7 November 2019

Es ist also wieder November …

Erinnerungen

Es ist also schon wieder November! Wo ist das Jahr hin? Was habe ich mit der Zeit gemacht? Habe ich überhaupt etwas Sinnvolles gemacht?

Gerade war noch Silvester. Gerade waren noch die Ziele für das neue Jahr. Es stand doch eben noch viel zu viel Essen auf dem Tisch und es wurde laute Musik gehört und draußen flogen die Raketen und Knaller durch die Gegend. Gerade war doch noch 2018, wurde von uns verabschiedet und das Jahr 2019 begrüßt und jetzt ist schon wieder November? Was ist mit der Zeit dazwischen passiert?

Klar, ich habe gearbeitet, habe neue Aufträge übernommen, habe meine Motivationslosigkeit ein wenig in den Griff bekommen. Dieses Loch, welches sich 2016 plötzlich in mein Leben geschlichen hat, welches das Leben aller Menschen in meiner Familie und das Leben anderer nahestehender Menschen plötzlich verändert hat. Dieses Loch, welches dadurch entstanden ist, das ein geliebter Mensch plötzlich nicht mehr da war. Drei Jahre ist das jetzt her, drei Jahre, die einem so sinnlos vorkommen, weil sie die Frage nicht beantworten konnten, weil sie einfach weiter liefen, weil die Zeit einem keine Pause gab. Zwei Jahre davon in einem Modus, in dem es einfach nur um das Weitermachen ging. Nicht darum, alte und neue Pläne umzusetzen, nicht darum, sich in irgendeine Richtung weiterzuentwickeln. Es ging nur darum, diese Zeit zu überstehen, irgendwie weiterhin Geld zu verdienen, ohne wirkliche Ambitionen auf mehr, ohne wirkliche Ambitionen auf Zukunft.

Und jetzt geht auch das dritte Jahr zu Ende und ich weiß eigentlich nicht, wo es hin ist. Klar, ich habe neue Aufträge angenommen, neue Herausforderungen und auch die alten Herausforderungen wollen langsam wieder angegangen werden, aber es ist nicht einfach. Ich versuche es, versuche mir wieder ein finanzielles Polster aufzubauen, versuche meinen Weg zu finden und habe das Gefühl, dass ich auch 2019 für diese Suche verloren habe. Es treiben mich Dinge um, die relativ unwichtig sind, die erst dann wichtig werden, wenn sie tatsächlich eintreten und die bis dahin einfach nur Ballast sind, weil diese Dinge vorher nicht angegangen werden können, weil sie erst angegangen werden können, wenn sie eingetreten sind. Aber es sind wohl diese kleinen Dinge, die mich ablenken, weil sie mich dazu zwingen, über diese Dinge nachzudenken. Und doch bräuchte ich diese Ablenkung gar nicht, weil ich genügend andere Dinge habe, die ich gerade tatsächlich umsetzen könnte, die ich zu einem erfolgreichen Abschluss bringen könnte, oder die ich zumindest irgendwie abschließen müsste, und wenn es nur ein Abschluss durch den Abbruch der Aufgabe wäre.

2019 steht irgendwie für diese Sinnlosigkeit, die sich 2016 in mein Leben geschlichen hat. Es steht dafür, dass ich mich selbst derzeit nicht mit konkreten Zielen motivieren kann, mich in irgendeine Richtung weiterzuentwickeln. Es ist eine Aneinanderreihung von Tagen und Wochen, die mich nirgendwo hingebracht haben. Ob das jetzt ewig so weitergeht? Ob dieses Loch, welches seit 2016 hier wohnt, immer weiter meine Motivation schluckt? Und wenn ja, wo soll das denn enden?

„Und die Welt dreht sich weiter und das sie sich weiter dreht, ist für mich nicht zu verstehen, merkt sie nicht das einer Fehlt …“

Und sie dreht sich und dreht sich und dreht sich. Und die Gesellschaft verlangt danach, dass sich die Welt weiterdreht und die Normen von jeden erfüllt werden. Sie droht, wenn jemand diese Normen nicht erfüllen kann, droht mit Ausschluss, droht mit Strafe und du drehst dich dann halt mit. Muss ja weitergehen, muss ja vorwärtsgehen, muss ja!

Hätte ja auch weitergehen müssen, wenn 2016 nicht gewesen wäre und hat 2016 denn wirklich so viel verändert? Die Luft war ja auch vorher schon raus, ich war ja auch vorher schon einen Weg gegangen, der mich irgendwie nicht dorthin geführt hat, wo ich hinwollte, der zumindest nicht direkt dorthin geführt hat! Aber 2016 kam das Loch, es kicherte und fragte, wozu ich denn überhaupt noch Motivation bräuchte und verschlang diese. Motivation ist seit 2016 Mangelware, genau wie viele andere Dinge, die einem in Leben weiterbringen sollten.

Es ist also schon wieder November, Weihnachten steht vor der Tür und auch Silvester. Es wird wieder geknallt werden, es wird wieder viel zu viel Essen auf dem Tisch stehen und es werden wieder Ziele für das Jahr 2020 warten und dann ist vielleicht schon bald wieder November …

3 Januar 2019

2019

Das neue Jahr ist jetzt drei Tage alt. Es ist kälter geworden, langsam fühlt es sich wie Winter an, auch wenn der Schnee fehlt, der zwar ab und zu fällt, aber nicht liegen bleibt. In einem Café sitzend, den Cappuccino schon getrunken und eine Obstschorle vor der Nase, überlege ich, was dieses neue Jahr bringen könnte.

Das letzte Jahr habe ich einfach so ausklingen lassen, ohne Anspruch noch irgend etwas zu erreichen. Es plätscherte vor sich hin, brachte hier und da noch einen interessanten Gedanken zum Vorschein, einen neuen Kater in die Wohnung und war ansonsten eher wenig kreativ.

Im neuen Jahr sollte ich jetzt einmal wieder mehr für das Studium machen. Es wartet auf mich, will wieder ernst genommen werden. Doch da ist auch die Lust auf neue Projekte. Ich würde gerne die Ausbildung zum Social Media Manager bei der IHK machen, kostet aber knapp 1.600,- Euro, die ich vorher erst einmal verdienen müsste. Auch bei der Ausbildung zum Ausbilder sieht es nicht anders aus: sie würde mich interessieren, aber auch hier hängen ziemlich hohe Kosten dran.

Gerade habe ich noch in einem Buch zum Thema „Schreiben“ gelesen und ein interessantes Projekt für meinen Blog entdeckt. Bei dem brauche ich allerdings eure Hilfe! Ich bräuchte von euch A-B-C-Listen mit jeweils einem Begriff zu jedem Buchstaben, zu dem ihr meine Gedanken erfahren möchtet. Wenn mir etwas dazu einfällt, schreibe ich zu jedem Begriff einen Blogartikel, der dann natürlich auch hier im Blog erscheint. Hört sich doch interessant an oder etwa nicht? Dann schickt mir eine A-B-C-Liste an die Mail: abc@svenbuchien.de.

Und dann gibt es da ja auch noch die anderen Blogs, die meine Aufmerksamkeit möchten und auch der Podcast will weiter entwickelt werden. Ich bin schon gespannt, wo ich für all das die Zeit hernehmen möchte, denn Geld muss ich am Ende auch noch verdienen, unsere Gesellschaft funktioniert ja nicht ohne.

Im letzten Jahr habe ich keine Fahrradtour gemacht, auch das muss sich in diesem Jahr unbedingt wieder ändern. Generell muss ich wieder mehr raus in die Natur, mehr Wandern, mehr Laufen, mehr Radfahren. Eventuell auch endlich mal wieder eine längere Fahrradtour über mehrere Tage. Es gibt da die Tour nach Kopenhagen, die ich schon seit einiger Zeit gespeichert habe und die ich unbedingt machen möchte. Oder die Tour nach Rostock, die ich auch machen möchte. Kostet aber auch alles Geld, was mich schon ein wenig nervt. Ich will mit dem Fahrrad durch Europa fahren, will die Landschaften entdecken, solange das noch möglich ist, solange der Klimawandel sie nicht zerstört hat.

2019 muss endlich wieder spannend werden. Ich muss noch planen, wie ich all das finanziere, aber das Geld darf einfach nicht immer das Hindernis sein.