23.02.2024: #Blogparade – Schreiben über das Schreiben

„Schreiben über das Schreiben“ ist das Thema einer Blogparade, die Anna Koschinski auf ihrem Blog veranstaltet. Leute, eine Blogparade, die auch noch ein interessantes Thema hat und die ich nicht zwei Wochen nach dem Ende entdecke, da muss ich den Füller doch in die Hand nehmen, um einen Text für die Blogparade zu schreiben. Das fühlt sich ja fast wie früher an, also legen wir los! Den Füller? Ja, tatsächlich habe ich letztes Jahr wieder damit begonnen, meine längeren Texte zuerst per Hand, mit dem Füller, zu schreiben. Das habe ich - als ich damit begonnen habe, Texte in Blogs zu veröffentlichen, - so gemacht, bin dann irgendwann aber dazu übergegangen, die Texte direkt am Computer zu schreiben. Letztes Jahr ist mir aber bewusst geworden, dass das so für mich nicht richtig ist! | mehr

23.02.2024: Blogs im Aufwind?

„Blogs im Aufwind“ oder „Blog-Renaissance“ sind nur zwei der Überschriften, die ich in den letzten Tagen gelesen habe. Blogs scheinen wieder beliebter zu werden und das, nachdem im letzten Jahr der Bloggerclub den Verein aufgelöst hat. Eigentlich schade, denn so ein Verein hätte schon auch eine Lobbygruppe für Blogger sein können, aber es gab wohl zu wenig Menschen, die in so einem Verein mitmachen wollten. Oje, ich schweife schon wieder ab. Ich schreibe ja schon ewig in dieses Internet. Am Anfang waren es Foren und Chats, dann wurde ich 2004 auf Weblogs aufmerksam, also auf Blogs, so wie wir sie heute nennen. Es war ein Magazin, dass ich damals gelesen habe, welches auf diese Möglichkeit der Kommunikation hinwies und natürlich musste ich damals auch mitmachen. | mehr

22.02.2024: Gedankentanzen

Ein wenig ideenlos sitze ich da vor dem Bildschirm, vor dem Kommentar, den ich gerade gelesen habe. Eine Antwort auf meinen Kommentar, eine Antwort, die ich so auch erwartet hatte. Ja, die Blogszene ist auch nur ein Dorf und die Person, auf dessen Kommentar ich geantwortet hatte und die jetzt eben auf diesen Kommentar geantwortet hat, kenne ich noch von früher. Damals gab es durchaus spannende Diskussionen, oftmals auch mit konträren Meinungen, aber bis zu einem gewissen Zeitpunkt hat es Spaß gemacht. Irgendwann kippte es dann und die Antworten fühlten sich nur noch wie persönliche Angriffe an und dann war die Entscheidung nicht schwer, auf diese Diskussionen zu verzichten, auf Distanz zu der Person zu gehen. | mehr

12.02.2024: Anfangen

Nachdem ich hier im letzten Artikel über das Aufhören nachgedacht habe, muss jetzt noch ein Artikel über das Anfangen folgen. Nein, geplant habe ich das nicht, allerdings war auch der Artikel über das Aufhören nicht geplant, sondern entstand spontan beim Hören eines Podcasts. Wir erinnern uns, im Podcast ging es um eine Familie, die für ein Jahr nach Norwegen geht und ihr altes Leben hier in Deutschland zurücklässt. Mich ließ der Gedanke nicht los, dass das eigentlich kein Aufhören ist, weil die Familie hört ja nicht auf zu leben, sie fängt nur in Norwegen eine neue Phase ihres Lebens an. Damit möchte ich gar nicht sagen, dass die Familie nicht auch mit irgendwas aufhört, weil das macht sie ja. | mehr

07.02.2024: Aufhören

Ich habe einen Podcast zum Thema „Aufhören“ gehört. Als Rahmenhandlung geht es dort um eine Familie, die mit ihrem bisherigen Leben aufhört, um ein Jahr lang nach Norwegen zu gehen. Zwischendrin gibt es dann noch andere Stimmen zu dem Thema, am Ende auch eine, die einen etwas größeren Blickwinkel einnimmt, aber es fehlt dann doch immer noch was. Aufhören, das hört sich im Podcast so einfach an. Es braucht halt nur ein wenig Mut, um mit dem Alten aufzuhören. Dann aber - wenn dieser Mut vorhanden ist und der Schritt gegangen wird - bringt das Neue soviel Schönes ins Leben. Aber „Aufhören“, ist ein Privileg! Dieser Blickwinkel fehlt im Podcast. Der Mut, der angesprochen wird, das ist der Mut, eigene Privilegien aufzugeben. | mehr

30.01.2024: Moin Olaf

Moin Olaf Scholz, um es gleich vorneweg zu schreiben, ich mag Sie nicht! Gründe dafür gibt es viele, wie zum Beispiel ihre Haltung zur Polizeigewalt bei den G20-Protesten in Hamburg, die Freigabe von Brechmitteln, um Beweise sicherzustellen, wodurch mindestens ein Mensch gestorben ist und was später durch das EGMR als unmenschliche und erniedrigende Behandlung eingestuft wurde. Oder aber ihre Erinnerungslücken beim Cum-Ex-Skandal. Kurz gesagt, ich würde Sie auch dann nicht wählen, wenn ich mit meiner Stimme Herrn Merz als Bundeskanzler verhindern könnte und den mag ich tatsächlich noch sehr viel weniger! Aber darum geht es mir gar nicht. Sie sind nun einmal der Bundeskanzler und, auch wenn das wohl mehr ein Zufall war, dass Sie gewählt wurden, damit die Person, die in der Regierung die Richtlinienkompetenz hat. | mehr

05.01.2024: Die sind doch alle gar nicht rechtsextrem … !

„Ein erheblicher Teil der Wähler der AfD ist nicht rechtsextrem“, sagt der Parteienforscher Thomas Poguntke. Wahrscheinlich stimmt diese Aussage, aber ich mag das Argument dennoch nicht mehr hören noch lesen! Die Wähler*Innen mögen nicht rechtsextrem sein, sie mögen ein konservatives Weltbild pflegen, aber sie wählen bewusst das Weltbild der AfD! Keiner kann mir erzählen, dass all die Hetze nicht wahrgenommen wurde, die die AfD verbreitet. Keiner kann sich damit herausreden, dass er*sie die Ziele der AfD nicht kennt und er oder sie die Partei ja nur aus Protest wählt, die ein rechtsextremes Weltbild pflegt. Jedem Wählenden der AfD ist bewusst, welche Ziele diese Partei verfolgt und welche Folgen es für unsere Gesellschaft hätte, wenn diese Partei an die Macht kommt! | mehr

06.12.2023: Lebens-ABC: L wie Lernen

Lernen ist schon was Spannendes und es wäre echt traurig, wenn mir irgendwann die Neugierde verloren gehen würde, die mich antreibt, um immer wieder neue Dinge zu machen. Es gibt ja viele, die sagen, dass sie schon zu alt sind, um Neues zu lernen. Diese Menschen lassen mich immer ein wenig ratlos zurück, denn wer nichts mehr lernt, der lebt doch eigentlich gar nicht mehr, oder? Mein Ego kann sich gar nicht vorstellen, wie so ein Leben aussehen soll, in dem nichts mehr gelernt wird. Wo die Neugierde auf Neues nicht mehr existiert. Vorstellen kann ich mir nur, dass viele „Lernen“ mit Schule gleichsetzten und ja, sich zu alt für Schullernen zu fühlen, dass kann sich mein Ego wiederum vorstellen. Wahrscheinlich auch deswegen, weil ich schon als Kind und Jugendlicher nicht viel mit Schule anfangen konnte. | mehr

04.12.2023: Bürger*Innenräte – Brief an Frau Bas

Sehr geehrte Frau Bas, vor ein paar Wochen habe ich den Podcast „Ehrlich jetzt?“ gehört, in welche Sie auch über Bürger*Innenräte gesprochen haben. Dieser Podcast geht mir nicht wirklich auch dem Kopf, weil sie dort in diesem Zusammenhang auch sagten, dass die Entscheidung am Ende dann natürlich bei den gewählten Politiker*Innen liegt. Der Bürger*Innenrat soll also für ein bestimmtes Thema Vorschläge für Lösungen erarbeiten, die am Ende in irgendwelchen Schubladen verschwinden werden. Was genau soll das bringen? Es braucht keine Alibi-Veranstaltungen, um mehr Demokratie zu simulieren, die am Ende nur dafür sorgen werden, dass sich noch mehr Menschen von der Demokratie abwenden! Es braucht jetzt Veranstaltungen, die Menschen in die Entscheidungsfindung mit einbauen, wo die Ergebnisse am Ende nicht in irgendwelchen Schubladen verschwinden. | mehr

03.12.2023: Lebens-ABC – K wie Kreativität

Kekse, Katzen, Kreativität. Die drei Wörter fangen alle mit dem Buchstaben „K“ an, und genau dieser Buchstabe ist der nächste in meinem Lebens-ABC. Seit 2021 wartet dieser Buchstabe auf seinen Text, doch irgendwie habe ich bisher nicht so wirklich einen Zugang zum „K“ erhalten. „K“, das ist der Buchstabe, mit dem auch das Wort „Koch“ beginnt. Das ist spannend, weil ich ja eigentlich Koch werden wollte. Schon im Kindergarten wollte ich Koch werden und dieser Berufswunsch hat sich bis zum Ende meiner Schulzeit auch nicht verändert. Am Ende gibt es viele Gründe, warum ich dann doch nie eine Kochausbildung absolviert habe. Rückblickend ist es vielleicht auch ganz gut, dass ich diesen Weg nicht gegangen bin, denn mit großer Wahrscheinlichkeit, würde ich heute eh nicht als Koch arbeiten. | mehr

29.11.2023: Fehlende Wertschätzung für bestimmte Gruppen im Sport

Letztens, bei einem Auftrag in einem Supermarkt, hatte ich eine kurze Diskussion mit einem anderen Auftragnehmer. Es ging um die Special Olympics, die ja dieses Jahr hier in Berlin stattgefunden haben und endete dann in einer Diskussion über sportliche Leistungen von Frauen und Männern. Das passierte in unter fünf Minuten und konnte nicht ausdiskutiert werden, weil das einfach schwierig ist, wenn in der Zwischenzeit auch noch Kund*Innen beraten werden sollen. Das ist traurig, weil ich so meine Argumente nicht wirklich rüberbringen konnte und am Ende einfach nur hängen bleibt, dass ich bestreite, dass Männer im Sport Leistungsfähiger wären als Frauen. Ist natürlich falsch. Ich habe mal eine Suchmaschine befragt und herausgefunden, dass Männer in der Spitze ungefähr 10 Prozent mehr Leistung im Sport erbringen können als Frauen, was auf körperliche Unterschiede zurückzuführen ist. | mehr

14.06.2023: Sehr geehrter Herr Wulff

Sehr geehrter Herr Wulff, beim RND habe ich gelesen, dass sie sich Sorgen machen um unsere Demokratie. Sie sagen: „Diese Faulheit der Leute, die auf der Tribüne sitzen, rummosern, rummäkeln und nicht selber was tun, das werden wir uns nicht mehr lange leisten können.“ Christian Wulff (RND) Ich finde es sehr mutig, wenn sie von Faulheit sprechen, während die Politiker*Innen, die sie wenig später in Schutz nehmen, sich gegen jede Form der Partizipation von Bürger*Innen wehren. Gute Beispiele sind Volksentscheide in Berlin, die entweder gar nicht umgesetzt werden, oder nach einer kurzen Zeit schon wieder ignoriert werden sollen. Welches Signal sendet ein solches Verhalten der Volksvertreter*Innen denn an die Menschen, von denen sie behaupten, dass sie nur auf der Tribüne sitzen und rummosern? | mehr

16.05.2023: Klimakrise-Gedanken-Wandern

Es ist Montag. Ich bin bereits seit ein paar Stunden mit dem Zug unterwegs gewesen und stehe jetzt auf einer Fähre im Kurort Rathen, die meinen Wanderkollegen und mich auf die andere Seite des Flusses bringt. Dort wartet die Sächsische Schweiz auf uns, um von uns wandernd entdeckt zu werden. Vielmehr von mir, denn mein Wanderkollege ist hier schon öfters gewandert, kennt die Sächsische Schweiz also schon, für mich ist sie ganz neu. Ich bin direkt verliebt in die Landschaft und bin ganz froh, dass ich sie noch durchwandern kann, bevor der Klimawandel richtig zuschlägt, und die Gegend nicht mehr so schön grün ist, wie sie es jetzt noch ist. Jetzt die Zeit noch nutzen für Wanderungen, bevor es zu spät ist, bevor Natur zum Mangel wird. Und das wird sie, wenn wir als Gesellschaft nicht endlich ins Handeln kommen. | mehr

13.01.2023: Auch friedlicher Protest kann eine Form von Gewalt sein!

„Jede Tugend neigt zur Dummheit, jede Dummheit zur Tugend.“ Friedrich Nietzsche Ich hatte gestern wieder viel zu viel Zeit, über Dinge nachzudenken. Um genau zu sein, habe ich über die Klebeaktionen der letzten Generation nachgedacht – mal wieder – und bin mal wieder zu dem Entschluss gekommen, dass ich mit der Aktionsform nicht viel anfangen kann. Dennoch ist es natürlich eine legitime Aktionsform, um demokratische Prozesse anzustoßen. Es ist nicht antidemokratisch, wie einige Politiker*Innen es gerne betonen, es ist aber auch kein gewaltfreier Protest, wie es die letzte Generation gerne behauptet. Klar, die Aktivist*Innen setzen keine körperliche Gewalt ein! Sie setzen sich friedlich auf die Straße und warten dann dort, bis die Polizei sie wieder von eben dieser Straße entfernt. | mehr