Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

Wir erinnern uns, vor ein paar Wochen wurde eine junge Frau umgebracht, die sich mit einer Chatbekanntschaft getroffen hat, welche sie ebenfalls für eine Frau hielt. Heut kam nun ein Bericht im RTL-Mittagsmagazin, bei welchem wieder einmal geschaut wurde, wie leicht sich Jugendliche im Chat darauf einlassen, fremde Menschen real zu treffen. Und ich bin echt schockiert, wie schnell die Mädels doch dazu bereit sind.

Kommen wir aber erst einmal zu den Chats allgemein. Diese sind ja erst einmal nichts Negatives, genauso wie das Internet nichts Negatives ist. In einem Chat kann man andere Leute kennenlernen, was für einige Menschen, die sich in der Realität nicht trauen jemanden anzusprechen, ja erst einmal Positiv ist. Man kann sich erst einmal verstecken, kann den anderen kennenlernen, ohne gleich mit Vorurteilen überhäuft zu werden. Und es hat ja auch schon viele positive Beispiele hervorgebracht, viele haben so schon den Partner fürs Leben gefunden, oder aber richtig gute Freunde, mit denen man dann auch einmal weggehen kann.

Aber es gibt natürlich auch die negative Seite. Hinter jedem Profil kann sich auch ein Mensch verstecken, der nichts Gutes im Sinn hat. Eventuell sogar jemand, der den Drang verspürt jemanden zu töten. Man sieht die Person ja nicht, der Körper kann einen keine Warnsignale schicken und deswegen sollte man auch nicht blauäugig an die ganze Sache herangehen.

Jugendliche sollten darüber aufgeklärt werden, was alles passieren kann. Dabei helfen aber nicht die schockierenden Reportagen, dabei hilft auch nicht die Verteuflung des Internets – es kann sich nur verbessern, wenn die Jugendlichen lernen richtig mit dem Internet umzugehen. Das Ganze sollte zu einem Schulfach werden, denn das Wegsperren vom Internet kann ja nicht die richtige Lösung sein.

Aber es betrifft ja nicht nur Jugendliche, die Frau aus der Einleitung war ja schon erwachsen, sie hätte es also besser wissen sollen. Das heißt jetzt nicht, dass man sich mit niemandem aus dem Internet treffen sollte, man sollte aber eben ein paar Regeln einhalten.

Das Wichtigste ist, dass man sich mit niemandem auf einen dunklen Parkplatz treffen sollte, der im Jahr vielleicht von drei Touristen gefunden wird, weil sie sich verfahren haben. Wenn ihr euch mit jemandem aus dem Chat treffen wollt, dann immer an einem belebten Ort, einem schönen Café vielleicht, es gibt doch keinen besseren Ort um sich persönlich kennenzulernen. Aber das ist noch nicht genug Absicherung! Nein, nehmt zum ersten Treffen noch eine Freundin mit oder einen guten Freund. Das könnt ihr der Person ja mitteilen, wenn sie euch wirklich kennenlernen will, dann wird sie auch nichts dagegen haben. Noch sicherer ist es, wenn ihr jemanden Bescheid gebt. Die Person sollte wissen, wo ihr euch trefft und wer die Person ist, mit der ihr euch trefft. Das Internet mag ja anonym sein, aber es gibt doch genügend Möglichkeiten die Person hinter einem Profil zu ermitteln.

Auch im Internet sollte man so mit Leuten umgehen, wenn man sie kennenlernt, wie man es auch im realen Leben machen würde. Würdet ihr hier einem fremden Menschen direkt eure gesamte Lebensgeschichte erzählen? Würdet ihr gleich über eure sexuellen Vorlieben reden, oder sagen, wo ihr wohnt? Oder noch direkter gefragt, würdet ihr mit dem Mann direkt in seiner Wohnung gehen? Wahrscheinlich nicht und genau so solltet ihr euch auch im Internet verhalten. Für ein nettes Gespräch im Chat braucht niemand wissen, wo man wohnt, oder welche geheimen Wünsche man hat. Das kann man dann auch noch später klären, wenn man die Person kennt, ihr vertraut und vielleicht sogar mit ihr in eine Beziehung startet.




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2 Comments

  1. Nadine (8 comments)
    11:11 on November 30th, 2010

    Da ist es ja wieder, das Thema meiner Bachelorarbeit 🙂
    Das Schlagwort hier lautet: Medienkompetenz. Die Menschen müssen zu einem kompetenten Umgang mit dem Medium Internet befähigt werden. Wissen was mögliche Gefahren sind und wie sie damit umgehen können. Offene Ohren und Blicke helfen auch im Internet weiter. 🙂

  2. pedjo (1 comments)
    12:51 on November 30th, 2010

    Wahre Worte ich denke das viele junge leute nihct darüber nachdenken was für gefahren im Internet lauern. Aber man kann auch nicht die chats verantwortlich machen, die Betreiber versuchen schon ihre PLattformen so sauber wie möglich zu halten, aber auch da gibt es Unterschiede, so gibt es die gewöhnlichen chats mit tausenden Räumen und man ist völlig anonym, dann gibt es andere chats so wie die neuen 3d chat clients, bei dnenen sich jeder User ein eigenes Profil anlegt und en gewisses mass an Informationen preis gibt. Desweiteren sollten auch die eltern hier zur verantwortung gezogen werden, denn wenn sie ihren Kindern zuhause das INternet zurverfügung stellen sollten sie sicher sein das ihre kleinen auch wissen damit umzugehen.

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