Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

Am Freitag letzter Woche stand ich kurz davor, mich bei der Fernuni in Hagen einzuschreiben. Ich möchte immer noch studieren und habe mich jetzt auch für den Studiengang entschieden. Wirtschaftsinformatik soll es werden, was mich immerhin knapp 2.000,- Euro kosten würde, allerdings sind das nur die Gebühren. Hinzu kommen würden auch noch die Kosten für die Reisen nach Hagen, damit ich dort meine mündlichen Prüfungen ablegen kann. Kurz gesagt, obwohl sich diese Summe auf drei Jahre verteilen würde, bin ich mir noch nicht sicher, wie ich es finanzieren soll. Deswegen habe ich mich am Freitag dann auch nicht angemeldet, denn ich bin froh, dass ich die Schulden, die ich angehäuft habe, als ich mein Abitur nachgeholt habe, endlich wieder abgezahlt habe.

Wenn ich mich jetzt bei der Fernuni in Hagen einschreibe, wären das wieder Verbindlichkeiten, die ich über die nächsten drei Jahre finanzieren müsste und die mich wieder schlecht schlafen lassen würden. Und doch ist das für mich derzeit der einzige Weg, um meinen Wunsch zu studieren umzusetzen. An einer regulären Uni hier in Berlin würden auch Gebühren anfallen und zweitens wäre ich dann Vollzeitstudent und müsste meine Zeitplanung wieder auf die Universität einstellen, was beim Fernstudium nicht der Fall wäre. Und ich könnte das Bafög wohl nicht umgehen, welches dann ja auch teilweise wieder zurückgezahlt werden müsste, also auch wieder Schulden, die ich später wieder abbezahlen müsste.

Die reguläre Anmeldefrist für die Fernuni läuft am Freitag ab, bis dahin müssten meine gesamten Unterlagen in Hagen sein, was jetzt schon ein Ding der Unmöglichkeit ist. So werde ich also ein weiteres Semester verlieren, in welchem ich wieder über die Finanzierung rätseln kann und am Ende wohl wieder keine Idee habe, wie es weiter gehen könnte. Am Ende komme ich derzeit zu dem Schluss, dass ich mein Abitur wohl umsonst gemacht habe – denn mein Studium ist derzeit noch in weiter ferne.