Demokratie verstehen: Abstimmungsverhalten

Ich lerne doch tatsächlich immer noch mehr über die Funktionsweise unserer Demokratie. Die SPD ist da ja so ein guter Lehrmeister und heute gab es eine neue Lektion. Leider hat diese Lektion mit der NPD zu tun, eine Partei, die ich ja am liebsten verdrängen würde, aber es ist halt der demokratischen Logik geschuldet, dass sie jetzt hier in diesen Artikel vorkommt. Ausgelöst wurde es durch den Tweet von Kevin Hönicke (ihr kennt ihn ja schon): Mein zweiter Tweet oben war: „@KevinHoenicke @Hirschgarten unabhängig vom Inhalt des Antrags? Interessantes Demokratieverständnis... 2/2“ Es wird nicht ausgeführt, worum es im Antrag ging und es wird schon gar nicht vermittelt, ob der Pirat – hier wohl Herr Hemmerlein – aus denselben Gründen gegen den Antrag gestimmt hat, wie die NPD. | mehr

Mal wieder was zum Thema Alltagsrassismus

Heute Nacht habe ich bei Twitter mal wieder gemerkt, wie weit verbreitet Alltagsrassismus ist und das viele diesen gar nicht mehr als Rassismus wahrnehmen. Am Ende wurde ich dann sogar von der Person geblockt, weil sie sich nicht als Rassist sieht und sich auch nicht Rassist nennen lassen möchte. Zu meiner Verteidigung möchte ich schon jetzt sagen, dass das Wort „Rassist“ in meinen Tweets gar nicht vorkam, aber fangen wir mal von vorne an. Heute Nacht rief bei Domian eine ältere Frau an – sie war über 90. Ihr wurden 1.000,- Euro geklaut, die sie sich an einem Geldautomaten geholt hatte. Der Aufschrei über die Räuber war groß, was natürlich nicht wirklich was Schlimmes ist. Dann kam aber folgender Tweet von einem Nutzer, dem ich zu diesem Zeitpunkt noch auf Twitter gefolgt bin: „drecksau . | mehr

Adventsbesuch bei Frau Herrmann – politische Aktion oder Bedrohung?

Ich sitze hier gerade ein wenig vor meinem Rechner und schmunzle. Zum einen über mich, weil ich mir gestern voreilig ein Urteil erlaubt habe und zum anderen über die Medien, die aus einer Mücke einen Elefanten machen. Ich selbst habe gestern getwittert: „Leute, ich mag die @MonikaHerrmann1 auch nicht. Aber sie ist weiterhin ein Mensch!! Drohungen und Einschüchterungen sind Scheiße...“ Ich habe mir danach dann die Aktion, auf die sich der Tweet bezieht, noch einmal genauer angesehen und muss sagen, ich finde sie eigentlich doch sympathisch. Im Wohnhaus – nicht in der Wohnung – von Frau Herrmann wurden ein paar Umzugskisten aufgestellt, ein paar Bilder von Geflüchteten an die Wand gehangen und, was dann wohl schon das „Schlimmste“ an dieser Aktion war, die Wände ein wenig mit Farbe verschönert. | mehr

Webmaster-Friday: Mein Schreibstil

Ich habe jetzt schon öfter vom „Webmaster-Friday“ in anderen Blogs gelesen, bisher aber nie wirklich die Lust gehabt, dort wirklich teilzunehmen. Ich glaube mich aber zu erinnern, dass ich hier mal auf einen Beitrag in einem anderen Blog geantwortet hatte. Aber egal, denn heute möchte ich auch mal was zu dem aktuellen Thema schreiben. Es geht um meinen Schreibstil hier auf dem Blog und auf den vielen anderen Blogs, auf denen ich schreibe.   Wie schreibe ich eigentlich?   Über seinen eigenen Schreibstil zu schreiben ist schon schwierig. Es ist so, wie mit einer Selbsteinschätzung beim Vorstellungsgespräch, oder mit der Bewertung eines eigenen Vortrags. Es ist ziemlich schwer und ob die Wirkung, die ich mit meinem Schreibstil erreichen möchte, auch wirklich eintritt, kann nur der Leser entscheiden. | mehr

Wer viel sparen will, bekommt die Leistung, die er verdient.

Ich bin derzeit ein wenig amüsiert. Grund hierfür sind die massiven Probleme in der Schulreinigung, die derzeit zumindest in Berlin auftreten. Toiletten, die tagelang nicht gereinigt werden. Staub, der überall herumliegt. Räume, die nicht gefegt werden. Und das Beste, Schulen, die für einen Tag geschlossen werden, damit die Lehrer die Schule selbst reinigen können.   Wer ist schuld an den Problemen?   Amüsiert bin ich deswegen, weil die Stadt und die Bezirke hätten wissen können, dass günstigere Preise nur über die Anzahl der Stunden möglich sind, die den Reinigungskräften zur Reinigung der Schule zur Verfügung gestellt werden, bzw. für die die Reinigungskräfte bezahlt werden. In der Reinigungsbranche gilt nämlich ein Mindestlohn, somit sind die Stundenlohnkosten Fixkosten. | mehr

Was ist Inklusion?

Was ist Inklusion? Diese Frage stelle ich mir jetzt schon ein paar Tage, weil ich an einer Blogparade zum Thema Inklusion teilnehmen will. Das wird aber schwierig, wenn ich mir gar nicht bewusst bin, was alles zur Inklusion gehört. In der Blogparade soll ich aufschreiben, wie ich mir eine inklusive Welt in 10 Jahren vorstelle, doch wie soll ich eine solche Welt entwerfen, wenn ich gar nicht weiß, an welchen Ecken es denn so hapert? Sicher könnte ich von einer Welt schreiben, in der es keine Hindernisse mehr für behinderte Menschen gibt, die mir so auffallen. Eine Welt, in der jede Treppe auch mindestens eine Rampe besitzt, in der Geschäfte für alle Menschen zugänglich sind oder in der Bankautomaten in der Höhe verstellbar sind. Aber reicht das schon? Was ist mit Inklusion an Schulen? | mehr

War die Teilung Deutschlands wirklich sinnlos?

Heute feiert ein großer Teil der deutschen Bevölkerung den Mauerfall zwischen Ost- und Westdeutschland. Dabei gibt es dann auch den ein oder anderen, der sagt, dass die Teilung Deutschlands sinnlos gewesen sei. Und genau hier meldeten sich wieder die Stimmen in meinen Kopf, die ich doch ab und zu höre, und fragten mich, ob das denn so stimmt, ob die Teilung Deutschlands wirklich sinnlos gewesen ist, oder ob sie nicht auch dazu beigetragen hat, dass in der BRD eine stabile Parteiendemokratie entstehen konnte. Was wäre denn gewesen, wenn Deutschland nicht erst 1990 die volle Souveränität wiederbekommen hätte, sondern schon bedeutend früher? In den 1950igern oder den 1960igern? Hätten wir dann dennoch so lange Frieden in Europa gehabt? Hätte sich die BRD dermaßen in Europa integriert, wie es jetzt ist? | mehr

Der 09. November

Der 9. November in Deutschland. Er war nicht nur der Anfang vom Ende der DDR, nein, er war auch ein Grundstein dafür, dass die DDR überhaupt gegründet wurde.   Der 09.November 1938   In der Nacht vom 09. zum 10. November 1938 brannten in Deutschland, Österreich und in der Tschechoslowakei die Synagogen. Diese Nacht wurde für viele Juden zur Hölle. Jüdische Geschäfte wurden zerstört, Wohnungen verwüstet und Juden wurden misshandelt, verhaftet oder gar getötet. Es war der Beginn der größten Vernichtungsaktion gegen Menschen jüdischen Glaubens. In den Jahren danach folgte der Zweite Weltkrieg, der vielen Millionen Menschen das Leben kostete und der mit einer vernichtenden Niederlage für Nazideutschland endete. | mehr

Gedanken zum 03. Oktober

Der 03. Oktober, der Tag der Deutschen Einheit. Der Tag, an dem die DDR aufhörte zu existieren und für viele der Tag, an dem sie endlich ihre Freiheit wiedergewonnen haben. Der 03. Oktober 1990, wobei das Ende der DDR schon im November 1989 begann und dieser Tag, dieser 03. Oktober, nur der Abschluss war. Ich war damals noch viel zu jung, um wirklich zu verstehen, was da gerade vor sich ging. 1990 war ich gerade mal 7 Jahre alt, hatte mein erstes Schuljahr beendet und befand mich gerade am Anfang der zweiten Klasse. Damals freute ich mich darauf endlich Jungpionier zu werden, wollte endlich das blaue Halstuch tragen und war neidisch auf meine Geschwister, die schon das rote Halstuch hatten. Verdammt war ich stolz, als ich mein blaues Halstuch hatte und ebenso enttäuscht, als dann die Pioniere abgeschafft wurden und ich das rote Halstuch nicht mehr bekommen habe. | mehr

Meine Oma…

Meine Oma ist 89. Ich schreibe das, weil 89 ein Alter ist, ab dem man jederzeit damit rechnen muss, dass es vorbei ist. Meine Oma weiß das, sie redet öfter davon, aber ich komme damit überhaupt nicht klar. Vorgestern lag ich die halbe Nacht wach, weil ich einfach darüber nachdenken musste. Irgendwann ist es vorbei, irgendwann geht jeder Mensch, aber fast jeder Mensch, der geht, hinterlässt eine Lücke, die nicht mehr geschlossen werden kann. Seit ich bin, ist meine Oma!   Meine Oma war schon vor mir auf dieser Welt. Ist ja auch klar, denn wenn meine Oma nicht vor mir hier gewesen wäre, könnte meine Mutter nicht leben und somit könnte sie nicht meine Oma sein. Aber das bedeutet natürlich auch, dass meine Oma mich schon mein ganzes Leben begleitet und das ich mir ein Leben ohne sie gar nicht vorstellen kann. | mehr