück bedeutet, wie es für mich eben jenes Glück bedeutet. Meine Beschreibung fängt früh an einem beliebigen Tag im Frühjahr, Sommer oder Herbst an. Die Sonne beginnt gerade ihren Weg über unseren Himmel, draußen ist die Luft noch ein wenig feucht von der Nacht, es liegt auch noch ein wenig Dunst in der Luft. Ich schnüre meine Schuhe zu, mein Rucksack ist für die Wanderung bereits gepackt, gleich geht es los. | mehr

05.10.2020: Was läuft bei mir?

Ich sehe mir ja inzwischen täglich die Corona-Zahlen für Berlin an. Sie steigen! In mehreren Bezirken liegt der Wert der 7-Tage Inzidenz über 50 und somit über den kritischen Wert, sodass auch bei der Berliner Corona-Ampel dieser Wert auf Rot steht, die anderen beiden Werte sind zum Glück weiterhin im grünen Bereich - die Frage ist halt, wie lange noch? Derzeit habe ich ab und an noch ein paar Einsätze als Promoter, deswegen ist dieser Blog hier überhaupt noch erreichbar, aber es reicht halt nur, um die laufenden Kosten bis zum jetzigen Zeitpunkt zu bedienen, ein Polster kann ich mir mit den Einnahmen nicht aufbauen und ich muss immer hoffen, dass die Rechnungen zeitnah überwiesen werden. | mehr