Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

Die TAZ fragt diese Woche in ihren Artikel ob die letzten 20 Jahre, also die 20 Jahre nach der Wiedervereinigung, eine Feier wert sind? Es geht um die Veränderungen in dieser Zeit, um das Zusammenkommen von Ost und West, um neue Entwicklungen, Chancen die genutzt wurden oder eben nicht genutzt wurden.

Eine Interessante Frage ist das schon, aber es kommt ja immer auf die Sichtweise an. Für jemanden der in den letzten 20 Jahren alles verloren hat gibt es mit Sicherheit nichts zu feiern. Für jemanden der sich aber in den letzten 20 Jahren etwas aufgebaut hat, gibt es eben sehr viele Gründe zu feiern. Es ist also eine Frage die beide Sichtweisen zulässt, die sowohl Gewinner, wie auch Verlierer offenbart und die jeder für sich selbst beantworten muss.

Der 3.Oktober war für viele sicher einmal ein Feiertag, solange bis sie gemerkt haben, dass sie in diesem neuen System zwar neue Freiheiten erlangt haben, diese aber nicht nutzen können, weil das Geld fehlt. Für viele ist es inzwischen sicher kein Feiertag mehr, weil sie von der Schwarz-Gelben Regierung unter Helmut Kohl in Stich gelassen wurden, weil ihnen nicht geholfen wurde im Wirtschafts-Wunderland anzukommen. Weil eine Planwirtschaft dem erbarmungslosen Kapitalismus übergeben wurde, ein System, in welchen die Ostdeutschen Firmen nie hätten überleben können, egal wie modern sie gewesen wären.

Aber es gibt auch die Gegenbeispiele, es gibt sie, die Menschen die es geschafft haben, die sich dem System anpassen konnten, oder welche ihre Beziehungen benutzt haben um in diesen System anzukommen. Menschen die nicht im Stich gelassen wurden, die Kontakte hatten oder ganz von selbst nach oben gekommen sind.

Wie soll man auf die Frage der TAZ also eine Antwort geben? Wie soll man sich entscheiden ob man Feiern sollte oder nicht? Sollte man einen Staat nachtrauen in dem es keine Demokratie gab? Nein sicher nicht! Aber sollte man einen Staat Feiern in dem man alleine gelassen wurde, in dem einen die Arbeit und die Lebensgrundlage genommen wurde? Sicher auch nicht….

Wie seht ihr das ganze? Feiert ihr am 3.Oktober oder ist es für euch ein Tag wie jeder andere?




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