04.10.2025: Friedrich Merz, Demokratie und Chatkontrolle

Friedrich Merz spricht davon, dass wir als Gesellschaft in einem dauerhaften Gespräch einen gemeinsamen Weg finden müssen. Er hat tatsächlich auch recht, wenn er sagt, dass eine lebendige Demokratie davon lebt, dass die Menschen miteinander diskutieren und streiten. Nur braucht es zu Kommunikation auch Kanäle, in die die Bürger*Innen vertrauen haben, weil sie wissen, dass die dort geführten Gespräche vertraulich sind und diese Gespräche eben nicht von staatlichen Institutionen mitgelesen werden könnten. Wenn Merz also möchte, dass das Misstrauen zwischen den Bürger*Innen und Politiker*Innen abgebaut wird, dann sollte seine erste Handlung sein, die Chatkontrolle endgültig zu beerdigen und so zu zeigen, dass die Politiker*Innen ihren Bürger*Innen vertrauen und sie die Wichtigkeit erkennen, dass die Kommunikation vertraulich sein muss, damit die Demokratie lebendig sein kann. | mehr

18.09.2025: Ab wann sind wir schuld?

Ich werde heute schon den ganzen Tag mit Nachrichten überfordert, in welchen sich Menschen darüber aufregen, dass eine rechte Meinungsmacherin einfach entlassen wurde. Dass das die Demokratie kaputt macht, es die Meinungsfreiheit aushöhlt. Wir müssen auch unliebsame Meinungen aushalten, höre ich aus allen Ecken, sogar aus denen, wo immer Partys zu hören sind, wenn linke Meinungsmacher*Innen verstummen, weil sie durch Hass-Kampagnen an den Rand gedrängt worden. Ich höre, dass wir Hass und Hetze nicht Hass und Hetze nennen dürfen, wenn es sich bei dieser Hetze um Bibelzitate handelt und ich höre, dass wir niemals mit Gewalt antworten dürfen, auch wenn die Gegenseite ständig zur Gewalt aufruft und diese Gewalt auch anwendet! | mehr

15.06.2025: M wie Möglichkeiten – Mein Lebens-ABC

Als ich damals mit dem Bloggen begonnen habe, war es einfach nur Neugierde, die mich getrieben hat. Ich hatte in einem Papiermagazin von der Möglichkeit gelesen, im Internet eine Art von Tagebuch zu führen. Das war 2003 oder 2004. Es wurde auf ein gewisses Portal hingewiesen, dessen Namen ich leider schon vergessen habe, der aber sicher irgendwo hier im Blog noch zu finden ist und die Möglichkeit, dort zu schreiben, faszinierte mich sofort. Warum das damals so war, weiß ich gar nicht mehr so genau und die Inhalte, die ich damals produziert habe, existieren auch gar nicht mehr, auch wenn ich das ein oder andere Thema durchaus noch weiß. | mehr

26.02.2025: Brief an die SPD

Moin SPD, die vorgezogenen Neuwahlen für den Bundestag sind nun gelaufen. Viel habt ihr in den letzten Wochen und Monaten über die illegale Migration, über schnellere Abschiebungen und über mehr Überwachung der Bürger*Innen gesprochen. Ihr habt euch von der AfD, der CDU und der CSU treiben lassen, habt euch ein Thema aufdrängen lassen, welches gesellschaftlich gar nicht so wichtig gewesen wäre. Ihr hättet aber - wenn ihr das Thema dann schon aufgreift - dieses positiv besetzen können! Ihr hättet in Widerspruch zur AfD und der Union gehen können, wenn ihr aus der Krise eine Chance gemacht hättet. Schon vor einem Jahr habe ich dem damaligen Kanzler Olaf Scholz einen Brief geschrieben, in dem es um genau dieses Thema ging. | mehr

10.09.2024: Wie geht es dir?

„Wie geht es dir?“, fragt Maren Urner in ihrem Buch „Radikal emotional - Wie Gefühle Politik machen“. Es geht dabei nicht um diese floskelhafte Frage, die als netter Einstieg in ein Gespräch gewählt wird, sondern Maren Urner hätte gerne eine radikal ehrliche Antwort. Eine Antwort, die schwerfällt, weil wir dann auch radikal ehrlich mit uns selbst sein müssen und doch starte ich hier einen ersten Versuch, eine radikal ehrliche Antwort zu geben. Er wird unvollständig sein und er wird unbefriedigend sein, aber es wird nicht bei diesen einen Versuch bleiben, es wird weitere geben, die ich auch hier im Blog veröffentlichen werde. Und so frage ich mich, wie es mir gehen soll in einer Gesellschaft, in der es nicht mehr darum geht, dass alle Menschen ein besseres Leben haben? | mehr

08.09.2024: Das war irgendwie anders geplant!

Irgendwie war das Wochenende anders geplant! Ich hatte am Samstag eigentlich einen Auftrag und habe mich auf diesen auch vorbereitet, doch leider hatten mich Schmerzen im Griff, die ich davor immer mal für wenige Stunden hatte und die ich deswegen erfolgreich ignorieren konnte. Diesen Samstag war es aber anders. Ich konnte die Schmerzen zwar ein wenig unterdrücken, während ich eine ganze Stunde in der Badewanne verbrachte, kurz danach waren diese dann aber auch schon wieder da. Sie wollten diesmal also nicht verschwinden, was mir aber schon fast klar war, nachdem sie schon am Freitagabend aufgetaucht sind. Auch eine Schmerztablette half nicht weiter. Da ich noch ein wenig Zeit hatte, bevor ich zu meinem Auftrag aufbrechen musste, schaute ich kurz im Internet, ob am Samstag eine reguläre Arztpraxis geöffnet hat. | mehr

30.08.2024: Parteien und Wähler*Innen

„Meine Partei hat nur zu wenige Stimmen erhalten, um ihre Politik wirklich umsetzen zu können. Wählt uns also bitte weiterhin, vielleicht klappt es ja irgendwann mit der nötigen Mehrheit, damit wir eure und unsere Werte nicht mehr mit den Füßen treten müssen!“ Ja, ist ein wenig übertrieben, aber so ähnlich hört sich die Argumentation von Parteimitgliedern in den letzten Jahrzehnten immer wieder an, wenn sich Wähler*Innen von der eigenen Partei abwenden, weil die praktisch umgesetzte Politik mit den Werten der Wähler*Innen kollidiert. Natürlich glaubt von den Wählenden keiner, dass eine Partei, die keine absolute Mehrheit errungen hat, die vielleicht nur 20 Prozent der abgegebenen Wahlstimmen auf sich vereinen konnte, ihre eigene Politik zu 100 Prozent umsetzen kann. | mehr

30.07.2024: Was ist Respekt?

In letzter Zeit höre und lese ich öfter vom mangelnden Respekt der jüngeren Menschen. Mangelnder Respekt gegenüber Autoritätspersonen, mangelnder Respekt gegenüber älteren Menschen und so weiter und so fort. Respekt, das ist auch kein neues Thema hier im Blog. Es gibt ein paar Blogartikel, die dieses Thema zumindest streifen. Allerdings stellt sich mir in letzter Zeit dann doch häufiger die Frage, was eigentlich gemeint ist, wenn über fehlenden Respekt gesprochen oder geschrieben wird. Was hat Respekt zum Beispiel mit der Aussage gemein, dass eine jüngere Person als Kind wohl die ein oder andere Watsche hätte mehr bekommen müssen? Ist Respekt etwas Autoritäres, was mit Gewalt in die Köpfe von jungen Menschen gebracht werden muss? | mehr

05.06.2024: #EuropaundIch – Was ist Europa für mich?

Derzeit veranstalte ich auf einem anderen Blog ja die Blogparade #EuropaundIch, die am 07. Juni 2024 endet. Natürlich möchte auch ich die Frage beantworten, die ich in dieser Blogparade gestellt habe. Diese Antwort folgt jetzt in den folgenden Zeilen und wer von euch noch Lust und Zeit hat, darf natürlich auch noch bis zum 07. Juni an dieser Blogparade teilnehmen und einen Artikel schreiben. Frage: „Was ist Europa für dich?“ Europa ist für mich in erster Linie ein Raum von Möglichkeiten. Ein Raum, der die größten Freiheiten innerhalb Europas enthält, ist die EU, weswegen ich hoffe, dass noch viele Länder Europas den Weg in die EU finden werden. Ein einfaches Beispiel für diese Freiheiten ist mein Traum, einfach mal mit dem Fahrrad durch ganz Europa zu radeln. | mehr

02.03.2024: Gedankentanzen – Was würde ich machen?

„Angenommen, ihr würdet in einer Gesellschaft leben, wo eure Grundbedürfnisse gesichert und nicht von Lohnarbeit abhängig wären: Was würdet ihr machen?“, fragte Daniel Düsentrieb vor kurzem im Fediverse. Meine spontane Antwort war, dass diese Frage sehr schwierig zu beantworten ist, weil das Leben in ganz anderen Kategorien denkbar wäre und das ich darüber doch noch einmal nachdenken müsste. Das will ich hier nun tun und dazu auch etwas weiter ausholen. Es fällt mir tatsächlich schwer, mich in eine solche Gesellschaft hineinzudenken. Sie wäre so komplett anders, als die, die wir heute kennen, also zumindest in meinen Vorstellungen. Sie könnte aber auch komplett anders sein, als das, was ich mir vorstelle! | mehr

23.02.2024: #Blogparade – Schreiben über das Schreiben

„Schreiben über das Schreiben“ ist das Thema einer Blogparade, die Anna Koschinski auf ihrem Blog veranstaltet. Leute, eine Blogparade, die auch noch ein interessantes Thema hat und die ich nicht zwei Wochen nach dem Ende entdecke, da muss ich den Füller doch in die Hand nehmen, um einen Text für die Blogparade zu schreiben. Das fühlt sich ja fast wie früher an, also legen wir los! Den Füller? Ja, tatsächlich habe ich letztes Jahr wieder damit begonnen, meine längeren Texte zuerst per Hand, mit dem Füller, zu schreiben. Das habe ich - als ich damit begonnen habe, Texte in Blogs zu veröffentlichen, - so gemacht, bin dann irgendwann aber dazu übergegangen, die Texte direkt am Computer zu schreiben. Letztes Jahr ist mir aber bewusst geworden, dass das so für mich nicht richtig ist! | mehr

23.02.2024: Blogs im Aufwind?

„Blogs im Aufwind“ oder „Blog-Renaissance“ sind nur zwei der Überschriften, die ich in den letzten Tagen gelesen habe. Blogs scheinen wieder beliebter zu werden und das, nachdem im letzten Jahr der Bloggerclub den Verein aufgelöst hat. Eigentlich schade, denn so ein Verein hätte schon auch eine Lobbygruppe für Blogger sein können, aber es gab wohl zu wenig Menschen, die in so einem Verein mitmachen wollten. Oje, ich schweife schon wieder ab. Ich schreibe ja schon ewig in dieses Internet. Am Anfang waren es Foren und Chats, dann wurde ich 2004 auf Weblogs aufmerksam, also auf Blogs, so wie wir sie heute nennen. Es war ein Magazin, dass ich damals gelesen habe, welches auf diese Möglichkeit der Kommunikation hinwies und natürlich musste ich damals auch mitmachen. | mehr

22.02.2024: Gedankentanzen

Ein wenig ideenlos sitze ich da vor dem Bildschirm, vor dem Kommentar, den ich gerade gelesen habe. Eine Antwort auf meinen Kommentar, eine Antwort, die ich so auch erwartet hatte. Ja, die Blogszene ist auch nur ein Dorf und die Person, auf dessen Kommentar ich geantwortet hatte und die jetzt eben auf diesen Kommentar geantwortet hat, kenne ich noch von früher. Damals gab es durchaus spannende Diskussionen, oftmals auch mit konträren Meinungen, aber bis zu einem gewissen Zeitpunkt hat es Spaß gemacht. Irgendwann kippte es dann und die Antworten fühlten sich nur noch wie persönliche Angriffe an und dann war die Entscheidung nicht schwer, auf diese Diskussionen zu verzichten, auf Distanz zu der Person zu gehen. | mehr

12.02.2024: Anfangen

Nachdem ich hier im letzten Artikel über das Aufhören nachgedacht habe, muss jetzt noch ein Artikel über das Anfangen folgen. Nein, geplant habe ich das nicht, allerdings war auch der Artikel über das Aufhören nicht geplant, sondern entstand spontan beim Hören eines Podcasts. Wir erinnern uns, im Podcast ging es um eine Familie, die für ein Jahr nach Norwegen geht und ihr altes Leben hier in Deutschland zurücklässt. Mich ließ der Gedanke nicht los, dass das eigentlich kein Aufhören ist, weil die Familie hört ja nicht auf zu leben, sie fängt nur in Norwegen eine neue Phase ihres Lebens an. Damit möchte ich gar nicht sagen, dass die Familie nicht auch mit irgendwas aufhört, weil das macht sie ja. | mehr