17 September 2010

Frauenquote in Vorständen von Unternehmen

Gerade habe ich einen Artikel auf kurier.at gelesen. Es geht um die Frauenquote in Vorständen von Unternehmen und darum, dass die EU Notfalls auch eine Gesetzliche Quote einführen möchte, wenn die Unternehmen die Frauenquote nicht selbstständig erhöhen.

Ich bin ein Gegner solcher gesetzlichen Regelungen. Nicht weil ich den Frauen die Sitze im Vorstand nicht gönne, ganz im Gegenteil. Nein, wenn es eine gesetzliche Regelung gibt, dann werden die Frauen im Vorstand nicht mehr ernst genommen. Dann heißt es nur noch das die Frau nur durch die Quotenregelung in den Vorstand gekommen ist und nicht durch ihre Qualifikation, es findet also eine Abwertung dieser Positionen statt. Eine Abwertung die in den meisten Fällen nicht gerechtfertigt ist, da die Frauen eben doch durch ihre Qualifikation überzeugen konnten und nicht durch die Quote an diesen Posten gekommen sind.

Für mich ist eine Frauenquote der Schritt in eine Falsche Richtung. Ihn zu gehen bedeutet, die Arbeit der Frauen abzuwerten. Eine Stelle sollte immer nach Qualifikation besetzt werden. Hier braucht es einen Wettkampf zwischen Mann und Frau, zwischen Mann und Mann und zwischen Frau und Frau. Eine Stelle, welche mit einer Frau besetzt wird die weniger Qualifiziert ist als ein Mann, der aber wegen der Quote nicht berücksichtigt werden kann, ist auch keine Fair besetzte Stelle. Ebenso ist eine Stelle die mit einen Mann besetzt ist, obwohl es viel besser qualifizierte Frauen gibt, keine Stelle auf die man Stolz sein muss.

Das zur Zeit noch Männer bevorzugt werden ist traurig, aber das sollte für die Frauen nur ein Anreiz sein noch mehr zu kämpfen und noch mehr zu zeigen, dass sie die Bessere ist und sie sie diese Position begleiten sollte und eben nicht der Mann.

2 August 2010

Prämie für Fachkräfte aus dem Ausland

In letzter Zeit wird ja wieder einmal der Fachkräftemangel in Deutschland angesprochen und das wir, bzw. die Wirtschaftsunternehmen diese Fachkräfte ja mit eine Prämie nach Deutschland locken könnten. Doch ist das nicht ein wenig weit hergeholt, wenn wir doch hier in Deutschland genügend Menschen haben, die ohne Arbeit dastehen?

Stipendien statt Prämien

Sicher kann man kurzfristig so die Fachkräfte ersetzen welche der Wirtschaft derzeit fehlen. Aber es ist ja kein neues Problem und wenn ich mir überlege, dass es dieses Problem schon vor vier, fünf, sechs Jahren gab, frage ich mich doch, warum wurde von der Wirtschaft hier nicht ein wenig was investiert? Man hätte Schulabgänger oder Junge Menschen durch Stipendien locken und zum Studieren bewegen können. Man kann dies immer noch tun, denn viele der Schüler aus einem Elternhaus, welches kaum finanzielle Sicherheiten besitzt, überlegen sich zweimal ob sie Studieren gehen oder lieber gleich in eine Ausbildung gehen um schnell auf eigenen Beinen zu stehen und die Eltern finanziell zu entlasten, bzw. zu unterstützen. Wenn die Wirtschaft diese jungen Menschen unterstützen würde, indem sie ihnen finanzielle Anreize bieten um ihr Abitur zu machen und dann zu studieren, würde sich das wahrscheinlich schlagartig ändern. Viele würden dann auch viel motivierter zur Schule gehen und ihr Abitur machen, weil sie wissen, dass sie eine Zukunft haben.
Die Wirtschaft würde sich damit einen gefallen tun. Sie könnten das Potential nutzen, welches hier in Deutschland ausgebildet wird und viel zu oft verloren geht, weil einfach der finanzielle Hintergrund (ich wollte schon Background schreiben 😉 ) im Elternhaus fehlt.

Zusammenarbeit mit den Arbeitsämtern

Auch in der Zusammenarbeit mit den Arbeitsämtern könnte man Fachkräfte schaffen. Viele Millionen von Euro werden in sinnlose Beschäftigungsmaßnahmen gesteckt, ohne das man dadurch wirklich einen Nutzen für die Arbeitslosen schafft. Wenn die Wirtschaft hier aber mit den Arbeitsämtern zusammenarbeiten würde und hier potentielle Fachkräfte fördert, könnte auch dadurch ein Fachkräftemangel behoben werden. Es gibt ja nicht umsonst den zweiten Bildungsweg auf welchen auch Erwachsene ihr Abitur nachholen können und dadurch zum Studium qualifiziert werden. Dieser zweite Bildungsweg kostet aber Geld und zwar nicht nur für den Staat, sondern auch für die Person, welche diesen Schritt geht. Dieses Geld fehlt aber den meisten, weswegen sie sich nicht trauen den Weg zu gehen. Es fehlt also meist nur das Geld, nicht unbedingt die Begabung und auch nicht der Wille etwas zu erreichen. Und hier müsste die Wirtschaft einspringen, indem sie Stipendien vergibt. Deutschland wäre damit auf jeden Fall geholfen. Arbeitslosen, bzw. Schülern wird eine neue Perspektive gegeben und der Fachkräftemangel wird irgendwann nicht mehr vorhanden sein.

Deutschland sollte das Potential, was es zur Zeit in Arbeitsämtern und in Schulklassen schlummern lässt, endlich nutzen und nicht immer im Ausland nach Fachkräften suchen. Sicher besteht der Mangel derzeit, aber wie man sieht besteht er schon mehrere Jahre und es wurde nichts geändert, warum eigentlich?

7 Juli 2010

Nicht dein Geld, unser Geld!

In letzter Zeit wird mir immer mehr bewusst das nicht wir entscheiden wofür wir unserer Geld ausgeben, welches wir mit täglicher, harter Arbeit verdienen, sondern die Politiker tun das. Hierbei sind jetzt nicht mal die Steuern gemeint, die jeder von seinem Lohn zahlt, sondern die ganzen anderen Gebühren, die einfach mal so von den Politikern beschlossen werden und die der Bürger dann bezahlen muss, ob er will oder nicht.

Die GEZ zum Beispiel. Sicher wollen wir alle einen öffentliche-rechtlichen Sender der uns, unabhängig von irgendwelchen Institutionen und unabhängig von der Wirtschaft, mit Informationen versorgt und sicher ist auch jeder bereit dafür zu bezahlen. Nur die höhe ist doch schon nicht mehr schön. Die Politik beschließt einfach was gebraucht wird und der Bürger muss es zahlen. Er muss dann eben bei etwas anderen sparen, wäre doch noch schöner wenn der Bürger selbst entscheiden könnte, wofür er sein Geld ausgibt.

Muss eine Grundversorgung wirklich mehr als 10 Euro im Monat kosten? Brauchen wir so viele Sender, die mit den Geldern finanziert werden? Ist es wirklich notwendig? Ich glaube nicht, aber der Bürger hat hier nur brav zu zahlen und nicht zu fragen, ob es wirklich so viel sein muss. Das entscheiden ja die Leute, die eh genug Geld haben und bei denen das gar nicht auffällt.

Nächstes Beispiel ist jetzt die Gesundheitsreform. Die gesetzlichen Krankenkassen sind ein muss für jeden Arbeitnehmer. Er kann nicht entscheiden ob er eine Krankenversicherung möchte, oder nicht. Mag erst mal nichts schlechtes sein und bringt ja auch viele Vorteile. Aber warum muss der Versicherte bitte jetzt auch noch weiteres Geld von seinem Gehalt dafür abgeben? Warum muss man, wenn man eh schon kaum weiß wie man überleben soll, auch noch weitere acht Euro an die Krankenkassen überweisen? Eben weil die Politik das Geld für einen ausgibt, man soll doch nicht zu viel Geld haben über das man selbst entscheiden kann. Wer braucht schon Brot, es geht auch mal eine Woche ohne Essen, wenigstens die 150 verschiedenen Krankenkassenvorstände werden weiter vom Arbeitnehmer über Wasser gehalten. Wenigstens die Pharmaindustrie kann weiter Milliarden Gewinne in Deutschland machen, obwohl sie ihre Medikamente in anderen Ländern weitaus günstiger Verkaufen.

Dem Bürger wird immer mehr die Entscheidung aus der Hand genommen, was er mit dem Geld, was nach Steuern, Sozialversicherungen und was weiß ich für Zwangsabgaben noch übrig bleibt, machen möchte.  Warum sagt die Regierung nicht gleich, dass alle Löhne und Gehälter erst einmal an die Regierung überwiesen werden muss, in einen Gehaltsfond sozusagen, und von dem werden dann erst mal alle Kosten abgezogen, also Bankenrettungsgelder, Kapitalismuserhaltungsabgaben und weiß was ich und der Rest wird dann an den Bürger überwiesen, so als kleines Taschengeld. Wie man seine Grundbedürfnisse deckt, ist der Regierung doch schon lange egal. Wenigstens man kann das Geld, was man nicht selbst erarbeitet hat, mit vollen Händen ausgeben. Der Bürger hat doch genug davon….

30 Juni 2010

Jetzt sind wir Wulffland…..

Heute konnte ich viel über Parteien lernen, besonders über die SPD und die Grünen. Beide Parteien forderten von den Linken über ihren eigenen Schatten zu springen und ihren Kandidaten zu wählen. Sie gingen sogar soweit zu sagen, dass die Linken kein Demokratieverständnis hätten, wenn sie diesen Kandidaten nicht wählen würden. Das die SPD und die Grünen allerdings selber daran Schuld sind das die Linken ihren Kandidaten nicht wählen, wird dabei ganz außer acht gelassen.

Die Linken sind gegen den Krieg, die Linken sind gegen die Hartz 4 Gesetze und die Linken sind gegen noch einiges  mehr. Das Problem ist aber, dass der Kandidat der SPD eben genau diese Dinge verkörpert. Warum sollte die Linkspartei heute nun ihre Meinung ändern, ihre Ansichten übergehen? Was würde ihr das bringen?

Ein Argument der SPD und der Grünen ist, dass die Linkspartei heute hätte zeigen können das sie bereit sind Kompromisse einzugehen. Hätte das aber nicht vorher geschehen müssen? Hätte das nicht schon passieren müssen wenn man über den Kandidaten spricht? Die SPD und die Grünen denken wirklich das man jemanden einen Kandidaten vorsetzen kann und das die anderen Parteien, die der Regierung eins Auswichen wollen, diesen dann eben Mitwählen müssen. Das wäre von der Linkspartei aber falsch gewesen, sie haben sich vorweg gegen Gauck ausgesprochen und es wäre nicht Glaubhaft gewesen, wenn eben diese Linkspartei jetzt doch Herrn Gauck gewählt hätte.

Sollten nicht vielmehr die Grünen und die SPD einmal überdenken wie man mit der Linkspartei umgeht? Sollten nicht diese Parteien endlich einmal bereit sein Kompromisse zu machen und über ihren eigenen Schatten zu springen, also genau das zu tun, was sie von der Linkspartei fordern? Hätte dazu dann nicht auch gehört, dass man mit der Linkspartei zusammen einen Kandidaten aufstellt?

Ich finde das die Linkspartei heute nur richtig und konsequent gehandelt hat und das vielmehr die beiden anderen linken Parteien ihren Standpunkt ändern müssen.

Aber das ist es nicht was ich hier loswerden wollte, denn eigentlich wollte ich ja schreiben das wir jetzt Wulffland sind. Im dritten Wahlgang hat er es endlich geschafft. Und doch ist es eine Niederlage für die Regierung, nicht für Wulff, denn er hat sein Ziel erreicht und er ist jetzt Bundespräsident. Ich glaube, er wird seinen Job gut machen, die Frage ist nur, ob er sich jetzt auch über die Parteien stellen kann und nicht zu alle Gesetze ja sagt, die jetzt von der Bundesregierung beschlossen werden.

30 Juni 2010

Noch sind wir kein Wulffland

Es hat sich ja die letzten Wochen schon ein wenig angedeutet, dass es jetzt aber wirklich so gekommen ist das Herr Wulff im ersten Wahlgang zum Bundespräsidenten gescheitert ist, ist für mich doch eine wirkliche Überraschung. Aber mir scheint es auch ein wenig so das Wulff sich selbst nicht sicher ist, ob er gewählt wird, denn sein Amt als Ministerpräsident will er ja erst aufgeben, wenn die Wahl auch ihn als Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland bestätigt. Jemand der sich seiner Mehrheit sicher ist, hätte diesen Rücktritt von einem Amt, was dem Ziel im Weg steht, schon vorher bekannt gegeben. Er hätte sich keinen Weg zurück offen gehalten, eben weil er diesen Weg ja nicht wirklich braucht.

Aber was sagt dieser gescheiterte erste Wahlgang über die Bundesregierung? Eigentlich erst mal nicht viel, weil niemand weiß wo die Abweichler herkommen. Es können ja schließlich auch die Wahlmänner und Wahlfrauen sein, welche von den Parteien geschickt wurden. Die Bundesregierung muss auch nach der Wahl weiter regieren können, egal wer dann das Amt des Bundespräsidenten inne hat. Aber diese Regierung kann das nicht, die Kanzlerin kann nicht dafür sorgen, dass die Koalitionsparteien auf einer Linie sind, sie ist nicht stark genug. Und wenn jetzt auch noch Wulff nicht gewählt werden sollte, dann hat sie ein wirkliches Problem.

Noch sind wir kein Wulffland, aber im zweiten Durchgang wird es sicher klappen mit dem Kandidaten der Bundeskanzlerin, ob man diesen Sieg dann aber auch genießen kann, ist eine andere Frage.

Update

Auch der zweite Wahlgang hat uns nicht zum Wulffland gemacht. Nun ist die Frage was die Linke machen wird. Ich glaube zwar nicht, dass die Linke über ihren Schatten springen kann, aber freuen würde es mich. Eine härtere Strafe für die Regierung kann es nicht geben, als das Herr Wulff nicht Bundespräsident wird.

28 Juni 2010

Ich fordere auch IQ Tests!

Was lese ich da gerade? Unionspolitiker fordern IQ Tests für Einwanderer? Okay, ich fordere auch welche, aber nicht für Einwanderer sonder für:

Politiker

Politiker sollte ihre Eignung für das Amt auch per IQ Test nachweisen müssen. Allerdings sollte das nur eine Prüfung sein, eine weitere sollte die der sozialen Kompetenz sein. Ich glaube bei so einen Test würden viele Politiker durchfallen, aber das wäre für mich nicht schlimm, wenigstens wären die dann weg vom Fenster.

Manager

Ja auch für diese fordere ich IQ Tests. Ich bin nämlich immer öfter der Meinung das der IQ dieser Menschen sehr gering sein muss. Die Entscheidungen die solche Menschen treffen kann ich meist nicht nachvollziehen, dass mag so gewollt sein, oder aber die Menschen können das einfach nicht anders.

Beamte

Auch hier sollten sich einige einen IQ Test unterziehen, denn wenn man sich die Entscheidungen so anzieht, dann zweifelt man daran ob diese Menschen genügend IQ haben um Lebensnahe Entscheidungen zu treffen. Aber wahrscheinlich hätten wir danach kaum noch Beamte…..

Aber mal Spaß beiseite, was soll so etwas denn eigentlich bewirken? Der IQ sagt noch lange nichts über die Fähigkeiten eines Menschen aus. Ein Mensch kann super Schlau sein und dennoch nichts zustande bringen, genauso kann ein Mensch aber auch einen niedrigen IQ haben und super Leistungen bringen. Der IQ sagt hier doch noch lange nichts aus, nur wie gut abgerichtet ein Gehirn auf Standardanforderungen eingestellt ist. Nicht mehr und nicht weniger und Standard muss nicht immer gut sein…..

17 Juni 2010

Soll ich, soll ich nicht, soll ich, soll ich nicht….

Ich glaube so sitzt Frau Kraft zur Zeit in ihren Büro und überlegt vor sich hin. Erst sagt sie, sie geht in die Opposition weil sie keine Koalition hin bekommt und sie auch keine Minderheiten Regierung haben will. Dann stellt sie fest, wenn sie das tut hat Schwarz Gelb im Bundesrat ja immer noch das sagen und diese können somit ihre Gesetze durchwinken, welche man als SPD ja eigentlich stoppen will. Dann machen die Grünen druck und sagen, dass man doch bitte eine Minderheiten Regierung bilden sollte, da man ja im vierten Wahlgang mit der einfachen Mehrheit den Minister wählen kann und nun lenkt auch Frau Kraft wieder ein und ist mit einer Minderheitenregierung einverstanden.

Mir kommt das so langsam vor wie im Kindergarten. Sollte das Stimmenfang werden indem man sagt, wir gehen dann lieber in die Opposition, oder was sollte diese Aktion bringen? Denn das die CDU/FDP Regierung erst einmal abgewählt werden muss um im Bundesrat die Mehrheitsverhältnisse zu ändern muss Frau Kraft ja schon vorher klar gewesen sein und das man im vierten Wahlgang mit einer einfachen Mehrheit gewählt werden kann eigentlich auch. Die Frage ist für mich, warum hat man das nicht sofort auch so genutzt? Warum hat man, nachdem man gesehen hat das eine absolute Mehrheit nicht zu erreichen ist, nicht gleich gesagt, dann machen wir das so und suchen uns dann eben für jedes Gesetz eine Mehrheit? Ist es wirklich die Angst davor die eigenen Gesetze mit Hilfe der Linkspartei umzusetzen, oder welcher Gedanke steckt dahinter?

Ich muss ehrlich sein, ich verstehe es derzeit nicht was dort in NRW abgeht, ich weiß nicht was alles an diesen Entscheidungen hängt, aber man könnte ja einfach mal ein paar mehr Informationen heraus geben. Frau Kraft könnte doch einfach mal ehrlich sein und sagen, was sie mit dieser Taktik erreichen will oder wollte.