27 Oktober 2008

ABC-Listen

Eine weitere Lernmethode, die ich in den letzten Jahren lieben gelernt habe, ist die ABC-Liste. Mit dieser Methode könnt ihr eure Verknüpfungen zu einem bestimmten Wissensgebiet abrufen und mit diesen Verknüpfungen arbeitet ihr dann weiter. Ihr könnt die Methode nutzen, um schnell herraus zu finden, wie weit ihr mit euren Lernprozess schon gekommen seid, um durch Wiederholungen Wissen zu verfestigen und dieses so in Erinnerung behalten.

Ein Beispiel für eine ABC-Liste für den Englischunterricht wäre eine kurze Abfrage der Vokabeln, die ihr aktuell lernt. Diese könnt ihr am Morgen nach dem Frühstück erstellen oder bevor ihr mit dem Lernen der Vokabeln anfangt – dann wisst ihr auch gleich, auf welche Vokabeln ihr euch beim Lernen am meisten konzentrieren müsst.

Hier ein Beispiel :

A – air, airport, animal, ask, a, an, art
B – big, blood, bring, ball, back
C – cat, come, cloud
D – dear, don’t, do, dog, drink
E – ear, eat, earth, eye
F – father, flower
G – garden, gear, gool, go
H – home, hear, hot,
I – in, is, if, ice, ice-cream
J – just
K – known, knife
L – love, live, life, last, letter
M – more, me, my, mother, most
N – no, not, near, next, name
O – or, old, out, off, on
P – pet
Q – ???
R – right, room
S – soon, some, sun, son
T – this, the, then
U – us
V – vehicle
W – water, war, was, wear
X – x-mas
y – yes. you, your, youth
z – zero

Es ist nicht notwendig, dass ihr für jeden Buchstaben ein Wort findet. Das könnte auch schwierig werden, wenn ihr euch für das Erstellen der ABC-Liste eine Zeitvorgabe gegeben habt. Wichtig ist, das ihr so viele Verknüpfungen wie möglich findet und da ist es nicht schlau, wenn ihr euch mit einem Buchstaben – für den ihr absolut keine Verknüpfung finden könnt – zu lange aufhaltet. Aus genau diesem Grund ist es auch Sinnvoll, dass ihr die ABC-Listen auf Zeit erstellt. Ich nehme mir meistens einen Zeitrahmen von 3 bis 5 Minuten. Ihr könnt euch aber auch mehr Zeit nehmen, denn es kommt ja auch immer ein wenig auf das Thema der ABC-Liste an, wie viel Zeit ihr euch für diese nehmt.

Apropos Thema, die ABC-Liste ist natürlich nicht auf Englisch beschränkt. Ihr könnt ABC-Listen zu allen Themen erstellen, für die ihr einmal euren Wissensstand ermitteln wollt. Ihr bereitet euch auf einen neuen Geschichtskurs vor? Macht eine ABC-Liste! Vor dem Studium noch einmal die Themengebiete in Mathe, Physik, Chemie oder Deutsch auffrischen? Dann erstellt eine ABC-Liste! Ihr bereitet euch auf ein Teammeeting im Büro vor, sucht neue Ideen zu einem bestimmten Thema? Ihr wisst schon, so eine ABC-Liste ist genau das richtige Werkzeug dafür! Nutzt die Listen, bringt euer Netzwerk auf Temperatur, aktiviert die Regionen und Verknüpfungen im Gehirn, die für euer Thema wichtig sind und Helft so eurem Gehirn beim Lernen.

ABC-Listen nicht wegwerfen

Nachdem ihr eure ABC-Liste angefertigt habt, werft diese nicht weg, denn ihr könnt sie noch für andere Dinge verwenden. Ihr könntet euch zum Beispiel Wörter aus der Liste nehmen und dazu eine kurze Geschichte schreiben. Oder ihr nehmt die einzelnen Begriffe und verknüpft diese mit Begriffen aus anderen ABC-Listen. Es gibt noch so viele Möglichkeiten, diese ABC-Liste weiter zu verwenden, lasst hier eurer Kreativität einfach freien Lauf. Vielleicht erstellt ihr eine ABC-Liste zum Thema: “Wie kann ich eine ABC-Liste weiterverwenden?”.

Ich persönlich finde diese ABC-Listen super. Das erlernte Wissen kann schnell überprüft, und Faktenwissen kann zügig abgefragt werden. Die Zeit für eine ABC-Liste findet jeder, egal ob im Bus, in der Bahn oder beim Warten. Drei Minuten reichen vollkommen, es muss nur ein Stift und ein Stück Papier zur Hand sein – alternativ ein Smartphone, Tablet oder Diktiergerät.

Ich freue mich über Themengebiete und ABC-Listen von euch.

23 Oktober 2008

Bildergeschichten

Da ich mich ja zur Zeit mit Lerntechniken auseinander setze, bin ich jetzt auf die der Bildergeschichten gestoßen. Bei dieser geht es darum sich Zahlen und Formeln besser merken zu können, da dieses ja meist ziemlich schwer ist. Das Prinzip ist, die abstrakten Zahlen und Zeichen in Bilder umzuformen und sich mit diesen dann eine Geschichte auszudenken. Das Ziel soll sein, sich auf diesem Wege auch längere Zahlen und Zeichenkombinationen zu merken.

Hört sich ganz gut an, aber nun ist natürlich die Frage, wie kann man Zahlen in Bilder umsetzen? Für gute Vorschläge bin ich immer ziemlich offen. Also, sagt mir was ihr in den Zahlen 0 bis 9 für Bilder seht, welche assoziativen Bilder euch dazu einfallen. Ich freue mich über jeden Kommentar und werde hier dann natürlich auch über die Wirksamkeit dieser Methode berichten.

21 Oktober 2008

Merkgeschichten

Eine Lerntechnik auf die man öfter stößt und von der man öfter hört sind Merkgeschichten. Man soll sich eine kurze, lustige Geschichte einfallen lassen um sich den Stoff den man sich merken möchte einzuprägen. Ich dachte mir jetzt einfach mal, man könnte dies ja mal für Mathe versuchen. Oft genug sitzt man vor einer Kurvendiskusion und überlegt, ob noch etwas hineingehört oder nicht.

Was gehört denn nun eigentlich in eine Kurvendiskusion? Nun als erstes braucht man wohl eine Gleichung. Von dieser sollte man die erste, zweite und dritte Ableitung bilden um später die Extrem- und Wendestellen bestimmen zu können. Dann sollte man sich über den Definitionsbereich und über den Wertebereich Gedanken machen, bevor man dann zum Symmetrieverhalten der Funktion kommt. Nachdem man dieses abgehandelt hat, sollte man sich an die Nullstellen Berechnung machen, dann übergehen zu den Extremstellen um dann zu den Wendestellen zu kommen. Wer das alles hat kann sich dann darüber her machen, die Funktion Graphisch wieder zu geben.

Dann gibt es für viele dieser Dinge noch sowas wie notwendige und hinreichende Bedingungen, was man auch noch irgendwie unter bringen sollte, in die Merkgeschichte und die verschiedenen Symmetrien , Punkt- und Achsensymmetrie, sollten auch noch mit rein kommen, damit man wirklich alles hat, was man braucht, um eine Kurvendiskusion durchzuführen. Wer dann noch an die verschieden Möglichkeiten denkt, wie man die verschiedenen Stellen berechnen kann, wird mir zustimmen, dass diese Kurzgeschichte, bzw. kurze Merkgeschichte nicht wirklich kurz sein kann. Denn man kann sowohl durch ausklammern, wie auch durch die p-q Formel, oder aber einer Polynomdivision auf die Null-, Extrem-, und Wendestellen kommen. Und wem das noch nicht genug ist, der hat bei den Bi-quadratischen Funktionen noch eine Möglichkeit auf die Lösung zu kommen, denn hier zeigt sich das Subtitutionsverfahren von großen Vorteil.

So das ganze jetzt in eine Merkgeschichte, möglichst lustig und kurz, wird schwer, aber versuchen kann man es ja mal.

Es war einmal ein Mann Namens Kurvendiskusion der  Funktion. Dieser hatte eine Frau welche den Namen Erste Ableitung hatte und zwei Kinder mit den Doppelnamen Zweite Ableitung und Dritte Ableitung. Der Nachname war natürlich “der Funktion”. Diese Familie hielt nicht viel von strengen Definitionsbereichen, da sie sich für ziemlich Weltoffen hielten, aber an Werten in bestimmten Bereichen hielten sie sich, dass war ihnen wichtig. Es gab eine Zeit da war ihnen dieser Wertebereich nicht wichtig, damals, bevor sie den Nullpunkt erreichten. Freunde rieten ihnen von vorne anzufangen und den p-q Punkt zu verlassen, sie sagten, sie sollten es mit Polynomen versuchen und wenn dies nicht ging, sollten sie ihre schlechten Gewohnheiten eben Ausklammern. Sie wollten ja auf ihre Freunde hören, aber es musste noch eine Extreme Stelle in ihren Leben kommen, damit sie den Ratschlag annehmen konnten. Sie standen kurz vor dem Aus, die Ehe war kurz vor dem Scheitern, die Kinder wurden in der Schule immer schlechter, der Vater verlor seine Arbeitsstelle, die Mutter die Lust am Leben. Sie verfielen alle in eine tiefe Depression, bevor sie zur Wendestelle ihres Lebens kamen. Von hier an ging eigentlich wieder alles Bergauf. Damals, als sie die Werte für sich entdeckten und es wieder etwas gab, an das sie glauben konnten. Der Vater fand einen neuen Job, einen sehr viel besser bezahlten, die Kinder wurden wieder besser in der Schule, verstanden plötzlich was die Polynomdivision und das Subtitutionsverfahren war und die Mutter versuchte ihr Glück als Graphikerin. Sie fertigte viele Graphiken an und konnte damit dann auch Geld verdienen.

Das ist nun viele Jahre her und heute Diskutiert die Familie Funktion viel über die Kurven in ihren leben.

Hört sich doch eigentlich gut an, oder? Wer eine bessere Merkgeschichte hat, darf sie gerne hier Posten, vielleicht ist sie ja sehr viel besser als meine und lässt sich sehr viel besser merken.

19 Oktober 2008

Lehrntechniken

Da jetzt erst einmal zwei Wochen Ferien sind und ich zusätzlich auch noch Urlaub habe, kann ich mich jetzt wieder einmal mit dem Thema auseinander setzen, wie man am besten lernt. Methoden gibt es ja viele, aber welche Funktionieren wirklich?

Nehmen wir doch einmal die Karteikarten-Systeme. Man schreibt und schreibt viele Karteikarten um sich diese dann immer mal wieder anzuschauen. Bei mir kommt am Ende dann aber immer nur Chaos dabei raus. Denn die Karteikarten werden zwar öfter angeschaut, landen aber meist nicht wieder in der Box, wo sie eigentlich hingehören und verschwinden dann irgendwann wieder.

Dann gibt es ja noch das System, dass man sich regelmäßig, zu einer bestimmten Zeit hinsetzt und lernt. Da ist bei mir immer die Frage, wie soll ich das Planen? Es gibt keine Zeit, in der ich 100 Prozentig sagen kann, dass ich zu Hause bin und Zeit habe.

Aber ich will mich da nicht wirklich darüber aufregen, vielmehr interessieren mich eure Lerntechniken und ob sie bei euch funktionieren. Auch interessiert mich, was ihr sonst noch alles probiert habt, um besser zu lernen und warum es gescheitert ist.

Ich freue mich auf viele Kommentare 😉