02.07.2026: Meine fünf Minutengedanken zu Renten und Generationen.

In letzter Zeit wird wieder viel über die Rente gesprochen und geschrieben. Es ist ein Dauerthema, schon über Jahrzehnte, weil sich die Gesellschaft verändert, aber das Rentensystem sich an diese Veränderung nicht so einfach anpassen lässt. Beim Holger im Aussernet-Blog gibt es zum Beispiel einen Artikel, der die junge Generation in der Pflicht sieht. Er meint, dass sich die junge Generation besonders viel Zeit lässt, um ins Berufsleben zu starten und es diese ungenutzten Beitragsjahre sind, die am Ende fehlen und zum Problem für die Rentenkasse werden. Nicht die älteren Menschen sollen immer später in Rente gehen, sondern die jüngeren Menschen sollen früher starten, in die Rentenkasse einzuzahlen. | mehr

23.06.2026: LebensABC – P wie Politisch

„Du sagst, du willst die Welt nicht ändern“, singt Rio Reiser in seinem Lied „Wann?“ (Youtube). Er singt weiter: „und ich frag‘ mich, wie machst du das nur?“. Genau diese Frage ist es, die sich mir auch immer stellt, wenn wieder wer zu mir sagt, dass er nicht politisch unterwegs ist. Wenn er*sie politischen Gesprächen aus dem Weg geht, weil es unangenehm werden könnte. Aber das Leben ist politisch, wir alle leben zusammen in einer Gesellschaft, auf einem Planeten, den wir nicht einfach so verlassen können, wir sind „kein Geist in einer Flasche“ und wir sind garantierte auch „kein Loch in der Natur“! Entscheidungen, die wir treffen, Dinge, die wir tun oder nicht tun, beeinflussen auch meist die Gesellschaft, das Leben von anderen und sind somit zutiefst politisch und gestalten so auch die Welt, in der wir Leben. | mehr

22.06.2026: Auf den Abgrund starren …

Ich bin ehrlich, ich habe keine Ahnung, wie wir ernsthaft noch menschenfeindliche Politik verhindern wollen, wenn sich Debatten nur noch darum drehen, wie wir die AfD verhindern können. Wenn der Blick starr auf die AfD gerichtet ist und sich Kritik an der Politik der Unionsparteien verbietet, weil wir diese ja auch als Partner brauchen, um die AfD zu verhindern. Wie soll mit einem solchen Fixpunkt, der die gesamte Aufmerksamkeit auf sich zieht, überhaupt die Demokratie überleben? Wir starren auf den Abgrund und sind empört, wenn dann ein Linker ankommt und versucht, den Blick auf die Politik der demokratischen CDU zu lenken, indem er – wenn auch überspitzt, vielleicht auch ein wenig zu viel überspitzt – formuliert, dass uns auch diese menschenverachtende Politik, die von den Unionsparteien im Bund umgesetzt wird, in genau diesen Abgrund führt. | mehr

24.01.2026: LebensABC – O wie Orientierungslosigkeit

Das O im #LebensABC ist schon ziemlich schwierig für mich. Die Wörter, die mir so spontan einfielen, passten nicht wirklich zu mir. Ich bin weder ein Optimist, noch kann ich mit Ordnung irgendwas anfangen. Mein Leben ist Chaos und ich selbst bin Chaos, meine Gedanken sowieso. Damit kann ich leben, auch wenn mich andere wohl eher als komisch beschreiben würden. Orientierungslosigkeit kam mir erst gar nicht in den Sinn, doch als es erst mal da war, war klar, dass genau dieses Wort zu mir passt. Mir fehlt die Orientierung in meinem Leben. Ich habe keine wirkliche Vorstellung davon, wo ich hin will, ob ich überhaupt irgendwo hin will. Eigentlich wusste ich mal ziemlich genau, was ich werden wollte. Schon im Kindergarten war klar, dass ich Koch werden möchte und dieser Berufswunsch blieb auch bestehen. | mehr

21.01.2026: Komposthaufen als Quelle der Kreativität?

Ich las gestern die Überschrift „Kompostierung des Lebens“ in einem Blog und war sofort neugierig, was sich dahinter versteckt. Und das Bild, welches sich aus dem Zitat ergibt, welches in diesem Blogartikel zu finden ist, begeisterte mich sofort. Was ich dort auch gleich in einem Kommentar drunter schreiben musste. Mir gefällt es wohl deswegen so gut, weil meine Assoziation eben nicht das Tote war, was am Ende eines Kreislaufes zurückbleibt, sondern das Lebendige, was vom Kompost am Anfang eines Kreislaufes ausgeht. Immerhin entsteht aus dem alten Material, welches vorher ja auch mal lebendig war, wieder neues Leben. Das alte Material wird auf dem Komposthaufen wieder in seine Bausteine zerlegt, dient herbei schon als Lebensgrundlage für andere Organismen und am Ende entsteht aus diesen Bausteinen auch wieder neues Leben. | mehr

19.01.2026: Entscheidungen

Ich habe ja letztes Jahr ein paar Entscheidungen getroffen, die ich jetzt gerade deutlich spüre. Zum Beispiel habe ich einen Auftrag abgelehnt, bei dem ich Werbung für die CDU gefahren wäre. Die CDU hatte damals gerade mit der AfD im Bundestag abgestimmt und damit gezeigt, dass die Brandmauer, von der immer so viel gesprochen wurde, nichts wert ist. Diese Abstimmungen waren nicht notwendig, hatten am Ende auch keinen Nutzen und all die Ausreden, die danach von Unions-Politiker*Innen kamen, waren total unglaubwürdig. Da ich selbst aber über Werte verfüge, die ich nicht einfach in die Tonne trete, war für mich nur richtig, einen solchen Auftrag abzulehnen. Dass das irgendwann später mal wehtut, war mir damals schon klar, so wie auch einige andere Entscheidungen, durch die ich auf Geld verzichtet habe. | mehr

18.01.2026: Gold

Es gibt ja so Dinge, die ich nie wirklich verstehen werde. Gold zum Beispiel! Warum kaufen Menschen Gold, wenn sie eine Krise erwarten? Es ist ein Metall, es kann verwendet werden, um bestimmte Produkte herzustellen, es mag auch ziemlich selten sein, aber es hilft nicht wirklich gegen Hunger oder Durst. Ich persönlich wüsste nicht, warum ich in einer Krisensituation Nahrung gegen Gold tauschen sollte! Es sei denn, ich bräuchte das Metall, um damit etwas anderes herzustellen, was irgendwie dazu beiträgt, meine Grundbedürfnisse zu befriedigen. In der Krise bräuchte ich Nahrung, natürlich auch Kleidung und sauberes Wasser. An kalten Tagen wäre dann Wärme hilfreich und wenn es regnet, dann wäre ein Dach über dem Kopf ganz schön. | mehr

12.01.2026: Demokratiestammtisch

Anfang letzten Jahres ging mir eine Idee durch den Kopf, die ich im Fediverse wie folgt beschrieben habe: Völlig dämlicher Gedanke ging mir durch den Kopf. Gedanke: Um Demokratie zu stärken, sucht sich jede Familie einmal in der Woche einen Termin für einen Familien-Demokratie-Stammtisch. Da wird über ein aktuelles Thema diskutiert, was ein paar Tage vorher festgelegt wurde, sodass jeder in der Familie die Zeit hat, sich über das Thema zu informieren, Quellen zu sammeln, diese dann natürlich auch zum #DemokratieStammtisch mitzubringen und dann wird in der ersten Runde am Stammtisch jedem ein gewisses Zeitfenster gegeben, wo er*sie seinen Standpunkt vortragen kann, ohne das er*sie von den anderen unterbrochen wird. Danach wird diskutiert und es werden gemeinsam die Quellen bewertet, die von den einzelnen Menschen miteingebracht wurden. | mehr

11.01.2026: Ich soll mehr bloggen …

Ich soll mich einfach hinsetzen und zehn Minuten schreiben, sagt die Autorin des Buches. Wir sollten alle mehr bloggen, sagen die Menschen aus dem Internet und ich selbst finde auch, dass die anderen mehr bloggen sollten, dass es mehr Menschen geben sollte, die ihre Gedanken, Erlebnisse und Gefühle in Blogs festhalten. Nur selbst bloggen? Dazu fehlt mir die Motivation. Die Gedanken fühlen sich so an, als ob ich die schon zwanzigmal im Blog verarbeitet habe. Sie - die Gedanken - eh nur nerven, weil ich einen seltsamen Blick auf die Welt habe, mit dem andere nichts anfangen können. Ich stelle mir zum Beispiel seit Monaten die Frage, warum wir unsere Demokratie so aufgebaut haben, dass am Ende wieder eine einzelne Person an der Spitze steht. | mehr

06.10.2025: N wie Nichtwissen – #LebensABC

Für den Buchstaben „N“ in meinem Lebens-ABC habe ich mir das Wort „Nichtwissen“ ausgesucht. Ich finde, es gehört zum Leben dazu und hat für mich auch keine negative Bedeutung. Wir wissen einfach vieles nicht und das ist auch okay, weil es einfach viel zu viel Wissen gibt und viel zu wenig Zeit, um all dieses Wissen zu entdecken! Es sollte ein einfacher Artikel über das Nichtwissen sein, darüber, dass wir alle emotionale Blobs*1 sind, eine Bezeichnung, die ich mir woanders geklaut habe und die mir super gut gefällt, doch dann habe ich angefangen, nach dem Thema Nichtwissen zu googeln! Das hätte ich lieber nicht machen sollen, denn mein Nichtwissen über das Nichtwissen ist riesig! Es war plötzlich die Sprache vom unbekannten Nichtwissen, vom bekannten Nichtwissen, vom nicht-Wissen-wollen und vom nicht-Wissen-sollen. | mehr