Kurzgeschichte: Erinnerungen

Es ist kurz vor 22 Uhr. Gerade ist ein Kinofilm zu Ende gegangen und die Menschen verlassen das Gebäude. Ich beobachte sie, sehe sie lächelnd durch die Straßen ziehen. Einige küssen sich, andere gehen zum Dönerstand, um sich etwas zu trinken zu kaufen. Sie merken nicht, dass ich sie beobachte, denn ich sitze hier in meinem Taxi, ich warte auf sie, auf die Paare, die schnell nach Hause wollen, die Paare, die ihrem Abend noch einen erotischen Ausklang geben wollen. Sie bemerken mich nicht, weil es mein Job ist, hier zu sein. Und ich merke nicht, dass sich ein Paar in meine Richtung bewegt. Sie hat rote Rosen in der Hand, welche sich, durch den sanften Wind, hin und her bewegen. Er hat eine Bierflasche in der Hand, die sich, angetrieben durch seine Hand, zu seinem Mund bewegt. | mehr

Fünf Tage Alltagsplaudereien – Tag 1

Der Andre hat mich gestern gefragt, ob ich nicht fünf Tage lang jeden Tag fünf Bilder von meinem Alltag veröffentlichen möchte. Da mein Blog derzeit ziemlich wenig Aktivität aufweist, habe ich gesagt, dass ich das ja mal versuchen kann – versuchen deshalb, weil ich meist keine fünf Bilder aus meinem Alltag mache. Heute folgt nun also der Erste von fünf Teilen. Auf meinem Schreibtisch liegen diese drei Jonglierbälle, weil ich meist ein wenig jongliere, um einen klaren Kopf zu bekommen. Ich bin zwar kein Profi, aber es entspannt dennoch und es hilft dabei, die Konzentration aufzubauen. Zum Mittag gab es dann ein wenig Fleisch. Ich habe meinen Fleischkonsum in den letzten Wochen zwar ziemlich runtergefahren, aber ab und an muss dann doch mal ein wenig was auf den Teller. | mehr

Wie wichtig ist euch die Europawahl?

Ich habe mir mal wieder eine neue Umfrage einfallen lassen, nach dem die Letzte ja doch schon ziemlich lang her ist. Diesmal würde mich interessieren, wie wichtig euch die Europawahl ist. Dafür könnt ihr euch für einen Wert zwischen 1 und 10 entscheiden, wobei 1 für unwichtig steht und 10 für sehr wichtig. Nebenbei interessiert mich natürlich auch eure Meinung zum Thema, die ihr in den Kommentaren kundtun könnt. Dort dürft ihr mir gerne auch verraten, welche Partei ihr wählt und womit euch diese Partei überzeugen konnte. | mehr

Meine Oma…

Meine Oma ist 89. Ich schreibe das, weil 89 ein Alter ist, ab dem man jederzeit damit rechnen muss, dass es vorbei ist. Meine Oma weiß das, sie redet öfter davon, aber ich komme damit überhaupt nicht klar. Vorgestern lag ich die halbe Nacht wach, weil ich einfach darüber nachdenken musste. Irgendwann ist es vorbei, irgendwann geht jeder Mensch, aber fast jeder Mensch, der geht, hinterlässt eine Lücke, die nicht mehr geschlossen werden kann. Seit ich bin, ist meine Oma!   Meine Oma war schon vor mir auf dieser Welt. Ist ja auch klar, denn wenn meine Oma nicht vor mir hier gewesen wäre, könnte meine Mutter nicht leben und somit könnte sie nicht meine Oma sein. Aber das bedeutet natürlich auch, dass meine Oma mich schon mein ganzes Leben begleitet und das ich mir ein Leben ohne sie gar nicht vorstellen kann. | mehr

Mehr als ein Jahr ohne Plastiktüten

Am 12. Dezember 2012 schrieb ich hier einen Artikel darüber, dass ich viel zu viele Plastiktüten habe, weswegen ich nur noch Stoffbeutel verwenden wollte. Über ein Jahr später kann ich nur sagen, es war die richtige Entscheidung. Sicher habe ich am Anfang den Stoffbeutel noch ein paar Mal vergessen, aber nachdem ich dann den dritten Stoffbeutel gekauft hatte – da ich mir keine Plastiktüten mehr kaufen wollte - habe ich mir angewöhnt, immer einen Stoffbeutel dabei zu haben. Selbst wenn ich abends nur mal Döner gekauft habe, hatte ich immer einen Stoffbeutel dabei, denn auch dabei gibt es meist Plastiktüten, welche die Umwelt ebenso belasten. Praktisch ist so ein Stoffbeutel auch beim Brötchenkauf, denn hier kann man den Beutel einfach dem Verkäufer/ der Verkäuferin geben, und spart sich damit auch gleich noch die Papiertüten vom Bäcker. | mehr

Ich fühle mich gerade richtig schlecht…

Ich fühle mich gerade richtig schlecht! Nicht, weil ich krank bin oder was Schlechtes gegessen habe, nein, ich habe am Freitag einen Termin verpasst, der so verdammt wichtig war. Am Freitag wollte ich um 11 Uhr eigentlich an der Demonstration zum ersten Todestag von Rosemarie Fliess teilnehmen und genau diese Demo habe ich verpasst. Ich Idiot!!! Rosemarie Fliess ist vor einem Jahr in Berlin gestorben, nachdem sie, mit 67 Jahren, aus ihrer Wohnung zwangsgeräumt wurde. Diese Zwangsräumung fand statt, obwohl es ein ärztliches Attest gab, welches bestätigte, dass die alte Frau dieser nicht mehr gewachsen ist. Zwei Tage später verstarb Frau Fliess in einer Obdachlosenunterkunft. | mehr

Fahrradtour nach Mecklenburg-Vorpommern: Tag 3

Nachdem ich euch jetzt ein paar Tage habe warten lassen, folgt nun der Artikel zur dritten Etappe. Nachdem ich ja am Mittwoch knapp 100 Kilometer geschafft hatte, waren am Donnerstag noch knapp 70 Kilometer zu absolvieren, um mein Ziel zu erreichen. Das Aufstehen am Donnerstag viel ziemlich schwer, aber um kurz nach sieben habe ich mich dann doch aus dem Bett gequält. Es kündigte sich schon die Erkältung an, durch die ich schon ziemlich Müde war und durch die ich leichte Kopfschmerzen hatte. Muskelkater hatte ich allerdings immer noch keinen, was mich doch überraschte, nachdem ich am Vortag 100 Kilometer gefahren bin. Um acht Uhr ging ich dann erst einmal Frühstücken, wobei ich seltsamerweise keinen großen Hunger hatte. | mehr

Tag 2

Wuhuhu, Morgen habe ich nur noch 67 Kilometer vor mir. Dafür musste ich heute aber eine Grusel-Etappe hinter mich bringen, an deren Ende ich beinahe ohne Zimmer gewesen wäre. Angefangen hat der Tag relativ gemütlich, nachdem ich in der Nacht nicht wirklich schlafen konnte - fragt mich nicht warum, eigentlich hätte ich KO sein sollen, war ich aber nicht. Egal, um 7 Uhr habe ich dann jedenfalls gefrühstückt. Danach bin ich direkt losgefahren, um um acht Uhr in der Kaufhalle zu sein. Dort kaufte ich mir Bananen, die Dounuts und was zu trinken, wobei die Apfelschorle sich entschied, nicht in der Flasche zu bleiben. Egal, da ich eh noch mal in den DM musste, um mir Powerriegel zu hohlen. Danach ging es dann aber los, wobei ich mich am Anfang ein paar mal Verfahren hatte, was mich sicher 45 Minuten gekostet hat. | mehr

Tag 1

So, der erste Tag ist überstanden. Ich bin seit 18 Uhr in Neuruppin in einer Pension. Das Erste, was ich hier gemacht habe, war duschen. Danach habe ich noch ein wenig Fern gesehen, und nun liege ich bereits im Bett, schließlich möchte ich morgen früh gleich weiter. Heute früh wollte ich eigentlich schon um 7 Uhr los fahren, aber verlassen habe ich die Wohnung erst um halb neun. Danach habe ich erst mal zwei Stunden gebraucht, um aus Berlin raus zu kommen. Nachdem ich Berlin aber verlassen hatte, kam sofort die Sonne raus, und begleitete mich auch für ein paar Stunden. Irgendwann erwischte mich dann aber das schlechte Wetter, und weil Regen ja nicht genug gewesen wäre, musste mich zwei Mal der Hagel erwischen. Aber ich will mich gar nicht beschweren, denn achtzig Prozent der Fahrt war trocken. | mehr

Erinnerungen – Fahrradtour nach Mecklenburg-Vorpommern

Heute Nacht konnte ich nicht wirklich schlafen. Als ich im Bett lag, kamen Erinnerungen hoch an die Zeit, die ich in Wietow bei meinem Opa und bei meiner Oma verbracht habe. Es war viel zu wenig Zeit und die Zeit ist schon viel zu lange her. Vor 10 Jahren war ich das letzte Mal dort und das auch nur für einen Tag - zum 50. Geburtstag meines Vaters. Da war nicht wirklich viel Zeit, sich mit meinem Opa zu unterhalten, meine Oma lebte damals schon nicht mehr. Und davor war ich auch zu selten dort, es waren sicher auch 5 Jahre, die ich davor nicht in Wietow war, also habe ich meinen Opa nur einmal, in den letzten 15 Jahren, gesehen. Nicht einmal zur Beerdigung meiner Oma durfte ich nach Wietow, obwohl ich der Meinung bin, dass das sich so gehört. | mehr

Wie aus einem Tweet eine Fahrradtour nach Mecklenburg-Vorpommern wurde.

Ihr wisst ja, dass ich doch ein wenig verrückt bin, was ich nächste Woche mal wieder beweisen werde. Ich schrieb gestern auf Twitter, dass ich ein Fahrrad brauche, weil ich nach Mecklenburg fahren möchte. Da ich, wenn ich mal Rad fahren möchte, mir immer eines bei Nextbike leihe, schrieb ich im selben Tweet, dass das wohl zu teuer wäre, ein Rad von Nextbike zu verwenden. Damit war das Thema für mich eigentlich schon erledigt, weil ich niemanden kenne, der mir ein Fahrrad hätte leihen können. Doch dann bekam ich von Nextbike einen Tweet, dass sie mir ein Fahrrad kostenlos zur Verfügung stellen, wenn ich die Fahrt mit Bildern, auf Twitter, dokumentiere. Nun, wie oben schon erwähnt, bin ich ziemlich verrückt und habe dieses Angebot natürlich sofort angenommen. | mehr

Ich mach mir die Welt…

Quelle: Twitter - Einfach aufs Bild klicken. Jetzt ist es also raus! Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt. Gut für mich, allerdings schlecht für euch, denn euch gibt es in der Realität alle gar nicht. Beziehungsweise, es gibt euch schon, allerdings nur in meinem Kopf. Ihr seid alle meine Geschöpfe! Das kann euch gefallen, denn ihr seid für euer Handeln dann nicht wirklich verantwortlich, aber, ich kann euch alle auch wieder verschwinden lassen. Mir war das natürlich vorher auch nicht bewusst, aber, nachdem jetzt eine meiner fiktiven Kreaturen sich das nicht mehr gefallen lassen will, ist mir das natürlich schlagartig bewusst geworden. Deswegen sehe ich übrigens auch nicht die Argumente anderer, denn ich habe sie mir ja selbst ausgedacht, oder ich habe sie mir eben nicht selbst ausgedacht. | mehr

Meine Flucht vor Argumenten

Ich diskutiere ja gerne und viel – mit SPD-Mitgliedern noch viel mehr und viel lieber – und warte in diesen Diskussionen immer auf Argumente der Gegenseite. Meist kommen die nicht, oder es werden welche wiederholt, die mich bisher schon nicht überzeugt haben. Auf Rückfragen wird meist sowieso nicht geantwortet, obwohl eine Antwort die Diskussion schon weiter bringen könnte. Meist denke ich mir dann, dass das irgendwie blöd ist, weil wenn man etwas zur Diskussion stellt, dann sollte man auch bereit sein, darüber zu diskutieren. Außer, man kennt die Person schon und weiß, dass die Diskussion eh nicht viel bringt – dann darf man es auch sein lassen, was ich durchaus auch tue. Nun weiß ich allerdings seit gestern, dass gar nicht die Anderen schuld sind, nein, ich flüchte vor den Argumenten. | mehr

Herr Bär: Sag mal, ist Weihnachten nicht schon vorbei?

  Sag mal Sven, ist Weihnachten nicht schon lange vorbei? Ja Herr Bär, Weihnachten ist schon lange vorbei, warum fragst du? Na wegen den Plätzchen, die hier auf deinem Tisch stehen. Ja, die sind leider noch übrig geblieben. Und du willst die jetzt alle essen? Naja, zumindest ein paar davon. Wolltest du nicht abnehmen? Ja... Und dann isst du Plätzchen? Hatte ich vor. Sicher? Sag mal Herr Bär, willst du etwa die ganzen Plätzchen essen? Ja, ich würde mich für dich opfern und die ganzen Kalorientierchen für dich vernichten! ... | mehr