Vor dem Frühstück laufen – Mythen beim Lauftraining

Vor einigen Jahren habe ich mal einen Bericht über einen Fahrradfahrer gesehen, der sich auf die Tour de France vorbereitet hat. In diesem ging es ausnahmsweise mal nicht ums Doping, sondern um das Trainingsprogramm. Ein Punkt ist dabei bei mir hängengeblieben und zwar, dass der Radfahrer vor dem Frühstück das erste Training absolviert. Damit möchte er die Fettverbrennung anheizen, bevor er sein Frühstück zu sich nimmt, damit die Figur gehalten wird.
Mir ist das deswegen noch so bewusst, weil ich mich überlegt hatte, dass dies ja auch etwas für mich sein könnte. Immerhin habe ich Probleme mit meinem Gewicht, und wenn ich das halten kann, indem ich vor dem Frühstück mein Lauftraining absolviere, dann ist das doch eigentlich gar keine so große Umstellung.
Wirklich informiert habe ich mich dann nicht mehr über dieses Thema, denn meine Motivation direkt nach dem Aufstehen Laufen zu gehen, und dabei nicht einmal etwas im Magen zu haben, war nicht gerade groß. Deswegen habe ich es bisher auch nie gemacht, auch wenn ich natürlich gedacht habe, dass dies positiv wär.

Seit einigen Tagen bin ich nun aber etwas schlauer. Die eigentliche Idee hinter dem Laufen vor dem Frühstück ist, dass die Kohlehydratspeicher noch leer sind und somit der Körper vermehrt auf die Fette zugreift, um diese zu verbrennen. Allerdings scheint hier ein Fehlglaube vorzuliegen, denn es werden zwar in der Nacht Kohlenhydrate abgebaut, aber nicht unbedingt die aus den Muskeln, sonder es werden die Speicher in der Leber abgegriffen. Somit sind die Kohlehydrat-Speicher in den Muskeln am Morgen immer noch sehr gut gefüllt. Hinzu kommt noch der niedrige Blutzuckerspiegel, der durch den Sport noch weiter abgesenkt wird. Hierdurch wird der Körper angeregt, körpereigenes Eiweiß abzubauen – was nicht wirklich positiv für die Muskeln und die Gesundheit ist.

Für mich bedeutet das, dass ich bisher alles richtig gemacht habe. Erst einmal muss etwas in den Magen, das muss dann verdaut werden und dann kann man sein Lauftraining beginnen. Aber Vorsicht, lasst dem Magen Zeit zur Verdauung, denn währende dieser Zeit ist das meiste Blut im Bereich des Magens zu finden, was natürlich auch nicht gerade förderlich für das Laufen ist.

Wer schreibt hier? Sven Buchien

Ich bin Sven. Geboren 1982 in Ost-Berlin, seither ziemlicher Einzelgänger, der sich für alle möglichen Dinge interessiert und deswegen vieles nie zu einem Ende bringt. Mensch mit Abitur, der mal was Studieren wollte, aber das auch nicht beendet hat. Davor hat er aber zumindest die Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel - Fachrichtung Großhandel erfolgreich beendet. Selbstständig. Ständig fragend in das Aquarium Welt schauend. Blogger. Dieser Blog hat nichts mit Aquarien zu tun! Er ist ein Aquarium voll mit meinen Gedanken, Geschichten, Erlebnissen und noch viel mehr. Eine bunte Welt, die ihr anschauen könnt, in die ihr eintauchen und diskutieren könnt, die ihr mit Kommentaren und Gedanken erweitern und bunter machen könnt. Es ist meine Welt, in der Gedanken fließend sind, dass Wasser, die Grundlage für das Leben, die Artikel, die die Fische in diesem Aquarium sind. Der Blog könnte auch Zettelkasten, Mülleimer oder Gedankenablage heißen, aber das Aquarium war es, was am besten passte und am besten passt. Eine kleine, eigene Welt, meine Gedanken- und Erlebniswelt, die durch das Glas drumherum für alle Sichtbar wird, die aber eben doch begrenzt ist durch mich, durch meine Erlebnisse, mein Wissen, offen aber für andere Gedanken, die diese Welt erweitern. In diesem persönlichen Blog teilt Sven Buchien regelmäßig Essays, Erfahrungsberichte und Notizen zu Themen wie IT, Gesellschaft und dem Alltag in Berlin.

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