Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

In Berlin steht ein Barbiehaus,
doch Barbiehäuser müssen raus,
damit in dieser schönen Stadt,
der Kaufrausch keine Chancen hat.

Skandal, Skandal um Barbie….

Fiel mir gerade so ein, weil in Berlin tatsächlich ein Barbiehaus steht und weil einige Frauen der Meinung sind, dass sie gegen die Eröffnung von eben diesem Barbiehaus protestieren müssen. Es geht natürlich nicht um den Kaufrausch, sondern um die Rollenbilder, die dieses Traumhaus vermitteln soll, jedenfalls in den Augen der AktivistInnen.

Ich habe nichts gegen Protest, ich habe auch nichts gegen eine Meinungsäußerung, aber was die AktivistInnen erreichen wollen, ist doch viel mehr. Sie wollen, dass das Traumhaus nicht eröffnet wird, damit auch die Menschen nicht dort hingehen, die das durchaus interessiert. Sie wollen also anderen Menschen ihre Meinungen aufzwingen, weil sie der Meinung sind, dass ihre Meinung die einzig richtige Meinung ist. Das ist in meinen Augen falsch und das wird nicht zur Veränderung der Geschlechterrollen beitragen. Vielmehr würden sie, wenn das Traumhaus von Barbie tatsächlich nicht eröffnet wird, den Wut vieler Kinder und Eltern auf sich ziehen, die sich eben auf dieses Event gefreut haben.

Nun habe ich oben gesagt, dass ich nichts gegen Protest habe, allerdings hätte ich diesen anders organisiert. Ich hätte vor dem Barbiehaus einen Stand aufgebaut, der über die falschen Rollenbilder informiert. Der die Menschen darüber aufklärt, warum dieses Barbiehaus ein falsches Signal ist. Ich hätte Flyer an die Besucher verteilt, welche die wichtigsten Argumente beinhalten, die den Besuchern aber kein schlechtes Gewissen machen, sondern sie zum Nachdenken einladen. Denn nur, wer nachdenkt, wird irgendwann seine Positionen auch überdenken, und nur wenn die BesucherInnen ihre Positionen überdenken, wird es dazu kommen, dass es solche Traumhäuser in dieser Form nicht mehr gibt.

Der Zwang, den die AktivistInnen hier aber indirekt anwenden wollen, wird nicht dazu beitragen. Er wird nur die gegnerische Position stärken und genau das ist ein Fehler, wenn man Geschlechterrollen wirklich ändern möchte.

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Heute ist Donnerstag und im Bundestag wird über die Frauenquote diskutiert und abgestimmt. Ich persönlich halte nichts von der Quote, warum habe ich in einem anderen Artikel zur Frauenquote schon geschrieben. Ich möchte aber nicht ausschließen, dass ich bestimmte Argumente übersehe, die mich zu einer ganz anderen Meinung kommen lassen würden.

Im oben verlinkten Artikel hätte ich mir daher auch gerne eine breite Diskussion gewünscht, die aber leider nicht stattgefunden hat. Deswegen versuche ich es jetzt noch einmal und ich versuche es mit einem kleinen Wettkampf. Ich möchte jetzt einmal möglichst viele Pro-, und Contra Argumente für die Frauenquote, dabei wäre es aber schön, wenn wir das Stammtischniveau verlassen und wir uns tatsächlich einmal mit beiden Seiten beschäftigen.

Wie soll das Funktionieren?

 

Ich würde mich freuen, wenn ihr einen Blogartikel schreibt, der sich nicht nur mit den Argumenten befasst, die zu eurer Meinung passen, sondern auch mit den Argumenten, welche die Gegenseite vorbringt. Es wäre schön, wenn ihr dabei eure Argumente und die Argumente der Gegenseite fair bewertet und ihr am Ende begründet, warum ihr zu eurer Meinung gekommen seid.

Warum?

 

Nun, mir wird ja öfter vorgeworfen, dass ich mir die Argumente der Gegenseite nicht anhöre, oder um es mit einem Tweet zu sagen:

Wenn du keinen Blog hast, aber dennoch einen Artikel zum Thema schreiben möchtest, lade ich dich ein, diesen Artikel auf meinungsschauspieler.de zu veröffentlichen. Ansonsten würde ich mich freuen, wenn möglichst viele mitmachen und ihr mir hier per Kommentar einen Hinweis auf euren Artikel gebt. Ich selbst werde auch noch einmal einen Artikel zum Thema schreiben, werde dazu aber erst einmal noch Argumente im Internet sammeln.

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Darf ich gerade eine Runde kotzen? Da wacht eine Frau auf einer Parkbank auf, nachdem sie anscheinend KO-Tropfen bekommen hat, und zwei katholische Krankenhäuser lehnen die Beweissicherung, ob ebenfalls eine Vergewaltigung stattgefunden hat, ab, weil sie dann auch eine Beratung über eine ungewollte Schwangerschaft anbieten müssten – und die „Pille Danach“ verschreiben müssten. Das passt nicht mit der Moral der katholischen Kirche zusammen und auch der Hinweis, dass diese Dinge schon geklärt sind, konnte die Krankenhäuser nicht umstimmen.

Die Kirche schützt also lieber die Täter, als den Opfern zu helfen. Denn nichts anderes ist es, wenn man die Beweise nicht sichert – die gehen dann nämlich verloren und somit auch die Möglichkeit, den Täter sicher zu überführen. Die junge Frau hatte wohl Glück, dass sie nicht alleine in die Krankenhäuser gegangen ist, sondern von einem Notarztwagen gefahren wurde. Sonst hätte sie wahrscheinlich nach dem zweiten Krankenhaus auf ihr Recht verzichtet, was dem Täter wohl zugutegekommen wäre.

Spinnen wir doch einmal weiter. Was passiert, wenn die katholischen Krankenhäuser bald nur noch Menschen behandeln, die tatsächlich in der Kirche sind? Was ist, wenn sie erst einmal prüfen, ob der Patient Kirchensteuern zahlt? Das wird hoffentlich nicht passieren, aber es wäre wohl der Horror und eine Mitgliedschaft in der Kirche könnte dann eine Art Lebensversicherung sein.

Meiner Meinung nach sollte es Krankenhäusern verboten werden, notwendige Behandlungen abzulehnen – dazugehören für mich auch die Beweissicherung, die Beratung und das Verschreiben der „Pille Danach“. Oder Krankenhäuser dürfen nicht mehr von Kirchen geführt werden.

Es gab vor einigen Wochen schon mal den Fall in Irland, wo eine schwangere Frau nicht abtreiben durfte und am Ende die Frau und das Kind gestorben sind. Auch hier waren die Moralvorstellungen der Kirche schuld. Damals war es kein Selbstmord, aber was wäre, wenn eine vergewaltigte Frau, die von zwei Krankenhäusern abgelehnt wurde, sich selbst das Leben nimmt? Wäre dafür nicht die Kirche verantwortlich?

Notfalls muss ein katholisches Krankenhaus eben einen Arzt einstellen, der nicht an diese moralischen Vorstellungen gebunden ist. Auch wenn es der katholischen Kirche schwerfällt, so muss sie den Schutz der Opfer gewährleisten. Macht sie dies nicht, macht sie sich zum Mittäter.

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Der Großflughafen Berlin-Brandenburg wird 2013 immer noch nicht eröffnet. Schuld daran ist Klaus Wowereit, weil er das Abgeordnetenhaus vor der letzten Wahl nicht vergrößert hat. Durch die geringe Zahl von Abgeordneten stehen nicht genügend Arbeiter zur Verfügung, die den Flughafen fertigstellen können. Außerdem zeigt sich, dass die Parteien nicht das richtige Personal zur Wahl gestellt haben, denn die Abgeordneten haben bisher nur totalen Schrott produziert und nicht einmal einen vernünftigen Brandschutz gebaut.

Mittlerweile bieten Bauunternehmer sogar ihre Hilfe an, denn sie glauben nicht daran, dass gewählte Volksbauarbeiter die Kompetenz haben, den Flughafen eigenständig fertigzustellen. Sie verlangen, dass sie jetzt endlich am Bau beteiligt werden, und würden dafür sogar Verantwortung übernehmen….

Ach Moment, Wowereit baut den Flughafen ja gar nicht. Da sind ja schon Bauunternehmer dran beteiligt. Bauunternehmer, die eigentlich Experten sein sollten – etwas, was Wowereit nicht ist. Warum soll dann eigentlich Wowereit gehen? Warum nicht die Bauunternehmer, die diesen Schrott dort hingestellt haben? Warum nicht die, die diese Brandschutzanlage gebaut haben und dort totalen Schrott abgeliefert haben?
In den Zeitungen wird ja behauptet, dass jeder Arbeitnehmer um seinen Arbeitsplatz zittern muss, wenn er scheiße baut. Aber wer ist der Arbeitnehmer? Ist Wowereit der Arbeitnehmer? Oder sind es die Bauunternehmer? Wenn man das vergleichen will, dann muss man schon den richtigen Vergleich ziehen. Nicht der Chef verlässt das Unternehmen, wenn ein Mitarbeiter scheiße gebaut hat, sondern der Mitarbeiter. Und die Mitarbeiter sind in diesem Fall die Bauunternehmer, die den Auftrag haben, einen funktionsfähigen Flughafen zu bauen.

Ja, Wowereit hatte die Aufsicht. Ja, dadurch hat er eine gewisse Verantwortung übernommen, aber er ist kein Experte. Er hätte die Bauunternehmer austauschen müssen, nachdem diese schon den ersten Termin nicht eingehalten haben. Er hätte reagieren müssen, nachdem die Kosten explodiert sind – aber kennen wir die Verträge, die geschlossen wurden? Wissen wir, ob er überhaupt reagieren konnte?
Es wäre jetzt an der Zeit, die wirklich Verantwortlichen zu suchen. Die Bauunternehmer müssten jetzt die Konsequenzen spüren und zu Schadensersatzzahlungen verpflichtet werden. Die Leistung, welche die Bauunternehmer erbringen sollten, haben sie nicht erbracht und genau dort muss jetzt angesetzt werden. Vielleicht sind auch die Planer schuld, die Architekten. Ich weiß es nicht, aber hier sind die zu finden, welche die Verantwortung übernehmen müssen.

Wowereit muss deswegen nicht sein politisches Amt abgeben. Die Entscheidung darüber können die Berliner 2016 treffen.

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Ich wollte schon lange einen Artikel über die Pharmaindustrie schreiben. Grund dafür war ein Kommentar unter einem anderen Artikel, der dort nicht wirklich gepasst hat, dessen Autoren ich aber versprochen habe, noch einen Artikel zu dem Thema zu schreiben. Heute werde ich nun dieses Versprechen endlich umsetzen.

Den Apothekern und der Pharmaindustrie wird seit Jahr(zehnten) Geld zugeschustert ohne Ende – während die Versicherungen (a.d.B. Versicherten) immer weniger Leistungen bekommen und mehr zuzahlen müssen!
Vermutlich muß erst das ganze System zusammenbrechen!

 

Erst einmal sollte man hier eine Trennung durchführen, denn die Pharmakonzerne und die Apotheken sind zwei verschiedene Schuhe. Ich stimme zu, dass die Pharmakonzerne in Deutschland viel zu viel Geld verdienen. Eine Begründung dafür ist, dass die Pharmakonzerne auf der anderen Seite auch an neuen Medikamenten forschen. Das ist natürlich wahr, aber warum sind dieselben Medikamente in anderen Ländern dann soviel Billiger? Warum können wir Medikamente reimportieren und diese dann immer noch Billiger verkaufen?
Genau hier liegt auch mein Problem mit diesem System, denn die Gewinnspanne in Deutschland scheint deutlich zu hoch zu sein. Wenn das mit der Forschung begründet wird, muss das wohl bedeuten, dass wir hier in Deutschland diese Kosten alleine tragen. Aber das glaube ich nicht, ich glaube viel mehr, dass das deutsche Gesundheitssystem so aufgebaut ist, dass es durch die Pharmaindustrie ausgenutzt wird. Die Unternehmen machen Gewinne im Milliarden Bereich und da sind die Forschungskosten ja bereits abgezogen. Und diese Gewinne blähen die Kosten in unserem Gesundheitssystem unnötig auf.

Eine Lösung könnte sein, dass die Krankenkassen endlich eine stärkere Verhandlungsposition gegenüber den Pharmakonzernen bekommen. Es sollte nicht mehr jede einzelne Krankenkasse mit den Konzernen verhandeln, sonder es muss einen großen Verband geben, der diese Verhandlungen für die Krankenkassen übernimmt – oder eine große Krankenkasse, was meine favorisierte Lösung ist. Dieser Verband könnte einen viel größeren Verhandlungsdruck aufbauen, da er in der Lage ist, auch einzelne Pharmakonzerne aus dem lukrativen Markt „deutsches Gesundheitssystem“ ausschließen könnte. Wahrscheinlich wären die Medikamente in Deutschland dann immer noch teurer als in anderen Ländern, aber sie würden sinken und das würde unser Gesundheitssystem entlasten.

Solange aber Reimporte von Medikamenten noch billiger sind, als die Medikamente, die direkt ausgeliefert wurden, solange läuft in unserem System etwas falsch.

 

Apotheken hingegen haben einen funktionierenden Preiskampf. Sie müssen sich ja nicht nur gegen die Apotheken durchsetzen, die ein paar Ecken weiter sind, sondern inzwischen auch gegen Onlineapotheken, die den Preiskampf noch einmal deutlich steigern. Hier besteht sogar die Gefahr, dass durch diesen Preiskampf der Kunde am Ende auf der Strecke bleibt, weil die Fachberatung verloren geht.
Ich zum Beispiel liebe es in eine Apotheke zu gehen, dort meine Symptome zu beschreiben und dann eine vernünftige Beratung zu bekommen, welches Medikament für mich jetzt das richtige wäre. In einer Onlineapotheke ist das nicht der Fall, hier muss man das Medikament kennen, welches man haben möchte. Das ist eine Alternative für Menschen, die immer dasselbe beziehen, aber auf eine normale Apotheke würde ich nicht verzichten wollen, schon allein deswegen, weil die Wartezeiten unterschiedlich sind. Wenn ich Kopfschmerztabletten brauche, möchte ich nicht noch warten, bis diese mir mit der Post zugestellt werden, sondern ich möchte sie unverzüglich nutzen können.

Weitere Einsparungen bei Apotheken wären also kontraproduktiv, weil dadurch der Service und die Fachberatung verloren gingen. Und das könnte am Ende auch Leben kosten, nämlich dann, wenn es keine Notapotheken mehr gibt, wo man lebensnotwendige Medikamente besorgen kann, wenn diese unerwartet ausgegangen sind.

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Heute habe ich mal wieder Post von meinem derzeitigen Stromanbieter bekommen. Fast 26 Cent will er ab dem nächsten Jahr für eine Kilowattstunde Strom haben – angefangen habe ich vor 1 ½ Jahren bei knapp 19 Cent. Das bedeutet für mich, dass ich wohl im Januar mal wieder auf die Suche nach einem neuen Stromanbieter gehen muss, aber ewig wird mir die Flucht auch nicht mehr gelingen, denn es gibt einfach keinen wirklichen Wettbewerb am Strommarkt.

Die Politik hat keine Ideen!

 

Die Politik schiebt die Schuld auf die Energiewende, die den Strom zwangsläufig verteuert. Diese Erklärung ist bis zu einem gewissen Punkt nachvollziehbar, aber wenn wir dann für die Infrastruktur der großen Unternehmen mitzahlen müssen, sie sogar alleine finanzieren, dann bekomme ich schon ein Problem damit. Außerdem müssten wir Verbraucher ja auch irgendwann einmal an den Gewinnen beteiligt werden, die durch Infrastruktur erwirtschaftet werden, welche durch die EEG Umlage finanziert werden. Das wird nie kommen, weil es die Konzerne nicht wollen und weil es die Politik nicht will. Beide Parteien sind sich einig: Der Kunde zahlt alles und hat die Schnauze zu halten.

Früher war Marktwirtschaft ja einmal so gedacht, dass der Unternehmer die Gewinne behalten darf, dafür aber auch das Risiko für Investitionen trägt. Inzwischen sind wir in der Energiebranche soweit, dass die Unternehmen immer noch die Gewinne für sich behalten, die Kunden aber das Risiko für Fehlinvestitionen tragen. Das ist übrigens dasselbe Prinzip, wie es in den letzten Jahren auch bei den Banken funktioniert hat – auch wenn es hier keine Preiserhöhungen gab, sondern Steuergelder vernichtet wurden.

Die großen Vier haben also kein Risiko mehr, auch wenn sie die ganze Zeit darüber jammern, dass sie der Atomausstieg viel zu viel Geld kostet. Da der Ausstieg jetzt aber schon über ein Jahrzehnt bekannt ist, hätten die Unternehmen schon lange genügend Rücklagen bilden können, um den Ausstieg zu finanzieren. Mein Mitleid hält sich hier also in Grenzen, auch deswegen, weil diese Unternehmen ja immer noch mehrere Milliarden Euro Gewinn machen, von welchen diese übrigens auch das Investitionsrisiko tragen könnten.

Einen Preiskampf könnten wir wahrscheinlich nur dann auslösen, wenn endlich einmal ein paar Millionen Haushalte ihren Stromanbieter wechseln würden. Ich rede da nicht von 2-3 Millionen Haushalten, sondern von 10-15 Millionen Haushalten. An dieser Stelle möchte ich aber auf meinem Artikel verweisen, den ich vor ein paar Tagen veröffentlicht habe: “Wir Deutschen” erklärt wohl, warum dieser Preiskampf noch nicht eingesetzt hat und warum die vier Großen machen können, was sie wollen.

In der Zwischenzeit wird es aber immer mehr Menschen in Deutschland geben, die sich den Strom nicht mehr leisten können, weswegen sie von Stromsperren betroffen sein werden. Was übrigens ein Beweis dafür ist, dass Strom nicht mehr zu billig ist, auch wenn es tatsächlich noch Menschen gibt, die das behaupten. Das machen sie aber nur noch solange, bis sie selbst nicht mehr wissen, wie sie den Strom bezahlen sollen, weil sie zum Beispiel ihren Job verloren haben, oder aus einem anderen Grund auf einen Teil ihres Einkommens verzichten müssen.

Wenn die Kilowattstunde 50 Cent kostet…

 

Wenn das mit den Strompreiserhöhungen so weiter geht, werden wir bald pro Kilowattstunde 50 Cent bezahlen. Hört sich wenig an? Dann rechnen wir das mal hoch: Bei 1.000 Kilowattstunden wären das 500,- Euro, bei 2.000 Kilowattstunden schon 1.000,- Euro und bei 4.000 KWH schon 2.000 Euro. Rechnet man dann noch die Grundgebühren hinzu, kommt ein Haushalt mit 4 Personen schnell auf einen monatlichen Abschlag von weit über 100,- Euro.

Lösungen könnten hier fast nur noch sein, sich sein eigenes Biogaskraftwerk zu bauen oder sich ein Windrad auf den Balkon zu stellen. Zusätzlich noch Solarzellen aufs Fensterbrett und Fernsehen gibt es nur noch, wenn man vorher 2 Stunden Sport auf einem Hometrainer getrieben hat.

Das ist übrigens eine Geschäftsidee für Hometrainer-Hersteller. Verseht euer Gerät mit einer Steckdose und einem Akku. Diese Hometrainer werden sich mit Sicherheit sehr gut verkaufen, denn welcher Mann möchte schon am Wochenende auf seine Sportschau verzichten, nur weil er sich den Strom nicht mehr leisten kann? So hätte diese Energiewende doch noch einen positiven Effekt, denn die deutschen Haushalte würden sportlicher werde. Vielleicht ist ja das auch der Plan, welchen die Bundesregierung verfolgt.

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Ja ja wir Deutschen. Uns reicht es, wenn wir alle 4 Jahre ein Kreuz machen dürfen. Alles was in der Zwischenzeit passiert nehmen wir kampflos hin, denn wir freuen uns darauf, dass wir diese Politiker dann bei der nächsten Wahl ärgern können, indem wir sie nicht mehr wählen.
Ein politischer Streik jedoch käme für uns nicht infrage, denn man könnte damit ja eventuell etwas ändern, und das möchte der Deutsche ja bekanntlich nicht. Vor Veränderung hat der Deutsche Angst. Es wäre ihm lieb, wenn alles so bleiben würde, wie es ist und alles was Veränderung bedeutet, wird erst einmal negativ betrachtet.

Das gilt übrigens nicht nur in der Politik, sondern auch in anderen Bereichen. Man nehme einfach nur das Internet, welches der Deutsche als Vorhof zur Hölle betrachtet. Alles, was das Internet bringt, kann nur böse sein, und weil das so ist, muss das Internet in Deutschland so klein wie möglich gehalten werden und natürlich muss es auch reguliert sein, sodass gar kein Webseitenbetreiber auf die Idee kommen könnte, dass seine Webseite auch wirklich legal ist.
Der Deutsche steht neuen Technologien generell eher ablehnend gegenüber, denn die Glühbirne ist das Beste, was es überhaupt gibt und LEDs und Energiesparlampen sind Müll. Diese Technologien hätten nie erfunden werden müssen, wenn es nach dem Deutschen geht, denn an die Glühlampe werden beide Technologien nicht rankommen.

Aber jetzt bin ich vom Thema abgekommen, denn der Deutsche streikt nicht gerne. Mal um eine Löhnerhöhung kämpfen, das ist in Ordnung. Aber politischer Streik? Niemals! Man könnte ja tatsächlich etwas verändern. Deutschland könnte besser werden – aber ich vergaß, Deutschland ist ja schon an einem Punkt angekommen, wo es gar nicht mehr besser werden kann. Deutschland ist das Beste, es geht nicht besser. Alle, die etwas anderes behaupten, sollen einmal ins Ausland blicken. Das Ausland zeigt uns, dass bei uns alles gut ist und das es eigentlich gar keinen Grund gibt, politisch etwas verändern zu wollen.

Und außerdem macht ein politischer Streik nur unsere Wirtschaft kaputt, denn der Deutsche streikt ja gerne und er würde dann alle drei Wochen einen politischen Streik ausrufen. Das würde unsere Wirtschaft natürlich nicht überleben und am Ende würden wir alle arbeitslos auf der Straße sitzen und verhungern. In Deutschland kann ja auch jeder arbeiten, wenn er nur will, denn in Deutschland gibt es genügend Arbeit für alle. Und jeder kann auch von dieser Arbeit leben, denn die deutschen Arbeitgeber sind die sozialsten Arbeitgeber dieser Welt und sie würden niemanden für einen Hungerlohn arbeiten lassen. Wer von seinem Lohn oder Gehalt nicht Leben kann, der ist einfach nur faul. Und wenn er nicht faul ist, dann ist er einfach zu doof für diese Welt.
Zu doof deswegen, weil die Deutschen ein sehr gutes Bildungssystem haben. Und wer es hier nicht schafft einen vernünftigen Abschluss zu machen, der muss einfach zu doof. Fehlende Bildungschancen gibt es in Deutschland nicht. Jeder hat dieselbe Chance und jeder der was anderes behauptet ist einfach nur blöd…

Änderungen? Nicht in Deutschland! Wir wollen das nicht, wir leben schließlich im besten Land dieser Erde.

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In Berlin versuchen gerade Flüchtlinge, ihre Lebensbedingungen in Deutschland zu verbessern. Sie fordern Verbesserungen am Asylrecht und sind dafür sogar in den Hungerstreik getreten. Und dann gibt es irgendwelche Leute, die Sätze raushauen wie: „Sie müssen nicht in Deutschland bleiben, wenn es ihnen nicht gefällt.“ oder „Wenn es den Flüchtlingen in Deutschland nicht gefällt, können sie doch in ihre Heimat zurückkehren.“

Bei solchen Sätzen bekomme ich immer einen Hals, ich könnte die Leute anschreien, ich würde sie gerne wachrütteln, die Ignoranz aus ihrem Geist verbannen. Denn sie vergessen immer, dass diese Menschen nicht aus Spaß ihre Heimat verlassen. Es gibt Gründe dafür, dass sie dies tun. Sei es Hunger, Krieg, Armut oder eben irgendein anderer Grund, der dafür sorgt, dass die Menschen ihre Heimat verlassen. Die meisten gehen nicht, weil es ihnen Spaß macht, sie gehen, weil sie eine Zukunft suchen. Die meisten würden wohl lieber bei ihrer Familie bleiben, nehmen aber den Weg nach Europa in Kauf, um dort Geld zu verdienen, mit dem sie ihre Familie in der Heimat unterstützen können.

Und dann vergessen diese Menschen auch gerne, dass wir auch verantwortlich für die Lage in vielen dieser Länder sind. Viele westliche Unternehmen haben dort die Natur zerstört, die Umwelt verschmutzt – sie haben die Lebensbedingungen in diesen Ländern verschlechtert und nicht verbessert. Auch der IWF hat seinen Teil dazu beigetragen, dass sich dort in den letzten Jahrzehnten nicht wirklich viel entwickeln konnte. Und auch die EU hat ihren Teil dazu beigetragen, in dem sie durch billige Lebensmittel die einheimische Landwirtschaft in die Knie gezwungen hat.

Das sind die neueren Entwicklungen, da ist das Leid, welches wir zu Kolonialzeiten in diese Länder gebracht haben. All das vergessen wir! Wir überlegen gar nicht, dass wir auch unsere Verantwortung für die Lebensbedingungen tragen. Wir haben auch eine Verantwortung dafür, dass die Wirtschaft in diesen Ländern am Boden liegt, wir haben auch eine Verantwortung für Kriege, die derzeit in einigen dieser Länder wüten, aber diese Verantwortung schieben wir gerne von uns.

Wir wollen lieber den Flüchtlingen diese Verantwortung geben. Sie sollen doch lieber in ihrem Land etwas aufbauen. Sie sollen dort dabei helfen, dass etwas entsteht, sie sollen aber nicht nach Deutschland kommen, um hier eventuell das Geld zu verdienen, um in ihrem Land etwas aufzubauen.

Sicher müssen auch andere Dinge angegangen werden. In den Ländern müssen Bedingungen geschaffen werden, dass diese Menschen nicht mehr flüchten müssen. Die Menschen müssen einen freien und kostenlosen Zugang zur Bildung bekommen, damit sie dort etwas aufbauen können. Ebenso müssen sie die finanzielle Unterstützung bekommen, um Unternehmen zu gründen. Kurz gesagt, sie brauchen Unterstützung, damit sie den Wissensrückstand aufholen können, den sie derzeit haben.

Und es muss dafür gesorgt werden, dass die Menschen in ihren Ländern mehr von den Produkten profitieren, die dort angebaut werden. Der Großteil der Gewinne, welche zum Beispiel durch Kaffee erwirtschaftet werden, muss in den Ländern bleiben, muss den Menschen dort zugutekommen.Was natürlich bedeuten würde, dass der Kaffee teurer wird und das die multinationalen Unternehmen weniger Gewinne für sich behalten können.

Dazu gehört auch, dass in diesen Ländern Umweltstandards eingehalten werden und das die Wirtschaft geschützt wird, welche gegen die westliche Wirtschaft einfach keine Chance hat. Es sollten also nur noch Produkte an diese Länder verkauft werden, welche sie nicht selbst herstellen können, oder welche eben nicht in ausreichender Menge produziert werden können.

Natürlich müssen auch interne Probleme gelöst werden, aber das ist nichts, was wir ändern können. Das ist etwas, was sich ändert, sobald die Bedingungen dafür geschaffen sind.

Aber all das liegt in der Zukunft. In der Gegenwart brauchen diese Menschen Hilfe, und weil wir eine Mitverantwortung für diesen Zustand tragen, haben wir auch die verdammte Pflicht diesen Menschen zu helfen. Und Hilfe ist eben nicht, diese Menschen wieder nach Hause zu schicken, nur weil sie uns zu unbequem sind.

Quellen:

 

Links zum Thema:

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Netzentgelte, EEG-Umlage, alles wird im nächsten Jahr steigen. Somit steigen auch die Strompreise mal wieder an und der Verbraucher weiß schon gar nicht mehr, wo er das Geld noch hernehmen soll. Ab dem nächsten Jahr werden noch mehr Menschen von Stromsperrungen betroffen sein. Sie können sich Strom nicht mehr leisten, weil einfach keine Möglichkeit mehr besteht, an anderen Stellen zu sparen. Aber der Politik ist das egal, sowohl der aktuellen Regierung wie auch der SPD und den Grünen, die Strom in Deutschland zum Luxusartikel verkommen lassen wollen.

Politiker, besonders die Grünen, wollen eher, dass der Verbraucher noch mehr spart. Er soll sich noch bessere Geräte kaufen, die noch weniger Energie verbrauchen. Doch was diese Politiker alle nicht beachten ist, dass sich viele, die sich Strom bald nicht mehr leisten können, auch keine neuen Haushaltsgeräte leisten können. Viele würden sicher gerne einen neuen Kühlschrank kaufen, doch sie bekommen keinen, weil sie keinen Kredit bekommen und weil keine Ersparnisse vorhanden sind, um die Geräte eigenfinanziert kaufen zu können. Dennoch hört man die Politiker sagen, dass die Bürger noch ca. 30 Prozent an Einsparpotential haben, und sie dieses doch einfach nur nutzen sollten.

Politiker sollten sich aber eher mal einen Kopf darüber machen, wie diese neuen Investitionen gestemmt werden sollen. Wie soll ein Hartz4-Empfänger sich einen neuen Kühlschrank leisten? Wovon soll er sich die Energiesparlampen leisten, die ja doch teilweise noch weit über 5,- Euro kosten und woher soll er die anderen Geräte nehmen, die alle zu dieser Einsparung beitragen sollen? Dasselbe gilt auch für viele Bürger, die im Niedriglohnsektor arbeiten. Auch hier fehlen die finanziellen Mittel und auch hier werden meist keine Kredite vergeben, um die Geräte über einen längeren Zeitraum zu finanzieren.

Die Partei „Die Linke“ ist derzeit die einzige Partei, die Sozialtarife für Geringverdiener und Hartz4-Empfänger fordert. Das wäre wohl die einzige Möglichkeit, um sicherzustellen, dass Geringverdiener und Hartz4-Empfänger weiterhin Zugang zu bezahlbaren Strom haben. Aber weder die derzeitige Regierung noch die SPD und Grünen sind an der Einführung solcher Tarife interessiert. Sie wollen nur, dass die Bürger Strom einsparen und die derzeitige Regierung will sogar, dass die Bürger die großen Unternehmen subventionieren, damit diese noch höhere Gewinne einfahren können. Warum sollten die großen Unternehmen, die Konzerne, die schon kaum Steuern zahlen, denn auch am Ausbau der Infrastruktur beteiligt werden, welche diesen Konzernen dabei hilft, ihre Gewinne zu erwirtschaften? Das soll mal schön der Bürger übernehmen, und weil es ihm anscheinend noch nicht wehtut, macht er das auch widerstandslos.

Da die Partei „Die Linke“ wohl in absehbarer Zeit nicht an der Regierung beteiligt sein wird, bleibt eigentlich nur noch die Möglichkeit, seinen Strom zu rationieren, wenn man die Strompreiserhöhungen nicht mehr mitgehen kann und wenn auch der Wechsel zu einem anderen Stromanbieter nicht mehr genügend Ersparnisse bringt.

Eine Energiewende kann nicht gelingen, wenn man die großen Stromverbraucher aus der Finanzierung heraus nimmt, um deren Kosten auf die kleinen Verbraucher aufzuteilen. Sie kann nicht gelingen, wenn man Geringverdiener und Hartz4-Empfänger in dieser Entwicklung nicht beachtet. Wenn man also große Konzerne entlastet, muss man auch Geringverdiener entlasten.

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Der Bundestag hat jetzt also einen guten Entwurf, um die Körperverletzung an männlichen Neugeborenen schnellstmöglichst wieder rechtssicher zu machen. Rechtssicher für die Eltern, die sonst in ihrer Religionsausübung gestört werden würden – nicht rechtssicher für die Kinder, die gar nicht selbst entscheiden dürfen, ob sie diesen Brauch ablehnen oder nicht, sie müssen mit der religiösen Entscheidung ihrer Eltern leben, die eben entscheiden, dass dieser Brauch wichtig ist. Und weil sie das Denken, haben die Politiker ihr eigenes Denken sofort eingestellt, sie haben sich die guten Gründe gegen eine Beschneidung wahrscheinlich nicht einmal angehört, und wenn, dann haben sie diese wahrscheinlich mit der Begründung vom Tisch gewischt, dass es sich hier um einen jahrtausendealten Ritus handelt und wahrscheinlich halten sie die Vorhaut nicht für so wichtig, um das Menschenrecht auf körperliche Unversehrtheit zu beachten.

Bei dieser körperlichen Unversehrtheit ist es übrigens egal, um welches Teil am Körper es sich handelt. So sollten auch Mädels selbst entscheiden, ob sie Ohrlöscher haben wollen. Auch dazu braucht das Kind eine gewisse Reife, die es mit 4, 6 oder 8 Jahren noch nicht haben kann. Oder Zwitter, um noch ein weiteres Beispiel zu nennen. Die Eltern können gar nicht wissen, welche Seele sich im Körper des Neugeborenen befindet, sie dürfen aber darüber entscheiden, welches Geschlecht das Kind bekommen soll. Eine Entscheidung, die später nicht mehr zu beheben ist, und die, wenn sie falsch war, auch für das Kind weitreichende Folgen hat. Aber zurück zum Thema.

Was würde passieren, wenn jetzt eine Religion nach Deutschland kommt, die den jahrtausendealten Ritus hat, jedes zweite männliche Neugeborene zu kastrieren? Würden die Politiker hier auch sofort Rechtssicherheit herstellen? Oder wenn der Islam jetzt sagt, dass die Zwangsheirat ihrer Mädels ein jahrtausendealter Ritus ist, wird das dann auch im Sorgerecht der Eltern verankert und legalisiert? Warum wird übrigens bei religiösen Riten ein unterschied zwischen Mann und Frau gemacht? Weil die Vorhaut des Mannes unwichtig ist? Sollte nicht jeder Mensch auf dieser Erde das Recht haben über seinen Körper selbst zu bestimmen – egal ob es sich um einen Mann oder um eine Frau handelt? Warum wird ein Ritus so sehr viel höher gewichtet als die Selbstbestimmung?

Mir ist klar, dass die Beschneidung im Judentum ein wichtiger Ritus ist, um den Bund mit Gott herzustellen. Aber kann dieser Bund nicht auch später hergestellt werden? Ist der Gott, an den so viele Menschen glauben, wirklich so brutal, dass er Kinder, die noch nicht beschnitten sind, aus seinem Himmelreich verbannt? Und wenn das so ist, warum gilt das dann nur für die Juden und für den Islam, nicht aber für die Christen und anderen Religionen? Und warum ist bei einem Moslem die Zeitspanne, in welcher er beschnitten werden muss, nicht festgelegt?

Leider überkommt mich immer häufiger das Gefühl, dass deutsche Politiker das eigene Denken eingestellt haben. Wahrscheinlich halten sie es nicht für notwendig einmal über ihr eigenes Handeln zu reflektieren, geschweige denn über das Handeln anderer. Sie verbieten Jugendlichen den Besuch von Solarien, weil diese für die Gesundheit schädlich sind, erlauben es aber Eltern darüber zu entscheiden, ob ein Stück Haut nun eine wichtige Funktion hat oder nicht.

Ach so, ihr könnt mir in den Kommentaren jetzt gerne sagen, dass man das Eine nicht mit dem Anderen vergleichen darf. Ich mache es dennoch, weil es einfach um etwas Grundsätzliches geht, nicht um die Vergleichbarkeit der einzelnen Dinge.

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