Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

In Berlin steht ein Barbiehaus,
doch Barbiehäuser müssen raus,
damit in dieser schönen Stadt,
der Kaufrausch keine Chancen hat.

Skandal, Skandal um Barbie….

Fiel mir gerade so ein, weil in Berlin tatsächlich ein Barbiehaus steht und weil einige Frauen der Meinung sind, dass sie gegen die Eröffnung von eben diesem Barbiehaus protestieren müssen. Es geht natürlich nicht um den Kaufrausch, sondern um die Rollenbilder, die dieses Traumhaus vermitteln soll, jedenfalls in den Augen der AktivistInnen.

Ich habe nichts gegen Protest, ich habe auch nichts gegen eine Meinungsäußerung, aber was die AktivistInnen erreichen wollen, ist doch viel mehr. Sie wollen, dass das Traumhaus nicht eröffnet wird, damit auch die Menschen nicht dort hingehen, die das durchaus interessiert. Sie wollen also anderen Menschen ihre Meinungen aufzwingen, weil sie der Meinung sind, dass ihre Meinung die einzig richtige Meinung ist. Das ist in meinen Augen falsch und das wird nicht zur Veränderung der Geschlechterrollen beitragen. Vielmehr würden sie, wenn das Traumhaus von Barbie tatsächlich nicht eröffnet wird, den Wut vieler Kinder und Eltern auf sich ziehen, die sich eben auf dieses Event gefreut haben.

Nun habe ich oben gesagt, dass ich nichts gegen Protest habe, allerdings hätte ich diesen anders organisiert. Ich hätte vor dem Barbiehaus einen Stand aufgebaut, der über die falschen Rollenbilder informiert. Der die Menschen darüber aufklärt, warum dieses Barbiehaus ein falsches Signal ist. Ich hätte Flyer an die Besucher verteilt, welche die wichtigsten Argumente beinhalten, die den Besuchern aber kein schlechtes Gewissen machen, sondern sie zum Nachdenken einladen. Denn nur, wer nachdenkt, wird irgendwann seine Positionen auch überdenken, und nur wenn die BesucherInnen ihre Positionen überdenken, wird es dazu kommen, dass es solche Traumhäuser in dieser Form nicht mehr gibt.

Der Zwang, den die AktivistInnen hier aber indirekt anwenden wollen, wird nicht dazu beitragen. Er wird nur die gegnerische Position stärken und genau das ist ein Fehler, wenn man Geschlechterrollen wirklich ändern möchte.

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Mir lässt das Thema „Sexismus“ immer noch keine Ruhe. Ich habe mich durch weitere Blogeinträge gelesen und oft konnte man dort von Opfern lesen, die zu Mittätern gemacht wurden. Opfer dürfen aber NIEMALS zu Mittätern gemacht werden. Eine Frau, die vergewaltigt wurde, wollte das nicht, ihr wurde unrecht getan und nicht dem Mann, der sie vergewaltigt hat. Eine Frau, die geschlagen wurde, ist auch nicht schuld daran. Sie wurde geschlagen und nicht der Täter, der sie geschlagen hat. Die Gesellschaft muss sich mit den Opfern solidarisieren, nicht mit den Tätern!

Das musste ich jetzt erst einmal sagen, denn ich finde es grauenvoll, dass das immer noch nicht der Fall ist. Meine eigentliche Frage in diesem Artikel geht aber an die Väter da draußen.

Wie erklärt ihr euren Töchtern, dass sie immer noch nicht gleichberechtigt behandelt werden? Wie erklärt ihr ihnen, dass ihre Arbeit weniger Wert sein soll, obwohl sie genauso hart arbeiten wie ihre männlichen Kollegen? Wie erklärt ihr ihnen, warum sie immer noch nicht die gleichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben und wie erklärt ihr ihnen, dass sie, obwohl sie Opfer sind, zu Mittätern gemacht werden?

Warum ich das frage? Weil ich es, wenn ich eine Tochter hätte, nicht erklären könnte. Ich könnte ihr die Ungerechtigkeiten nicht erklären, die es immer noch gibt, obwohl es diese Ungerechtigkeiten laut Grundgesetz gar nicht geben dürfte.

An die Mütter, Lehrerinnen und Erzieherinnen habe ich auch eine Frage. Die stellt sich mir, weil sie eine große gesellschaftliche Macht haben. Sie sind an der Erziehung der Kinder beteiligt, bzw. übernehmen einen großen Teil. (Ich weiß, das ist jetzt so ein typisches Rollenbild, aber es trifft derzeit leider noch zu.) Bevor ich die Frage stelle, möchte ich auch noch klarstellen, dass es sich nicht um einen Vorwurf handelt. Ich möchte nur verstehen, warum es so ist und welche Zwänge sich vielleicht dahinter verstecken.

Warum gibt es immer noch eine große Gruppe unter euch, die diese idiotischen Rollenbilder verbreiten? So ein Rollenbild wird ja durch die Erziehung vermittelt, es ist ja nicht angeboren, nicht durch irgendwelche Gene bestimmt. Oder, um ein Zitat zu benutzen, welches ich gestern gelesen habe: „Frauen werden nicht als Frauen geboren.“ – sorry, ich weiß jetzt leider nicht, von wem dieses Zitat ist. Dasselbe gilt übrigens auch für Männer. Auch Männer werden ohne Vorurteile gegenüber Frauen geboren. Und wenn ich ganz ehrlich bin, so war ich bisher immer der Meinung das, bis auf wenige Ausnahmen natürlich, diese idiotischen Rollenbilder in meiner Generation ausgestorben sind. Wahrscheinlich bin ich in dieser Beziehung auch zu naiv, aber umso mehr diese seltsamen Rollenbilder aus der Erziehung verschwinden, desto seltener wird es Diskriminierung gegenüber Frauen geben.

Meiner Meinung nach gehört dazu auch, dass Männer genauso viel Zeit in die Erziehung investieren wie Frauen. Es gehört für mich dazu, dass es sehr viel mehr männliche Erzieher in der Kinderbetreuung gibt und das die Begriffe „Männerberuf“ und „Frauenberuf“ endlich aus unserem Wortschatz verschwinden.

Ich wurde übrigens ohne diese Rollenbilder erzogen. In meiner Welt kann jeder das machen, was ihm Spaß macht. Vielleicht kommt daher auch meine Abscheu gegen Frauenquoten, weil ich immer noch der Meinung bin, dass das die eigentliche Leistung der Frau abwertet. Für mich gibt es keine Männer, – oder Frauenberufe, ich war schon immer sauer darüber, dass Mädels im Sport weniger leisten mussten, um eine gute Note zu bekommen. (Wobei ich bei der Leichtathletik wieder froh war, dass ich nicht das machen musste, was die Mädels machen mussten ;-) ). Und ja, auch ich denke manchmal: „Was denn das für ein geiler Arsch.“ – aber zwischen Denken und einer doofen Bemerkung liegen halt doch noch Welten.

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Die Frage geht mir seit gestern durch den Kopf, wobei die Frage noch ziemlich falsch ist. Genauer müsste sie heißen: „Ab wann fängt Sexismus an?“. Die erste Frage sollte noch ziemlich einfach zu beantworten sein, denn alles, was eine Frau zu einem Objekt minimiert, ist Sexismus.

Ich habe mir Gestern auch den Artikel in der Wikipedia darüber durchgelesen und blieb dann mit der Frage zurück, ob Sexismus schon dann anfängt, wenn man eine Frau „Frau“ nennt. Das ist eindeutig schon eine Klassifizierung nach dem Geschlecht und wäre, wenn man dem Wiki-Artikel glauben schenkt, schon Sexismus. Und, nachdem ich darüber geschlafen habe, bin ich zum Entschluss gekommen, dass das Sagen des Wortes durchaus schon Sexismus sein kann, nämlich dann, wenn der Mann dieses Wort mit einem bestimmten Rollenbild verbindet.
Nun weiß natürlich niemand, außer dem Mann alleine, welchem Rollenbild er anhängt. Deswegen wäre es auch übertrieben, hier schon von Sexismus zu sprechen.

Aber, und hier kommen wir zu einem anderen Artikel, den ich gestern gelesen habe, jede Frau entscheidet für sich, wann Sexismus anfängt. Ein Mann kann die individuelle Grenze der Frau erst einmal gar nicht kennen. Das ist ein Problem! Nicht jeder Mann ist im Flirten so erfahren, dass er jedem Fettnäpfchen aus dem Weg gehen kann. Es wäre wünschenswert, aber es wird nicht gelingen. Aber eines kann jeder Mann lernen, nämlich das Zuhören.

Jeder Mensch macht mal Fehler. Die Frage ist nur, ob der Mensch dann auch bereit ist, daraus zu lernen. Und wenn der Mann etwas von der Frau lernen will, dann muss er zuhören. Wenn Mann jahrelang die falschen Vorbilder hatte, muss er noch lange kein Sexist sein, nur weil er nicht weiß, wie er richtig flirten soll. Wenn er seine Fehler aber einsieht und er zuhören kann, dann kann er daran etwas ändern.

An diesem Punkt sind nun aber die betroffenen Frauen gefragt, denn nur sie wissen, wann bei ihnen Sexismus anfängt und genau das müssen sie den Männern auch sagen. Wenn ein Mann darauf nicht reagiert, dann gehört er sowieso in die Tonne. Aber die betroffene Frau sollte ihm wenigstens die Chance geben, sich zu ändern. Wenn Mann und Frau sich nur gegenseitig anschweigen, wird das keine Veränderung in die Gesellschaft bringen – sie müssen miteinander reden, denn nur gemeinsam können sie die idiotischen Rollenbilder abschaffen, die es leider noch viel zu oft gibt.

Eigentlich wäre das jetzt ein schöner Schlusssatz gewesen, aber ich muss noch etwas ranhängen. Ich kann Verallgemeinerungen nämlich überhaupt nicht leiden. In den meisten Artikeln, die ich gestern gelesen habe, wurde aber immer verallgemeinert. Dort hieß es immer „die Männer“, „der Mann“ und nie wurde eine Unterscheidung gemacht. Ist es wirklich so schwer, das Wort „sexistisch“ noch einzubauen? Mit „die Männer“ sind alle Männer gemeint, und ich hoffe, dass das nicht die Absicht der Autorinnen war. Es fällt schwer, solche Artikel als Mann zu lesen, denn es geht ja irgendwie gegen einen selbst. Ich fragte mich dann gestern, ob ich wirklich auch so bin, ob ich Frauen wirklich nur als Objekte ansehe. Ich kam zu dem Schluss, dass ich das nicht mache, dass das aber auch wieder eine Frage ist, die mir eigentlich nur eine Frau beantworten kann.

In der Sammelmappe findet ihr noch viele andere Artikel zum Thema.

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Habe ich eigentlich schon einmal erwähnt, dass fast alle meine Träume das Zeug zum Bestseller haben? Nein? Dann tue ich es jetzt. Heute Nacht hatte ich wieder so einen Traum, wobei es eigentlich immer nur Kurzgeschichten sind, also offener Anfang und so. Aber egal, hier der Traum von heute Nacht:

Aus irgendeinen Grund befand ich mich in Moldawien und zwar als Ermittler. Ich war gerade dabei eine Mordserie aufzuklären, als ich in einem alten Schulgebäude ein Handy fand. Als ich dieses Handy betrachtete, fing es plötzlich an zu klingeln und auf der anderen Seite war eine Frau aus Hamburg dran. Es entwickelte sich ein kleines Gespräch, an dessen Ende sich herausstellte, dass das Handy eigentlich nach Kanada gehört, denn dort lebt die Mutter der Frau, und dieser gehörte das Handy. Ich bat die Frau am Telefon, dass sie versuchen soll, ihre Mutter in Kanada zu erreichen und mir dann bescheid zu geben. Kurze Zeit später meldete sie sich wieder bei mir und gab mir bescheid, dass sie ihre Mutter in Kanada nicht erreichen kann. Zum Schluss kam noch die Rede auf ihren Bruder, da sie zuerst dachte, dass ich ihr Bruder sei. Auf die Frage, wo sich ihr Bruder denn derzeit aufhält, konnte sie mir keine Antwort geben.
Kurzentschlossen weitete ich meine Ermittlungen auch auf Kanada aus und erbat bei den Behörden dort um Amtshilfe. Ich wollte erfahren, ob es dort eine ähnliche Mordserie gab, wie die, in welcher ich die Ermittlungen leite.

Soviel zu meinem Traum. Den Mörder habe ich nicht entdeckt, weil ich dann aufgewacht bin. Aber diese Story hätte doch, wenn man sie weiter ausbaut, das Potential ein Bestseller zu werden. Wahrscheinlich schaue ich aber zu viele Krimis und lese zu viele Thriller ;-) .

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Ab und an soll man einfach drauf losschreiben, den Gedanken freien Lauf lassen, auch wenn es erst einmal keine wirklichen Zusammenhänge gibt. Auch in meinem Blog hier habe ich solche Texte schon veröffentlicht, auch wenn ich nicht genau weiß, wie ich diese Texte gestartet habe. Dieser Text ist wieder so ein Text. Ich weiß, dass ich etwas schreiben möchte. Doch ich weiß nicht, was da aus mir heraus will. Was ich weiß, es geht um die Zukunft, nicht um die Vergangenheit und es geht um die Gesellschaft, in welcher wir Leben und in welcher wir in Zukunft leben werden.

Es lässt sich beobachten, dass immer mehr Arbeit, die früher durch Menschen ausgeführt wurde, heute von Maschinen ausgeführt wird. Diese Maschinen werden immer schlauer, sie können immer mehr Aufgaben übernehmen und verdrängen dadurch immer mehr Menschen aus ihrer Arbeit. Damit möchte ich nicht sagen, dass Fortschritt etwas Negatives ist, aber was ich sagen will, ist, dass die Gesellschaft sich diesem Fortschritt nicht schnell genug anpasst. Die Aussage, dass genügend Arbeit für alle da ist, ist schon längst überholt, sie stimmt einfach nicht mehr. Und so stimmt es auch nicht, dass jeder der arbeiten möchte, auch arbeiten kann. Sicherlich geben wir uns viel Mühe mit dem Erfinden neuer Jobs, besonders im Dienstleistungsbereich machen wir das gerne, aber wenn wir ehrlich sind, sind diese Dienstleistungen kein wirklicher Bedarf. Ein wirklicher Bedarf ist sauberes Wasser, Nahrung, eine Unterkunft und inzwischen auch Kleidung. Jeder andere Bedarf ist ausgedacht und künstlich hergestellt.
Lesen zum Beispiel, es gab eine Zeit vor vielen Hundert Jahren, da war Lesen etwas für eine Minderheit, dann kamen Bücher, Lesen wurde beliebt, irgendwann konnte jeder lesen und inzwischen ist das Lesen eines guten Buches zu einem Bedarf vieler Menschen geworden. Genauso ist es mit Fernsehen, mit dem Computer und mit dem Internet. Fortschritt eben, der vollkommen in Ordnung ist. Und weil all das erfunden wurde und weil noch viel mehr erfunden wurde, war immer genügend Arbeit für alle da. Und dann wurde die Rationalisierung erfunden. Und mit dieser Rationalisierung kam der Abschwung vom Aufschwung des Wohlstandes.
Nein, ich möchte natürlich nicht lügen, auch damals gab es Armut, es ging auch damals nicht allen Menschen gut, wahrscheinlich ging es sogar weniger Menschen gut, aber durch den Fortschritt sollte dies ja verändert werden, es sollte Wohlstand für alle geben, jedenfalls war das der Plan von einigen.

Okay, bis hierhin ist es alles schon schön verwirrend, aber ich kann noch viel mehr, ich kann noch viel mehr verwirren. Ihr solltet einen Kaffee trinken, denn meine Gedanken sind noch lange nicht zu Ende.

Auf jeden Fall fanden wir früher dann auf einmal alle den Kapitalismus klasse. Die Menschheit war sich sicher, dass es nur so Fortschritt geben könnte. Wettbewerb an den Märkten und durch diese Innovationen irgendwann auch Arbeit für alle, und dann auch irgendwann Wohlstand für alle. Ja, inzwischen befinden wir uns in der jungen BRD und doch in der Vergangenheit, nicht so, wie ich versprochen habe, in der Zukunft, aber da komme ich noch hin.

Es sollte also Arbeit für alle geben, was in den jungen Jahren der BRD auch tatsächlich der Fall war. Doch, wie oben schon erwähnt, hatte die Menschheit inzwischen schon die Rationalisierung erfunden und durch diese Rationalisierung wurden es mit der Zeit immer weniger Jobs, die auf dem Arbeitsmarkt vorhanden waren. Damit aber nicht plötzlich alle ohne Arbeit da stehen, erfand der Mensch neue Berufe, Berufe im Dienstleistungsbereich. Und dann waren wir irgendwann im Heute. Es wurden viele Arbeitsplätze wegrationalisiert und inzwischen gibt es viele Menschen, für die es einfach keine „Verwendung“ in unserer Gesellschaft mehr gibt. Zurzeit kann man dies noch durch die sozialen Sicherungssysteme auffangen, aber wie sieht das in Zukunft aus? Die Rationalisierung wird weiter gehen, durch immer neue Innovationen werden immer mehr Berufe im produzierenden Gewerbe wegfallen, immer mehr Jobs verloren gehen. Diese Arbeit wird von Computern und Robotern übernommen werden, und somit den Menschen weggenommen werden.
Es wird also irgendwann der Normalzustand sein, dass Menschen keine Arbeit haben, mit welcher sie ihren Lebensunterhalt verdienen können. Das kann in 50 Jahren soweit sein, es kann aber auch noch länger dauern. Fakt ist allerdings, dass wir irgendwann über ein neues Gesellschaftssystem nachdenken müssen. Es wird ein Gesellschaftssystem sein, in welchem die Arbeit nicht mehr an erster Stelle steht. Es wird zwar immer Arbeit geben, aber nicht in der Form, wie wir sie heute haben. Wir werden auch in Zukunft noch essen müssen, wir werden in Zukunft noch Kleidung brauchen und ein Dach über dem Kopf haben, aber es wird nicht mehr so sein, wie es heute abläuft. Das Leben wird nicht mehr über das Arbeiten definiert werden, sondern über andere Dinge. Nein, ich habe keine Ahnung was diese anderen Dinge sein werden, aber es wird sie geben müssen. Es wird kein unendliches Wachstum geben und der Staat wird nicht unendlich viele Schulden machen können. Und noch viel wichtiger, es kann nicht unendlich viel Geld geben, sodass der Kreislauf, wie er heute funktioniert, auch nicht unendlich lang funktionieren kann. Unser System wird irgendwann zusammenbrechen und was kommt dann?

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Ist es mit 29 Jahren eigentlich noch zu früh, Erinnerungen aufzuschreiben? Oder ist man dafür nie zu jung?

Gestern war ich mit den Kindern meiner Schwester auf einen Wasserspielplatz. Auch in meiner Kindheit konnte man dort schon mit Wasser spielen, allerdings war es damals noch ein Planschbecken und kein Spielplatz. Das Wasser war tief genug, um dort mit dem ganzen Körper drin liegen zu können – mit dem Körper eines Fünfjährigen wohlgemerkt.
Dort habe ich mir auch meinen ersten Sonnenbrand geholt, damals in der DDR.

Neben dieser Plansche lag mein Kindergarten und meine Kinderkrippe. Das war praktisch, denn so konnten wir im Sommer direkt dort hingehen, wenn wir denn mal dort hingegangen sind. Meistens gab es einfach im Sandkasten vom Kindergarten eine Abkühlung mit dem Gartenschlauch.
Tja, Kindergarten, das ist auch schon wieder 24 Jahre her. Im Kindergarten hatte ich meinen ersten großen Unfall, eine Gehirnerschütterung, nachdem ich ungünstig gefallen bin. Eigentlich wurde ich gestoßen, aber daran war ich auch selbst schuld.
Oder der Tag, an dem ich viel zu lange im Kindergarten war, weil mich keiner abgeholt hat. Zum Schluss waren nur noch ein Mädel und ich im Kindergarten. Und der Satz, den sie mir damals sagte, geht mir wohl auch nie aus dem Kopf. Da nur noch ich da war, war ich natürlich auch die einzige Person, mit der das Mädel spielen konnte. Das ging aber nur mit dem Hinweis, das wir „nur zusammen spielen, aber wir sind keine Freunde“. In der Schule wurden wir dann doch irgendwann Freunde.
Oder die Ecke in der Garderobe von meiner Kindergarten-Gruppe. An die kann ich mich erinnern, weil ich dort ziemlich oft drin stand. Ja, ich war damals schon ein ziemlicher Dickkopf und meine Erzieherin hatte es nie leicht mit mir. Spätestens, wenn es darum ging, Mittagsschlaf zu machen, war der kleine Sven nicht wirklich begeistert. Heute liebe ich es, wenn ich die Zeit für eine Pause am Mittag habe, wenn ich da mal kurz die Augen zumachen darf, damals war es eher eine Strafe für mich.
Oder die Taschenlampe meiner Schwester, die ich mit in den Kindergarten nahm, um damit anzugeben. Natürlich passierte, was passieren musste, und sie ging kaputt. Zum Glück gab es einen Hausmeister, der sie wieder reparierte – ärger gab es nach dem Kindergarten aber natürlich dennoch.

Aber auch meinen Geschwistern ging ich damals ziemlich auf den Keks. Der Weg zum Kindergarten war kein leichter. Denn der kleine Sven hatte seinen eigenen Kopf, und wenn er nicht wollte, dann wollte er nicht. Dann konnte er auch mitten auf der Straße stehenbleiben und seine Geschwister zur Weißglut bringen. Oder seine Eltern, die es auch nicht leicht mit mir hatten – meine Eltern. Und das alles nur in meiner Kindergarten-Zeit.

Wie sieht es mit euch aus, gibt es Orte, die in euch Erinnerungen auslösen, die zu Erinnerungen führen, welche ebenfalls wieder Erinnerungen auslösen? Wir wäre es denn, wenn ihr darüber auch einen Blogeintrag schreibt, oder hier in den Kommentaren darüber schreibt? Ich würde mich freuen.

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Nein, nicht weil Parteien an sich etwas Schlechtes sind, sondern weil aus Parteien etwas geworden ist, was sich gegen unsere Demokratie stellt. Gesetze müssen sich heute keine Mehrheiten mehr suchen, sondern es werden Gesetze für Mehrheiten gemacht – viele Politiker kennen sich nicht einmal mit den Gesetzen aus, die sie fünf Minuten vorher verabschiedet haben. So sieht Demokratie nicht aus, so funktioniert Diktatur und das ist etwas, was wir doch eigentlich gar nicht haben wollen.

Lobbyisten schreiben Gesetze für ihre Lobby, nicht für die Bevölkerung!

 

Das ganze Problem fängt doch schon bei der Entstehung neuer Gesetze an. Es heißt zwar immer, dass man externe Experten benötigt, um die Gesetze zu schreiben. Aber wer sind denn diese externen Experten? Meist sind es Mitarbeiter bestimmter Unternehmen, die sich ihre Gesetze natürlich so gestalten, dass es für ihre Unternehmen am besten ist – nicht so, dass es für die Bevölkerung das Beste ist. Es spricht zwar nichts dagegen, sich Experten ins Boot zu holen, aber diese müssen eben unabhängig sein und am Ende darf das Gesetz auch nicht allein von diesen Experten geschrieben wurden sein, sondern die Partei muss das letzte Wort haben. Das bedeutet für mich, dass alle Parteimitglieder die Möglichkeit haben, sich mit dem Gesetze auseinanderzusetzen und notfalls auch noch Änderungen mit einzubringen, über die am Ende auch abgestimmt wird. Im weiteren Verlauf, bevor das Gesetz überhaupt in irgendeinen Senat zur Abstimmung kommt, muss sich das Gesetz dann auch noch eine Mehrheit in der Partei suchen. Das dauert etwas länger, garantiert aber, dass Gesetze gut werden und das die Interessen vieler berücksichtigt werden.

Es würde übrigens auch ein zweites Problem gelöst, denn wenn der Bürger merkt, dass er an den Gesetzen mitarbeiten kann und seine Interessen gehört werden, dann wird dieser Bürger auch wieder in eine Partei eintreten und er wird sich wieder für die Politik interessieren.

Fraktionszwang – ein Übel, das es zu beseitigen gilt.

 

Ein weiterer Grund, warum Parteien derzeit gegen die Demokratie arbeiten, ist der Fraktionszwang. Diesen gibt es offiziell natürlich nicht, denn er würde gegen geltendes Recht verstoßen, aber er wird dennoch praktiziert. Gäbe es diesen Fraktionszwang nicht, könnte wirklich jeder Abgeordnete so stimmen, wie er es gerne würde, würden sich Gesetze wieder Mehrheiten suchen müssen. Das würde übrigens auch dazu führen, dass sich die einzelnen Abgeordneten wieder mit den Gesetzen beschäftigen, bevor sie diese durchwinken. Außerdem würden die Gesetze auch hier wieder ein Stück an die Basis rücken, denn jeder Abgeordnete muss sich mit seinem Kreis, in welchen er aufgestellt wurde, absprechen und notfalls deren demokratische Entscheidung tragen. Gesetze würden also auch hier noch einmal in den zuständigen Kreisen besprochen, und würden hier zusätzlich noch einer Prüfung unterzogen. Dann können immer noch doofe Gesetze entstehen, aber sie werden besser sein als die Gesetze, die derzeit entstehen.

Es müssen sich derzeit viele Dinge ändern, damit man sich weiterhin Demokratie nennen darf. Derzeit läuft alles auf eine Parteien-Diktatur hinaus. Sicher gibt es regelmäßig Wahlen und sicher werden hier auch immer mal andere Parteien in die Regierung gewählt, aber leider ändert sich dann hinter den Kulissen nicht viel. Die Experten bleiben meist dieselben und diese Experten schreiben auch die gleichen Gesetze. Ob sie diese nun für die SPD, die CDU/CSU oder für die FDP schreiben, ist denen relativ egal.

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Ich weiß, mit dieser Frage setzt sich keiner gerne auseinander, führt es doch unsere eigene Sterblichkeit vor die Augen. Doch wenn man einmal nicht nur an der Oberfläche kratzt, sondern sich ein wenig tiefer mit dieser Frage beschäftigt, dann könnte das uns den Sinn des Lebens etwas näher bringen. Und ich meine wirklich nur näher, denn ergründen werden wir den Sinn nie, jedenfalls nicht, solange wir leben.

Doch warum sterben wir? Würden wir ewig Leben, dann wäre doch vieles sehr viel einfacher. Wir müssten uns zum Beispiel keine Sorgen machen, dass wir Zeit verschwenden – wir bräuchten also auch niemanden erklären, warum wir wieder eine Nacht durchgespielt haben. Zeit wäre dann unwichtig, denn wer nicht stirbt, braucht sich keine Gedanken um die Zeit zu machen.
Wir würden wahrscheinlich auch nicht nach dem Sinn des Lebens suchen, denn das ist eine Erscheinung, die durch die Endlichkeit unseres Lebens ausgelöst wird.

Auf der anderen Seite muss einem aber auch klar sein, dass wir uns nicht vermehren würden. Oder einfach nach einer gewissen Zeit nicht mehr dürften, weil die Erde sonst überbevölkert wäre. Da wir nicht sterben, muss auch keiner ersetzt werden. Es müsste also keinen Neuanfang geben, was die Geburt eines Kindes ja nun einmal ist. Das würde dann wohl auch bedeuten, dass alte Strukturen ewig erhalten bleiben würden, da es keine neuen Impulse geben würde, diese zu ändern.
Dann wäre die Frage, ob nach einigen Jahrhunderten die Langeweile nicht überhandnehmen würde. Wenn man alles gesehen hat, hat man alles gesehen. Wenn alles erforscht ist, ist alles erforscht, und wenn jeder Geschlechtspartner einmal entdeckt wurde, wurde er entdeckt. Es würde eine Sättigung eintreten, die wohl in Langeweile und in einer inneren Leere enden würde.
Jedes Kind entdeckt die Welt neu, mache seine eigenen, neuen Erfahrungen, sammelt sein eigenes Wissen und entwickelt daraus seine eigene Meinung – durch die er dann neue Impulse setzen kann. Dass würde es so wohl nicht geben, wenn wir nicht sterben würden – kurz gesagt, die Welt wäre wohl ziemlich langweilig.

Man kann diese Gedanken noch weiterführen, was ich zu gegebener Zeit auch machen werde, aber was ich hier festhalten möchte, ist, dass sterben nichts Negatives ist. Sterben ist ein Ende, so wie alles auf der Erde irgendwann einmal endet. Nicht nur unser Leben, sondern alles Leben wird irgendwann zu Ende sein. Irgendwann wird nicht einmal mehr die Erde existieren und somit auch das Wissen, welches wir Menschen derzeit so mühevoll zusammen tragen. Ein Ende ist aber immer auch ein Anfang – es wird also danach wieder was kommen. Das gilt auch für unser Ende, auch danach wird was kommen. Wir werden es nicht bewusst erleben, weil es uns nicht mehr gibt, aber unsere Atome werden weiter existieren, sie werden in andere Systeme neu verbaut werden, werden als Nahrung dienen und werden wieder Leben spenden. Wir existieren also weiter, wenn auch nicht als dieser Verbund, der wir jetzt sind und auch nicht mit dem Bewusstsein, welches wir jetzt haben, aber das ist eben nur ein Zustand von vielen, den wir jetzt für eine gewisse Zeit angenommen haben.

Die Eingangsfrage ist damit natürlich nicht beantwortet, aber es ist auch keine Frage, die wir beantworten können, es ist einfach nur ein Anreiz, um einmal darüber nachzudenken und vielleicht um die Angst vor dem Sterben zu verlieren.

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Am Freitag war ich beim U20 Poetry-Slam hier in Berlin. Stattgefunden hat er im „Podewil“ in der Klosterstraße. Ich wusste nicht wirklich, was auch mich zukommt, aber ich habe es nicht bereut, mir das Ganze einmal anzusehen.

GRIPS-Theater und Podewil = U20 Poetry-Slam-Berlin

 

Zuerst musste ich suchen, wo ich denn nun eigentlich rein muss, aber ich hätte einfach nur zu den vielen Jugendlichen gehen müssen, die sich am Eingang eines Hauses aufgehalten haben. Dort wehte auch die GRIPS-Theater-Flagge, aber ich weiß bis heute noch nicht, ob das auch der tatsächliche Standort des GRIPS-Theaters ist – foursquare hat mir nämlich eine andere Straße angezeigt, die knapp 5 Kilometer entfernt lag.
Der Eintritt kostete mich 6,- Euro, was ich durchaus in Ordnung finde für ein schönes Freitagabend-Programm. Allerdings fand der Poetry-Slam diesmal nicht in einem Café oder in einer Bar statt, sondern tatsächlich in einem kleinen Theater-Raum. Getränke gab es vor dem Raum zu kaufen, allerdings nur in den Pausen und davon gab es nur eine. Das ist aber bei einer Dauer von gerade mal 150 Minuten (mit Pause) ausreichend.
Um kurz vor 20 Uhr ging es dann auch endlich los. Der Ablauf war derselbe, wie bei jedem Poetry-Slam, den ich bisher gesehen habe – das Publikum entschied über den Gewinner mit seinem Applaus. 14 Slamer stellten sich dem Wettkampf, alle unter 20 ;-) , und trugen, in einer Zeit von 5 Minuten, ihre Werke vor. Dabei ist mir aufgefallen, dass es sehr viel Gesellschaftskritik gibt, die Jugend von heute ist also nicht verloren, im Gegenteil, sie macht mir sogar Mut für die Welt von morgen. Aber auch Lustiges war zu hören, und auch ein Gedicht über Müll, oder so ;-)
Insgesamt war die Veranstaltung gelungen, man kann ja auch nicht viel falsch machen, wenn nur ein Mikro, eine Couch, zwei Moderatoren und ein Slamer auf der Bühne steht ;-) . Mir hat es Spaß gemacht, und ich werde mir auch in zwei Monaten wieder den U20-Poetry-Slam ansehen.

Ich war übrigens fast der älteste im Raum, älter waren wohl nur noch der männliche Moderator und die Verantwortlichen für die Technik. Vielleicht saß auch hier und da noch eine Mutter im Publikum, aber die meisten waren tatsächlich jünger als ich ;-) .

Workshop vor dem Slam

 

Vor dem Slam findet übrigens auch immer ein Slamer-Workshop für U20-Jährige statt. Dieser ist kostenlos, das ist aber auch schon alles, was ich darüber sagen kann, denn ich bin nun einmal älter als 20 und habe dort nichts mehr verloren. Ich kann mir aber vorstellen, dass es eine schöne Erfahrung für die Jugendlichen ist und in zwei Monaten besteht wieder die Chance, an diesen Workshop teilzunehmen. In zwei Monaten, das ist übrigens der 15.06.2012, also wieder ein Freitag.

Rettet das GRIPS-Theater

 

Leider musste ich gestern wieder feststellen, dass der Berliner Senat an den falschen Stellen spart. Dem GRIPS-Theater fehlen wohl 100.000 Euro, um ihre Arbeit fortsetzen zu können. Dabei ist das GRIPS-Theater ein Ort, an welchem Kinder und Jugendliche ihre Kreativität zeigen können und wo sie sich kostengünstig Theateraufführungen ansehen können. Es wäre schade, wenn für dieses Theater kein Geld mehr zur Verfügung stehen würde, damit sich Kinder und Jugendliche die Veranstaltungen ansehen können. Mehr erfahrt ihr auf der Seite vom GRIPS-Theater.

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Was gesagt werden muss, muss gesagt werden.
Deswegen werde ich jetzt auch nicht länger schweigen,
denn schweigen kann keine Probleme lösen.

Ich sehe den Familienfrieden in Gefahr,
und davor habe ich Angst.
Dein Biowaffen-Potential ist riesengroß,
und wenn du ehrlich bist, dann schreckst du auch nicht davor zurück,
diese einzusetzen.

Bisher habe ich es hingenommen,
habe ich geschwiegen und den Schaden still beseitigt,
damit ich die Beziehung zwischen uns nicht gefährde – und ich habe einen riesen Respekt vor unserer Beziehung.

Doch jetzt kann ich nicht mehr schweigen,
jetzt muss gesagt werden, was gesagt werden muss,
denn, liebe Mietzekatze, deine Biowaffenangriffe müssen ein Ende haben.

Ich bin dafür, dass dein Waffenarsenal durch internationale Kontrolleure kontrolliert wird,
damit der Familienfrieden weiterhin bestand hat.

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