Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

Ich habe ja ab und an mal ein paar „verrückte“ Ideen, so auch letztens, als ich mir gedacht habe, dass ich aus einer Flasche 1337-Mate eigentlich auch Eis machen könnte. Ist erst mal noch nicht verrückt, aber ich wollte kein Wassereis daraus machen, sondern Sahneeis. Und weil ich Ideen meist nicht nur bei Ideen belasse, habe ich natürlich sofort versucht, diese Idee auch umzusetzen.

Als Erstes begab ich mich auf die Suche nach einem Grundrezept für Eis, und wurde da auch ziemlich schnell fündig. Ein wenig Sahne, 3 Eigelb und Zucker, und schon ist die Grundmasse fertig. Dazu dachte ich mir, kippe ich dann einfach mal eine Flasche 1337-Mate und lass das Ganze dann gefrieren.

1337-Mate-Eis

1337-Mate-Eis

Dass das Ganze natürlich nicht so einfach ist, wie ich mir das vorgestellt habe, kann sich wahrscheinlich jeder denken. Zum einen hat sich die Masse, weil sie nicht regelmäßig gerührt wurde, in zwei Schichten geteilt und zum anderen schmeckte das Ergebnis auch leider nicht nach Mate. Eigentlich schmeckte es nur nach Zucker, der in die Sahne gefallen ist, was schon irgendwie enttäuschend war.

Mein erster Versuch ist also schief gegangen, aber kein guter Erfinder gibt nach dem ersten Fehlschlag auf, und so habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, wie ich doch noch zu meinem Mateeis komme. Zum einen darf ich kein Mategetränk nehmen, weil der Geschmack wohl immer untergehen wird und zum Zweiten brauche ich noch ein besseres Grundrezept für Eis ;-). Beim nächsten Versuch werde ich mir wohl bei MetaMate Berlin ein wenig gehackte Mate kaufen, um diese dann direkt aufzubrühen, bevor ich das Eis ansetze. Der Geschmack ist dann, so hoffe ich, intensiver, als wenn ich dafür 1337-Mate nehme.

Leider habe ich für diesen ersten Versuch eine ganze Flasche 1337-Mate verschwendet, die ich, im nachhinein betrachtet, lieber getrunken hätte.

Vor einigen Wochen schrieb ich auf Twitter, dass ich wieder mehr Club-Mate trinken müsse, weil ich einfach zu viel Tee trinke. Daraufhin bekam ich von @MetaMateBerlin die Einladung, doch einmal richtige Mate zu testen. Dieser Einladung bin ich gerne nachgekommen und hier möchte ich kurz über den Besuch berichten.

Es war Freitagnachmittag, als ich mich auf dem Weg zum Mate-Laden machte. Davor hatte ich noch kurz nachgefragt, wie lange der Laden denn aufhätte und bekam als Antwort, dass dies bis mindestens 18 Uhr der Fall sein würde. Da ich den Besuch mit einem Sparziergang verband, schaffte ich es gerade so bis 18 Uhr im Laden zu sein, noch bevor Berlin von einem kleinen Regenguss heimgesucht wurde.

Nach dem ich kurz in die falsche Richtung gelaufen bin, weil ich mir die falsche Hausnummer notiert hatte, fand ich das Geschäft dann auch in einem Altbau im Prenzlauer Berg, ganz in der nähe vom Kollwitzplatz, wo sich auch der Bücherbaum befindet. Wer also den Bücherbaum besucht, um sich ein neues Buch zu suchen, kann auch einmal im Laden von Meta Mate vorbeischauen.

Im Laden empfing mich dann auch der Ladenbesitzer, mit dem ich getwittert hatte und der gleichzeitig auch Mitglied der Piraten ist, für die er im Prenzlauer Berg als Direktkandidat antritt. Bevor er mit mir die verschiedenen „Mate-Sorten“ verkostete, zeigte er mir erst einmal den Keller, in dem es angenehm kühl ist, zumindest im Sommer, und der auch sehr bequem eingerichtet ist. Wer also im Sommer einen Platz zum lernen sucht, hat im Meta Mate Laden einen erfolgsversprechenden Anlaufpunkt, auch wenn ihr mit dem Ladenbesitzer natürlich verhandeln müsst, ob ihr dort lernen dürft. Lernen passt übrigens zu Mate, warum, erkläre ich euch später.

Zurück aus dem Keller, zeigte mir der Ladenbesitzer, dessen Namen ich leider vergessen habe, da mein Namensgedächtnis einfach nur mies ist, noch die anderen Produkte im Laden. Zum Beispiel das Mier, ein Bier, welches mit Mate angereichert ist. Da ich keinen Alkohol trinke, habe ich meiner Mutter eine Flasche mitgebracht, und die hat das Mier für gut befunden – sie hat mich sogar beauftragt noch mehr zu kaufen, aber das ist ein anderes Thema. Außerdem gab es noch Mate-Schokolade und natürlich noch andere Mate-Getränke. Sogar Mate-Kosmetik gibt es dort zu kaufen, also für alle etwas dabei ;-).

Danach fingen wir dann mit der Verkostung an. Die wollten wir eigentlich draußen durchführen, doch bevor wir anfangen konnten, kam der oben erwähnte Regenschauer vorbei und trieb uns zurück in den Laden. Dort kam ich dann aber dazu, drei verschiedene Mate-Sorten zu probieren, wobei der Unterschied in der Frische und der Trocknung bestand.

Verkostung bei Meta Mate Berlin

Kurz vor dem Regenschauer

Als Erstes probierte ich die normale Mate, die auch in der Club-Mate zu finden ist. Die fand ich ziemlich Milde, zu milde für meinen Geschmack. Diese Mate ist übrigens von der Frische her die Älteste. Fragt mich bitte nicht nach den Namen der verschiedenen Mate-Sorten, die hätte ich mir nämlich aufschreiben müssen, wenn ich dir hier noch hätte wiedergeben wollen.

Die zweite Mate wurde aus frischen Mateblättern hergestellt, die auch einen kräftigeren Geschmack hatten. Diese Mate, die ich übrigens bewusst nicht Tee nenne, war genau nach meinem Geschmack, wobei ich kein Geschmacksexperte bin und diese auch nicht wirklich beschreiben kann. Sie schmeckt einfach verdammt gut und darauf kommt es ja an, wenn man etwas trinkt. Und nein, mit Club-Mate ist das ganze natürlich nicht zu vergleichen.

Variante 1 der Mate

Im Glas befindet sich die 1 Variante der Mate

Die dritte Mate unterschied sich von der Zweiten wohl nur in der Art, wie sie verarbeitet wird, was den Geschmack aber doch merklich verändert. Der Geschmack wurde dadurch rauchig, und wenn ich rauchig schreibe, dann meine ich auch rauchig. Er erinnerte mich an ein Lagerfeuer, welches ja auch eine Art Geschmack im Mund verursacht. Insgesamt gefiel mir diese Sorte am besten, war mir dann aber doch zu intensiv, weswegen als Favorit die zweite Sorte übrigblieb. Von der rauchigen Variante durfte ich dann auch noch eine Zweite versuchen, die sich nur durch die unterschiedliche „Hackung“ unterschied. Diese Variante war etwas milder und könnte, mit etwas Gewöhnung, zu meinem Stammgetränk werden.

Frische Mate

Meine Lieblingsvariante der Mate.

Während der Verkostung erzählte mir der Ladenbesitzer noch ein wenig was über die Geschichte der Mate. Und hier sind wir zurück beim Lernen. Denn im Heimatland der Mate wird das Getränk zum Erfahrungsaustausch benutzt. Die Mate, die mehrmals aufgekippt werden kann, wird dort nämlich im Kreis rumgereicht und der, der die Mate hat, genießt sein Getränk und hört dem zu, der gerade keine Mate in der Hand hat. Aber auch für Lernende ist das praktisch, die nämlich, während sie die Mate genießen, eine kleine Pause vom Lernstoff nehmen und darüber nachdenken können. Was übrigens im Laden auch möglich ist, da ihr euch dort mit eurer Mate, euren Gedanken und allem, was ihr so mitbringt, solange aufhalten dürft, wie ihr wollt.

Für mich hat sich der Ausflug gelohnt. Nicht nur, weil ich ein wenig was über das gelernt habe, was ich regelmäßig trinke, sondern weil es spaß gemacht hat. Wäre der Laden nicht soweit von mir entfernt, würde ich mich dort wahrscheinlich täglich aufhalten. So wird es aber immer mal wieder Ziel eines Ausflugs werden, wenn ich wieder Lust auf eine richtige Mate habe.