Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

Ich habe euch schon lange nicht mehr mit meinem Studium genervt. Gut, es gab einfach nichts zu schreiben, da ich mich nicht wirklich mit dem Studium beschäftigt habe. Warum? Nun, zum einen musste ich im letzten Jahr (2016) erst einmal schauen, dass ich genügend Geld verdiene. Ich glaube, ich habe schon öfter erwähnt, dass es sich mit einer schwierigen Finanzsituation eher schlecht studieren lässt. Nachdem das geklärt war, kam leider der Selbstmord von meinem Neffen, wodurch ich im Oktober dann doch ziemlich aus der Bahn geworfen wurde.

Jetzt gilt es aber, endlich in die Zukunft zu schauen. Finanziell muss ich mir erst einmal keine Sorgen machen, sodass ich mich jetzt mit den Planungen für das nächste Semester auseinandersetzen kann. Ja klar, ich habe wieder eine Menge Zeit verschenkt, aber das ist egal, denn in der Zeit ist auch die Motivation heimgekehrt, die Motivation dazu, dieses Studium erfolgreich zu beenden. Ob ich das jetzt mit 35 mache oder mit 36, ich glaube der Zeitplan ist egal. Ich habe derzeit wieder Spaß daran, mich mit Informatik und Wirtschaft zu beschäftigen, also die beiden Themen, die mein Studium berührt und ich glaube, mit diesem Schwung kann ich das Studium jetzt “Neustarten”.

Das Studium erinnert mich aber auch immer an meinen Neffen. Er studierte Verwaltungsinformatik und er war verdammt gut darin. Aber das ist schon wieder ein anderes Thema.

Eigentlich wollte ich nur kurz anmerken, dass ich euch jetzt wieder öfter mit meinem Studium nerven werde, stellt euch also schon einmal darauf ein.

War nicht eben erst Silvester? Ja? Jedenfalls ist der Januar jetzt schon wieder vorbei. Die ersten 31 Tage im Jahr 2016 sind Geschichte und der Februar 2016 steht vor der Tür.

Sport

 

117 Laufkilometer sind es im Januar 2016 geworden. Das ist mein zweitbester Start in ein Laufjahr und so darf es gerne auch weiter gehen. Zur Zeit macht das Laufen auch wieder richtig Spaß und ich hoffe, dass das auch weiterhin so bleibt.

Im Februar möchte ich deswegen auch mal wieder bei einem Volkslauf starten. Ich weiß noch nicht, ob ich das Finanziell auch hinbekomme, aber ich peile es mal an.

Mit dem Fahrrad war ich auch schon knapp 5 Kilometer unterwegs. Ist nicht viel, aber bei dem Wetter im Januar war einfach nicht mehr drin. Im Februar wird das aber bestimmt besser werden.

Arbeit

 

Der Auftrag, den ich derzeit habe, läuft sehr gut. Aber er reicht natürlich nicht aus, um meine gesamten Kosten zu decken. Leider hat auch Clickworker nicht viel gebracht ( gerade einmal 2,10 Euro) und bei Textbroker war überhaupt nichts dabei. Es gab natürlich gesuche für Texte, aber die haben mich nicht angesprochen und wenn das nicht der Fall ist, dann werden auch die Texte nicht gut, weswegen ich es gar nicht erst versucht habe.

Für den Februar hoffe ich, dass das bei Clickworker und Textbroker ein wenig besser wird. Ansonsten gibt es hoffentlich ein paar andere Aufträge, denn so langsam schmilzt meine Reserve und bis zum Sommer muss ich damit noch irgendwie hinkommen, denn dann habe ich wieder einen Auftrag, bei dem ich richtig Geld verdienen kann. Ja, der Auftrag, den ich letztes Jahr im Sommer schon hatte.

Studium

 

Im Januar war noch nicht wirklich viel los, außer das ich natürlich lernen musste. Ich habe mich jetzt für 2 Klausuren angemeldet, die erste davon schreibe ich Ende Februar und die andere Anfang März. Weiterhin habe ich auch schon das nächste Semester geplant, dabei hatte ich kurz überlegt, ob ich auch gleich ein Wahlpflichtmodul absolviere, aber die 120,- Euro dafür spare ich mir erst einmal (meine Reserven 😉 ) und belege das dann im übernächsten Semester. Nein, wegen Geld mache ich mir keinen Stress mehr …

Sonstiges

 

Ansonsten war der Januar eigenltich ziemlich okay. Ich war noch auf einer politischen Veranstaltung und ansonsten war ich ordentlich mit Arbeit (bezahlte und unbezahlte) eingedeckt. Und mein Projekt kennt ihr ja schon 🙂 …

Wie soll ich einen Artikel anfangen, mit dem ich Danke sagen will? Ich sitze hier und grübel schon die ganze Zeit über diese Frage nach. Letzen Freitag war ich schon so weit, dass ich das Studium abgeschrieben hatte. Ich hatte sogar schon damit begonnen, dass Studium aus meinen Profilen verschwinden zu lassen. Doch irgendwie kam dann doch noch mal die Idee, die Gebühren über Spenden zusammen zu bekommen. So schrieb ich dann am Montag, dass ich 20 Leute bräuchte, die mir je 10,- Euro spenden, damit ich die Gebühren überweisen kann. Und was soll ich sagen? Das Geld ist zusammen gekommen.

Es waren zwar keine zwanzig Leute, die mir je 10,- Euro überwiesen haben, dafür aber 3 größere Spenden. Den Anfang hat Jens gemacht, der mir sofort, als ich diese Möglichkeit getwittert hatte, 50,- Euro gespendet hat. Eine Menge Geld, von dem viele Menschen zwei Wochen lang ihre Lebensmittel finanzieren, um das einfach mal in eine Relation zu setzen. Ein einfaches „Danke“ ist da eigentlich zu wenig, aber sehr viel mehr kann ich nicht sagen, sehr viel mehr Möglichkeiten um meine Dankbarkeit auszudrücken, habe ich nicht.

Die zweite Spende kam dann von Benedict, der mir 60,- Euro überwiesen hat. Ein Mensch, den ich noch gar nicht so lange kenne und er mich somit auch nicht. Auch an ihn geht ein riesengroßer Dank. Eigentlich viel zu wenig, aber was soll ich schreiben?

Und das dritte Danke geht an Alex von offenesblog, der mir die restliche Summe, nämlich 100,- Euro, überwiesen hat. Er hat dies durch eine Aktion zusammenbekommen. Was er genau gemacht hat, erfahre ich allerdings erst am Mittwoch. Es kann also sein, dass ich mich dann noch bei sehr viel mehr Menschen bedanken muss. Dazu wird es dann noch ein Update geben.

UPDATE:

Heute, am 01. April, hat der offenesblog Geburtstag und hat dazu einen Blogartikel veröffentlicht. Darin schreibt er nun auch, wie es zu der 100,- Euro Spende kam 🙂 – deswegen muss ich mich hier jetzt noch bei 16 weiteren Bloggern bedanken:

  • always-sunny.de ,
  • christiane-klein.com ,
  • baracus.de ,
  • majeres.de ,
  • nicht-spurlos.de ,
  • fulanos-worte.de ,
  • zn80.net ,
  • mik-ina.de ,
  • it-runde.de ,
  • ostwestf4le.de ,
  • timotime.de ,
  • destination99.de ,
  • gesichtet.net ,
  • worksucks.eu ,
  • blog.eliterator.de und
  • festival-gadget.de

 

Besonders schön finde ich, dass auch noch weitere 200,- Euro zusammengekommen sind, die an Arbeiterkind gespendet wurden.

Einige haben jetzt mitgerechnet und kommen auf eine Summe von 210,- Euro, aber, wer Paypal nutzt, weiß, dass da noch ein paar Gebühren abgehen. Die Studiengebühren habe ich heute überwiesen und nun bin ich bei euch allen in der Pflicht, dass das ein anständiges und erfolgreiches Semester wird. Ich glaube, das ist dann der größte Dank, den ich euch entgegen bringen kann.

Mir erscheint das hier jetzt noch viel zu wenig, aber was soll ich noch schreiben? Ich bin ehrlich, ich bin ein wenig sprachlos, aber ich kann hier noch so viel schreiben, es bleibt dennoch nur ein Danke.

Habe ich letzte Woche versprochen, dass der Wochenrückblick diesmal wieder pünktlich ist, nun, ich habe mich wohl nicht dran gehalten. Aber hey, schwamm drüber, die meiste Zeit schreibe ich hier ja eh nur für mich, oder? 😉 Egal, fangen wir an.

Tomatenpflanzen

Pflanzen

 

Da auf dem ersten Bild hier meist meine Tomatenpflanzen sind, fange ich einfach mal damit an ;). Einen wirklichen Fortschritt beim Wachsen sehe ich derzeit nicht, aber da sie auch noch nicht verblüht sind, gehe ich davon aus, dass sie noch leben und sich in den nächsten Wochen auch noch weiter entwickeln.

Meine Mangopflanze wächst auch immer noch vor sich hin. Ein Blatt sieht inzwischen verdammt schön aus, mal sehen, ob das in den nächsten Wochen noch mehr davon gibt. Auskennen tue ich mich mit Mangos allerdings immer noch nicht, aber natürlich weiß ich, dass diese Pflanze nie eine Frucht ausbilden wird. Warum ich das erwähne? Weil letztens jemand dachte, dass dies vielleicht der Fall ist.

Mangopflanze

Sport

 

Diese Woche war überhaupt nichts los. Der Grund hierfür war eine Erkältung, die ich mir, nachdem ich jetzt solange verschont geblieben war, doch noch geholt habe. Dabei war das Wetter so genial und am Sonntag wäre dann auch die 20 Kilometer Strecke drin gewesen, wenn da nicht diese dämliche Erkältung gewesen wäre. Somit ist aber auch der andere Sport flach gefallen, aber ich hoffe, dass das jetzt so schnell wie möglich wieder vorbei ist.

Studium

 

Da das Studium im Wochenrückblick immer kam, muss ich es jetzt natürlich auch erwähnen. Am Freitag war ich auf dem absoluten Tiefpunkt und habe das Studium eigentlich schon abgeschrieben, weil ich einfach keinen Job finde. Ich könnte sowas von Kotzen, denn was ist darin so schlimm, mir eine Stelle als Verkäufer zu geben? Achja, ich habe eine kaufmännische Ausbildung und würde dadurch in eine höhere Tarifklasse fallen, und dass will natürlich niemand zahlen. Ab und an frage ich mich da schon, ob ich meine Ausbildung nicht lieber verheimlichen sollte, gebracht hat sie mir in meinem Leben auf jeden Fall noch nichts, obwohl ich meine Ausbildung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel – Fachrichtung Großhandel, mit 84 Punkten abgeschlossen habe.

Meine Hoffnung war, dass ich zumindest mit Tagesjobs die Summe zusammen bekomme, die ich für die Studiengebühren brauche, aber auch das hat leider nicht funktioniert. So wie leider auch die Idee mit dem E-Book nicht funktioniert hat, von dem ich ungefähr 300 Stück hätte verkaufen müssen. Bis heute sind es nur 3 Exemplare geworden, und das bei einem Preis von gerade mal 99 Cent.

Meine letzte Hoffnung ist jetzt, dass ich bis Freitag mindestens 20 Leute finde, die mir 10,- Euro spenden. Wobei eigentlich Donnerstag der Stichtag wäre, weil ich bis Freitag die Gebühren überweisen muss. Einen Spender habe ich schon :), dazu wird es aber einen gesonderten Artikel geben.

Sonstiges

 

Ja, ich war erkältet, somit ist nicht wirklich viel zu erzählen. Deswegen kann ich nur sagen, dass wir uns dann nächstes Wochenende wieder lesen, beim nächsten Wochenrückblick.

Ich hatte es ja schon einmal in einer Umfrage angekündigt, dass ich einige meiner Kurzgeschichten in ein E-Book zusammenfassen möchte, um diese dann für einen kleinen Betrag zu verkaufen. Damit möchte ich natürlich keine Reichtümer erlangen, aber mir würde das Geld schon helfen, um mein Studium ein wenig besser finanzieren zu können. Konkret geht es da um Fachbücher, die selbst schon im gebrauchten Zustand eine Menge Geld kosten – Studenten wissen, wovon ich rede.

Vor einigen Monaten nun habe ich diesen Plan auch in die Tat umgesetzt und das E-Book „Die lachende Ente und weitere Kurzgeschichten“ veröffentlicht. Den Preis hatte ich dabei mit 1.99 Euro etwas zu hoch angesetzt, was ich nun aber korrigiert habe. Das E-Book ist nun für 0.99 Cent in den meisten E-Book-Shops zu erhalten und deswegen dachte ich mir, ich mache hier noch ein wenig Werbung für das Buch.

 

Die lachende Ente

 

Die lachende Ente - Amazon Partnerlink

Die lachende Ente – Amazon Partnerlink

Im E-Book „Die lachende Ente“ findet ihr insgesamt neun Kurzgeschichten, wobei die ersten drei Kurzgeschichten zusammengehören. Wer meinen Blog regelmäßig liest, kennt diese Kurzgeschichten bereits, aber wie oben schon erwähnt, das E-Book soll einen kleinen Beitrag zur Finanzierung meines Studiums einbringen. Vielleicht kennt ihr ja in euren Bekanntenkreis Leute, die gerne Kurzgeschichten lesen, aber nicht auf meinem Blog unterwegs sind, oder vielleicht wollt ihr auch selbst die Kurzgeschichten noch einmal lesen und mich damit ein wenig bei meinem Studium unterstützen. (Ich habe im Bild auf die Amazonseite des Buches verlinkt, aber es gibt sie auch in allen anderen Shops)

Schön wäre es auch, wenn ihr bei Amazon (und in allen anderen Shops) das Buch bewerten könntet. Natürlich genau so, wie ihr es auch empfindet. Wenn ihr es also Scheiße findet, dann verdiene ich auch eine schlechte Bewertung – aber wenn ihr es gut findet, wäre auch eine gute Bewertung sehr hilfreich. Und vielleicht könnt ihr ja diesen Beitrag auch ein wenig in euren sozialen Netzwerken teilen, aber natürlich nur dann, wenn ihr das auch wirklich wollt.

 

Teufel100s Weihnachtsgeschichten

 

Teufel100s Weihnachtsgeschichten - Amazon Partnerlink

Teufel100s Weihnachts- geschichten – Amazon Partnerlink

Im übrigen gibt es auch meine beiden Weihnachtsgeschichten weiterhin kostenlos in jedem E-Book-Shop. Auch diese freuen sich natürlich gelesen zu werden und auch diese freuen sich natürlich über Bewertungen ;).

Bei den Weihnachtsgeschichten handelt es sich um die beiden Geschichten, die ich für den Bloggeradventskalender geschrieben habe. Und weil es in einer Geschichte um einen Obdachlosen geht, wäre es auch ganz schön, wenn ihr vielleicht dieses Projekt auf Betterplace unterstützen könnt.

Das schlechte Gewissen

Das schlechte Gewissen

 

  • Sag mal Sven, wolltest du nicht lernen?
  • Wie soll ich denn lernen, wenn du, Herr Bär, auf meinen Unterlagen sitzt?
  • Jetzt hör hier mal auf mit deinen Ausreden, ich bin gerade erst hier herauf geklettert. Und ich habe gesehen, was du gemacht hast – gelernt hast du auf jeden Fall nicht.
  • Okay, okay Herr Bär, hast ja recht…
  • Also wolltest du nun lernen?
  • Eigentlich schon…
  • Und warum machst du das nicht?
  • Nun, ich bin wohl eben etwas abgelenkt wurden…
  • Das ist ja schon wieder eine Ausrede!
  • Okay, hast ja recht, ich habe mich wieder ablenken lassen.

Schreiben lernen Da ist er wieder, dieser ewige Kampf in mir. Auslöser ist eine Einsendeaufgabe, die ich heute bis 15 Uhr im Onlinesystem der Fernuni hinterlegt haben muss. Einsendeaufgaben sind wichtig, um für die Modulklausur zugelassen zu werden und diese Klausur ist wiederum wichtig, um das Modul zu bestehen, was wiederum wichtig ist, um irgendwann einmal das Studium abzuschließen.

An dieser Einsendeaufgabe ist besonders, dass es eine von vier Einsendeaufgaben ist, und ich am Ende 50 Prozent der zu erreichenden Punkte, welche insgesamt für alle vier Einsendeaufgaben vergeben werden, holen muss, um für die Klausur zugelassen zu werden. 2 Einsendeaufgaben habe ich schon fertig, und jetzt fehlen mir noch 18 Punkte, um die Klausurzulassung zu erlangen. Und genau hier beginnt der Kampf, denn die letzten beiden Einsendeaufgaben, von denen eine heute fällig ist, bringen jeweils 50 Punkte. Ich weiß, dass diese Einsendeaufgabe nicht besonders gut werden wird, weil ich einfach immer noch nicht so studiere, wie ich eigentlich sollte, und deswegen sagt eine Seite in mir, dass ich die Einsendeaufgabe doch einfach vergessen soll, und dafür die Nächste dann super abschließe. Diese eine Seite in mir will also, dass ich die Einsendeaufgabe nicht bearbeite.

Dann gibt es aber auch die andere Seite, die Seite, die eindeutig recht hat, die sagt, dass ich auf jeden Fall die Einsendeaufgabe machen soll. Selbst wenn ich nur fünf Punkte hole, sind dies fünf wichtige Punkte auf dem Weg zur Klausurzulassung. Wer sagt mir denn, dass ich in der letzten Einsendeaufgabe die 18 Punkte hole, die ich zur Zulassung noch brauche? Keiner! Da hat diese Seite natürlich recht und deswegen kämpfe ich auch mit mir, deswegen lasse ich die Ausrede der anderen Seite nicht gelten und deswegen versuche ich mich gerade, auf diese Einsendeaufgabe zu konzentrieren. Immerhin könnte ich ja auch ein wenig Glück haben, und mit dieser Einsendeaufgabe schon die 18 Punkte holen, die ich brauche, um zur Klausur zugelassen zu werden.

Das Problem daran ist aber, dass dieser innere Kampf äußerlich eine Lähmung bedeutet. Eigentlich sollte ich jetzt motiviert an der Aufgabe arbeiten, Zeit ist ja noch genügend da. Stattdessen hält mich dieser innere Kampf davon ab, klaut mir die Konzentration und sorgt so dafür, dass die Einsendeaufgabe am Ende schlechter ausfallen wird, als es überhaupt nötig wäre. Mich nervt das, weil das einfach Kraft kostet, die ich ins Studium investieren könnte – aber ich kann diesen inneren Kampf, der nicht nur bei Einsendeaufgaben stattfindet, einfach nicht beenden. Ich bekomme ihn nicht los, was mich auf der anderen Seite dann wieder ärgert, weil ich schon längst sehr viel weiter sein könnte.

Kennt ihr diese inneren Kämpfe? Wenn ja, was macht ihr dagegen?

Ich bin gerade dabei, mich durch das erste Lehrheft der BWL zu arbeiten, und dabei ist schon die erste Frage ziemlich abschreckend und konstruiert (meiner Meinung nach). Ich darf sie hier nicht 1 zu 1 wieder geben, aber den Inhalt schon. (Ich studiere übrigens Wirtschaftsinformatik 😉 )

In der Frage geht es darum, einer Medizinstudentin eine Antwort zu geben, auf eine Aussage, die diese getätigt hat. Die Medizinstudentin stellt die Aussage auf, dass ich, weil ich Betriebswirtschaft studiere, ein kalter Rationalisierer bin. Weiterhin soll ich die ökonomische Effizienz des Krankenhauses auf Kosten des Wohls der Patienten herbeiführen wollen.

Was soll ich ihr sagen? Erst einmal wurde ich wohl sagen, dass ich bisher nur ein Student bin, und überhaupt nicht in einem Krankenhaus arbeite. Das ist wahrscheinlich nicht die Antwort, die sie hören möchte, aber das würde mir spontan dazu einfallen.

Aber jetzt mal ehrlich, bevor die Studentin zu so einer Aussage kommt, müsste vorher eine Diskussion geführt wurden sein, in welcher ich ihr meine Denkweise zu diesem Thema erläutert hätte. Und wenn die Studentin nach dieser Diskussion auf diese Aussage kommt, dann wird wohl etwas Wahres dran sein, oder irre ich mich da?
Wenn ich mir diese Aufgabenstellung genauer betrachte, überlege ich mir sogar, ob diese Frage nicht schon darauf vorbereiten soll, dass man als BWLer emotionslose Entscheidungen treffen muss. Ich bin mir auch nicht sicher, ob das nicht sogar eine Fehlentwicklung ist, denn in der Wirtschaft sollte es mehr Menschen geben, die soziale Kompetenz haben und die nicht nur auf den Gewinn des Unternehmens schauen. Leider wird auf den ersten Seiten des Lehrheftes schon klar, dass es nicht um soziale Kompetenz geht, sondern tatsächlich um den Gewinn. Aber es kann ja nur noch besser werden.

Nun aber zurück zur Frage. Ich habe mir die Antworten natürlich auch schon angesehen, und finde, dass es keine wirklichen Antworten sind. Wenn mir die Studentin diese Aussage an den Kopf wirft, dann wird sie ihren Grund haben und das hat sicher nichts damit zu tun, dass ich den Ablauf im Krankenhaus plane, oder darauf achte, dass die Medikamente nicht verschwendet werden. Das Wohl des Patienten ist wohl auch nicht vernachlässigt, wenn ich darauf achte, dass nicht umsonst geheizt wird, oder dass der Preis und die Qualität des Essens stimmt.
Das ist alles sehr konstruiert und keine wirkliche Antwort auf diese Aussage, jedenfalls meiner Meinung nach und ich weiß nicht, ob ein BWL-Student wirklich so antworten würde.

Ab heute wird es ernst. Ich sitze hier gerade vor dem ersten Studienheft und überlege, wie ich es denn jetzt angehen kann, dass das Lernen wirklich effektiv ist und auch etwas hängenbleibt. Die Textmarker liegen schon bereit, auch ein Notizbuch habe ich mir schon auf den Tisch gelegt, jetzt muss aber noch der Einstieg gelingen.

Ich weiß nicht, wie die ersten Tage an einer Universität sind, ob man gleich mit dem Lernstoff voll durchstartet, oder ob es erst einmal organisatorische Dinge gibt, die man abarbeitet. Soll mir aber auch egal sein, denn ich bin nicht an der Uni, sondern ich muss mich hier zu Hause einrichten, muss hier das richtige Lerntempo für mich finden, muss herausfinden, was gut für mich ist und wie ich mir meine Zeit am besten einteile.

Die erste Woche wird hier wohl die schwerste sein. Ich muss mich daran gewöhnen, dass ich jetzt täglich auch fürs Studium etwas machen muss, muss die besten Lernzeiten dazu finden und muss mein Gehirn auch wieder darauf einstellen, dass es jetzt lernen muss. Ich meine, ich könnte mir die Hefte sicher ziemlich schnell durchlesen, aber dann würde ich mir wohl nicht viel merken. Und genau das wäre falsch, denn dann müsste ich die Hefte immer wieder durcharbeiten, wozu aber die Zeit fehlt, denn die Hefte müssen alle zu einem bestimmten Termin durchgearbeitet sein und eine Einsendearbeit muss dann in Hagen eingetroffen sein, damit ich überhaupt eine Chance habe, an den Klausuren teilzunehmen. Das muss ich mir klar machen, ich muss mir bewusst werden, dass es keine Spaßveranstaltung ist, sondern ein richtiges Studium. Dafür habe ich mein Abitur nachgeholt, und dafür lohnt es sich, zu lernen.

Jetzt aber rein in den ersten Tag meines Studiums. Ich muss noch einiges machen. Mir fehlt zum Beispiel noch ein Lerntagebuch, womit ich ja schon einige Erfahrungen gemacht habe und welches mir hilft, jeden Abend über das Gelernte zu reflektieren. Damit kann ich selbst überprüfen, ob ich alles verstanden habe, oder ob ich bestimmte Abschnitte noch einmal wiederholen muss. Dazu ist natürlich auch eine Portion Ehrlichkeit sich selbst gegenüber nötig, denn ich muss streng sein mit mir, sonst wird das nichts.

Da fällt mir einen, einen neuen Lernvertrag sollte ich auch mit mir abschließen. Diesmal muss ich aber jemanden finden, der überwacht, ob ich den Lernvertrag auch wirklich einhalte. Sonst bringt das Ganze nicht viel, dass habe ich bei meinem letzten Lernvertrag schon gelernt.

So, jetzt geht es aber los, der Tag wird ja auch nicht länger, bloß weil ich hier einen Blogeintrag schreibe.

Am Freitag letzter Woche stand ich kurz davor, mich bei der Fernuni in Hagen einzuschreiben. Ich möchte immer noch studieren und habe mich jetzt auch für den Studiengang entschieden. Wirtschaftsinformatik soll es werden, was mich immerhin knapp 2.000,- Euro kosten würde, allerdings sind das nur die Gebühren. Hinzu kommen würden auch noch die Kosten für die Reisen nach Hagen, damit ich dort meine mündlichen Prüfungen ablegen kann. Kurz gesagt, obwohl sich diese Summe auf drei Jahre verteilen würde, bin ich mir noch nicht sicher, wie ich es finanzieren soll. Deswegen habe ich mich am Freitag dann auch nicht angemeldet, denn ich bin froh, dass ich die Schulden, die ich angehäuft habe, als ich mein Abitur nachgeholt habe, endlich wieder abgezahlt habe.

Wenn ich mich jetzt bei der Fernuni in Hagen einschreibe, wären das wieder Verbindlichkeiten, die ich über die nächsten drei Jahre finanzieren müsste und die mich wieder schlecht schlafen lassen würden. Und doch ist das für mich derzeit der einzige Weg, um meinen Wunsch zu studieren umzusetzen. An einer regulären Uni hier in Berlin würden auch Gebühren anfallen und zweitens wäre ich dann Vollzeitstudent und müsste meine Zeitplanung wieder auf die Universität einstellen, was beim Fernstudium nicht der Fall wäre. Und ich könnte das Bafög wohl nicht umgehen, welches dann ja auch teilweise wieder zurückgezahlt werden müsste, also auch wieder Schulden, die ich später wieder abbezahlen müsste.

Die reguläre Anmeldefrist für die Fernuni läuft am Freitag ab, bis dahin müssten meine gesamten Unterlagen in Hagen sein, was jetzt schon ein Ding der Unmöglichkeit ist. So werde ich also ein weiteres Semester verlieren, in welchem ich wieder über die Finanzierung rätseln kann und am Ende wohl wieder keine Idee habe, wie es weiter gehen könnte. Am Ende komme ich derzeit zu dem Schluss, dass ich mein Abitur wohl umsonst gemacht habe – denn mein Studium ist derzeit noch in weiter ferne.