Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

Neulich habe ich mir mal das Turmspringen von Stefan Raab angeschaut und habe den Moderatoren mal genau zugehört. Da war doch immer die Aussage von ungleichen Paaren und dass deren Gewichtsunterschiede das Synchronspringen schon unmöglich macht. Aber halt, Wolke sagte da was von der Physik und das der Gewichtsunterschied keine Rolle spielt! Stimmt, sagte ich ganz spontan, denn die Erdanziehung ist für alle gleich! Die Moderatoren blieben weiterhin hartnäckig bei ihrer Meinung und der Einwand von Wolke ging leider unter.

Ist dieser Einwand nun Richtig? Fakt ist das es eine Konstante g gibt, welches die Erdfallbeschleunigung angibt, welche bei uns ca. 9,81 Meter/Sekunde² beträgt. Beim freien Fall ist nun noch die Höhe wichtig,  von welcher der Gegenstand fällt. Wenn man nun mit den Formeln

s= 1/2 g *t² , vobei s und g bekannt sind, nach t umstellt kommt man auf die Formel

t²= 2 *s/g von welcher wir nun die Wurzel ziehen müssen um dann auf t zu kommen. t ist die Zeit, in welcher der Freie Fall stattfindet. Dieses können wir nun benutzen um mit der einfach Formel v = g * t die Geschwindigkeit auszurechnen. Und was wäre damit jetzt bewiesen? Folgendes, in keiner dieser Formeln kommt die Masse, also das Gewicht im weitesten Sinne, zum tragen. Es ist eigentlich total egal, ob ich nun 90 oder 120 kg wiege, ich würde immer mit der selben Geschwindigkeit ankommen, allerdings nur, und hier kommt das große aber, wenn wir uns im Vakuum befinden würden und somit keine Luftreibung entstehen würde. Diese ist allerdings ziemlich gering und sollte bei geringeren Unterschieden bei der Masse nicht all zu viel ausmachen.  Wobei man sich darüber auch streiten kann, wenn man sich mal die folgende Geschichte auf gutefragen.net anschaut.

Meiner Meinung nach kommen die Unterschiede allerdings von der höheren Geschwindigkeit beim Abspringen. Wer mit einer höheren Geschwindigkeit abspringt, springt höher und kommt somit später in die Phase des Freien Falls, somit hat der, der eine niedrigere Absprunggeschwindigkeit hatte, einen „Vorsprung“ den der andere nicht mehr aufholen kann, da er ja auf dem Weg nach unten, wie oben eben schon besprochen, die selbe Geschwindigkeit entwickelt wie die Person mit der geringeren Absprunggeschwindigkeit. Wer das gerne einmal nachrechnen möchte und meine Behauptungen wiederlegen will, dem empfehle ich als Ansatz sich die Formeln für den Wurf nach oben mit anschließenden Freien Fall anzuschauen 😉





4 Comments

  1. me (1 comments)
    17:47 on Oktober 24th, 2008

    als Pro7 Moderator braucht man nur Lesefähigkeiten eines Gründschülers und man muss in der Lage sein einen Golfball durch einen 25m langen Schlauch zu saugen. Physik spielt da nun wirklich keine Rolle! 🙂

  2. Michael (4 comments)
    10:36 on September 9th, 2009

    Stop, stop, stop. Die PRO7 Aussage stimmt und wurde schon oft in Experimenten nachgewiesen (z.B. Bleikugel vs. PingPong-Ball identischer Grösse und Oberfläche vom Flugzeug fallen lassen; deshalb gelten ja bei Bobfahren, Rodeln, Skispringen etc. Gewichtseinschränkungen). Du hast den Physik-Fehler #1 gemacht: falsche Transformation der Wirklichkeit ins Modell. Du hast total den Auftrieb vergessen (im freien Fall „schwimmen“ ja die Körper in der Luft)!!! Weitere Faktoren könnten noch Rotationsmasse, Biegewiderstand des Brettes etc. sein.

  3. Teufel100 (673 comments)
    11:55 on September 9th, 2009

    Sie haben es von einen Flugzeug fallen lassen, du sagst es 😉 Das ist eine Höhe wo man den Luftwiderstand, die Reibung und vieles mehr beachten muss, da stimmt es dann auch das das Gewicht hier eine große Rolle spielt. Aber die springen ja nicht von einen Flugzeug, die springen von einen Brett und da kommt es für die Synchronität darauf an das man einen möglichst exakten Bewegungsablauf hat, bei 3 oder 5 Meter kannst du die Reibung und die Widerstände vernachlässigen, da ist es vernachlässigbar. Außer natürlich die eine Person hat ein Gewicht wie eine Feder im Vergleich zum anderen, dann muss man das wieder alles rein nehmen.

    Lieben Gruß

    Sven

  4. Golfshop (1 comments)
    15:50 on April 2nd, 2012

    Prinzipiell wirkt die Gravitation auf alle Körper gleich, wie schon erwähnt, auf der Erde mit 9,81m/2². Die Idee mit dem in der Luft schwimmen fand ich schon Und wir haben 2 gleichartige Körper, Menschen.
    Diese Körper sollten generell in ihren Eigenschaften sehr ähnlich sein, das trifft umso mehr auf die betrachtete Untergruppe, „Sportler“ zu.
    Was viele der von meinen Vorrednern angesprochenen Veriablen vernachlässigbar macht.
    Das einzige was zwei zwei Menschen mit unterschiedlier Mass unterscheidet ist die Menge an Energie welche für Absprung und ausführung der Figur aufgewendet werden muss.

    Grüße, Franzi von Golfshop

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