Svens kleiner Blog

Nicht wegen Geld, nicht wegen Ruhm, nicht wegen Aufmerksamkeit sondern einfach nur so ;-)

Ihr wisst ja, dass ich doch ein wenig verrückt bin, was ich nächste Woche mal wieder beweisen werde. Ich schrieb gestern auf Twitter, dass ich ein Fahrrad brauche, weil ich nach Mecklenburg fahren möchte. Da ich, wenn ich mal Rad fahren möchte, mir immer eines bei Nextbike leihe, schrieb ich im selben Tweet, dass das wohl zu teuer wäre, ein Rad von Nextbike zu verwenden. Damit war das Thema für mich eigentlich schon erledigt, weil ich niemanden kenne, der mir ein Fahrrad hätte leihen können.

Doch dann bekam ich von Nextbike einen Tweet, dass sie mir ein Fahrrad kostenlos zur Verfügung stellen, wenn ich die Fahrt mit Bildern, auf Twitter, dokumentiere. Nun, wie oben schon erwähnt, bin ich ziemlich verrückt und habe dieses Angebot natürlich sofort angenommen. Ich werde nächste Woche also 240 Kilometer mit dem Rad nach Mecklenburg fahren.

Natürlich gibt es einen Grund, warum ich dort hin will. In Wietow, einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern, lebt mein Opa, den ich schon 10 Jahre lang nicht mehr gesehen habe. Dabei weiß ich gar nicht, ob mein Opa überhaupt noch lebt, aber ich gehe davon aus, dass ich erfahren hätte, wenn dies nicht der Fall wäre. Außerdem wünsche ich mir schon sehr lange so eine Tour zu machen, und nächste Woche ist der beste Zeitpunkt dazu, weil das die letzte Woche vor dem neuen Semester ist und ich somit diese Möglichkeit einfach mal nutzen werde.

Für mich ist dies tatsächlich Neuland, denn die Fahrt wird sicherlich nicht nur einen Tag dauern, weswegen ich mir unterwegs auch eine Unterkunft suchen muss. Wenn ihr dafür eine gute App für ein Android-Smartphone kennt, immer hier mit den Tipps.

Außerdem brauche ich noch einen günstigen Prepaid Anbieter, bei dem ich eine Datenflat fürs mobile Internet bekomme, mit der ich dann die Bilder von der Tour hochladen kann. Meine 300 MB, die mir normalerweise ausreichen, werden für eine solche Tour garantiert nicht reichen. Auch hier nehme ich Tipps gerne entgegen.

Los geht die Tour am Dienstag, und wenn alles gut läuft, bin ich bis Sonntag wieder in Berlin. Gespannt bin ich darauf, wie mein Körper auf eine solche Tour reagieren wird. Und natürlich auch auf die Strecke und die Landschaft. Mehr zur Tour gibt es dann später, wenn ich alles vorbereitet habe und ich noch mehr weiß.

Wer will, kann mich gerne unterstützen, indem er mir ein paar Cappuccini spendiert. 😉

Gestern waren Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern. Die SPD hat gewonnen, nicht nur die Wahl, sondern auch an Stimmen. Die CDU hat verloren, die FDP flog sogar raus, dafür konnten sich die Grünen darüber freuen, die Fünf-Prozent-Hürde geknackt zu haben. Aber da ist eben auch die NPD, die mit knapp sechs Prozent erneut in den Landtag eingezogen ist. Daran sind nicht nur die vielen Stammwähler der NPD schuld, sondern auch die vielen Nichtwähler in Mecklenburg-Vorpommern, die sich wieder nicht aufraffen konnten, in die Wahlkabine zu gehen und ihr Kreuz bei einer Partei zu machen. Es hätte ja nicht bei den großen Parteien sein müssen, es hätte ja gereicht, wenn man eine „Sonstige“ Partei gewählt hätte. 53 Prozent Wahlbeteiligung ist einfach zu wenig, da kann auch der klare Sieg der SPD nicht drüber hinweg täuschen. 53 Prozent, dass bedeutet eben das 47-Prozent ihr Schicksal in die Hände anderer legen, dass sie erwarten, dass die schon das Richtige tun werden, damit keine Rechts- oder Linksextremen Parteien an die Macht kommen.

Aber die NPD ist wieder im Landtag und dass ist ärgerlich, denn wenn 5, 6, 7 oder 8 Prozent mehr Wähler ihr Kreuz bei einer anderen Partei gemacht hätten, dann wären sie wohl rausgeflogen, dann hätten sie keinen Sitz mehr im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. Aber weil sich 47 Prozent der Wähler der Wahl verweigerten, genau deswegen wird auch in den nächsten Jahren Mecklenburg-Vorpommern einen Makel haben. Dann braucht man sich aber auch nicht Wundern, wenn dadurch die Touristen wegbleiben und somit auch Arbeitsplätze verloren gehen. Es darf dann auch nicht verwunderlich sein, dass sich Investoren schwertun, in diese Region zu investieren.

Mecklenburg-Vorpommern ist auf einen guten Weg. Es gibt schon seit Jahren keine Neuverschuldung mehr, der Schuldenberg sinkt und es konnten auch einige Tausend neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Das ist noch nicht viel, denn Mecklenburg-Vorpommern hat gleichzeitig auch mit die höchsten Arbeitslosenzahlen in Deutschland, man liegt weit über dem Durchschnitt in Deutschland, aber daran muss gearbeitet werden. Das geht aber nur, wenn eine Regierung auch eine wirkliche Legitimation bekommt. Ob das mit 53 Prozent Wahlbeteiligung der Fall ist, das sollte jeder für sich selbst entscheiden. Für mich ist das auf jeden Fall keine wirkliche Legitimation.