Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

Auf mehrfachen Wunsch eines einzelnen Lesers gibt es hier jetzt einen Eintrag mit vielen Bildern und wenig Text. Und das mit den Bildern ist genial, denn die bewegen sich, wenn man auf den Pfeil klickt.

Bild eins (auch Video genannt ūüėČ ) : Keine Liebeslyrik

Bild zwei : Hunger (einer der Veranstalter bei den Poetry-Slams zu denen ich in letzter Zeit gehe)

Bild drei : Warum ich auf Facebook nicht gerne Spiele ūüėČ

Und genau deswegen liebe ich Lyrik, weil man sie auch in Bildern vortragen kann, oder in Videos.

 

Ich wollte mir schon immer einmal einen Poetry Slam ansehen, hatte bisher aber noch nie die Zeit daf√ľr. Am Mittwoch hat sich das ge√§ndert, denn da konnte ich mir einen Poetry Slam ansehen. Um genau zu sein, habe ich mir diesen im King Kong Klub angesehen, nachdem ich mich dort auf die G√§steliste schleichen konnte ‚Äď vielen Dank hier noch einmal an die Veranstalter.

Meine erste Sorge war, dass ich wieder einmal viel zu sp√§t losfahre und am Ende nicht im Klub erscheine. Und beinahe w√§re ich auch wieder zu sp√§t da gewesen, aber am Ende war ich doch noch f√ľnf Minuten vor 21 Uhr im King Kong Klub. Hier sind mir als erstes die Bananen aufgefallen, welche vorne auf der B√ľhne auf einen Tisch lagen. Ich habe sie aber nicht weiter beachtet, wahrscheinlich sollten diese Bananen als Verpflegung f√ľr die Wettbewerber sein. Nachdem ich mir eine Cola gekauft hatte, suchte ich mir einen bequemen Platz auf einer Couch, welchen ich dann auch bis zum Ende der Veranstaltung nicht mehr verlassen habe.

Die Veranstaltung selbst begann dann erst weit nach 21 Uhr, sodass ich durchaus auch f√ľnf Minuten sp√§ter h√§tte kommen k√∂nnen. Auf die Gedichte selbst werde ich jetzt nicht eingehen, nur soviel, es waren eine Menge gute Gedichte dabei und ein paar, die mir nicht wirklich etwas gesagt haben.

Der Wettbewerb selbst bestand aus drei Vorrunden, in welchen jeweils vier Wettbewerber gegeneinander angetreten sind. Nein, ganz stimmt das nicht, in der letzten Vorrunde waren f√ľnf Teilnehmer auf der B√ľhne. Weitergekommen ist allerdings auch in dieser Gruppe nur ein einzelner Teilnehmer, ebenso wie in den anderen beiden Vorrunden. Die Gewinner dieser Vorrunde traten dann im Finale erneut gegeneinander an, hier waren dann alle drei Gedichte auch wirklich klasse. Wer gewinnt, das entschied das Publikum durch seinen Applaus, ebenso wie das Publikum auch die Vorrundensieger bestimmte. Was ich noch erw√§hnen sollte, ist, dass die Teilnehmer nicht direkt gegeneinander angetreten sind, sondern jeder f√ľnf Minuten hatte, um sein Gedicht vorzutragen. Weitere Regeln sind, dass keine Hilfsmittel erlaubt sind und nicht gesungen werden darf.

Als die Moderatoren dann den Abend er√∂ffneten, kamen dann auch die Bananen ins Spiel. Einige davon flogen auf einmal durch den Raum, zum Gl√ľck nicht in meine Richtung. Das Gl√ľck verlie√ü mich aber in einer sp√§teren Pause, als mich so eine Banane dann doch am Arm erwischte, zum Gl√ľck ist es kein blauer Fleck geworden.

Die Atmosph√§re im Klub war super, es war nicht zu voll, verstehen konnte man alles und das Publikum war die ganze Zeit √ľber fair zu den Teilnehmern des Wettbewerbes. Etwas Negatives gab es auch, was aber nicht mit den Veranstaltern zu tun hat, sondern mit einem Teil des Publikums. Hier war eine zehnte Klasse dabei, von der selbst ein paar Sch√ľler am Wettbewerb teilnahmen. Nachdem alle nach der Vorrunde ausgeschieden waren, entschied die Lehrerin die Veranstaltung zu verlassen und sich mit der Klasse auf den Heimweg zu begeben. Die meisten Sch√ľler wollten zwar noch das Finale sehen, aber gegen die Entscheidung der Lehrerin kann man mit 16 nicht wirklich viel machen. Ich fand das von der Lehrerin unfair, denn die Gedichte der Sch√ľler waren nicht wirklich schlecht, und es gab ein Stechen zwischen einen Sch√ľler und einer anderen Teilnehmerin in der Vorrunde. Nun hatte die Teilnehmerin allerdings Geburtstag und dazu auch noch ein wirklich gutes Gedicht, weswegen am Ende auch die Teilnehmerin und nicht der Sch√ľler (ebenfalls Teilnehmer) weiterkam. √úbrigens gewann auch eben diese Teilnehmerin am Ende den Wettbewerb, nachdem wir sie in ein asiatisches Restaurant begleiten durften und einen gelben Wischlappen kennenlernten ūüėČ .

Insgesamt war es aber ein wirklich gelungener Abend, der nach einer Wiederholung schreit. Ist auch kein Problem, denn er findet jeden zweiten Mittwoch im Monat statt.