Lebens-ABC: E wie Eigensinn

Irgendwie ging mir bei dem Buchstaben „E“ das Wort „Eigensinn“ nicht aus dem Kopf. Der Duden sagt mir, dass die Bedeutung von Eigensinn ein hartnäckiges Beharren auf einer Meinung oder einer Absicht ist. Irgendwie erkenne ich mich in dieser Bedeutung auch ein klein wenig wieder, denn wenn ich so zurückschaue, dann konnte und kann ich sehr Eigensinnig sein. Ich beharre zwar nicht immer hartnäckig auf meiner Meinung, auch wenn es durchaus möglich ist, dass ich das tue, aber auf viele Absichten habe ich in meinem Leben schon beharrt. Wenn ich zum Beispiel die Absicht hatte, den Kindergarten ausfallen zu lassen, dann konnte ich schon sehr viel Eigensinn entwickeln, um dies auch durchzusetzen, oder zumindest die Ankunft im Kindergarten zu verzögern. | mehr

Lebens-ABC: D wie Draußen

Kann es eigentlich etwas Schöneres geben, als draußen in der Natur zu sein? Draußen, das ist dort, wo nicht ganz so viele Menschen sind, wo ich schon mal eine halbe Stunde auf einer Bank sitzen kann, ohne das ein anderer Mensch vorbei kommt. Draußen im Wald, am See, am Feld, in der Natur. Es ist doch wunderbar einfach mal durch die Gegend laufen zu können, ohne ständig durch andere abgelenkt zu werden. Den eigenen Gedanken nachgehen, dabei eben nicht ständig dem Lärm der Menschheit ausgesetzt zu sein. Nicht die S-Bahn zu hören, nicht das Auto oder anderen Zivilisationslärm. Einfach auf das Rad setzen und raus aus der Stadt, rein in die Ruhe. Oder Wandern! Kurz mit der S-Bahn an den Stadtrand fahren, dorthin, wo Berlin selbst schon fast zum Dorf wird und dann einfach wandern. | mehr

Lebens-ABC: A wie Abwechslung

Abwechslung ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens. Abwechslung legt den Grundstein aller Erfahrungen, es ist ein Ausdruck von Neugierde. Neugierde, die mich antreibt, die mich davon abhält, immer dasselbe zu tun und Veränderung zu vermeiden. Abwechslung bringt die Farbe in mein Leben. Sie garantiert den Spannungsbogen, den ich in meinem Leben brauche, der mich Antreibt, der mir den Sinn vermittelt, auf dessen Suche wir ständig sind. Ohne Abwechslung wäre mein Leben fade. Sie gehört dazu und durchbricht Routinen. Klar, auch Routinen gehören dazu, aber nur dort, wo sie hilfreich sind, beim Zähneputzen zum Beispiel. Alle unnützen Routinen schränken das Leben ein und sie können nur mit Abwechslung vermieden werden. Wobei Abwechslung natürlich nicht bedeutet, die ganze Zeit immer nur neue Dinge zu tun. | mehr

Wann habe ich zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht?

Seit einiger Zeit geht im Internet ja dieses Dokument mit den tausend Fragen an dich selbst herum. Wer sich die Fragen einmal ansehen möchte, findet hier das Ganze als PDF und ja, ich werde jetzt auch regelmäßig Fragen daraus beantworten. Und heute fange ich mit der Frage an, wann ich zuletzt etwas zum ersten Mal gemacht habe? Die Antwort darauf ist, dass ich eigentlich täglich irgendwas zum ersten Mal mache. Ich bin ein ziemlich neugieriger Mensch und ich beschäftige mich täglich mit irgendwelchen Themen, die für mich neu sind, mit denen ich mich also das erste Mal beschäftige. Da ich aber natürlich nicht jeden Moment darauf achte, ob das, was ich gerade mache, etwas ist, was ich zum ersten Mal tue, ist es immer schwierig diese Dinge genau zu benennen. | mehr

Sie wollen erzählt werden …

Es gibt da eine neue Kurzgeschichte, die in meinem Kopf herumspukt. Sie spuckt mir in all meine Gedankengänge, will beachtet werden, will aufgeschrieben werden und sabotiert alles andere. „Ich will euch mitnehmen in die Geschichte eines Menschen. Es ist egal, welches Geschlecht dieser Mensch hat. Es ist ein Mensch, der mit dem gesellschaftlich akzeptierten Lebensentwurf nicht kompatibel ist. Ein Mensch, der sich anstrengt, der aber immer wieder an der gesellschaftlichen Norm scheitert.“ Schon wieder drängt sich die Geschichte in den Vordergrund. Schon wieder schleicht sie sich in meine Gedankengänge und versucht sich heimlich in den Mittelpunkt zu stellen. Doch ich will das nicht, will sie nicht aufschreiben, weil es sich nicht lohnt, weil meine Kurzgeschichten nicht dazu taugen Beachtung zu generieren. | mehr

Schwermut

Die Sonne ist zu einem Phantom geworden. Im Sommer war sie noch sehr real, doch der Winter hat sie vertrieben. Versteckt im Wolkengewölbe, zeigt sie sich nur selten, schaut schüchtern herunter, kaum merklich und doch weiß jeder, dass sie da ist. Dekaden von Tagen vergehen so, hinterlassen eine getrübte Stimmung und vergrößern die Sehnsucht nach ihr. Die Sehnsucht nach der Wärme, die sie jederzeit zu spenden in der Lage ist. Aber auch die Sehnsucht nach dem puren, ungetrübten Licht, dass die Seele erreicht und die gedämpfte Stimmung vertreibt. Am liebsten würde die Seele auf eine Leiter klettern und mit einer Handsäge das Wolkengewölbe zerstören. Sie würde gern die Sonne aus ihrem Versteck holen, sie der Phantomwelt entreißen und ihr wieder zu vollem Glanz verhelfen, damit sie - die Seele - selbst wieder im vollen Glanze strahlen kann. | mehr

Schon wieder geht ein Januar – 2019

Der Januar ist schon wieder vorbei. Die ersten 31 Tage des Jahres kamen und gingen, ließen sich nicht festhalten. Motivierende Momente gab es keine, keine außergewöhnlichen Augenblicke, die festgehalten werden mussten. Es kann nur besser werden, wobei es ja nicht wirklich schlecht war bisher. Aber es fehlt noch die Spannung, es fehlt noch das Neue, die Herausforderung, die neue Aufgabe, die mich weiterbringt, die Spaß und Motivation für mich an Board hat. Sie wird kommen, ich muss nur aufmerksam bleiben und sie einfangen. Aber auch alte Herausforderungen warten jetzt auf mich. Sie stehen im Regal, sind verstaubt und wollen jetzt wieder beachtet werden. Sie drängen sich in den Vordergrund und haben damit auch recht, weil sie sich hinter meinen letzten Aufgaben anstellen mussten. | mehr

Augenblick

„Worauf warten wir?“ „Auf den Augenblick!“ „Auf welchen?“ „Auf den, den wir nicht verpassen dürfen, der unserem Leben den Sinn gibt, den wir schon seit Ewigkeiten suchen. Auf diesen Augenblick warten wir!“ Nur, vielleicht verpassen wir ihn, wenn wir unsere Zeit nur mit warten verbringen. Wie schnell verrinnt die Zeit, die wir auf diesem Planeten haben, da könnte Warten vielleicht genau die falsche Tätigkeit sein. Es sei denn, warten ist der Sinn des Lebens, dann wäre Warten die richtige Tätigkeit, auch wenn uns das nicht bewusst ist. „Warum eilen wir so?“ „Weil wir den Augenblick fangen wollen!“ „Welchen Augenblick?“ „Den Augenblick, der uns den Sinn des Lebens verrät! Darum eilen wir so, damit wir rechtzeitig da sind, um den Augenblick zu fangen. | mehr

Erfolg

„Was bedeutet für mich Erfolg?“, steht auf dem Arbeitsblatt vor mir. Das Arbeitsblatt lacht mich aus, ruft mir zu, dass ich doch endlich einmal über so wichtige Dinge nachdenken sollte. Du kannst nicht immer den Fragen ausweichen, die dich zum Nachdenken über dich selbst anregen sollen. „Komm schon“, sagt es grinsend zu mir, „schau hin, da sind noch ein paar mehr Fragen über dich, trau dich und beantworte sie! Oder hast du etwa Angst?“ Erfolg? Ein positives Ergebnis einer Bemühung, sagt Google! Google sagt auch, dass der Begriff „Erfolg“ das Erreichen gesetzter Ziele ist. Ist doch gar nicht so schwer, denke ich, dabei bin ich mir bewusst, dass es bei der Frage nicht um die Standarddefinitionen geht. Es geht um meine eigene Definition. Es geht um mich, denn Standard kann ja schließlich jeder. | mehr

Meine Gedanken zu: „Klassiker“

Die Verena fragt nach meinen Gedanken zu dem Wort „Klassiker“. Musste ich erst mal googeln, denn was ist das eigentlich, so ein Klassiker? Zum einen ist es ein Vertreter der Klassik, zum anderen aber eben auch ein bestimmtes Werk oder eine bestimmte Person, deren Leistungen wegweisend waren oder immer noch sind. Das Problem daran ist allerdings, dass diese Personen meist in einem anderen zeitlichen Kontext zu stellen sind, dass die Werke oder die Personen aus heutiger Sicht nicht mehr unbedingt den moralischen Ansprüchen entsprechen, die sich viele Menschen heute auferlegen. Oder die Leistungen und Ansichten, die damals noch wegweisend waren, sind heute schon veraltet oder eben selbstverständlich. Ein Klassiker kann durchaus noch viel Spaß machen. | mehr

Organspenden – Was ist mein Körper ohne Gehirn?

Organspenden sind ja ein gesellschaftlich heiß diskutiertes Thema. Die einen haben kein Problem damit, ihre noch lebenden Organe anderen Menschen zur Verfügung zu stellen, damit diese eine Chance auf ein längeres Leben haben. Andere hingegen sind der Meinung, dass der Mensch nicht wirklich tot ist, weil er ja noch atmet, weil viele Körperfunktionen künstlich am Leben gehalten werden. In der TAZ gab es jetzt einen Essay zum Thema, der eben auch dieses Thema aufgreift, der auch noch ein wenig den ökonomischen Charakter ins Spiel bringt. Angeheizt ist die Debatte durch die mögliche Umstellung vom Opt-In-Verfahren zur Organspende zu einem Opt-Out-Verfahren. Was ist mein Körper, wenn das Gehirn nicht mehr funktioniert? Vielleicht vorneweg, ich trage seit Jahren einen Organspendeausweis bei mir. | mehr

Blauäugig mit starker Lernkurve

2014 hatte der Christian die glorreiche Idee, dass wir gemeinsam doch einen Podcast machen könnten. Blauäugig, wie ich war, habe ich auch sofort zugestimmt und so haben wir voller Elan angefangen den ersten Podcast aufzunehmen. Leider war der Elan dann auch schnell wieder weg, sodass wir für die ersten sechs Folgen knapp 3 Jahre brauchten. Seit 2017 sind nun aber schon 25 weitere Folgen hinzugekommen und bis zum Ende des Jahres werden wir dann wohl auf insgesamt 34 oder sogar 35 Folgen kommen. Doch der Weg zum Erfolg, der ist ziemlich holprig. Das ist ja richtig viel Arbeit! So ein Podcast ist schon richtig viel Arbeit. War mir am Anfang nicht wirklich so bewusst, aber es ist ja nicht nur die Aufnahme, auf die mensch sich vorbereiten muss. | mehr

Das digitale Leben verlieren?

Ich muss ja ehrlich sein, ich habe schon ein wenig Angst, dass irgendwann all meine digitalen Daten weg sind. Ich sitze mindestens einmal in der Woche da und überlege mir, wie ich meine Datensicherung noch verbessern kann. Und mit sichern meine ich tatsächlich, dass ich die Datenträger auch hier bei mir habe und nicht irgendwo anders. Soll heißen, Daten, die in der Cloud liegen, - ja, ich nutze durchaus auch Clouddienste - fühlen sich für mich nicht sicher an. So ein Cloudanbieter kann ja irgendwann mal seine Tore schließen oder ich habe keinen Zugriff mehr, weil durch irgendwelche internationalen Konflikte das Internet nicht mehr funktioniert, bzw. nur noch regional verfügbar ist. Haltet mich für paranoid, aber die derzeitige Entwicklung, die Tendenzen nach rechts und zurück zu mehr Abschottung, verstärken diese Ängste nur noch. | mehr

Skurrile Texte: Gedanken fangen

Vor dem Computer sitzen, überlegen, welches Thema gerade interessant genug wäre, um darüber zu schreiben. Podcasts hören, nur halb zuhören. Irgendwas mit Kreativität, irgendwas mit Nachhaltigkeit, was eben so die Themen der Zeit sind. Überlegen, grübeln, auf Twitter hin und her scrollen. Tweets lesen, sich darüber aufregen, lachen, ärgern. Nebenbei ein wenig auf Amazon schauen, zum Thema Nachhaltigkeit natürlich, wiederverwendbare Obstnetze ansehen, sich fragen, warum diese aus Baumwolle und nicht aus Hanffasern sind, zumindest teilweise, weil Baumwolle jetzt ja auch nicht so berauschend für den Umweltschutz ist, wenn sie aus dem konventionellen Anbau kommt. | mehr