3 Januar 2019

2019

Das neue Jahr ist jetzt drei Tage alt. Es ist kälter geworden, langsam fühlt es sich wie Winter an, auch wenn der Schnee fehlt, der zwar ab und zu fällt, aber nicht liegen bleibt. In einem Café sitzend, den Cappuccino schon getrunken und eine Obstschorle vor der Nase, überlege ich, was dieses neue Jahr bringen könnte.

Das letzte Jahr habe ich einfach so ausklingen lassen, ohne Anspruch noch irgend etwas zu erreichen. Es plätscherte vor sich hin, brachte hier und da noch einen interessanten Gedanken zum Vorschein, einen neuen Kater in die Wohnung und war ansonsten eher wenig kreativ.

Im neuen Jahr sollte ich jetzt einmal wieder mehr für das Studium machen. Es wartet auf mich, will wieder ernst genommen werden. Doch da ist auch die Lust auf neue Projekte. Ich würde gerne die Ausbildung zum Social Media Manager bei der IHK machen, kostet aber knapp 1.600,- Euro, die ich vorher erst einmal verdienen müsste. Auch bei der Ausbildung zum Ausbilder sieht es nicht anders aus: sie würde mich interessieren, aber auch hier hängen ziemlich hohe Kosten dran.

Gerade habe ich noch in einem Buch zum Thema „Schreiben“ gelesen und ein interessantes Projekt für meinen Blog entdeckt. Bei dem brauche ich allerdings eure Hilfe! Ich bräuchte von euch A-B-C-Listen mit jeweils einem Begriff zu jedem Buchstaben, zu dem ihr meine Gedanken erfahren möchtet. Wenn mir etwas dazu einfällt, schreibe ich zu jedem Begriff einen Blogartikel, der dann natürlich auch hier im Blog erscheint. Hört sich doch interessant an oder etwa nicht? Dann schickt mir eine A-B-C-Liste an die Mail: abc@svenbuchien.de.

Und dann gibt es da ja auch noch die anderen Blogs, die meine Aufmerksamkeit möchten und auch der Podcast will weiter entwickelt werden. Ich bin schon gespannt, wo ich für all das die Zeit hernehmen möchte, denn Geld muss ich am Ende auch noch verdienen, unsere Gesellschaft funktioniert ja nicht ohne.

Im letzten Jahr habe ich keine Fahrradtour gemacht, auch das muss sich in diesem Jahr unbedingt wieder ändern. Generell muss ich wieder mehr raus in die Natur, mehr Wandern, mehr Laufen, mehr Radfahren. Eventuell auch endlich mal wieder eine längere Fahrradtour über mehrere Tage. Es gibt da die Tour nach Kopenhagen, die ich schon seit einiger Zeit gespeichert habe und die ich unbedingt machen möchte. Oder die Tour nach Rostock, die ich auch machen möchte. Kostet aber auch alles Geld, was mich schon ein wenig nervt. Ich will mit dem Fahrrad durch Europa fahren, will die Landschaften entdecken, solange das noch möglich ist, solange der Klimawandel sie nicht zerstört hat.

2019 muss endlich wieder spannend werden. Ich muss noch planen, wie ich all das finanziere, aber das Geld darf einfach nicht immer das Hindernis sein.

9 Juli 2015

Das Projekt meines Lebens? Das Leben!

Baumreihe

„Das Projekt meines Lebens“, so lautet der Titel einer Blogparade, die vom PM-Camp Karlsruhe veranstaltet wird. Eigentlich geht es bei der Blogparade um das Arbeitsleben und eben um ein Projekt, dass das Leben geprägt hat. Aber sind wir doch ehrlich, das Leben ist erst dann zu Ende, wenn wir sterben. Und wie sollte ich vorher, also vor meinem Ableben, wissen, welches das Projekt meines Lebens ist/war?

Ich könnte jetzt sagen, dass die Utopie, die ich 2006 geschrieben habe und die immer noch nicht fertig überarbeitet ist, das Projekt meines Lebens ist. Ist sie aber nicht. Meine Ausbildung vielleicht? Nein! Mein Studium? Mein Abitur? Meine Blogs? Nein! Das Projekt meines Lebens ist das Leben selbst. Ja, das Leben selbst ist ein großes Projekt, welches aus vielen kleinen Projekten besteht. Aus Zielen, die erreicht werden oder nicht. Aus Abenteuern, die bis zum Ende gelebt, oder vorher abgebrochen werden. Es gibt nicht das eine Projekt, welches ich herausheben kann. Es sind die vielen Projekte, die vielen Ziele, die vielen Zwischenziele, die mein Leben ausmachen.

Nehmen wir den Blog hier. Ein Projekt, das ich jetzt schon seit fast sieben Jahren verfolge. Würde es ihn geben, wenn ich 2008 nicht einen Ort gesucht hätte, der mich mit dem Projekt „Abitur2010“ weiterbringt? Wahrscheinlich nicht. Projekte entstehen meist aus anderen Projekten und vieles, was wir im Leben angehen, sind Projekte. Meine Ausbildung, die ich von 2001 bis 2004 gemacht habe, war ein Projekt. Meine Zeit bei der Bundeswehr ebenso, meine Suche nach einer Ausbildungsstelle als Koch, meine Schulzeit, alles waren Projekte, viele davon habe ich zu Ende gebracht, einige sogar fortgesetzt, nachdem ich eine kurze Pause gemacht habe. Der wichtige Punkt ist aber, dass all diese Projekte die Bausteine meines bisherigen Lebens sind.

Was würde ich jetzt wohl machen, wenn ich tatsächlich eine Koch-Ausbildung bekommen hätte? Wo wäre ich jetzt, wenn ich mein Abitur schon 2002 gemacht hätte? Die folgenden Projekte hätten wahrscheinlich total anders ausgesehen und sie wären dennoch mein Leben gewesen.

Das Projekt meines Lebens kann also nur mein Leben sein. Ich kann keinen kleinen Baustein davon nehmen und ihn höher Gewichten als die anderen, denn dieser Baustein, dieses Projekt, baut auf anderen Projekten auf. Sie gehören zusammen, sie sind die Erfahrungen, das Wissen, welches ich in meinem Leben gesammelt habe. Ohne diese Erfahrungen, ohne dieses Wissen, wäre ich heute ein anderer Mensch.

Die Magie eines jeden Projekts ist das Neue. Die neue Figur zum Beispiel, wenn ich mit einer neuen Kurzgeschichte beginne. Oder die neuen Erfahrungen, wenn ich beruflich mal wieder was ganz anderes mache. Oder der Wissensgewinn, wenn ich hier einen Blogartikel schreibe. Die Magie ist auch die Herausforderung, das Ziel, etwas zu schaffen, etwas aus eigener Kraft zu schaffen – oder etwas zu einem Team beizutragen, um dadurch etwas zu schaffen.

Und zum Schluss möchte ich noch die Frage stellen, wozu noch leben, wenn das Projekt des Lebens schon hinter einem liegt? Was kann dann noch kommen?