5 Dezember 2020

53 Prozent der Warn-App-Nutzer mit positivem Ergebnis teilen dieses in der App!

Screen von der Corona-Warn-App

Leute, ich muss euch sagen, dass ich gestern ziemlich geschockt war! Ich habe mir Mal wieder die Statistiken zur Corona-App angesehen und musste feststellen, dass die App immer noch nicht so weit verbreitet ist, wie sie sollte. Derzeit gibt es wohl rund 23,5 Millionen Downloads. Damit hätten gerade einmal 1/4 der in Deutschland lebenden Menschen die App installiert, aber selbst das stimmt nicht, weil von den Downloads ja noch nicht auf die aktive Nutzung geschlossen werden kann und wenn dann noch Menschen in der Zwischenzeit ein neues Smartphone gekauft haben und auf diesem die App neu installierten, dann fällt die Zahl noch einmal.

Aber das ist es gar nicht, was mich so geschockt hat, auch wenn es mich enttäuscht, weil die APP eigentlich die einzig wirkliche Möglichkeit ist, um Infektionsketten zu unterbrechen. Wir können uns zwar der Illusion hingeben, dass die Gesundheitsämter all den Menschen hinterhertelefonieren könnten, die mit einem infizierten Kontakt hatten, aber das ist unmöglich und bindet die Ressourcen, die für andere Tätigkeiten wichtig wären! Geschockt war ich davon, dass von den 174.998 potenziell teilbaren Testergebnissen, die im Zeitraum vom 01. September 2020 bis zum 02. Dezember 2020 verifiziert wurden und positiv waren, nur 95.340 (54 Prozent) tatsächlich geteilt wurden. 46 Prozent haben sich entschieden, die eventuellen Kontakte, die per App gesammelt wurden, nicht darüber zu informieren, dass sie ein positives Testergebnis hatten. 46 Prozent haben die Möglichkeit nicht genutzt, um eventuelle Infektionsketten zu durchbrechen und ich frage mich: warum?

Dass die App auf Freiwilligkeit basiert ist wichtig, sonst würden die Menschen diese ablehnen und gar nicht nutzen, aber wenn ich die App nutze, warum informiere ich dann nicht die Menschen, die ich eventuell angesteckt habe? Das passiert ja anonym, es weiß also keiner, wer da positiv getestet wurde. Es bestünde für diesen Menschen aber die Chance, sich selbst in Quarantäne zu begeben, sich testen zu lassen und damit Infektionsketten zu beenden.

Ist es die Angst vor einer drohenden Stigmatisierung? Wenn ja, ist es nicht traurig, dass wir in unserer modernen Gesellschaft noch Angst davor haben müssen? Es ist ein Virus, den kann jeder bekommen, egal wie vorsichtig er oder sie ist! Deswegen ist es wichtig, damit offen umzugehen, denn eine verschwiegene Infektion bringt niemanden weiter und kann am Ende sogar dazu führen, dass da draußen Menschen unnötig sterben! Wenn 46 Prozent ihre positiven Ergebnisse nicht teilen, dann werden die Zahlen nicht sinken, dann werden die noch weiter explodieren und unsere Freiheiten werden weiter eingeschränkt bleiben, bis eine gewisse Impfquote erreicht wurde, wollen wir das wirklich?

Wenn ich dann heute auf Twitter beim Spreeblick noch lese, dass sich einige Labore die Freiheit herausnehmen und eigenständige entscheiden, keinen Code für die Warn-App zu generieren, weil sie diese für nicht sinnvoll halten, dann werde ich tatsächlich richtig sauer. So wird das nichts! So werden wir in eine Situation kommen, wo die Ärzt*innen entscheiden müssen, welche Patienten Leben dürfen und welche nicht! Wollen wir da wirklich hinkommen, ist das wirklich weniger schlimm, als eine unsichere Bluetooth-Schnittstelle oder die Angst, dass der Datenschutz nicht gegeben ist?

12 Oktober 2020

Könnt ihr mir einen Gefallen tun?

Screen von der Corona-Warn-App

Leute, tut ihr mir einen Gefallen und installiert die Corona-App? Ja, ich hatte am Anfang auch bedenken, weil Bluetooth nicht die sicherste Schnittstelle ist, habe mich aber dann doch entschieden die App zu installieren, weil ich als Selbstständiger mit vielen verschiedenen Menschen in Kontakt komme. Wenn ich als Promoter unterwegs bin, um zum Beispiel mit Rädern mit Werbebanner-Anhänger durch die Gegend zu fahren, dann ist die Nachverfolgung meiner Kontakte sehr schwer. Eigentlich ist sie unmöglich. Die App ist der einzige Weg, um eine ernsthafte Nachverfolgung der Kontakte zu ermöglichen. Listen in Restaurants oder bei Veranstaltungen bringen nicht wirklich viel, schon allein wegen der Angst vieler Menschen, dass die Daten für andere Dinge missbraucht werden, bei der App besteht die Gefahr nicht!

Klar, es bleibt weiterhin der Punkt, dass die verwendete Schnittstelle nicht die sicherste ist, aber in der Pandemie müssen wir abwägen. Was ist wichtiger? Die Gesundheit und das Leben von Menschen oder eine abgeschaltete Bluetooth-Schnittstelle? Vielleicht kann auch ein Mittelweg gegangen werden, wenn nämlich ein zweites Smartphone für die Corona-App genutzt wird, auf dem keine sensiblen Daten drauf sind, wenn denn wirklich wer über Bluetooth das Smartphone knackt. Ich meine jetzt nicht, dass dafür extra ein neues Smartphone gekauft werden soll, sondern vielleicht liegt noch ein gebrauchtes irgendwo in der Schublade, welches für die Corona-App geeignet ist. Wenn dort dann nur die Corona-App läuft und nichts anderes, wäre ein Angriff auf das Smartphone nicht wirklich mit einem großen Schaden verbunden.

Also Leute, tut mir den Gefallen und installiert die App! Je mehr Menschen sie nutzen, desto besser wird die Nachverfolgung und um so mehr Freiheiten können in dieser Pandemie erhalten bleiben.

Hier noch ein kleines Update von einem anderen Blog. Der Johnny Haeusler vom Spreeblog schreibt gerade ein Quarantäne-Tagebuch und das sie so schnell reagieren und damit wohl auch verhindern konnten, dass sie viele andere anstecken, liegt an der Corona-App. Also ein praktisches Beispiel, warum die App so wichtig ist!

Bild GofundMe-Kampagne