Idee für meinen Wandkalender 2012

Das Jahr ist fast zu Ende. Ein Monat noch und 2011 ist Geschichte. Es gibt so einige Dinge, die ich in den 31 Tagen, die noch bleiben, noch erledigen muss. Eines dieser Dinge ist, dass ich mir einen neuen Wandkalender für 2012 besorgen muss. Für 2011 hatte ich einen, den ich mit meinen eigenen Fotos gestaltet hatte, 2012 soll auch wieder so einer her, allerdings war ich mir bisher noch nicht bewusst, wie dieser aussehen soll. Heute früh, auf dem Weg nach Hause, kam mir dann die Idee. Ich könnte in den Kalender meine Gedichte drucken lassen. Jeden Monat ein Gedicht, 12 Gedichte also insgesamt. Ich muss sagen, mir gefällt diese Idee immer mehr, weswegen ich mir auch schon Gedanken über die Umsetzung gemacht habe. Als Erstes dachte ich mir, ich könnte die Gedichte einfach so abdrucken, ohne irgendwas zusätzlich zu machen. | mehr

Und nun sitzt du hier auf einem kalten Stein

Du läufst durch die Welt, hast kein Glück, hast kein Geld. Versuchst zu verstehn, doch die Jahre vergehn. Fragst dich, wo die Zeit geblieben ist, und warum du immer noch alleine bist. Und nun sitzt du hier, auf einem kalten Stein, fühlst dich dreckig, verlassen und klein. Fragst dich nach dem, was Leben ist, und wunderst dich, dass du voll mit Fragen bist. Auf der Suche nach Liebe bist du rumgerannt, hast dabei viele Jahre deines Lebens verbrannt. Fühlst dich nicht mehr wohl in deiner Haut, fühlst dich sinnlos, fühlst dich verbraucht. Würdest gern mit beiden Beinen im Leben stehn, doch du kannst das Leben gar nicht verstehen. Und nun sitzt du hier, auf einem kalten Stein, schaust in das Leben der anderen rein. Verstehst nicht, warum du nicht Leben kannst, und warum du nie der Traurigkeit entrannst. | mehr

Wenn ich ich wär!

Wenn ich Sarah wär, würde ich Gedichte über Frauen schreiben. Ich würde Aktion-Mensch-Aktivisten in die Enge treiben. Ich würde über beide Ohren strahlen, und mit meinem Freund Daniel prahlen. Wenn ich Sarah wär, würd' ich sagen, was ich sagen will. Wenn ich Sarah wär, wär ich garantiert nicht still. Wenn ich Daniel wär, würde ich duch H-Town jagen. Würde mein H-Town-Gedicht beim Poetry-Slam aufsagen. Ich würde den ganzen Tag die Sarah ansehen, und wär sie nicht da, würde ich vor Sehnsucht am Fenster stehen. Wenn ich Daniel wär, wär ich der glücklichste Mensch auf Erden, ich würde garantiert nicht einsam sterben. Wär ich ich, was ich ja nun einmal bin, war in mir weder Daniel noch Sarah drin. Wenn ich ich wär, würd ich hier vorne stehn, würde ängstlich in die Runde sehn, und wär stumm. | mehr

Mein erster Poetry-Slam im King Kong Klub

Ich wollte mir schon immer einmal einen Poetry Slam ansehen, hatte bisher aber noch nie die Zeit dafür. Am Mittwoch hat sich das geändert, denn da konnte ich mir einen Poetry Slam ansehen. Um genau zu sein, habe ich mir diesen im King Kong Klub angesehen, nachdem ich mich dort auf die Gästeliste schleichen konnte – vielen Dank hier noch einmal an die Veranstalter. Meine erste Sorge war, dass ich wieder einmal viel zu spät losfahre und am Ende nicht im Klub erscheine. Und beinahe wäre ich auch wieder zu spät da gewesen, aber am Ende war ich doch noch fünf Minuten vor 21 Uhr im King Kong Klub. Hier sind mir als erstes die Bananen aufgefallen, welche vorne auf der Bühne auf einen Tisch lagen. Ich habe sie aber nicht weiter beachtet, wahrscheinlich sollten diese Bananen als Verpflegung für die Wettbewerber sein. | mehr