Notfalls soll er eben Klos putzen …

„Notfalls soll er eben Klos putzen!“, ist eine häufige Aussage, wenn es darum geht, dass es nicht für alle Menschen genügend bezahlte Arbeit gibt. Die Betonung liegt hier auf bezahlt, denn genügend Arbeit ist durchaus vorhanden, sie erfährt nur keine Wertschätzung durch Bezahlung – ich denke hier an die Hausarbeit und die Kindererziehung, mir würden aber noch weitere Beispiele einfallen. Aber das nur am Rand, denn eigentlich geht es mir um Reinigungskräfte. Der Spruch oben zeigt viel über die Wertschätzung von Reinigungskräften, beziehungsweise zeigt er, dass es diese Wertschätzung überhaupt nicht gibt. Was würde eine Bäckerin wohl denken, wenn zu Arbeitslosen gesagt wird: „Notfalls backt er eben Brötchen. | mehr

Das Projekt meines Lebens? Das Leben!

„Das Projekt meines Lebens“, so lautet der Titel einer Blogparade, die vom PM-Camp Karlsruhe veranstaltet wird. Eigentlich geht es bei der Blogparade um das Arbeitsleben und eben um ein Projekt, dass das Leben geprägt hat. Aber sind wir doch ehrlich, das Leben ist erst dann zu Ende, wenn wir sterben. Und wie sollte ich vorher, also vor meinem Ableben, wissen, welches das Projekt meines Lebens ist/war? Ich könnte jetzt sagen, dass die Utopie, die ich 2006 geschrieben habe und die immer noch nicht fertig überarbeitet ist, das Projekt meines Lebens ist. Ist sie aber nicht. Meine Ausbildung vielleicht? Nein! Mein Studium? Mein Abitur? Meine Blogs? Nein! Das Projekt meines Lebens ist das Leben selbst. Ja, das Leben selbst ist ein großes Projekt, welches aus vielen kleinen Projekten besteht. | mehr

Menschlich inkompatible Gesellschaft

„Menschliche Inkompatibilität“, das ist das aktuelle Thema vom Blogideekasten. Als ich das Thema gestern sah, dachte ich schon, ich würde dazu wieder nichts schreiben können, da ich überhaupt nicht wusste, was das überhaupt sein soll. Doch wie es der Zufall so will, stolperte ich heute über einen Artikel, bei dem mir das Thema sofort wieder ins Gedächtnis kam. Unsere Gesellschaftsform ist menschlich inkompatibel   Im Artikel ging es um die Verdrängung von Menschen. Um genauer zu sein, es ging um die Verdrängung von Obdachlosen aus dem öffentlichen Raum. Da werden an öffentlichen Orten Spikes in den Boden gelassen, damit sich die Obdachlosen dort ja nicht hinsetzen oder hinlegen. Erinnert an diese Stachelmatten auf Bahnhöfen, die Tauben davon abhalten sollen, sich dort niederzulassen. | mehr

Blogparade: Was, wenn morgen mein letzter Tag wäre?

Gerade läuft eine Blogparade zum Thema „Was, wenn morgen mein (dein) letzter Tag wäre?“. Ich finde es immer wieder faszinierend, dass Menschen sich Gedanken darüber machen, wie sie ihren letzten Tag verbringen wollen. Ich glaube, es ist auch ein Anzeichen dafür, dass viele Menschen mit ihrem Leben unzufrieden sind, weswegen sie sich den letzten Tag vorstellen, da sie an diesem Tag nicht mehr wirklich etwas zu verlieren haben. Aus Grenzen ausbrechen   Der letzte Tag ist dabei meist ein Ausbrechen aus Grenzen, die wir Menschen uns selbst auferlegen. So wollen viele Menschen am letzten Tag ihres Lebens nicht mehr zur Arbeit gehen. Verständlich, denn für viele Menschen ist die Arbeit nicht sinnstiftend. Sie ist ein Übel, damit das Überleben finanziert werden kann. | mehr

Ich bin radikaler geworden…

Gestern stöberte ich ein wenig durch meine alten Blogartikel und musste mit erschrecken feststellen, dass ich radikaler geworden bin in meinen Ansichten. Zum Beispiel: 2011 war ich noch generell gegen Gewalt an Gegenständen. Damals wurde hier am Ostkreuz ein Kabelstrang der S-Bahn in Brand gesteckt, was natürlich zu Zugausfällen und anderen Störungen geführt hatte. Jetzt schreiben wir das Jahr 2015, und diese generelle Ablehnung ist gewichen. Ich lehne Gewalt gegen Gegenstände nicht mehr ab, im Gegenteil, ich sehe sie inzwischen als legitime Aktionsform, um politische Forderungen zu untermauern. Sicher ändern sich Ansichten über die Jahre, aber ich war gestern schon ein wenig geschockt, als mir das aufgefallen ist. Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch das Bloggen dafür mitverantwortlich ist. | mehr

Berufsausbildung und Erfahrung… – Grübeln in der Nacht

Nachdem ich gestern das Vorstellungsgespräch hatte, was leider wieder nichts geworden ist, lag ich wieder die halbe Nacht wach im Bett und grübelte genau darüber nach. Auf der einen Seite kann ich den Arbeitgeber ja verstehen, dass er für eine bestimmte Stelle Menschen mit einer bestimmten Qualifikation sucht, auf der anderen Seite aber kann ich vieles auch nicht mehr verstehen. Ihr kennt doch sicher alle den Spruch: „Mach erst mal eine Ausbildung, egal was, was du später dann arbeitest, ist ja dann egal, wenigstens du hast eine Ausbildung.“. Aber sind wir ehrlich, es ist nicht egal, was nach der Ausbildung gearbeitet wird, denn wenn du einmal raus bist, dann bist du raus. | mehr

Ich habe da ein Problem mit dem Fahrscheinlosen ÖPNV

Fahrscheinloser öffentlicher Nahverkehr, so etwas wie GEZ (ich weiß, die heißen nicht mehr so) nur eben für Bus, U-Bahn, Straßenbahn und S-Bahn. Jeder zahlt monatlich eine Abgabe und kann dann soviel fahren, wie er oder sie will, aber halt im Nahverkehr, also nicht von Berlin nach München oder so. Es gibt halt einen Punkt daran, der mich stört, der mich auch bei der GEZ (siehe oben) stört... Die Grundidee ist klasse. Jeder zahlt einen kleinen Betrag, der auch noch günstiger ist, als die heutigen Monatskarten, und kann dafür jederzeit in Bus und Bahn einsteigen, auch dann, wenn mal kein Geld vorhanden ist, um einen Fahrschein zu lösen – ist ja dann ohne Fahrschein. Ich persönlich glaube sogar, dass dadurch mehr Menschen auf Bus und Bahn umsteigen, was gleichzeitig bedeutet, dass die Stadt nicht mehr so verstopft wäre mit Autos. | mehr

…nur eben nichts mit Versicherungen.

Vor drei Wochen entschied ich mich bei Kleinanzeigen Ebay ein Jobgesuch einzustellen, nachdem mir entweder erzählt wurde, dass ich zu viel koste, weil ich eine Ausbildung habe, oder mir der Ladenbesitzer sagte, dass er nicht die Polizei ruft, wenn Geld in der Kasse fehlt. Viel gebracht hat es nicht, denn die meisten Angebote waren aus dem Versicherungsbereich, oder, wie es auch gerne genannt wird, aus der Vermögensberatung. Es war nur ein Angebot dabei, was mich tatsächlich interessiert hätte, aber leider haben die sich nicht mehr gemeldet, nachdem ich meine Bewerbungsunterlagen abgegeben hatte. Mal sehen, vielleicht kommt ja noch was. Was mir allerdings aufgefallen ist, ist, dass viele Versicherungsagenturen am Telefon gar nicht mehr sagen, worum es denn eigentlich geht. | mehr

Wurzeln

Wurzeln, das ist das Wort, dass vor zwei Wochen als Thema beim Blogideekasten ausgelost wurde. Ich wusste nicht wirklich, was ich damit anfangen soll, denn Wurzeln, das kann so viel sein. Ich könnte über essbare Wurzeln schreiben, über Wurzeln, über die ich beim Lauftraining schon gestolpert bin, oder, oder, oder. Aber es ist ja auch diese Herausforderung, die das Projekt Blogideekasten so spannend macht, und so habe ich mich auch zu diesem Thema wieder hingesetzt, und ein wenig Brainstorming durchgeführt. Wurzeln in der Natur   In der Natur sind Wurzeln für die Pflanzenwelt etwas Wichtiges. Sie verankern die Pflanzen nicht nur in der Erde, sondern sie versorgen die Pflanze auch mit wichtigen Nährstoffen, die sie mit dem Wasser aufnehmen, welches die Nährstoffe aus der Erde gelöst hat. | mehr

Gentechnik an Nutzpflanzen – Segen oder Fluch?

Durch das Buch „Alles Grün und Gut?“ (Amazon Partnerlink) von Dirk Maxeiner und Michael Miersch bin ich mal wieder auf das Thema Gentechnik und Nutzpflanzen aufmerksam geworden. Auf meinungsschauspieler.de veranstalte ich zu dem Thema eine Blogparade und dieser Artikel hier soll nun mein Beitrag dazu werden. Ich lehne Gentechnik nicht ab!   Als Erstes muss ich wohl erst einmal ein Geständnis machen: Ich lehne Gentechnik nicht ab! Ich sehe in der Gentechnik Chancen, um alle Menschen auf dieser Erde mit Lebensmittel zu versorgen. Ja, derzeit haben wir sogar eine Überproduktion an Lebensmitteln, die nur richtig verteilt werden müssten, damit keiner mehr hungern muss. Aber die Weltbevölkerung wächst ja nach wie vor und damit würde auch die Fläche wachsen, die benötigt wird, um alle Menschen mit Lebensmitteln zu versorgen. | mehr

#Newtopia – BigBrother Erlebnisbauernhof

Keine Regeln, keine Gesetze, eine neue Gesellschaft ist möglich und noch mehr Blablabla. So hat Sat1 sein Newtopia angekündigt. Doch was bekommt der Zuschauer? Der Zuschauer bekommt ein neues Big Brother vorgesetzt. Ja, es ist ein neues Konzept und es gibt keine dämlichen Aufgaben, aber es ist eben nicht mehr, als ein Bauernhof, der das Bedürfnis des Voyeurismus befriedigt. Keine Regeln, keine Gesetze   Laut Sat1 soll es in Newtopia keine Regeln und Gesetze geben. Die Gruppe, die sich auf das Abenteuer eingelassen hat, soll diese selbst gestalten und dadurch eine neue Gesellschaft gründen. Doch natürlich ist das Schwachsinn, denn Newtopia befindet sich in Deutschland! Somit gilt in Newtopia sowohl das deutsche Grundgesetz, wie auch alle anderen Gesetze, die in Deutschland gültig sind. | mehr

Die kleinen Helden und Vorbilder

„Helden und Vorbilder“, so heißt das aktuelle Thema vom Blogideekasten. Ich habe zu Vorbildern und Helden ja schon zwei Artikel geschrieben und ich glaube, da gibt es nicht mehr viel zu ergänzen. Aber das soll nicht das Ende des Artikels sein, wäre ja auch langweilig. Ich schreibe jetzt einfach mal, was mir sonst noch so zum Thema einfällt. Lassen wir uns also überraschen, wo dieser Artikel hinführt ;). Helden, dass müssen ja nicht immer die Menschen sein, zu denen man aufblickt. Es können auch die Menschen sein, die gar nicht auffallen, die aber dennoch Helden sind, weil sie noch nicht verzweifelt sind, weil sie ihr Leben immer noch Leben und es auch noch genießen. Obdachlose zum Beispiel, die, die sich noch nicht aufgegeben haben. | mehr

Gelähmt

Und dann liest du einen Blogartikel und bist wieder voll drin. Voll drin in der Lähmung, die dich schon seit Jahren davon abhält, richtig durchzustarten. Voll drin in der Angst, am Ende auch nicht aus dieser Falle zu entrinnen, am Ende weiterhin genau dort zu sein, wo man eigentlich raus will. Raus aus der Armut, die Armut, die mit der Wende gekommen ist und die, wie ein Gespenst, über einem hängt. Es ist nicht nur die Angst davor, dass Erlebte lähmt einen, es hält einen fest, du kommst nicht vor, aber du kannst auch nicht zurück. Motivation wird erstickt durch Resignation. Es ist das Wissen, dass du eigentlich keine Chance hast, dort rauszukommen, weil du dir Bildung kaum leisten kannst, weil es einfach zu teuer ist und weil der Staat einen auch nicht wirklich unterstützt – es sei denn, du hast das Geld dazu. | mehr

Ich kann es mir eigentlich gar nicht leisten, Links zu sein…

  Erstaunt werden sich jetzt einige Fragen, wie der Sven nur auf die Behauptung kommt, dass er sich das Linkssein eigentlich gar nicht leisten kann. Eine politische Einstellung kostet ja schließlich kein Geld und Links sein, das kann doch jeder, egal wie viel Geld er oder sie auf dem Konto hat. Stimmt theoretisch ja auch, aber praktisch? Praktisch kostet Links sein natürlich doch Geld. Das fängt schon bei den Büchern an. Wie viele Bücher von linken Schriftstellern würde ich gerne lesen, kann es aber nicht, weil ich mir Bücher für 20,- Euro und mehr einfach nicht leisten kann. Hinzu kommt, dass ich diese Bücher dann auch meist nicht in Bibliotheken bekomme und so muss ich – leider ist das so – auf die Lektüre meist verzichten, außer ich stolpere durch Zufall irgendwo in einem Bücher Second-Hand-Laden über das Buch, dann hat es aber auch meist schon ein paar Jahre auf dem Buckel und ist nicht mehr ganz so aktuell. | mehr