Abschiedsbrief

Nach 17 Jahren Ehe darf eben diese auch einmal kriseln. Eine solche Krise kann man ab und an bewältigen, oft führt sie aber zur Trennung. Ich glaube, für unsere Beziehung gilt das Zweite, denn All das, was du mir bei unserem letzten Gespräch an den Kopf geknallt hast, hat das Vertrauen vollkommen zerstört. Eine Ehe ohne Vertrauen ist aber keine Ehe und deswegen ist es wohl an der Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen. Vielleicht war ich vor 17 Jahren noch zu naiv und zu jung, als ich mich an dich gebunden habe. Vielleicht ist es auch falsch gewesen, dass du bisher meine erste und einzige Beziehung warst, weswegen ich gar nicht wusste, ob du wirklich die Richtige für mich bist. Ich habe nicht geprüft, ich habe mich sofort in das Abenteuer mit dir gestürzt. | mehr

Berliner Volksbank, Mischkalkulation und ich (das kleine Arschloch der Nation)

Ich hatte heute auf Twitter eine Diskussion mit einem Mitarbeiter der Berliner Volksbank. Anlass war – mal wieder – die asoziale Gebührenstruktur der Volksbank. Menschen, die eh schon ein geringes Einkommen von unter 1.250,- Euro haben, dürfen, wenn sie kein Mitglied der Berliner Volksbank sind, ab nächstes Jahr 6,- Euro pro Monat für ihr Girokonto bezahlen. Menschen mit mehr Einkommen zahlen 2,- Euro, wenn sie kein Mitglied sind. Sind sie Mitglied, dann zahlen sie mit geringen Einkommen 4,- Euro oder mit höheren Einkommen 0,- Euro. Ich habe überhaupt nichts dagegen für mein Girokonto eine Gebühr zu bezahlen, nur wenn eine Dienstleistung 6,- Euro kostet, dann kostet sie für alle 6,- Euro und nicht nur für Menschen, die eh schon wenig Geld haben. | mehr

Die eigene Meinung und die fiktiven Mehrheiten

Nachdem die CDU/CSU knapp 42 Prozent der Stimmen bekommen hat – sie aber keiner gewählt haben will – geht es jetzt fleißig daran, irgendwelche fiktiven Mehrheiten zu basteln. Ich rede da jetzt nicht von den Mehrheiten, die durch eine Koalition entstehen, sondern von den fiktiven Mehrheiten der Wähler, die irgendeine Koalition präferieren sollen. Dem Wählerwillen also, vom dem einige behaupten, dass der ganz klar für eine Schwarz-Rote Koalition ist, obwohl die Union-Wähler eigentlich eine Schwarz-Gelbe Regierung haben wollten. Andere behaupten, der Wähler hat sich klar für Rot-Rot-Grün entschieden und noch andere sind so dreist und behaupten, dass die Mehrzahl der Wähler keine linke Politik will. Ich könnte mir auch Mehrheiten konstruieren, wenn ich wollte. | mehr

Meinungen

Ich habe vorhin irgendwo das Kinderlied mit den Elefanten und den Bäumen gehört. Also konkret geht es um die Größe, die Bäume haben müssen, damit Elefanten darunter spazieren gehen können, ohne sich zu stoßen. Ich würde fast behaupten, dass das inzwischen sicher auch als Ballermann-Hit gespielt wird. Aber egal, darum geht es nicht. Es geht um einen anderen Gedankengang, den ich durch dieses Lied bekommen habe. Es geht um Meinungen und darum, was das für Meinungen sein müssen, an die sich keiner stößt, durch die keine Reibungen entstehen, durch die keinem wehgetan wird. Kann es solche Meinungen überhaupt geben? Ich glaube nicht! Wäre es nicht auch traurig, wenn jeder die gleiche Meinung hätte? Von der Langeweile einmal abgesehen, die dadurch aufkommen würde. | mehr

Was würde ich tun, wenn ich im Lotto gewinne?

Was würde ich tun, wenn ich im Lotto gewinne? Eine interessante Frage, die ich mir immer mal wieder stelle, wobei ich erwähnen muss, dass ich gar kein Lotto spiele. Ich habe nichts gegen Lotto, denn jeder soll seinen kleinen Traum leben, und wenn der Traum eben ist, dass man irgendwann mal im Lotto gewinnt, dann ist das vollkommen okay. Ich selbst halte aber nichts davon. Die Chancen zu gewinnen sind ziemlich gering und so steigen die Chancen, dass man in seinem Leben eine ganze Menge Geld verliert, welches man anders hätte einsetzen können. Auf der anderen Seite muss natürlich auch erwähnt werden, dass mit den Lottoeinnahmen, die der Staat erzielt, ja auch eine Menge Gutes getan wird. Auch deswegen habe ich nichts gegen Lotto und das Lottospielen. | mehr

Verdammt bin ich Irre

Ich glaube ja, ich bin verrückt. Jedenfalls kommt mir das so vor, nachdem meine Phantasie sich gerade wieder in ein Jugendbuch wünscht, welches ich eben zu Ende gelesen habe. Mein Gehirn will nicht nur lesen, es will live dabei sein – schon irgendwie schlimm! Aber das wäre ja eigentlich auch noch kein Problem, wenn ich für das Mädel im Buch nicht irgendwie „Gefühle“ hätte. Soll nicht bedeuten, dass ich mich in die Protagonistin verliebt hätte, aber ich möchte sie kennenlernen. Viel schlimmer, ich möchte sie beschützen, obwohl, nach allem was ich von ihr gelesen habe, dieser Gedanke lächerlich ist, denn sie hat selbst gelernt sich zu beschützen und ich würde wohl nach zwei Handgriffen von ihr auf dem Boden liegen. Sie würde also eher mich beschützen und nicht ich sie. | mehr

Mobbing in Schulen und meine Gedanken zu Robert Bs. Artikel

Seit einigen Tagen geht das Thema Mobbing durch die Blogszene. Ausgelöst wurde es durch einen Blogeintrag von Robert Basic, der in seinem Artikel zugibt, früher ein Arschloch gewesen zu sein. Ich überlege seit Tagen, ob ich zu diesem Thema auch einen Blogeintrag schreibe, oder ob ich es lieber sein lasse. Auf der einen Seite möchte ich dem Schüler Basic einen richtig fiesen Artikel an den Hals schreiben, auf der anderen Seite kenne ich den Erwachsenen Robert und ich glaube ihm, dass er in den letzten Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten, über sein damaliges Handeln reflektiert-, und daraus die richtigen Schlüsse gezogen hat. Das bedeutet, ich kann den heutigen Robert nicht Arschloch nennen, nur weil er damals ein Arschloch war. Das scheinen einige im Netz anders zu sehen. | mehr

In Berlin steht ein Barbiehaus…

In Berlin steht ein Barbiehaus, doch Barbiehäuser müssen raus, damit in dieser schönen Stadt, der Kaufrausch keine Chancen hat. Skandal, Skandal um Barbie.... Fiel mir gerade so ein, weil in Berlin tatsächlich ein Barbiehaus steht und weil einige Frauen der Meinung sind, dass sie gegen die Eröffnung von eben diesem Barbiehaus protestieren müssen. Es geht natürlich nicht um den Kaufrausch, sondern um die Rollenbilder, die dieses Traumhaus vermitteln soll, jedenfalls in den Augen der AktivistInnen. Ich habe nichts gegen Protest, ich habe auch nichts gegen eine Meinungsäußerung, aber was die AktivistInnen erreichen wollen, ist doch viel mehr. Sie wollen, dass das Traumhaus nicht eröffnet wird, damit auch die Menschen nicht dort hingehen, die das durchaus interessiert. | mehr

Noch mal Sexismus, Rollenbilder und zwei Fragen…

Mir lässt das Thema „Sexismus“ immer noch keine Ruhe. Ich habe mich durch weitere Blogeinträge gelesen und oft konnte man dort von Opfern lesen, die zu Mittätern gemacht wurden. Opfer dürfen aber NIEMALS zu Mittätern gemacht werden. Eine Frau, die vergewaltigt wurde, wollte das nicht, ihr wurde unrecht getan und nicht dem Mann, der sie vergewaltigt hat. Eine Frau, die geschlagen wurde, ist auch nicht schuld daran. Sie wurde geschlagen und nicht der Täter, der sie geschlagen hat. Die Gesellschaft muss sich mit den Opfern solidarisieren, nicht mit den Tätern! Das musste ich jetzt erst einmal sagen, denn ich finde es grauenvoll, dass das immer noch nicht der Fall ist. Meine eigentliche Frage in diesem Artikel geht aber an die Väter da draußen. | mehr

Was ist Sexismus?

Die Frage geht mir seit gestern durch den Kopf, wobei die Frage noch ziemlich falsch ist. Genauer müsste sie heißen: „Ab wann fängt Sexismus an?“. Die erste Frage sollte noch ziemlich einfach zu beantworten sein, denn alles, was eine Frau zu einem Objekt minimiert, ist Sexismus. Ich habe mir Gestern auch den Artikel in der Wikipedia darüber durchgelesen und blieb dann mit der Frage zurück, ob Sexismus schon dann anfängt, wenn man eine Frau „Frau“ nennt. Das ist eindeutig schon eine Klassifizierung nach dem Geschlecht und wäre, wenn man dem Wiki-Artikel glauben schenkt, schon Sexismus. Und, nachdem ich darüber geschlafen habe, bin ich zum Entschluss gekommen, dass das Sagen des Wortes durchaus schon Sexismus sein kann, nämlich dann, wenn der Mann dieses Wort mit einem bestimmten Rollenbild verbindet. | mehr

Das Handy aus Kanada in Moldawien

Habe ich eigentlich schon einmal erwähnt, dass fast alle meine Träume das Zeug zum Bestseller haben? Nein? Dann tue ich es jetzt. Heute Nacht hatte ich wieder so einen Traum, wobei es eigentlich immer nur Kurzgeschichten sind, also offener Anfang und so. Aber egal, hier der Traum von heute Nacht: Aus irgendeinen Grund befand ich mich in Moldawien und zwar als Ermittler. Ich war gerade dabei eine Mordserie aufzuklären, als ich in einem alten Schulgebäude ein Handy fand. Als ich dieses Handy betrachtete, fing es plötzlich an zu klingeln und auf der anderen Seite war eine Frau aus Hamburg dran. Es entwickelte sich ein kleines Gespräch, an dessen Ende sich herausstellte, dass das Handy eigentlich nach Kanada gehört, denn dort lebt die Mutter der Frau, und dieser gehörte das Handy. | mehr

Dies ist ein sinnloser Text! Ist dies ein sinnloser Text?

Ab und an soll man einfach drauf losschreiben, den Gedanken freien Lauf lassen, auch wenn es erst einmal keine wirklichen Zusammenhänge gibt. Auch in meinem Blog hier habe ich solche Texte schon veröffentlicht, auch wenn ich nicht genau weiß, wie ich diese Texte gestartet habe. Dieser Text ist wieder so ein Text. Ich weiß, dass ich etwas schreiben möchte. Doch ich weiß nicht, was da aus mir heraus will. Was ich weiß, es geht um die Zukunft, nicht um die Vergangenheit und es geht um die Gesellschaft, in welcher wir Leben und in welcher wir in Zukunft leben werden. Es lässt sich beobachten, dass immer mehr Arbeit, die früher durch Menschen ausgeführt wurde, heute von Maschinen ausgeführt wird. Diese Maschinen werden immer schlauer, sie können immer mehr Aufgaben übernehmen und verdrängen dadurch immer mehr Menschen aus ihrer Arbeit. | mehr

Erinnerungen durch Erinnerungen durch Erinnerungen…

Ist es mit 29 Jahren eigentlich noch zu früh, Erinnerungen aufzuschreiben? Oder ist man dafür nie zu jung? Gestern war ich mit den Kindern meiner Schwester auf einen Wasserspielplatz. Auch in meiner Kindheit konnte man dort schon mit Wasser spielen, allerdings war es damals noch ein Planschbecken und kein Spielplatz. Das Wasser war tief genug, um dort mit dem ganzen Körper drin liegen zu können – mit dem Körper eines Fünfjährigen wohlgemerkt. Dort habe ich mir auch meinen ersten Sonnenbrand geholt, damals in der DDR. Neben dieser Plansche lag mein Kindergarten und meine Kinderkrippe. Das war praktisch, denn so konnten wir im Sommer direkt dort hingehen, wenn wir denn mal dort hingegangen sind. Meistens gab es einfach im Sandkasten vom Kindergarten eine Abkühlung mit dem Gartenschlauch. | mehr

Parteien müssten verboten werden!

Nein, nicht weil Parteien an sich etwas Schlechtes sind, sondern weil aus Parteien etwas geworden ist, was sich gegen unsere Demokratie stellt. Gesetze müssen sich heute keine Mehrheiten mehr suchen, sondern es werden Gesetze für Mehrheiten gemacht – viele Politiker kennen sich nicht einmal mit den Gesetzen aus, die sie fünf Minuten vorher verabschiedet haben. So sieht Demokratie nicht aus, so funktioniert Diktatur und das ist etwas, was wir doch eigentlich gar nicht haben wollen. Lobbyisten schreiben Gesetze für ihre Lobby, nicht für die Bevölkerung!   Das ganze Problem fängt doch schon bei der Entstehung neuer Gesetze an. Es heißt zwar immer, dass man externe Experten benötigt, um die Gesetze zu schreiben. Aber wer sind denn diese externen Experten? | mehr