Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

Am Freitag war ich beim U20 Poetry-Slam hier in Berlin. Stattgefunden hat er im „Podewil“ in der Klosterstraße. Ich wusste nicht wirklich, was auch mich zukommt, aber ich habe es nicht bereut, mir das Ganze einmal anzusehen.

GRIPS-Theater und Podewil = U20 Poetry-Slam-Berlin

 

Zuerst musste ich suchen, wo ich denn nun eigentlich rein muss, aber ich hätte einfach nur zu den vielen Jugendlichen gehen müssen, die sich am Eingang eines Hauses aufgehalten haben. Dort wehte auch die GRIPS-Theater-Flagge, aber ich weiß bis heute noch nicht, ob das auch der tatsächliche Standort des GRIPS-Theaters ist – foursquare hat mir nämlich eine andere Straße angezeigt, die knapp 5 Kilometer entfernt lag.
Der Eintritt kostete mich 6,- Euro, was ich durchaus in Ordnung finde für ein schönes Freitagabend-Programm. Allerdings fand der Poetry-Slam diesmal nicht in einem Café oder in einer Bar statt, sondern tatsächlich in einem kleinen Theater-Raum. Getränke gab es vor dem Raum zu kaufen, allerdings nur in den Pausen und davon gab es nur eine. Das ist aber bei einer Dauer von gerade mal 150 Minuten (mit Pause) ausreichend.
Um kurz vor 20 Uhr ging es dann auch endlich los. Der Ablauf war derselbe, wie bei jedem Poetry-Slam, den ich bisher gesehen habe – das Publikum entschied über den Gewinner mit seinem Applaus. 14 Slamer stellten sich dem Wettkampf, alle unter 20 ;-), und trugen, in einer Zeit von 5 Minuten, ihre Werke vor. Dabei ist mir aufgefallen, dass es sehr viel Gesellschaftskritik gibt, die Jugend von heute ist also nicht verloren, im Gegenteil, sie macht mir sogar Mut für die Welt von morgen. Aber auch Lustiges war zu hören, und auch ein Gedicht über Müll, oder so 😉
Insgesamt war die Veranstaltung gelungen, man kann ja auch nicht viel falsch machen, wenn nur ein Mikro, eine Couch, zwei Moderatoren und ein Slamer auf der Bühne steht ;-). Mir hat es Spaß gemacht, und ich werde mir auch in zwei Monaten wieder den U20-Poetry-Slam ansehen.

Ich war übrigens fast der älteste im Raum, älter waren wohl nur noch der männliche Moderator und die Verantwortlichen für die Technik. Vielleicht saß auch hier und da noch eine Mutter im Publikum, aber die meisten waren tatsächlich jünger als ich ;-).

Workshop vor dem Slam

 

Vor dem Slam findet übrigens auch immer ein Slamer-Workshop für U20-Jährige statt. Dieser ist kostenlos, das ist aber auch schon alles, was ich darüber sagen kann, denn ich bin nun einmal älter als 20 und habe dort nichts mehr verloren. Ich kann mir aber vorstellen, dass es eine schöne Erfahrung für die Jugendlichen ist und in zwei Monaten besteht wieder die Chance, an diesen Workshop teilzunehmen. In zwei Monaten, das ist übrigens der 15.06.2012, also wieder ein Freitag.

Rettet das GRIPS-Theater

 

Leider musste ich gestern wieder feststellen, dass der Berliner Senat an den falschen Stellen spart. Dem GRIPS-Theater fehlen wohl 100.000 Euro, um ihre Arbeit fortsetzen zu können. Dabei ist das GRIPS-Theater ein Ort, an welchem Kinder und Jugendliche ihre Kreativität zeigen können und wo sie sich kostengünstig Theateraufführungen ansehen können. Es wäre schade, wenn für dieses Theater kein Geld mehr zur Verfügung stehen würde, damit sich Kinder und Jugendliche die Veranstaltungen ansehen können. Mehr erfahrt ihr auf der Seite vom GRIPS-Theater.

Couchpoetos

Couchpoetos

Couchpoetos – das sind keine Chips, die gegessen werden können. Es ist auch keine Musikgruppe oder Fernsehsendung. Die Couchpoetos, das sind Karsten Lampe, Sarah Bosetti, Jan Papke, Daniel Hoth und Ingo Starr. Diese fünf Menschen bilden die Nomadenlesebühne, welche jeden 1. und 3. Montag im Monat im King Kong Klub in Berlin stattfindet. Zwei Stunden dauert die Veranstaltung, auf welcher Lyrik und Prosatexte gelesen werden und Musik gesungen wird.

Gestern feierten die Couchpoetos ihren ersten Geburtstag. Es gab Kuchen, Bonbons und einen geschmückten Mikrofonständer. Und da mir mein Schweinehund sagte, dass diese Veranstaltung sicher besser ist, als das Laufen, war ich gestern natürlich auch dabei. Leider musste ich meinem Schweinehund wieder recht geben, aber okay, dafür wird dann heute wieder gelaufen.

Der Abend selbst war natürlich Klasse, obwohl ich auch nichts anderes erwartet habe, denn ich war schon vor zwei Wochen bei den Couchpoetos und schon damals von der Veranstaltung überzeugt.

Im Laufe des Abends tragen die Mitglieder der Couchpoetos immer abwechselnd ihre Texte vor, wobei mir der Mix aus Musik, Lyrik und Prosa wirklich gefällt. Auch die Atmosphäre ist Klasse, denn der King Kong Klub ist gemütlich eingerichtet, auch wenn er gestern ziemlich voll war und ich keinen Platz auf der Couch erobern konnte. Hinzu kommt natürlich, dass man sich nicht schämen muss, wenn man mal einen Text nicht versteht. Erstens wird das nie jemand erfahren und zweitens steht das Vergnügen im Vordergrund. Es ist keine Veranstaltung, bei der über die Texte diskutiert wird, obwohl das sicher auch möglich ist, wenn man nach der Veranstaltung zu den Mitgliedern der Couchpoetos geht.

Die Texte selbst können lustig sein, aber sie können auch zum Nachdenken anregen. Einschränkungen bei den Themen gibt es nicht, sodass man immer wieder vom Inhalt der Texte überrascht wird. So wird jeder Abend bei den Couchpoetos zu etwas Besonderem, weswegen ich euch nur empfehlen kann, diese Veranstaltung auch einmal zu besuchen.