Auf diesem Blog darf kommentiert und somit auch diskutiert und gestritten werden. Ihr dürft mir Widersprechen, könnt sagen, dass ihr etwas komplett anders seht, aber auch zustimmen und Aspekte ergänzen. Am Ende bin ich nur ein emotionaler Blob, der auf seine Gedanken und Texte auf all die Erfahrungen aufbaut, die er irgendwann im Leben mal gemacht hat. Dazu zählen natürlich auch gelesene Bücher, Blogs, gehörte Podcasts, Gelerntes, Vorträge und all das, was so ein neuronales Netzwerk – was das Gehirn ja ist – zu dem macht, was es ist. Das macht deutlich, dass mein Wissen begrenzt ist, das meine Erfahrungen nicht deine Erfahrungen sind, dass wir also Dinge aus unterschiedlichen Perspektiven, mit unterschiedlichen Emotionen und mit unterschiedlichen Erfahrungs-Netzwerken wahrnehmen und interpretieren. Und deswegen glaube ich, dass der Austausch wichtig ist, aber halt auch Leitplanken haben sollte. Deswegen freue ich mich über jeden Kommentar, bitte euch aber, folgendes zu beachten:
- Wir sind alle Menschen. Du, Ich, andere Kommentator*Innen! Menschen haben unterschiedliche Meinungen, über die diskutiert und gestritten werden kann. Es darf aber nie persönlich werden! Meinungen können angegriffen und mit Argumenten widerlegt werden, Menschen nicht! Bleibt respektvoll miteinander.
- Diskussionen sollen unser Leben bereichern, sollen als etwas Positives wahrgenommen werden und Spaß machen. Sie sollen Lust auf mehr machen, weil wir in einer Demokratie miteinander positive Streitgespräche führen müssen, die am Ende einen Mehrwert für alle haben. Lasst uns eine Diskussion immer so führen, dass wir am Ende mit Freude darüber nachdenken und vielleicht sogar mit Freude darüber schreiben und reden.
- Hier darf gegendert werden! Ich mache das Teilweise in meinen Beiträgen, auch wenn ich garantiert nicht perfekt bin, aber Sprache darf gerne so inklusiv wie möglich sein.
- Hier muss nicht gegendert werden! Wer nicht gendern möchte, muss das auch nicht tun. Ihr müsst auch nicht erklären, warum ihr es nicht tut. Eure Gedanken, eure Erfahrungen, eurer Input ist genauso wertvoll, auch wenn ihr nicht gendert.
- Rechtschreibung und Grammatik ist kein Grund, nicht mehr auf das eigentliche Thema einzugehen. Fehlerhafte Rechtschreibung und Grammatik sagt auch nichts darüber aus, ob ein Mensch qualifiziert genug ist, um an einer Diskussion teilzunehmen. Beides ist kein Grund, um Menschen abzuwerten und sie persönlich anzugreifen. Es ist okay nachzufragen, wenn sich durch die Fehler ein Zusammenhang nicht sofort erschließt, aber bleibt beim Thema, bleibt im Austausch von Argumenten und Meinungen. Fehlerhafte Rechtschreibung und Grammatik ist okay und sollte kein Grund sein, warum ein Mensch sich nicht mehr traut, an Diskussionen – die in Blogs halt meist schriftlich geführt werden – teilzunehmen.
- Bedenkt immer, dass wir alle emotionale Blobs1 sind. Emotionen können nicht nur passieren, sie passieren. Sagt also deutlich, wenn jemand zu Emotional war und damit Grenzen überschritten hat. Das ist nicht immer Absicht und es kann nur verändert werden, wenn wir offen sind und dem anderen Mitteilen, dass das nicht Okay war.
- Daraus folgt: Nehmt Kritik an. Zieht euch nicht sofort zurück, wenn wer anderes sagt, dass ihr eine Grenze überschritten habt. Lernt daraus, dann werden künftige Gespräche angenehmer. Und vor allem: Atmet vielleicht erst einmal durch, bevor ihr auf Kritik reagiert.
- Ich lese alle Kommentare, ich antworte aber nicht immer. Das ist nicht böse gemeint, aber ich habe nicht immer eine Antwort. Vielleicht ist ein Gedanke an der Stelle erst einmal ein Gedanke, der alleine stehen bleiben muss, ohne dass ich eine Antwort darauf geben kann oder will.
- Den „emotionalen Blob“ habe ich aus dem Buch „Radikal Emotional – Wie Gefühle Politik machen“ von Maren Urner ↩︎
