18 November 2018

Wenn du um 15 Uhr schon wieder müde bist …

Um 15 Uhr schon wieder total müde zu sein, liegt entweder daran, dass der Körper eine Erkältung oder sonst irgendeine Krankheit ausbrütet, oder es liegt an einem sieben Monate alten Kater, der zwar auch gerne schläft, aber nicht zu den Zeiten, wo mensch selbst gerne schlafen würde.

Ein solcher Kater wird meist dann aktiv, wenn der Mensch inaktiv wird, er also gerade ins eigene Bett gehen möchte. Dann wird für den Kater alles zu einem riesigen Spielplatz. Der Schreibtisch, auf den er nicht rauf soll, die Pflanzen, die er aus irgendeinen Grund nicht leiden kann und die er deswegen permanent angreift. Auch die Regale, die Bücher, Tische und was es noch so gibt, sind nicht sicher, eignen sich super, um Krach zu machen und den Menschen wach zu halten.
Dann wären da noch die Taschentücherpackungen, die der Kater absolut liebt und gerne auseinander nimmt, sobald er die Chance dazu hat. Warum auch immer er das tut?

Genügend Dinge also, die den Menschen am Einschlafen hindern! Irgendwann ist so ein Kater dann aber auch müde und legt sich ins Bett, allerdings nicht solange, wie es der Mensch gerne hätte, und so geht es dann um fünf Uhr schon weiter. Vier bis fünf Stunden schlaf reichen für so einen Kater. Vier bis fünf Stunden schlaf müssen also auch dem Menschen reichen.

Dann muss wieder Zeit sein fürs spielen und wenn der Mensch nicht will, dann werden halt die Füße angegriffen, oder die Pflanzen, oder die Kopfhörer oder jeder andere Gegenstand, der irgendwie heil bleiben sollte, wodurch der Mensch aus seinem Bett aufstehen muss, um den Kater von seinen zerstörerischen Spielen abzuhalten.

Und wenn das Werk erledigt ist, der Mensch aus seinem Bett vertrieben wurde, dann ist für den Kater Zeit das erste Nickerchen einzulegen, natürlich erst, nachdem er sein Frühstück zu sich genommen hat.

Und so kommt es dann, dass mensch selbst um kurz nach 15 Uhr in einem Café sitzt und total übermüdet ist, während er einen Cappuccino trinkt und versucht, sich auf ein Buch zu konzentrieren.

27 Oktober 2018

Wenn dein Unterbewusstsein dir den Schlaf raubt …

Eigentlich lag ich schon im Bett und wollte schlafen. Doch leider bin ich ein Mensch, der nicht abschalten kann, wenn ein Problem auftritt, dass so nicht auftreten sollte, und für das ich auch noch keine Idee habe, wie ich es tatsächlich lösen könnte. Dann arbeitet mein Gehirn immer weiter, will, dass ich mich weiter auf die Suche nach Lösungsmöglichkeiten mache. Ich habe so schon Tage und Nächte durchgemacht, weil ich nicht abschalten konnte, weil mein Gehirn sich geweigert hat zu schlafen, obwohl ich komplett müde war und ich mir auch ziemlich sicher war, dass die Lösung schneller zu finden wäre, wenn ich einfach mal darüber schlafen würde.

Jetzt ist es zum Beispiel ein Raspberry PI, der nicht so will, wie ich es will. Nur, auch wenn mein Gehirn es nicht einsehen will, ich kann wirklich gerade nicht viel machen, weil das Gerät nicht bei mir ist, weil ich darauf nur über eine VPN Verbindung zugreifen kann und ich deswegen nicht die Fehleranalyse durchführen kann, die ich durchführen müsste. Es könnte nämlich alles sein! Defekter RAM, defekte SD-Karte oder sonst irgendein Defekt. Eventuell sogar nur ein kleiner Fehler im Filesystem der SD-Karte, den ich innerhalb von wenigen Minuten beheben könnte. Problem ist halt, dass all diese Dinge nur dann möglich wären, wenn ich den kleinen Rechner hier hätte.

Ich bin mir also ziemlich bewusst, dass ich an diesem Problem vorerst nichts ändern kann, aber das ärgert mich unterbewusst sosehr, das mir mein schlaf verwehrt bleibt. Eventuell auch deswegen, weil es mit genau diesem Raspberry erst vor ein paar Monaten schon Probleme gab und ich jemand bin, der Systeme mag, die einfach laufen, ohne das dort groß eingegriffen werden muss. Und das ärgert mich doppelt, weil ein zweiter Raspberry, der sogar noch mehr Aufgaben zu erledigen hat, dies nun schon seit knapp zwei Jahren tut, ohne dabei größere Probleme zu machen (wenn wir einmal von dem USB-Hub und der externen Festplatte absehen, die ich gegrillt habe, indem ich von beiden die Netzstecker verwechselt habe – weswegen ich Umbaumaßnahmen in Büros übrigens auch hasse).

Übrigens bin ich mir inzwischen ziemlich sicher, dass der Raspberry ein Problem mit seinem RAM-Speicher hat, aber erklär das mal jemand meinem Unterbewusstsein. Jenes möchte sich immer noch nicht mit dieser Erklärung zufriedengeben, sodass ich hier jetzt genau diesen Text schreibe. Anders kann ich mich nicht ablenken von dem Problem, welches eigentlich überhaupt nicht da sein sollte, da es überhaupt keinen Grund dafür gibt – außer eben ein defekter RAM-Speicher auf dem PI, was allerdings auch eine komplett neue Erfahrung wäre. Und wo ich so darüber nachdenke, könnte natürlich auch der Controller für den SD-Karten-Slot einen Defekt haben, der ebenfalls diesen Fehler verursachen könnte. Und so wird es wahrscheinlich noch die nächsten Stunden gehen.

Schafft ihr es, solche Aufgaben komplett hinter euch zu lassen, oder geht es euch eventuell sogar wie mir?