3 Dezember 2009

An die Nachgeborenen – Eine Rede

In Deutsch haben wir die Aufgabe das Gedicht “An die Nachgeborenen” in eine Rede umzuschreiben, ich werde das hier mal versuchen, auch wenn ich nicht weiß ob es mir gelingt.

Liebe Nachgeborene,

heute wende ich mich an euch mit dieser Rede. Ich weiß, ich lebe hier in finsteren Zeiten, wirklich und das Wort, was ich spreche, ist töricht. Liebe Nachgeborene, die Menschen die jetzt noch lachen und mit glatter Stirn herum laufen haben noch nicht nicht die furchtbare Nachricht erhalten. Ich meine, wie können wir noch lachen, wenn Gespräche über Bäume schon ein Verbrechen sind, ein Verbrechen an den Menschen die unter den Untaten leiden, welche wir verschweigen, Untaten welche geschehen, während wir ruhig durch die Straßen gehen und unsere ehemaligen Freunde uns nicht mehr erreichen, weil sie in Not sind.

Liebe Nachgeborene, sicher ist es wahr das ich meinen Unterhalt verdiene, aber glaubt mir, es ist nur ein Zufall, es ist Zufall das ich essen kann und das ich nicht wie meine Freunde großes Leid ertragen muss. Es ist, liebe Nachgeborene, das Glück, welches ich habe. Sollte dieses Glück einmal vorbei gehen, gehe auch ich vorbei.

Liebe Nachgeborene die ihr diese Rede vernehmt, ich hoffe ihr versteht wenn ich sage, dass ich eigentlich nicht essen darf, Essen welches ich den Hungernden entreiße und das ich auch nicht trinken kann, Wasser welches ich einen Verdurstenden entreiße. Versteht ruhig was ich sage, aber ich sage auch, obwohl mir das bewusst ist, esse ich und trinke ich.

Wenn ich in Büchern lese steht darin wer weise ist. Es steht drin, dass man sich aus dem Streit der Welch heraus halten soll, dass man seine Zeit hier auf Erden genießen soll und ohne Furcht und Gewalt durchs Leben gehen soll. Man soll gut sein und seine Wünsche vergessen.

Aber, liebe Nachgeborene, all das kann ich nicht, ich lebe in finsteren Zeiten.

Wenn ich euch jetzt sage das ich durch die Städte ging als dort Hunger herrschte, dass ich mich mit den Menschen empörte und so meine Zeit auf dieser Erde verbrachte. Auch sage ich euch, dass ich mein Essen zwischen den Schlachten gegessen habe, dass ich mich zwischen den Mördern schlafen legte und die Liebe achtlos nebenbei gepflegt habe. Wenn ich euch sage, dass ich die Natur ohne Geduld ansah, so sage ich euch, sind waren meine Kräfte viel zu gering um den Kampf zu gewinnen, um die Ziele zu erreichen, die in großer Ferne lagen.

Liebe Nachgeborene, meine Sprache verrät mich, alle Wege in meiner Zeit führe in den Sumpf, und doch hoffe ich, an den Stühlen der Machthaber zu rütteln.

Liebe Nachgeborene, ich bitte euch an all dass zu denken, wenn ihr über uns Urteilt, ich bitte euch darüber klar zu werden, in welchen Zeiten wir gelebt haben, unter welchen Umständen wir getan haben, was wir gemacht haben. Wir haben es nicht geschafft unseren Kampf so zu gestalten, dass wir das Unrecht beseitigen und den Menschen helfen konnten, wir waren auch unfreundlich gegenüber den Menschen die auf uns gebaut haben. Und so, liebe Nachgeborene, wünsche ich mir, dass ihr, die ihr vielleicht sehr viel gütiger Seid als ich es war, dass ihr uns vergeben könnt und unsere Taten immer im Kontext zur Zeit seht, in welcher sie geschehen sind.

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Verfasst 3. Dezember 2009 von Sven in category "Deutsch

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