Februar 26 2012

Aufgewacht: Mineralölkonzerne

Ihr wollt also vom 01.03 bis zum 04.03.2012 nicht tanken? Ihr wollt damit ein Zeichen gegen die hohen Spritpreise setzen? Dann macht es aber richtig!

Denn was bringt es, wenn ihr eben am 29.02 euren Tank vollmacht, und während dieser Aktion dann eben mit diesem vollen Tank Auto fahrt? Das Geld, was die Mineralölkonzerne von euch bekommen hätten, dass bekommen sie dann eben am 29.02 oder am 05.03.2012. Es wird also keinen Verdienstausfall für die Konzerne geben, sondern die Einnahmen werden sich nur verschieben. Wenn ihr die Ölkonzerne treffen wollt, dann müsst ihr an diesen vier Tagen das Auto stehenlassen, ihr dürft es nicht bewegen, dürft kein Benzin verbrauchen. Nur dann bringt diese Aktion etwas, nur dann könnt ihr die Ölkonzerne unter Druck setzen.

Vielleicht wäre es generell besser, ihr verlegt diese Aktion in den Sommer und haltet sie dann einen ganzen Monat durch. Wie wäre es, wenn ihr dann einfach auf das Fahrrad umsteigt, um kurze oder mittellange Strecken zurückzulegen? Einkaufen könnt ihr auch notfalls mal mit dem Handwagen, oder die gesamte Familie muss eben mitkommen und die Einkäufe nach Hause tragen. Auch Ausflüge sind mit dem Fahrrad möglich, meist sind sie sogar sehr viel schöner, weil man von der Natur eine Menge mitbekommt. Aber auch wenn man nicht mit dem Fahrrad fahren kann, gibt es immer noch die öffentlichen Verkehrsmittel. In den meisten Fällen kommt man auch mit diesen dort hin, wo man hin möchte.
Auch mit Inlineskatern kann man eine Menge machen, oder zu Fuß, ja, dafür sind die nämlich da 😉 .

All das wäre sehr viel Produktiver, als die Aktion, die ihr da vom 01.03 bis zum 04.03.2012 plant. Denn all das würde dazu beitragen, dass ihr das Geld tatsächlich einspart und es nicht einfach nur zeitversetzt den Ölkonzernen in den Rachen werft. Ein langfristiger Einbruch der Einnahmen führt wohl eher dazu, dass die Ölkonzerne einlenken, aber viele Autofahrer wissen gar nicht, dass man sich auch ohne Auto fortbewegen kann.

Gilt natürlich für Städte, nicht unbedingt für ländliche Gegenden.


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Veröffentlicht26. Februar 2012 von Sven in Kategorie "Aufgewacht", "Dies und Das

12 COMMENTS :

  1. By berndrei (29 comments) on

    “aber viele Autofahrer wissen gar nicht, dass man sich auch ohne Auto fortbewegen kann”

    Wie wahr, wie wahr. Ich habe in meinem Leben noch nie ein Kraftfahrzeug besessen, und ich lege auch überhaupt keinen Wert darauf. Mit Fahrrad und Bahn kommt man in Deutschland ziemlich gut überall hin, und Fahrplanung bei der Bahn kann man von zu Hause aus machen – im Internet.

    Und da, wo man mit der Bahn nicht hinkommt, kann man das Rad benutzen. Nur wer das nicht mehr kann, aus Altersgründen z. B., kann alternativ Busse oder gar mal ein Taxi benutzen, beides kann man auch im Vorfeld im Internet planen.

    Und natürlich gibt es für die Leute, die partout nicht auf das Auto-Fahren verzichten wollen, noch den Kompromiss des Car-Sharing.

    Alle gennanten Maßnahmen tragen nicht nur zur Entlastung des Geldbeutels, sondern noch viel mehr zur Entlastung der wichtigsten Ressource, die wir als Menschheit haben, unserer Erde, bei.

  2. By Teufel100 (672 comments) (Beitrag Autor) on

    Ich habe mal einen der zwei Kommentare gelöscht, stand ja das selbe drin 😉

  3. By Ghost (35 comments) on

    Ok… ich bin jetzt also sooooo böse, weil ich auf dem Land wohne, wo man ohne Auto erschossen ist. Und weil ich leider essen muss, muss ich leider einkaufen FAHREN. Weil wenn die Busse fahren, dann nur da hin, wo es Klamotten und ähnliche Kinkerlitzchen zu kaufen gibt. Nichts zu essen. Naja und wenn ich dann empfindliche Sachen kaufe, und die dann mit mir 4 Stunden auf den nächsten Bus warten müssen, ist das sicher sehr von Vorteil für Salmonellen und ähnliches Getier.

    Ich entschuldige mich hiermit auch ganz aufrichtig dafür, dass ich da arbeite, wo kein Bus hin fährt, ich aber leider leider da hin muss, damit ich mir das so genannte Leben überhaupt leisten kann.

    Es tut mir ja sooooooooo leid…..

    Oh man, HÖRT AUF ALLE ÜBER EINEN KAMM ZU SCHEREN! – Es gibt sie wirklich, die Leute die aufs Auto angewiesen sind.

  4. By Teufel100 (672 comments) (Beitrag Autor) on

    Hach Ghost, jetzt hast du mich. Ich wollte eigentlich noch einbauen, dass das natürlich auf die Stadt bezogen ist und nicht auf ländliche Gegenden. Da hast du natürlich recht, aber in ländlichen Regionen macht diese Aktion auch nicht viel Sinn, oder?

  5. By Online Magazine (6 comments) on

    klar ist doch, ein Generalboykott aber, wie er nun bei Facebook gefordert wird am 1.3 ist nicht viel mehr als ein Aufschub zwangsläufiger Tankbedürfnisse. Man sollte einfach auf Fahrrad umsteigen, wenn´s möglich ist.

  6. By Horst Schulte (14 comments) on

    Ich wohne 150 km von meinem Arbeitsplatz entfernt. Ich wohne auf dem Land, mein Arbeitsplatz ist ebenfalls in einer ländlichen Gegend. Da ist nix mit Zugverbindungen oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Weil es aber schonender ist (nicht nur für den Geldbeutel) verbringe ich die Woche in dem Städtchen, an dem sich mein Arbeitsplatz befindet. Vom Hotel zum Arbeitsplatz gehe ich oft zu Fuß. Nicht immer aber häufig. Außerdem fahre ich in meiner Freizeit gern mit dem Fahrrad. Natürlich nehme ich meine Frau mit. Wir beide fahren nicht gern Auto. Von daher ist klar, dass wir nur das Nötigste machen. Trotzdem kann man das noch einschränken und das tun wir auch – vor allem im Hinblick auf die Preissituation. Aber es wird wohl noch sehr heikel werden. Denn wir kratzen gerade mal an dem, was uns zukünftig in dieser Beziehung vielleicht noch erwartet. Es wird von Arbeitnehmern Mobilität verlangt. Die ist ohne Auto in vielen Fällen aber nicht gegeben. Vieles lässt sich nämlich weder zu Fuß, noch per Rad erledigen.

  7. By Teufel100 (672 comments) (Beitrag Autor) on

    Horst, deswegen habe ich das ja noch eingeschränkt. Natürlich ist es in ländlichen Gegenden nicht immer möglich auf Autos zu verzichten, aber in der Stadt schon, weil dort die Wege einfach viel kürzer sind 😉

  8. By Carsten (27 comments) on

    Hi Teufel,

    ich kann Dir nur beipflichten. Anstelle diesen einen Tag, oder diese 3 Tage, nicht zu tanken, erhoehen die Konzerne einfach am 29.02. den Preis ein paar cent, oder am 05.03. Damit hat sich der „Verlust“ dann auch eruebrigt. Diese ganzen Aktionen sind doch Kindergartenverhalten. Wem bringt das was? Niemandem!

    jm2cents
    mfgcb

  9. By Limango-Outlet (1 comments) on

    Ich finde es lustig, wie sich in den Kommentaren gleich wieder darüber aufgeregt wird, dass alle über einen Kamm geschoben werden, ich habe den Blogpost nämlich ganz anders verstanden 🙂

    Nämlich so: Wer diese Aktion machen will, der sollte sich darüber Gedanken machen, wie es richtig gemacht werden soll. Betrifft also nur die Leute, die wirklich was verändern wollen/können.

    Wenn man jetzt auf dem Land wohnt und auf das Auto wirklich angewiesen ist, dann wird man wahrscheinlich nicht geplant haben, an dieser Aktion mitzumachen, muss sich also nicht gleich aufregen, wenn der Teufel schreibt, dass man das Köpfchen einschalten soll.

    Ich glaube sowieso, dass sich die Konzerne darüber kaputtlachen. 3 Tage nicht tanken? Da lachen die doch drüber. Wenn man wirklich was verändern will, dann muss das groß aufgezogen werden – 1 Monat kein Auto oder ähnliches, aber da bekommt man meiner Meinung nach nie genug Leute für, um das durchzuziehen. Gerade auch wegen der Landproblematik, wo die Leute nicht auf das Auto verzichten können. Und ein nicht unerheblicher Teil ist einfach nicht bereit auf seine Bequemlichkeit zu verzichten.

  10. By flstudio (1 comments) on

    Ich fahr aus Finanzielen Gründen schon ewig kein Auto mehr. Blöd nur wenn ich wie letztens abends auf eine Geburtstagsparty will und kein Bus mehr fährt. Hat mich allein fürs Taxi 40 Euro gekostet. Währe ich selbst gefahren wäre das für mich deutlich günstiger gewesen. Naja, wenn man mal von den laufenden Kosten absieht…

  11. By Phil@Laufschuhe (1 comments) on

    Als ob sich nen Konzern dafür interessiert, wenn man alle nen Tag nicht tanzen. Die Autos brauchen den Sprit doch so oder so…Der richtige Weg ist der Boykott. Lieber mehr Fahrrad und Öffi fahren.

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