Svens kleiner Blog

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Demographische Daten (Bewohner, Größe, Lage)

Die Insel Zypern liegt im östlichen Teil des Mittelmeers und ist dort mit 9251 km² die drittgrößte Insel. Nur Sizilien und Sardinien sind größer als Zypern und gehören zu Italien. Geographisch gesehen liegt Zypern in Asien und nicht in Europa.

Zypern hat 1.058.300 Einwohner (Stand 2006) wobei 778.700 Einwohner dem griechischen Teil der Bevölkerung angehören, 265.100 dem türkischen Teil der Bevölkerung und 14.500 auf den Militärbasen zu finden sind.

Zypern ist Demokratisch und eine Republik. Seid 2004 gehört die Republik Zypern zur EU.

Die Geschichtliche Entwicklung des Konflikts

Bis 1878 gehörte die Insel Zypern zum osmanischen Reich, wurde dann aber an Großbritannien verpachtet um von diesen im Krieg gegen Russland Unterstützung zu bekommen. Der griechische Teil der Bevölkerung war am Anfang zufrieden damit, weil sie dachten das Großbritannien nun Demokratie nach Zypern bringt. Dies war allerdings nicht der Fall, im Gegensatz, Großbritannien belegte die Bevölkerung von Zypern mit hohen Steuern, gestand diesen aber keine Mitsprache in Regierungsangelegenheiten ein. Deswegen entstanden sehr schnell zwei Strömungen im Land. Die griechische Bevölkerung wollte den Anschluss an Griechenland und der türkische Teil wollte eine Teilung in zwei Staaten. Diese Strömungen wurden aber nicht  Unterstützt und von den Briten unterdrückt.

Mit dem Eintritt des osmanischen Reiches in den ersten Weltkrieg wurde der Pachtvertrag hinfällig, worauf hin GB die Insel annektierte. 1923 wurde die Annektierung der Insel mit der Gründung der Türkei von der Türkei anerkannt und 1925 wurde Zypern dann zur Kronkolonie von GB. In Zypern gab es aber weiterhin die beiden Strömungen, GB lehnte aber den Anschluss an Griechenland ab, der im ersten Weltkrieg noch zur Debatte stand, wenn Griechenland auf Seiten der Briten in den Krieg eintritt.

Nach dem zweiten Weltkrieg kam das Zypernproblem dann auch bei den Vereinten Nationen auf die Tagesordnung. Aber erst 1959 kam es dann zu einer Lösung, in welcher England, Griechenland und die Türkei den Züricher Vertrag unterzeichneten und Zypern in die Unabhängigkeit entließen. Im Vertrag wurde Griechenland und der Türkei das Recht zugestanden auf der Insel Armeeeinheiten zu stationieren und zwar im Verhältnis von 3:2. Auch England sicherte sich zwei Militärbasen auf Zypern. Außerdem wurde in der Verfassung die Gleichberechtigung der türkischen und der griechischen Bevölkerung festgeschrieben. Auch die Verteilung der Posten in dieser Republik wurden durch diesen Vertrag geregelt. Der Präsident sollte demnach immer von der griechischen Bevölkerung gestellt und der Vizepräsident wurde von der türkischen Bevölkerung gestellt. Beide hatten ein Vetorecht für Beschlüsse die vom Kabinett beschlossen werden. Dieses Kabinett besteht aus 10 Sitzen, wobei der Präsident 7 dieser Sitze mit griechischen Zyprer besetzt und der Vizepräsident die restlichen 3 Sitze mit türkischen Zyprer.

Das ganze ging bis 1963 gut, bis der damalige Präsident Makarios eine Verfassungsänderung durchbringen wollte, welche die Rechte der türkischen Bevölkerung einschränken sollte und das Vetorecht des Präsidenten und Vizepräsidenten abschaffen sollte, so hätten die griechischen Zyprer ihre Gesetze durchboxen können ohne auf den anderen Teil achten zu müssen. Dies brachte Unruhen ins Land, welche nur durch UN Friedenstruppen gelöst werden konnten.

1974 eskalierte das ganze erneut, nachdem zuvor schon die ganzen türkischen Siedlungen von den griechischen Militärgruppen abgeriegelt wurden und nur durch die Friedenstruppen versorgt werden konnte. 1974 wollte dann aber griechische Nationalisten einen Staats-Putsch durchführen und die Insel an Griechenland angliedern. Hier schritt dann aber die Türkei ein, welche den nördlichen Teil der Insel besetzte und einen türkischen Teilstaat ausrief. Jetzt setzten Vertreibungen ein, so dass die Bevölkerungsgruppen ziemlich bald getrennt von einander lebten.

1983 erklärten sich der türkische Teil dann für Unabhängig und rief die Türkische Republik Zypern aus, diese wurde allerdings nur von der Türkei anerkannt und existiert ansonsten nicht. Die Grenzen Dieser beiden Staaten wurden geschlossen und bis 1996 passierte dann überhaupt nichts. Versuche der Wiedervereinigung scheiterten, ansonsten war es aber relativ friedlich. 1996 kam es dann zu Eskalationen an dessen Ende ein griechischer Zyprer von der türkischen Armee erschossen wurde.

In den folgenden Jahren entwickelte dann Annan einen Plan zur Wiedervereinigung der Insel, welche in der ersten Fassung etwas mehr als 100 Seiten betrug und in der letzten Fassung dann schon über 6000 Seiten umfasste. Alle diese Pläne wurden aber abgelehnt und die Wiedervereinigung scheiterte.

2002 beschloss dann die EU Zypern aufzunehmen, beschloss aber auch, dass in einer Volksabstimmung, auf der Grundlage des Annans Plan, über die Wiedervereinigung abgestimmt werden soll. Diese Volksabstimmung wurde im Jahr 2004 durchgeführt, im selben Jahr also  in dem Zypern in die EU aufgenommen wurde.

Da sich der griechische Teil der Zyprer aber benachteiligt fühlte, stimmten 75 Prozent gegen diesen Plan, somit war die Wiedervereinigung gescheitert, obwohl der türkische Teil der Bevölkerung mit 65 % für diesen Plan stimmte.

2003 wurden dann überraschend die Grenzen zwischen Nord – und Südzypern geöffnet, welche die Hoffnungen auf eine Wiedervereinigung wieder erhöhten.

Somit trat 2004 nur der griechische Teil von Zypern der EU bei, was aber theoretisch nicht ganz richtig ist, da International Zypern nur ein Staat ist und somit die ganze Insel zur EU gehört.

Seid 2008 gibt es wieder Verhandlungen zwischen beiden Volksgruppen, der Ausgang ist allerdings bis heute offen.

Aussicht

Wenn es nicht zu einer Wiedervereinigung der beiden Teilstaaten kommt, wird sich der Konflikt zwischen beiden Bevölkerungsteilen wieder verschärfen, da der nördliche Teil der Insel in Armut lebt und es dem südlichen Teil der Insel sehr viel besser geht.