Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

Mit einer Mühle! Blogartikel vorbei, ich geh ins Bett. Ne, Moment, ich wollte da doch noch mehr zu schreiben.

Das Problem ist ja, dass ich absolut bei Null anfange. Ich habe keine Ahnung von Kaffee und ich habe schon gar keine Ahnung, wie der Kaffee am besten gemahlen wird. Bisher dachte ich ja, dass ist vollkommen egal, solange die Bohne am Ende keine Bohne mehr ist, sondern Pulver, aber da habe ich mich wohl getäuscht. Mein Laufpartner Bernd erzählte mir schon, dass die elektrische Kaffeemühle aus dem Osten, die ich noch besitze und die ein Schlagwerk hat – also so eine Klinge, die nicht wirklich scharf ist, die aber ganz schnell rotiert und dadurch die Bohne zerkleinert – die Bohne nur zerstört, aber keine gute Grundlage für einen Kaffee, beziehungsweise Cappuccino liefert. Dem musste ich jetzt in Experimenten, die ich höchst sorgfältig und unter Einhaltung aller wissenschaftlicher Blogstandards durchgeführt habe, herausfinden.

Die Kaffeemühle mit dem Schlagwerk

 

Da ich ein ziemlich bequemer Mensch bin, testete ich natürlich erst einmal die elektrische Kaffeemühle mit dem Schlagwerk. Bohnen rein, Deckel drauf und dann lange genug den Knopf gedrückt, damit das Kaffeemehl nachher fein genug ist. Klappt wunderbar mit der Kaffeemühle, allerdings fehlte mir hier von Anfang an der Kaffeeduft, also das starke Aroma, dass bei frisch gemahlenen Kaffee immer in der Luft liegt.

Nun bin ich ja ein absoluter Kaffeelaie – um nicht schon wieder zu sagen, dass ich gar keine Ahnung habe – und als dieser ging ich davon aus, dass das die Bohnen sind. Ich sah gar keinen Grund, dass das an der Kaffeemühle lag.

Der Espresso, der durch dieses Kaffeemehl entstand, schmeckte auf keinen Fall schlecht, aber er war doch ziemlich mild, was sich später ja auch auf den Cappuccino auswirkt, der dadurch auch ziemlich mild wird, aber auch das schob ich natürlich auf die Bohne selbst – hey, ich woher soll ich das denn auch besser wissen?

Enttäuscht war ich jetzt nicht wirklich, der Cappuccino war ziemlich gut, aber ich fand schon, dass das durchaus etwas kräftiger sein könnte. Zu meinem Glück befindet sich in unserem Haushalt auch eine manuelle Kaffeemühle. Ja okay, die war ziemlich dreckig, weil sie nie wirklich genutzt wurde, aber nachdem ich sie komplett auseinander gebaut hatte, konnte ich sie gut reinigen und danach konnte ich dann testen, ob es wirklich an der Mühle liegt, wie sich das Aroma der Kaffeebohne so entwickelt.

Manuelle Kaffeemühle (ich habe keine Ahnung wie sich das Mühlwerk nennt)

 

Das Problem bei dieser Mühle war, dass ich erst einmal die richtige Einstellung für das Mühlwerk finden musste, damit das Kaffeemehl nachher auch fein genug für einen Espresso ist. Das hat ein wenig Zeit gedauert, aber wenn diese Einstellung erst einmal gefunden ist, dann bleibt sie, vielleicht sogar einen Leben lang – also ein Kaffeemühlen-Leben-lang halt.

Nach der ersten Mahlung fiel mir gleich der starke Kaffeeduft auf, der auf einmal in der Luft lag. Es war also doch nicht die Bohne, die mir dieses Dufterlebnis vorher nicht gegönnt hatte. Doch, der Duft von frisch gemahlenen Kaffee ist schon etwas schönes, aber nein, deswegen werde ich nicht zum Kaffeetrinker, Cappuccino reicht.

Auch der Espresso, der durch dieses Kaffeemehl entstand, war stärker und aromatischer als der, der durch das Kaffeemehl aus der elektrischen Maschine entstanden ist. Ich habe das übrigens, wie es wissenschaftlicher Standard ist, an meiner Mutter getestet. Die trinkt Kaffee, und so musste ihr Urteil her. Der stark verdünnte Espresso aus der elektrischen Kaffeemühle war ihr zu schwach. Sie fand zwar auch, dass der Kaffee gut schmeckt, aber für sie muss er dann doch etwas stärker sein. Der stark verdünnte Espresso aus der manuellen Kaffeemühle war ihr dann allerdings viel zu stark und dieses viel zu stark ist genau die richtige Grundlage für meinen Cappuccino. Ihr dürft ja nicht vergessen, dass so ein Cappuccino nur zu einem Teil aus Espresso besteht und zu zwei Teilen aus Milch. Ein zu schwacher Espresso würde hier also bedeuten, dass ich Milch mit einer leichten Kaffeenote trinken würde, und das ist ja nicht der Sinn eines Cappuccinos.





2 Comments

  1. Carsten (27 comments)
    11:25 on April 10th, 2016

    Sauber!
    Ich habe einen Kaffeevollautomaten und eine kleine Handmühle mit Keramik-Mahlwerk. Beide produzieren sehr gute Ergebniss. Der Vollautomat natürlich auch direkt den Kaffee.

    Die Handmühle benutze ich immer in Kombination mit einer AeroPress oder der kleinen 1-Tasse-Bialetti.

  2. […] hingesetzt und unter einhaltung sämtlicher Blogstandards einen sehr schönen Artikel zum Thema Wie mahlt Mensch so eine Kaffeebohne […]

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