5 Januar 2020

Ziele für 2020 (#WritingFriday)

Es gibt da ja zum Ende eines Jahres immer wieder den Brauch, sich für das neue Jahr einen Vorsatz zu suchen. Ich halte davon ja nicht viel, habe das auch schon öfter erwähnt, weil ich der Meinung bin, dass die Umsetzung von Vorsätzen sofort beginnen sollte und nicht in die Zukunft verschoben gehört. Entweder ich möchte etwas Erreichen oder ich will es eben nicht! Will ich es, dann fange ich sofort damit an, will ich es nicht, dann lasse ich es halt. Klar brauchen manche Vorsätze eine Vorbereitungszeit, aber diese Vorbereitung gehört ja zur Umsetzung mit dazu. Wenn mein Vorsatz zum Beispiel ist, dass ich mehr Sport machen will, ich aber bisher überhaupt keinen Sport gemacht habe, dann sollte ich vorher mit einem Arzt sprechen, bevor ich anfange. Aber den Termin bei der Ärztin zu machen, ist dann eben der erste Schritt bei der Umsetzung des Vorsatzes. Aber okay, darüber soll ich hier jetzt gar nicht schreiben, ich soll über Vorsätze für das Jahr 2020 schreiben.

Klar habe ich Ziele!

Natürlich habe ich für das Jahr 2020 auch Ziele, es sind Ziele, die ich bisher noch nicht erreicht habe. Ziele von Wegen, die ich schon längere Zeit laufe, bei denen ich auch schon Umwege gelaufen bin. Dazu gehört immer noch mein Studium! Es ist zwar noch immer nicht das Ziel, dass ich es bis zum Ende des Jahres abgeschlossen haben möchte, dieses Ziel habe ich auf das Jahr verschoben, in dem ich 40 werde. (Ist auch nicht mehr so lang, aber noch genügend Zeit, um es zu erreichen) Aber für 2020 wäre es schön, wenn ich zumindest wieder 2 bis 3 Klausuren schreiben würde, ich wieder ins Tun komme. Ich arbeite darauf schon eine ganze Weile hin, habe zum Beispiel einen Kurs zur Selbstmotivation angefangen und beschäftige mich auch viel mit dem Thema Lernen. Ich bin also auf dem Weg, gehe aber ein paar Umwege, um dann wieder auf Kurs zu kommen.

2020 würde ich auch gerne den Weg meiner Selbstständigkeit weiter gehen. Ich möchte endlich genügend Gewinn erwirtschaften, um einen Teil davon für meine Rente weglegen zu können. Das wäre die nächste Etappe auf meinem Weg, die ich erreichen möchte und die durchaus erreichbar ist. Auch hierzu muss ich Umwege gehen, muss mich Weiterbilden, muss Ängste hinter mich lassen, muss aufhören über Vergangenes zu grübeln.

Vielleicht verlasse ich 2020 aber auch den Weg der Selbstständigkeit und schlüpfe wieder in ein abhängiges Arbeitsverhältnis. Ziele können sich durchaus auch ändern, wenn es plötzlich Abzweigungen auf dem Weg gibt, die interessant genug scheinen, um den eigentlichen Weg zu verlassen. Ich lasse mich da gerne überraschen.

Wie ihr hier seht, halte ich meine Ziele ziemlich vage, auch weil sie nur weitere Etappen sind, die ich auf meinem Weg erreichen kann, aber nicht unbedingt muss. Gut, endlich mehr für die Rente zu tun, das wäre in meinem Alter schon nicht schlecht, aber da ich in der Gegenwart lebe, und ich die Zukunft eben sehr schlecht vorhersagen kann, ist es kein Muss, diese Etappe in diesem Jahr zu erreichen. Wichtig ist, dass ich sie rechtzeitig erreiche, damit es für die Rente dann auch noch einen Nutzen hat.

Dieser Beitrag gehört eigentlich zu #WritingFriday, aber da ich mit einem Magen-Darm Infekt ins Jahr gestartet bin, kommt er erst heute.

8 Januar 2015

Mein Horizont

Schweriner See

Schweriner See

Ich sitze gerade hier, starre in den Bildschirm, lese Blogartikel, schreibe. Natürlich weiß ich, dass ich jetzt eigentlich andere Dinge machen sollte, Dinge, die ich schon vor mehreren Tagen hätte fertig haben sollen, für die ich schon Monate Zeit hatte und die ich nicht gemacht habe, weil die Zeit viel zu schnell verging, sie einfach weg war, ich nichts geschafft habe, ich einfach nur hier saß und starrte.

Ich weiß nicht, warum ich derzeit die Zeit einfach verstreichen lasse, warum ich die Dinge, die ich am Horizont sehe, die ich mir schon ausgemalt habe, die ich umsetzen möchte, warum ich diese Dinge nicht umsetze. Ich sitze hier, Träume davon, dass ich das alles mache, wie es wäre, wenn ich es mache, wie sich die Erfolge anfühlen würden, die ich dort am Horizont schon sehen kann – aber ich greife nicht nach ihnen. Ich sitze hier und starre.

Gestern Nacht stand ich auf, nachdem mein Kopf mich wieder nicht schlafen lies, sich so viele Gedanken in ihm ansammelten. Ich stand auf und schrieb mir zwei Gedankengänge auf. Zwei Gedankengänge zu einer Geschichte, die ich schon seit zwei Jahren überarbeiten will, die ich schon am Horizont vor mir sehe, die ich in der Gegenwart aber nicht anfasse. Jetzt habe ich diese zwei Gedankengänge, habe sie auf Papier verewigt und jetzt werden sie verstauben.

Ich habe Träume, ich kann sie am Horizont sehen, kann nach ihnen greifen, aber ich mache es nicht. Ich sitzt hier uns starre, starre in den Horizont, überlege, Tagträume, überlege, lenke mich ab, greife nicht zu. Bevor ich zugreifen kann, muss ich etwas machen, ich mich motivieren, muss es anpacken, packe es nicht an, weil die Motivation fehlt.

Ich verbaue mir meinen Horizont, versuche mich zu befreien, schreibe, um mich zu befreien – finde Motivation, aber nur für wenige Sekunden, einem Wimpernschlag, schon ist sie wieder weg, verflogen, ein weiterer Ziegelstein, der mir die Sicht auf meinen Horizont versperrt.

Ist das überhaupt mein Horizont, den ich dort sehe? Ist es das, was ich will? Oder verfliegt die Motivation so schnell, weil es nicht meine Motivation ist? Nein, sie verfliegt so schnell, weil mich von hinten die Sorgen einholen, die mich lähmen, die mich festhalten, die es mir unmöglich machen, mich auf den Horizont zu konzentrieren. Schließlich lebe ich jetzt und schließlich muss ich jetzt Geld verdienen, damit ich jetzt meine Kosten decken kann. Der Horizont dort, der ist noch soweit weg, der ernährt mich nicht in der Gegenwart – aber auch nicht in der Zukunft, weil der Horizont, den ich sehe, nicht die Zukunft sein kann, weil die Gegenwart lähmt, weil sie mich festhält, weil sie nicht loslässt. Sie soll mich loslassen, soll mich machen lassen, soll mir dabei zusehen, wie ich die Zukunft gestalte, aber sie will nicht.

Ich schreibe. Schreibe meine Gedanken nieder, finde die Motivation für einen Wimpernschlag, sehe sie, sehe, wie sie verschwindet, wie sie dem Horizont entgegen fliegt und mich allein lässt. Allein mit den Dingen, für die es eigentlich schon zu spät ist, in der Hoffnung, dass ich gleich beginne die Mauer einzureißen, die sich vor meinem Horizont aufbaut.

Die Mauer ist schon so groß, dass sich schon ein Sprayer dran verewigt hat. In großen Buchstaben steht dort: „VERSAGEN“

 

Thema geklaut bei Blogideekasten

28 März 2011

Sich zum Lauftraining motivieren – Ziele setzen

Hach ist das Wetter nicht schön geworden in den letzten Tagen? Ich finde schon und deswegen bin ich wohl auch ein wenig übermütig geworden, denn am Freitag habe ich mich für den Jedermannlauf hier in Berlin angemeldet. Der ist zwar erst am 10.04, aber wen ich die Distanz beachte, für die ich mich angemeldet habe, dann kann man nur von Übermut reden. Ich schreibe hier jetzt nicht von 10 Kilometern, die für mich kein Problem darstellen, obwohl ich derzeit ziemlich langsam und ziemlich schlecht im Training bin. Nein, ich rede von 20 Kilometern!
Sollte eigentlich kein Problem sein, immerhin bin ich ja schon zweimal beim Halbmarathon angetreten und habe diesen auch zweimal erfolgreich abgeschlossen. Aber halt, diesmal gibt es doch einen Unterschied.

Der Winter war viel zu lang für mich, die Lust am Laufen ging irgendwann flöten, dann fiel auch noch mein Laufpartner aus, nachdem ich selbst schon für eine Woche ausgefallen bin und dementsprechend sieht auch mein Training aus. Ich habe im März erst siebenmal trainiert, insgesamt bin ich jetzt bei 76 Kilometern und komme nicht wirklich voran. Und genau deswegen habe ich mich auch bei dem Lauf angemeldet, denn ich brauche wieder Motivation, ich muss mir wieder ein Ziel setzen, um wieder ernsthaft mit dem Training zu beginnen. Ich weiß natürlich, dass ich eigentlich ein Ziel habe, den BIG 25 am 08.05, aber das ist mir, vom Kopf her, noch viel zu weit weg, obwohl es nicht mal mehr sieben Wochen sind. Der 10.04 liegt da schon näher und motiviert stärker. Außerdem ist es auch ein Zwischenschritt, denn mit diesem Wettkampf kann ich ermitteln, wo genau ich mich derzeit mit meinem Trainingszustand befinde und was ich noch bis zu den BIG 25 machen muss.

Motivation, das ist eh ein Thema für sich beim Laufen. Wenn es draußen regnet, nass ist, kalt ist, wenn es schneit und der Schnee die Laufstrecke zu einem Schlammbecken macht, dann ist die Motivation das Wichtigste. Aber auch im Sommer kann es Motivationsprobleme geben, wenn es draußen schönes Wetter ist und man lieber an den Strand will oder der Grill ruft. Hier sollte man sich immer Ziele definieren. Was möchte man als Nächstes erreichen, welchen Wettkampf möchte man als Nächstes absolvieren, wie viele Kilometer möchte man bis zum Ende des Monats am Stück laufen können. All das sind Ziele, die einem dabei Helfen die Motivation aufrechtzuerhalten. Aber da gibt es noch etwas, was die Motivation angreifen kann, nämlich der innere Schweinehund. Wenn der sich vor die Tür legt und die Motivation sich vor Angst hinterm Sofa versteckt, dann wird das auch nicht wirklich etwas mit dem Laufen. Hier sollte man sich einen Laufpartner suchen, so wie ich ihn mit Bernd gefunden habe. Obwohl ich ihn nicht gesucht habe, man hat sich einfach irgendwie gefunden.

 

Ein Laufpartner kann aber sehr nützlich sein, wenn es darum geht, Phasen zu überstehen, wo der Schweinehund stärker ist als die Motivation. Denn der Laufpartner kann einem einen Arschtritt geben, er kann den inneren Schweinehund besiegen, indem er die Motivation stärkt und sie hinterm Sofa hervorholt.

Aber ein Laufpartner ist nicht für alle geeignet, denn es gibt Leute, die lieber allein laufen. Hier müssen dann wieder die Ziele, von denen ich oben schon einige aufgezählt habe, reichen, um die Motivation stärker werden zu lassen, als es der innere Schweinehund ist.

 

Ich weiß nicht, wie viele Läufer hier mitlesen, aber mich würden einmal eure Mittel interessieren, mit denen ihr euch zum Lauftraining motiviert. Wie überlistet ihr euren inneren Schweinehund und was sind eure Ziele, warum lauft ihr?